Heute ist Sonnabend, der 24. November

… Ich bin sie los, die Geduld – und damit die Ungeduld gleich mit.

Als ich gestern von Neubrandenburg mit der Mitfahrgelegenheit unserer Leiterin Pilgerpastorin Melanie zurück war und mir erstmal was zu Essen besorgen wollte, kam mir an der Ampel eine Frau auf dem Fahrrad entgegen, die aussah, als hätte sie meine Mutter sein können, und mir zugewunken und gerufen hat: Wärst du mal gekommen, Anita … Wer ist das denn? Ach ja, meine ehemalige Klassenkameradin Ute, die Initiatorin unseres Abi-Jahrgangstreffens, zu dem ich nicht gekommen bin. Ich hab sie kaum erkannt. Ich hab verständlicherweise keine Lust,  Altes aufzuwärmen – egal, was!

Dann beim Mittags-Imbiss hat sich eine junge Frau, für mich junges Mädchen, zu mir gesetzt und eifrig erzählt. Das ist hier keine Seltenheit, sind alle sehr gesprächig. Beim Gehen hat sie gesagt: Schönes Wochenende! – Danke, ebenfalls! – Wochenende? Ach ja, ist ja Freitag … vergess ich manchmal.

Ein anderes Erlebnis am Rande: Neulich sitz ich in einem kargen Wartezimmer. Die Tür geht auf, und ohne den Blick dahin zu wenden, hör ich: Anita wartet auf das MR-Tee … Ilona, eine Frau, die aussieht, als könnte sie meine Großmutter sein, aber gleichaltrig ist. Ich muss aber dazusagen, schwere psychische und physische Erkrankung. Gestelztes Wort. Berichtigung: Krankheit. Sie hat mal bei der Müritz-Saga mitgemacht, in guten Zeiten. „Anita wartet nicht auf MRT, Anita wartet auf Tantchen – mit MRT-Termin.“

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