Heute ist Dienstag, der 13. November

Heute mal eine Geschichte. Nicht von mir, aber sie zeigt meine Entwicklung. Es könnte meine sein. Jetzt ist die Trendwende da …

I s t    S i e    s o    w e i t ?

Es war einmal vor langer Zeit ein reicher und stolzer und schöner Prinz, der verliebte sich unsterblich in eine wunderschöne Bettlerin. Und die Bettlerin verliebte sich unsterblich in diesen schönen und reichen Prinzen. Und so beschlossen die beiden zu heiraten, und der Prinz bat die Bettlerin wegen seines gesellschaftlichen Standes als Prinz, sich darauf entsprechend vorzubereiten.

So sandte der Prinz nach ein paar Tagen seinen Diener zur Bettlerin, um zu erkunden, ob sie schon so weit sei. Der Diener besuchte die Bettlerin in ihrem ärmlichen Haus. Sie hatte in der Zwischenzeit ihr schönes blondes Haar hochgesteckt, und sie war damit noch wunderschöner als je zuvor. Der Diener sah sie an und sagte: „Nein, du bist noch nicht so weit.“ Und der Diener ging zu seinem Herrn und sagte ihm: „Nein, mein Herr, sie ist noch nicht so weit.“

Der Prinz hatte sehr große Sehnsucht nach seiner süßen Braut und sandte nach ein paar Tagen wieder seinen Diener zur Bettlerin. Der Diener besuchte die Bettlerin abermals in ihrem ärmlichen Haus. Sie hatte in der Zwischenzeit nicht nur ihr Haar hochgesteckt, sondern auch sehr schöne Kleider übergezogen, und sie war damit noch bezaubernder als je zuvor. Der Diener sah sie an und sagte: „Nein, du bist noch nicht so weit.“ Der Diener ging zu seinem Herrn und sagte ihm: „Nein, mein Herr, sie ist noch nicht so weit.“

Der Prinz hatte noch viel größere Sehnsucht nach seiner geliebten Braut und sandte nach ein paar Tagen abermals seinen Diener zur Bettlerin. Der Diener besuchte die Bettlerin abermals in ihrem ärmlichen Haus. Sie hatte in der Zwischenzeit nicht nur ihr Haar hochgesteckt und schöne Kleider übergezogen, sondern trug nun auch ein wunderschönes seidenes Tuch, und sie war damit noch hübscher als je zuvor. Der Diener sah sie an und sagte wieder: „Nein, du bist noch immer nicht so weit.“ Der Diener ging zu seinem Herrn und sagte ihm: „Nein, mein Herr, es tut mir leid, sie ist noch immer nicht so weit.“

Des Prinzen Sehnsucht nach seiner geliebten Braut wuchs und wuchs und er sandte ungeduldig nach ein paar Tagen abermals seinen Diener zur Bettlerin. Der Diener besuchte die Bettlerin abermals in ihrem kleinen und ärmlichen Haus. Sie hatte in der Zwischenzeit nicht nur ihr Haar hochgesteckt und schöne Kleider übergezogen und trug ein wunderschönes seidenes Tuch, sondern hatte wunderschönen Schmuck um ihren zarten Hals, und sie war damit noch viel wunderschöner als je zuvor. Der Diener sah sie wieder mit großen Augen an und sagte: „Nein, du bist noch nicht soweit.“ Der Diener ging zu seinem Herrn und sagte ihm: „Nein, mein Herr, sie ist leider immer noch nicht soweit.“

Des Prinzen Sehnsucht war schon enorm groß, und er weinte schon und konnte es nicht mehr erwarten, seine Liebste zu sehen, und so sandte er nach ein paar Tagen abermals seinen Diener zur Bettlerin. Der gute Diener besuchte die Bettlerin abermals in ihrem ärmlichen und kleinen Haus. Sie hatte in der Zwischenzeit nicht nur ihr schönes lockiges Haar hochgesteckt und auch wunderschöne und frisch duftende Kleider übergezogen, sie trug nun auch ein schönes seidenes Tuch und sie hatte wunderschönen Schmuck um ihren Hals, und sie trug nun auch wunderschöne Schuhe – und sie war damit noch viel süßer und schöner als je zuvor. Der Diener sah sie wieder an und sagte: „Nein, du bist noch immer nicht so weit.“

Dann wurde die Bettlerin wütend, ihre Augen funkelten und ihr Becken begann zu kreisen, und sie zog voller Stolz die Schuhe aus und warf sie dem Diener an den Kopf, und sie zog das Kleid aus, und sie warf das Tuch weg, und sie riss sich den Schmuck vom Halse und sie trug ihr wunderschönes Haar nun wieder offen – und sie leuchtete vor Zorn, dass der Himmel lachte – und sie schrie dabei den guten Diener an: „Sag deinem Herrn und Prinzen, dass er mir gestohlen bleiben kann!! Ich bin so wie ich bin!!“

Und der erschrockene Diener rannte aufgeregt zu seinem Herrn und Prinzen und sagte ihm: „Mein Herr und Prinz, schnell – kommt!! Ihr werdet hocherfreut und sehr glücklich sein. Eure bezaubernde leuchtende und wunderschöne Braut – sie ist nun endlich so weit – und sie ist nun keine Bettlerin mehr, sondern Eure Prinzessin – denn sie liebt sich so wie ist!! Und , mein Prinz, sie ist Euch nun ebenbürtig, denn sie ist ebenso stolz wie Ihr, mein Herr!!

I c h    B i n    S o    W e i t !

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