Heute ist Sonnabend, der 16. März

Silvia und Detlef aus Rostock sind an diesem Wochenende hier, das mit schlimmstem Sturm und Regen glauben lässt, es gibt einen Weltuntergang. Ich hatte vorgeschlagen, dass wir heute Vormittag in ihre Lieblings-Boutique gehen. Das ist der Zweck ihres Besuches, dass Silvi ihren Kleiderschrank auffrischt. Er wollte gleich gestern noch nach ihrer Ankunft hin, und da sie erst um 17:00 Uhr hier waren, hat Edita, die freundliche Inhaberin, erst um halb 7 schließen können, statt um 18:00 Uhr. So lange hat es nämlich gedauert, bis Silvia ihre Outfits zusammen hatte. Detlef, ganz versorgender Mann, hat seine Karte gezückt und die 10 Teile plus 2 Taschen großzügig bezahlt, was gut 500 Eus ausgemacht hat. Draußen ist sie ihm um den Hals gefallen, mit Kuss und Dankeschön.

Mich hat das merkwürdig berührt, in meiner begleitenden Funktion. Ich bin selbständige Shopping-Queen und hab keinen Versorger an meiner Seite. Nur keinen Neid aufkommen lassen, hab ich gedacht. Dafür folge ich meinem Herzen und bin unabhängig, während ihre Beziehung ziemlich materiell geprägt ist.

Abends haben sie mich dann zum Italiener in Venezia eingeladen und mich die 200 Meter durch den Sturm zu meiner Haustür gebracht. Und was machen wir morgen?, hat Detlef beim Abschied gefragt. Gute Frage – bei dem Wetter. Mit dem komprimierten Shopping-Erlebnis von gestern hätten wir heute locker den Vormittag füllen können. Aber mir fällt schon was ein – Sturm und Regen haben aufgehört …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s