Heute ist Sonntag, der 28. April

Ich möchte wieder leben, mit allem, was dazugehört. Nur weil ich glaube, was zu wissen, was sich nicht zeigt, würde das für mich bedeuten, den Rest meines Lebens den Tauben beim Turteln zuzugucken. Was bis jetzt eine sehr unschöne Verquickung unglücklicher Umstände war, gelinde gesagt, will ich endlich gehen lassen. Ich hab nicht nur ein Trauerjahr, ich hab mehrere hinter mir. Der Mai steht vor der Tür und ich kann mir kein dazukaufen. Und wenn es erstmal nur ein Terrassen-Flirt ist, ist damit schon mal viel gewonnen … an Lebendigkeit. Das ist eine unter viel Verzicht erlangte, tränenreiche Einsicht.

Was ich in der Sehnsucht der Nacht schreibe, sieht bei lichte betrachtet nur zur Hälfte richtig aus.

Heute morgen war nichts mit Flirt. „Nun ist das Wochenende auch wieder rum“, hat er mich begrüßt. „Heute ist Sonntag, da ist erst die Hälfte rum …“ – Na egal, ich hatte gestern einen entspannten Abend.“ – „Ich dachte, du warst gar nicht da, war alles dunkel.“ – „War ich auch nicht. Ich hatte trotzdem einen entspannten Abend.“ – „Ach so, na gut.“ Alles klar in Klammern, ohne weitere Nachfrage. Ich kann mir vorstellen, was für einen Mann, der Single ist, ein entspannter Abend ist. So berauschend kann es aber nicht gewesen sein, wie er heute aussieht … Abkacken ist sein Lieblingswort. Das ist ja nun gar nicht in meinem Sprachschatz enthalten.

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