Den Großteil vom Januar hab ich mit Game of Thrones, Tolstois Krieg und Frieden und im Bett verbracht. Krank, müde oder einfach nur, weil es da am schönsten war, weil schlechtes Wetter war. Überall passiert was, nur bei Maik scheint der Reigen des Lebens immer der gleiche zu sein. Seine Ehe scheint das Äquivalent der Eisernen Bank von Game of Thrones zu sein.
„Ich suche in bzw. bei Frauen etwas, was ich nie finden werde. So die Prophezeiung. Außer vielleicht Sex.“ Das hat er mir im März geschrieben. Ich war auf der Suche nach meinem Mann und da bin ich ihm begegnet, der mir Das schreibt? Und auch Sex – nur vielleicht. Ein paar mal hatte ich das Vergnügen, seinen Schwanz in meiner Möse zu haben, und ein paar mal in meinem Mund. Das wars. Der Rest ist SMS-Verkehr. Und heute, viel später, schreibe ich immer noch über ihn und uns. Über die geistige Verbindung, die ich körperlich fühle.
Seine Worte drücken seine Meinung aus, doch ob er sich bewusst ist, wie überheblich sie sind, glaub ich nicht. Für Sex sind Frauen für ihn gerade noch zu gebrauchen – oder als Ehefrau. Vielleicht kann er bei Frauen nicht finden, was er sucht, weil eine Frau das nicht hat.
Fremder Willkür – schrieb er neulich über die möglichen Gründe für Suizid. FremdE – Willkür ist weiblich, Maik : – )