Heute ist Donnerstag, der 15. Februar

Manchmal entlassen die Ärzte einen aus der Klinik mit den Worten an die Angehörigen: Lassen Sie sie essen und trinken und tun, was sie will. Dann weiß jeder Bescheid. So lebe ich jetzt – ich mach mir die restliche Zeit noch so schön wie möglich …

Ich erlaube mir alles. Mal schreib ich ihm, mal im Blog, mal beides und mal nur im Blog. Mal rede ich abends mit ihm – ohne Telefon – und mal führe ich Selbstgespräche. Das ist mein selbst entworfener Therapieplan, angepasst an die jetzige Situation. Ohne ihn zu leben, daran würde ich mich irgendwann gewöhnen. Aber die Alternative ist nicht vorgesehen bei so einer Verbindung. Man muss lernen damit zu leben – so, wie es ist … Er lässt sich nicht wegdenken, durch einen anderen ersetzen, ignorieren, eleminieren oder sonst ein …ieren. Ich weiß, es war kein Irrtum, keine verlorene Zeit, keine Enttäuschung – und doch geht es nicht. Wie damit leben? Als Erstes: Nicht mehr Planen. Wie die Buddhisten im Hier und Jetzt sein. Von Augenblick zu Augenblick leben – von einem Moment zum anderen. Und als Zweites: Weiß ich noch nicht … Vielleicht zulassen, dass ich ihn stets und ständig fühle.

Neulich war Tagesspruch: Wir müssen unser geplantes Leben aufgeben, um das Leben zu finden, das auf uns wartet. Mag sein. Nur: Ich habe es nicht geplant – Es Ist So Gekommen. ER ist gekommen …

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s