Heute ist Sonntag, der 5. Mai

Martina hat geschrieben, sie ist entsetzlich müde, hat nachmittags geschlafen und war um 8 schon wieder müde, will aber nicht zu früh ins Bett, sonst ist sie nachts wach. Was ist bloß los? Das kann ich ihr sagen – Neumond. Geht mir ganz genauso. Ich hab den ganzen Nachmittag geschlafen und bin früh ins Bett gegangen. Dafür bin ich jetzt auch nachts um 3 wach, aber das ist egal. Dann steh ich auf und setz mich mit einem Kaffee an den Laptop und schreib Blog. Bei Lars brennt auch Licht …

Gestern nachmittag wollte ich einkaufen, unterwegs was essen und eine kleine Runde spazieren gehen. Weit bin ich nicht gekommen. Immer wieder zogen dunkle Wolken auf mit Schauern. So hab ich mir nur im Altstadt-Center ein Backfisch-Baguette ausgesucht – das ist immer Martinas Favorit – und mich damit auf eine Bank im Grünen gesetzt. Hier sind alle Bänke im Grünen …

Das passt gar nicht heute – körperliche Anstrengung. Zu Neumond sind die Akkus leer, daher auch die große Müdigkeit und Schwäche. Sie werden erst bis zum Vollmond wieder aufgeladen. Das heißt, ich muss mich echt überwinden, nachher gleich loszufahren. Lieber wär mir ein ruhiger Sonntag …

Und – was statt dessen? Ich hab ’ne Bauchlandung gemacht – mein erster Arbeitsunfall. Ich bin mit den Armen voll Wäsche und noch einer Flasche Wasser, die in jedes Zimmer gehört, unters Kinn geklemmt, über den Hof gegangen, und da ich keine Sicht hatte, bin ich über einen der Begrenzungssteine gestolpert. Da gab’s kein Halten mehr. Ich bin zwar weich gelandet auf den blütenweißen Frottee-Handtüchern und der Bettwäsche, doch die Glasflasche ist zersplittert und hat mir die linke Hand und den Unterarm aufgeschnitten. Das hätte auch ins Auge gehen oder ich hätte mir das Gesicht zerschneiden können. Ist nochmal gut gegangen. Anja hat mich fürsorglich verbunden und es ging. Jetzt nach Feierabend tut es richtig weh.

In der Nacht zuvor hatte ich geträumt, dass ich mich an einem Schwert schneide. Sowas hab ich noch nie geträumt. Als wenn ich es vorausgesehen habe, nur dass es Glasscherben waren.

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