Sonntag, 12. Februar

Glück ist ein Wunderding, je mehr man gibt, desto mehr hat man. Germaine de Staël

Das war gestern ein Wunderding bei Karls – und damit war es Glück. Zuletzt war ich vorigen Herbst da mit Jonte, da war es wie leergefegt. Gestern war der ganze Parkplatz voll und der ist riesig, wir standen ganz am Ende. Das ist ein Imperium da, oder wer Wortspiele mag, ein ImBärium. Aber die Massen waren nicht erdrückend, weil – sie haben sich zerlaufen. Jonte war begeistert. Das ist mal ein Abenteuertag!, hat er gesagt. Für die Kinder war es toll und für uns auch – ob obligatorische Treckerbahn oder Erdbeer-Raupen-Bahn – und ganz besonders faszinierend die Eiswelt! Zweimal hab ich ihn gefragt, ob er mal pullern muss – n e i n. Als ich das Tablett mit Kaffee und Donut an der Kasse in der Hand hatte … Das hab ich dann erstmal zur Seite gestellt und mich auf den längeren Weg zum Klo gemacht. Wir waren fast 5 Stunden alle zusammen da, 7 Erwachsene und 3 Kinder. Als wir dann im Auto saßen, hat er gefragt: Fahren wir jetzt nach Waren? Diesmal noch nicht, aber beim nächsten Mal, wenn ich dich abhole …

Freitag, 10. Februar

Alles, worauf Liebe wartet, ist Gelegenheit. Miguel de Cervantes

Heute fahr ich mit Birgit und Kai, der Sachverstand vom Bau hat, zum zweiten Besichtigungstermin zum Haus in Rockow. Vorgestern hab ich anderthalb Stunden mit Andrea telefoniert, die mit Paul ja auch ein altes Bauernhaus kernsaniert hat und mir viele Tipps geben konnte. Ich hab gleich ein Gedächtnisprotokoll gemacht und mich gestern mit dem GEG, Gebäudeenergiegesetz, befasst, nach dem 2 Jahre nach Erwerb das Dach bzw. der Dachboden und alle Rohrleitungen zu dämmen sind sowie die Heizung auszutauschen ist – Sanierungspflicht! Das wird heute das Hauptthema mit dem Makler bei der Einzelbesichtigung sein und damit verbunden natürlich der Preis.

Mittwoch, 8. Februar

Das größte Geschenk ist ein Stück von dir. Ralph Waldo Emerson

Viele kleine Geschenke ergeben zusammen auch ein großes – wie gestern der schöne Tag. Zuletzt mit 2 Stunden bei Heidi, und Meike kam auch noch dazu, mit Kaffee und Kuchen im Strandkorb im Garten, was mein Stammplatz während meiner Zeit da war. Am Tage Sonnenschein und auf der Rückfahrt groß der goldgelbe Mond am Himmel. Mittagessen mit Martina, bei der es zur Zeit nicht so goldig aussieht mit bevorstehender Hand-OP und Mutter im Krankenhaus. Wenn das überstanden ist, überlegen wir uns mal was schönes, was wir machen können, hab ich gesagt.

Heute treff ich mich mit Carmen Sternchen zum Frühstück bei Edeka in der Teterower Straße. Wir sind uns vorgestern über den Weg gelaufen. Ich bin später rausgegangen als sonst und hab einen anderen Weg genommen – an der Müritz lang, um den wundervollen Sonnenuntergang zu sehen. Da war sie mit Fritzi unterwegs beim Abend-Gassi-Gang. Da sie nicht in Waren wohnt, sondern außerhalb, war das schon rein zufällig. Da haben wir uns gleich für heute verabredet.

Dienstag, 7. Februar

Das große Glück in der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden. Julie de Lespinasse

Heute bin ich in Rostock, das ist nur eine Tagesfahrt jetzt, da ich meine Zweigstelle da nicht mehr habe. Ich fahr aber trotzdem bei Heidi ran und wir trinken einen Kaffe auf der Terrasse und erzählen, so, wie wir’s sonst auch gemacht haben. Da freuen wir uns schon drauf. Mittags geh ich mit Martina zu Vegangster, vorher Manja Nageltante, hinterher Marion Fußtante. Kein schreckliches 7,7 auf der Richterskala – ein schöner sonniger Wintertag. Ich bin verbunden mit den Menschen in der Türkei und in Syrien, seit ich gestern die Bilder gesehen und die Berichte gehört habe.

Gestern kam eine Mail dazu von IRC International Rescue Committee. Als ich Jetzt spenden angeklickt habe, erschien ein Formular auf Schwedisch, auf dem man in Kronen spenden kann. Hm … In der ZDF-Mediathek hab ich den Tagesschau-Bericht gesehen. Agypten hat Hilfe zugesagt und auch Deutschland hat geäußert: Wir versuchen zu helfen. Was heißt denn versuchen? In ein anderes Gebiet werden 14 Leopard 2 geschickt – davon kostet einer in der Grundausstattung 3 Mio, das kann bis zu 9 Mio gehen. Das versuchen sie nicht, das machen sie. Da sie die nicht aus dem Boden stampfen können, werden sie bundesweit aus den Panzerregimenten abgezogen und dann für diese neu angeschafft. Als Räumungspanzer würden sie nützlich sein. Ich hab mich wieder gefragt, wo bin ich hier? Und meine zweite Frage ist, warum fragt sich das nicht jeder, angesichts des Zustands auf der Welt?

Ulla hat mir neulich geschickt: Mutter Erde spricht – Ihr braucht mich, ich brauch Euch nicht.

Montag, 6. Februar

Wenn ich dein bin, bin ich erst ganz mein. Michelangelo

Gestern ist mein Schlafzimmer vom Einbettzimmer zum Zweibettzimmer geworden, d. h., ich hab die Hälfte davon zum Kinderzimmer umfunktioniert. Ein Schrankfach hab ich für Jontes Sachen leergeräumt, jetzt bloß noch sehen, wohin mit seinen Spielsachen. Die Bücher hab ich schon im offenen Schreibtischfach untergebracht, die Duplo-Kiste, die noch von Michael ist, steht darunter und für den Rest findet sich auch noch ein Plätzchen.

Ich hab eine variable Wohnung. Mit ein paar Handgriffen und Umstellen ist sie entweder für mich alleine, für kleinen Besuch oder mehrere. Ebenso die Sommer- und Wintervariante. Im Sommer steht der Wohnzimmertisch in der Mitte mit 2 Stühlen, erweiterbar auf 8, und im Winter zieht die Ikea-2er-Sitzecke von der Terrasse ins Wohnzimmer ein und der Tisch macht ihr Platz und rückt an die Couch und an die Wand, was ganz gemütlich ist.

Mit seinem Schlauchboot-Bett vor dem Fenster hat Jonte dann einen exklusiven Blick auf den Kirchturm und den Mond, gestern sogar mit Vollmond. Den hat er schon mal bewundert, als er mit Michael hier geschlafen hat: Cooles Lager, Kirchturm und Mond! Da war nur sein Bett noch in Bandelstorf und ich hab ihm provisorisch eins aus Decken und Kissen gebaut, fand er toll. Das Beste ist, bei allem Improvisieren sieht es hier nicht überladen oder vollgeproppt aus – immer noch luftig und leicht.

Sonntag, 5. Februar

Jemanden lieben heißt, ein für die anderen unsichtbares Wunder zu sehen. Francois Mauriac

Diese hochschwingende Energie, man nennt sie Transformationskraft, ich nenne sie Liebe, schießt jetzt durch alle Energiesysteme … So beginnt ein 2-Minuten-Video mit Robert Betz auf YouTube, das ich gestern gefunden habe: Das muss aufhören – Wieso gerade viele an ihre Grenzen kommen

Sonnabend, 4. Februar

Wie eine süße Melodie uns in die Höhe hebt, unsern Sorgen und Schmerzen eine weiche Wolke unterbaut, so ist mir dein Wesen und deine Liebe. Johann Wolfgang von Goethe

Frühstück …

Timos Lichtblick heute: Büffel Das Universum sorgt für dich.

Heute ist mein Päckchen von Kakaoliebe angekommen, schön verpackt – blaues Seidenpapier und Goldschrift: Herz und Anita. Dazu eine Anleitung zum Kakaoritual und eine Intention: Liebe – Liebe trägt, Liebe fließt, Liebe heilt, wo Liebe, da Frieden – ich öffne mich der universellen Liebe. Ich hatte mir vorher noch Kronenchakra-Räucherkerzen im Einklang geholt und dazu eine Kerze angezündet. Mein erstes Ritual ist vollzogen. Kakao – ursprünglich – tief – mystisch … Danke! Wir wünschen dir viel Freude und schöne Momente mit deinem Kakao, herzlichst Nina & Ismael – stand auf der Karte. 4 Herzen in meine Schokoladenmädchen-Tasse, heißes Wasser und Panela -Vollrohrzucker, den ich gleich mitbestellt hatte. So einfach kann eine Reise nach Ecuador sein und so wundervoll wirken. Morgen mach ich das mit Maca-Kiss, der zweiten Sorte mit der Andenwurzel.

Antje hatte gefragt, was der Anwalt gesagt hat. Das ist jetzt nicht wichtig, hab ich gedacht, ich antworte ihr morgen.

Freitag, 3. Februar

Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst. Hans Christian Andersen

Das war ein Gefühl gestern – mit dem Makler und den anderen Interessenten durch das Haus zu gehen, in dem eine Familie ihr ganzes Leben verbracht hat. Zuletzt nur noch der Mann, der im vorigen Jahr im hohen Alter gestorben ist, seine Frau schon vor 3 Jahren. Von ihren 6 Kindern will es keiner haben. Ein Sohn, Andreas, der in Waren wohnt, hat jetzt den Verkauf für die Erbengemeinschaft übernommen. Von denen, die zur Besichtigung da waren, haben alle gesagt: Danke, wir überlegen es uns. Ich glaub, da meldet sich keiner wieder, was auch am Preis liegt. Birgit vereinbart einen zweiten Termin zur Einzelbesichtigung und nimmt Kai mit, der Ahnung vom Bau hat. Es muss so gut wie alles gemacht werden. So steht es auch im Exposé: Der Zustand des Hauses entspricht dem Baujahr – 1932 – und es ist eine Voll- bzw. Teilsanierung und Modernisierung notwendig. Die kommt dann noch zum Kaufpreis von 299 T dazu. Ich war schnell wieder draußen. Die Zimmer waren noch so eingerichtet, wie sie da gelebt haben. Wenn man seinen irdischen Besitz verlässt, gibt man auch seine Privatsphäre auf.

Ich räum auch schon immer regelmäßig auf, hab ich mal zu Carmen Sternchen gesagt, damit meine Nachkommen nicht so viel entsorgen müssen. Ach, das ist doch auch kein Leben, war ihre Antwort, wenn man jetzt schon daran denkt.