Heute ist Mittwoch, der 2. Oktober

Ja, nun doch – mit Lukas und Ü/F in Pension am Hafen, zwei Minuten von hier. Ich bin froh, dass ich frei hab und Ruhe. Obwohl die Chefin gestern Abend gefragt hat: Liebe Anita, könntest du zur Not am Donnerstag, wenn es brenzlig wird? – Ja, das geht Bettina, müsstest du dann nur sagen, wann. Ich hab ab morgen Besuch, aber der kann sich auch mal alleine beschäftigen …

Manuel nimmt wieder seine tausend Beziehungskisten auseinander – Schnee von gestern und ich kann es nicht mehr hören. Vor allem kommt nichts bei raus. Es ist immer das gleiche. Das sag ich ihm diesmal auch. Hier laufen ausnahmsweise sogar mal gleich zwei gute Filme, die man gucken kann: König der Löwen und Gut gegen Nordwind. Das werd ich als Abendgestaltung vorschlagen …

Hier residiert die holde Weiblichkeit. Mein ganzes Interieur spiegelt das. Alle, die nicht wissen, wer sie sind und wo sie hinwollen, bringen nur Unruhe rein. Das nervt. Hier ist der sichere Ankerplatz im Heimathafen, die ruhige Bucht, das gute Klima  …

Leute, die kein Auto haben, lassen sich gerne kutschieren. Martina ist die rühmliche Ausnahme, sie legt alle Distanzen zu Fuß oder mit Fahrrad zurück, bei fast jedem Wetter. Gestern Abend, als es weltuntergangsmäßig geschüttet hat, hab ich Sigi angerufen und gesagt: Wenn morgen auch so’n Wetter ist, fahr ich euch zum Bahnhof – oder wenn es regnet. Heute früh 10 nach 8, ich lag noch im Bett, hat sie angerufen: Hi Anita, hättest du Lust, uns trotzdem zu fahren? Blauer Himmel und Sonnenschein … Hätte ich Lust? Nee, das war ein Angebot für Regen! Ja, kann ich machen … Dabei wär das gut machbar gewesen, vom Markt bis Waren Hauptbahnhof  ist es nur eine Viertelstunde Fußweg und die Koffer sind heutzutage alle Modell Hacken-Porsche – sie lassen sich rollen! Das ist doch dreist. Nochmal biete ich das nicht an, auch nicht, wenn’s regnet.

Um so mehr freu ich mich auf mein Natur-Retreat im Seehaus am Kreuzsee von Montag bis Mittwoch. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen – sehen nur die rot-gelb-goldenen Herbstfarben im Nationalpark …

Ich wollte noch was sagen zum 2. Oktober, denn 2 ist mein Blog-Thema. Bei einer, die im aktuellen Google-Ranking ein Stückchen über mir steht – Dualseelen, Seelenpartner und Telepathie von M. M. heißt es: Du bist connected. Das trifft sehr gut das, was ich meine mit: Er ist immer da – für da kann man auch hier sagen oder anwesend oder präsent. Das heißt nicht, dass ich an ihn denke, das heißt nur, er ist da. Und wie connected ich bin … Manchmal sind Sparwochen, da merke ich kaum was, manchmal sind Intensivwochen, da ist es, als hätten wir gestern gerade erst … Nur ganz weg – ist er nie.

Das kann manchmal bedrohlich sein, schreibt sie weiter. Bedrohlich finde ich das nicht, nur manchmal anstrengend. Ich bin sozusagen immer in seiner Gesellschaft und das rund um die Uhr, Tag für Tag, Nacht für Nacht, und das seit Jahren. Ich bin ja nie alleine …

Damit versuche ich, das Phänomen zu erklären – wie es mir damit geht. Das ist auch keine Ausnahme, das schreiben viele, die so eine Begegnung hatten. Die kennen das und denen brauche ich auch nichts zu erklären. Und die anderen – begreifen es nicht.

 

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