Freitag, 23. Juni

Manche Menschen muss man rütteln und schütteln wie die Bäume, wenn man von ihren Früchten essen will. Julie Eyth

Heute ist es trüb-bedeckt und wir sind ziemlich müde. Noch haben wir keinen richtigen Plan … am Nachmittag zum Wisentgehege mit Fütterung. Wir wollten was mit Birgit zusammen machen, sie hat sich auch noch nicht gemeldet, geht auch nicht ans Telefon. Ist ein bisschen undefiniert heute …

Nach unserem Koma-Mittagsschlaf war die Wisent-Fütterung vorbei und wir sind zum Hafen gegangen. Vorher hatten wir ein Boot gekauft für den Schiffsschrauben-Springbrunnen. Die Wasser-Propeller werden hier bei MMG seit vielen Jahren – schon vor der Wende Ost West – hergestellt – beim Mecklenburger Metallgußwerk – und gehen in alle Welt. Immer in doppelter Ausführung, falls einer ausfällt. Bei den Transporten zum Rostocker Überseehafen ist mit Verzögerungen zu rechnen.

Die Frau mit den XXL-Seifenblasen war am Hafen, wir mit unserem „Booti“ und dieser wundervollle Nachmittag in den Abend hinein hat uns, alle Warener und Urlauber, verzaubert und ein Mann – der mit seinem Sohn da war und mich gefragt hat, ob ich von hier bin und wo man hier gut essen gehen kann – Schweinemedaillons – im Ratskeller – hat gesagt: Die einfachen Dinge sind die besten!

Danach ist mir was eingefallen, woran ich noch nie gedacht hab: Mary Moon heißt – Mein Mann im Mond. Zeit, dass er auf die Erde kommt. Bei dem Mann mit dem Sohn hab ich die Vibrationen von ihm und seinem Sohn gefühlt – ich wünsche ihnen eine gute Frau und Mutter. Auch bei der Sommersonnenwende war ein einzelner Mann dabei – sehr selten. Micha, wie mein Sohn. Alles zeigt mir nur – Wie soll denn einer kommen, wenn du schon einen hast?

Donnerstag, 22. Juni

Ein Charakter ist wie ein Baum und der gute Ruf wie sein Schatten. Abraham Lincoln

Schon 52 Tage! Mit zunehmender Fitness stellen sich erste kleine Erfolge ein. Auf Platz Eins die Schildkröte auf dem Bild, auf Platz 2 die Schnecke und auf Platz 3 die eigenen Turnschuhe.

Das war eine wundervoll wunderschöne Sommersonnenwende – erst am Strand, mit insgesamt 7 Leuten, dann wir beide, Bianka und ich, unter der prachtvollen Kastanie in der Jugendherberge Tanzhaus in Ribnitz-Damgarten bis nachts halb eins. Reden und Verbundenheit. Schöne Zeiten, die da auf uns zukommen … Nach einem Frühstück im Grünen nach einer ziemlich turbulenten Nacht mit Schulklassen und Erziehern hab ich mittags Jonte abgeholt. Jetzt machen wir uns ein schönes Wochenende!

Das war die beste Entscheidung zur Sommersonnenwend-Feier an den Ostsee-Strand zu fahren. Ich hatte das Lehrerzimmer in der Jugendherberge. Eigentlich kannst du gleich anfangen, hat Bianka gesagt. Worauf wartest du noch? Darauf, dass die Sachen sich finden.

Mittwoch, 21. Juni, Sommersonnenwende

Wenn ich wüsste, dass die Welt morgen endet, würde ich heute noch einen Baum pflanzen. Martin Luther King

Schon 51 Tage! Bleiben Sie standhaft. Es gibt keinen sinnvollen Schutz gegen die Gefahren des Rauchens.

Kurz nach Mittag fahre ich heute los nach Ribnitz, unsere Leiterin Bianka holt mich in der Jugendherberge dort ab und dann freuen wir uns auf einen gemeinsamen magischen Abend am Strand von Torfbrücke bei Graal-Müritz. Ich hab sie eben deswegen angerufen: Na? Wir haben gerade von dir gesprochen …

Dienstag, 20. Juni

Erklimme die Berge und spüre die gute Energie. Der Friede in der Natur wird in dich fließen wie der Sonnenschein, der die Bäume nährt. Der Wind wird dich erfrischen, der Sturm dich mit Kraft erfüllen und alle deine Sorgen werden abfallen von dir, wie Herbstblätter. John Muir

Schon 50 Tage! Absolut grandios! Das wird ja immer besser mit Ihnen!

Heute ist Besuchs- und Besuchertag. Früh um 8 hat Fritzi von Guti-Gutshaus gefragt, ob ich Lust auf einen Kaffee habe? Er ist grad in Waren. Ich hab gesagt, er kann gerne herkommen, Birgit kommt gleich zum Frühstück. Das war ihm denn doch nichts. Als Birgit weg war, um 11, hat sich Sabine aus Berlin gemeldet, die kurz für 3 Tage in ihrer FeWo hier ist. Wir haben uns gestern Abend schon verabredet. Dann kam sie mit Fischbrötchen und wir haben nach langer Zeit mal wieder schön erzählt und uns ausgetauscht. Das war wieder perfektes Timing vom Universum, dass es geklappt hat – wie jedes Mal. Morgen und übermorgen bin ich in Rostock, Ribnitz-Damgarten und Graal-Müritz, da zur Sonnenwendfeier morgen Abend. Donnerstag hol ich dann Jonte für’s Wochenende ab …

Es sind grad wieder so hoch schwingende Energien mit Schumann-Rosonanz-Frequenzen zur Sommersonnenwende, mit Neumond-Einfluss noch und Portaltag morgen, dass sogar sonst nicht so sensibilisierte Menschen das spüren. Stimmt, Michael, mein Sohn, hat gestern gesagt, als wir telefoniert haben: Irgendwie war das anstrengend heute, ich konnte mich gar nicht richtig konzentrieren …

Sonntag, 18. Juni

Schnell ist der Mond. Die Blätter der Bäume halten den Regen auf. Matsuo Bashō

Das war eine schamanische Anfahrt gestern zum Kurs. Hinter Laage, zwischen Teterow und Rostock, hat sich ein Falke vor mein Auto fallen lassen. Von links oben dicht über die Windschutzscheibe zum rechten Vorderrad runter – ich hab gleich gebremst – und sich dann wieder in die Luft erhoben. Das war eine Flug-Show Touch and fly – Klasse, eine akrobatische Leistung! Von uns beiden – er den freien Fall, ich die Reaktion darauf.

Schon 48 Tage! Tolerant wie wir Nichtraucher nun mal sind, überlassen wir auch den paar unverbesserlichen Rauchern einen Platz in der Gesellschaft. Drei Klotüren auf dem Bild – Männlein, Weiblein, Raucher. Da fällt mir auch wieder die Aral-Tankstelle ein – als ich losgefahren bin, saß er zwischen den beiden Türen auf dem Kantstein. Er musste sich wahrscheinlich erstmal setzen.

Mit der Übernachtung für die Sommersonnenwende hat es geklappt – in Ribnitz-Damgarten, das passt auch. Da fahr ich mit Bianka zusammen, sie ist da bei ihrer Tochter. Das wird ein schönes Erlebnis – der längste Tag, die kürzeste Nacht …

Sonnabend, 17. Juni

Gleichgültigkeit wirkt wie Raureif auf Knospen – Lieblosigkeit wie Frost. Else Pannek

Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch. Ist auch von ihr.

Schon 47 Tage! Wohin mit den überflüssig gewordenen Raucheruntensilien? Na, machen Sie es doch wie die alten Griechen. Aschenbecher als Diskusscheibe

Der Tag heute hat den Zauber des Anfangs … mein Kurs Spirituelle Lebensberatung fängt an. 9 – 18 Uhr bei Paracelsus in Rostock. Ich bin gespannt, wer dabei ist. Auf jeden Fall eine kleine Gruppe, nur 3 oder 4, die Mindestteilnehmerzahl. Die Dozentin ist Bianka, wie auch beim Schamanenkurs.

Es waren dann 5, eine hat sich gestern noch spontan angemeldet. Eine davon war aus unserem Schamanenkurs, Anja, das war eine Überraschung, davon wussten wir nichts. Hast du Karten mit?, hat Bianka mich gefragt. Nein, hatte ich nicht. Aber Anja – das Vögel-Orakel. Und was zieh ich? Hahn und Henne – alles klar. Vögel-Orakel … ! Ich hatte grad eine Begegnung vor 3 Wochen zu Pfingsten bei Aral in Teterow. Seitdem geht’s mir immer besser, ohne ersichtlichen Grund – gute Laune.

Die nächsten Kurse sind erst in 5 und 6 Wochen – Sommerpause heißt das. Am 21. Juni ist eine Zeremonie zur Sommersonnenwende am Strand vor Graal-Müritz, in Torfbrücke. Wenn es mit der Übernachtung klappt, fahre ich hin …

Freitag, 16. Juni

Der Wald ist ein besonderes Wesen von unbeschränkter Güte und Zuneigung, das keine Forderungen stellt und großzügig die Erzeugnisse seines Lebenswerks weitergibt. Allen Geschöpfen bietet er Schutz, und spendet Schatten selbst dem Holzfäller, der ihn zerstört. Buddha

Schon 46 Tage! Der physische Entzug ist jetzt geschafft. Und der psychische ist auch in den Griff zu bekommen. – Ja, das ist er, indem man der Sucht auf den Grund geht. Und dann wird es unangenehm, erstmal …

Ich hab’s geschafft. Gestern Abend hab ich die abschließende E-Mail für Guti-Gutshaus geschrieben, heute früh Korrektur gelesen und dann auf Senden geklickt. Die hat 3 Monate auf ihre endgültige Formulierung gewartet.

Mittwoch, 14. Juni

Ein einziges Blättchen Erfahrung ist mehr wert als ein Baum voller guter Ratschläge. Weisheit aus Litauen

Schon 44 Tage! Langsam aber sicher fassen Freunde und Bekannte Vertrauen und bieten Ihnen andere Plätze an – statt ausschließlich auf dem Balkon.

Nach 3 Tagen Schwimmen merk ich heute meine Muskeln … und bleib zuhause. Wenn ich ein Engel wär, der das Pfingsttreffen arrangiert hat, würde ich die Sache hinschmeißen und sagen, es hat keinen Zweck. Deshalb bin ich auch ein Erdenkind und topf Tomaten um und koch Holunderblüten-Gelee …