Heute ist Sonnabend, der 3. Februar

Mord in der Warener Altstadt: Ein Mann hat am Donnerstag-Mittag eine 67-jährige Anwältin mit mehreren Schüssen getötet. Der Täter flüchtete, die Fahndung war schließlich am Abend erfolgreich.

Mord an Anwältin trifft Waren ins Herz: In Waren wurde gestern eine Rechtsanwältin ermordet. Den ganzen Tag über kannte die Stadt kein anderes Thema. Auf den ersten Schock folgten Angst und Fassungslosigkeit. Gerüchte machten die Runde – am Abend gab es offenbar eine Festnahme.

So die Schlagzeilen und ganzseitigen Artikel mit Fotos. Blumig ausgeschmückt mit Formulierungen wie „bewaffnete Polizeibeamte“ oder „Kripo-Beamte in Zivil“. Polizeibeamte sind immer bewaffnet und Kripo ist immer in Zivil, nur mal nebenbei. Der Reporter hat sogar die Gespräche und Mutmaßungen am Glühweinstand dazu zitiert.

Wenn es hier knallt, dann richtig – es fliegt eine Yacht in die Luft, oder damals die toten Schüler der Abi-Feier auf dem Boot – und jetzt Das. Manuel ist Tatort-Fan und guckt ihn jeden Sonntagabend. Das kann er hier live erleben – es ist 150 m entfernt passiert, gleich bei mir um die Ecke. Er ist auch entsetzt darüber: Und sowas passiert in unserer Stadt …

Der Artikel-Abschluss: Die Straßensperren sind aufgehoben, die 30 Polizisten, die den Täter suchen, sind nicht mehr zu sehen. Die Stadt Waren ist wieder allein. Allein mit ihren Gefühlen, allein mit ihren Ängsten, allein in dem Wissen, dass ein Mensch viel zu früh aus ihrer Mitte gerissen wurde.

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