Heute ist Dienstag, der 7. Januar

Sitzt du bequem?, hat Sigi gefragt, als sie gestern angerufen hat. Dann hat sie mir erzählt, wir sind zur Hochzeit eingeladen – am 14.2, Valentinstag – hier auf unserem schönen Standesamt im Rathaus, direkt vor der Tür. Mario und Aniko heiraten! Mario hat das zweite Auto mit MA-Kennzeichen auf dem Hof, er MA 888, ich MA 66 …

Sie sind jetzt seit 14 Jahren zusammen und die Synchronizität ist nicht nur das Autokennzeichen, bei MA 66 werden es im Sommer auch 14 Jahre, dass sie zusammen sind, nur eben auf einer anderen Ebene. Gefühlt immer hier, wie ich schon oft geschrieben habe. Gestern hab ich grad zu ihm gesagt: Wenn du dich nicht dafür entscheiden kannst, dann brauchst du auch nicht immer hier rumlungern. Das geht mir manchmal wirklich auf den Geist, dann ist es mehr Herausforderung als Geschenk.

Für alle, die jetzt denken, ich hab ’ne Schraube locker – das fühlen viele andere in solchen Verbindungen auch: Die ständige Anwesenheit des anderen im Geiste – das hab ich schon oft bei denen gelesen, die über ihre besondere Verbindung berichten. Wenigstens bin ich nicht alleine mit dem Phänomen …

Von Tai Ginseng nehm ich gleich die dreifache Menge. 3 x 15 ml in Fällen besonderer Belastung – so geschwächt fühle ich mich seit der Zahn-OP.

Die Kassiererin bei EDK hat mir heute 2 rote Lindor-Kugeln zum Einkauf dazugelegt, mit den Worten: Weil Sie so eine nette Kundin sind …

 

7 Gedanken zu “Heute ist Dienstag, der 7. Januar

  1. …nach vier Jahren mentaler „Beziehung“ ist mir bei einer neuen Kollegin, die mich fragte, ob ich in einer Partnerschaft sei, spontan herausgerutscht „Ja“. Denn so fühlt es sich ja die ganze Zeit an. Was will man ihr dann aber antworten auf die Nachfrage: „Wie schade, warum er denn nicht auch mit auf unserer Firmenfeier dabei?“

    😉

    …auch ein Fortschritt, heute über diese Anekdote lachen zu können. Damals hätt ich am liebsten losgeheult. …und ein weiterer Vorteil: die früheren Selbstgespräche werden jetzt zu Konversationen^^ Und das Beste daran ist: Man bekommt Antwort 😉 Wer, der denkt, man habe ne Schraube locker, kann von sich behaupten, derart ergiebige Gespräche zu führen? *g*

    Beste Grüße an dich

    Soli

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  2. Er war ja bei der Feier – sie hat ihn nur nicht gesehen 🙂
    Ich kann mir vorstellen, wie dir zumute war …
    Eine Zeitlang haben mich die im Haus und auch Fremde immer mit „ihr“ oder „euch“ angesprochen, z. B. Habt noch einen schönen Abend! Oder: Macht euch ein schönes Wochenende! Hä, ich bin allein!

    Einmal unterwegs nach Rostock hat mein Auto gestreikt und der ADAC-Abschleppdienst kam. Seine Frage: Wo wollt Ihr hin? Wir?, ich bin alleine im Auto, hab ich gesagt. Er blieb bei „ihr“.
    Das fand ich höchst seltsam – als wenn sie jemanden neben mir sehen. Hat sich aber irgendwann
    gegeben.

    Und genauso geht es mir bei meinen Guti-Gutshaus-Schichten, da ist er immer besonders präsent, so dass ich sage: Ich „arbeite“ hier, da musst du nicht unbedingt mitkommen! Sogar, wenn ich da die
    ausgelatschte Kellertreppe runtergehe, ist es, als wenn er neben mir geht.. Einmal hab ich geschrieben: Schade nur, dass er mir nichts hochtragen hilft 🙂

    Ja, das sind alles kleine und sogar größere Fortschritte, wenn du heute darüber lachen kannst,
    wo dir damals zum Heulen war. Aus Selbstgesprächen werden Konversationen 🙂 Ist schon
    witzig, geht mir auch so …

    Gestern schwappte sowas zu mir rüber wie: Du hast wohl kein Interesse mehr an mir, seit ich
    geschieden bin? Soll ich DAZU was sagen? Da braucht man nur zu lesen, was vor und nach
    seiner Scheidung passiert ist. Da wurde es höchste Zeit, meinen Wert klarzustellen!
    Deshalb bin ich mir bei dieser „Konversation“ nicht sicher, ob die wirklich von ihm kommt –
    das ergibt keinen Sinn, denn ER hat sich verabschiedet.

    Ach, ich wollte noch sagen – bei dir 4 Jahre mentale Beziehung – bei mir werden es im
    Sommer 6 mentale Jahre, davor 8 mit körperlichen und sinnlichen Kontakten. Kann
    man doch bald alles gar nicht glauben …

    Einen schönen Abend für Euch 🙂

    mit herzlichen Grüßen Anita

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  3. Das ist ja spannend! Jetzt, wo ich dein Posting lese, fällt mir auf, dass mich zwar niemand mit „ihr“ angesprochen hat, aber dass seitdem auch kein einziges Mal mehr (von dieser Kollegin mal abgesehen), auch nicht von Familie und co (die nicht mal weiß, dass es „ihn“ gibt) mehr gefragt wurde, ob ich denn mal nicht irgendwen mal kennengelernt habe, kennenlernen will oder habe. Vorher wurde ich als eingefleischter Single 3x/Woche mit dieser Frage gelöchert.

    Bezüglich deiner Unsicherheit, ob der Gedanke von gestern wirklich von ihm ist:
    Ich denke schon, denn das passt recht gut ins Bild. Wir „Seinlasser“ gehen meist von uns aus: Derjenige, der „geht“, ist auch derjenige, der sich melden muss/wird, wenn er was will. Aber das Gegenüber (meins ist da nicht anders), tickt genau entgegengesetzt. Aus deren Sicht sind wir diejenigen, die gegangen sind. Ist ja auch klar. Die böse Ur-Wunde: Wenn ich nicht funktioniere, werde ich verlassen. Wenn ich nicht funktioniere, sieht der andere meine Wunde und sticht mit dem Messer rein, also muss ich mich schützen. Aus deren Sicht dürften wir (zumindest zu Beginn) diejenigen sein, die sie entlarvt haben und im schwächsten Moment gehen- bzw. stehengelassen haben. Innerlich legt das Ego ihnen auch schöne Erklärungen bereit:
    Ich bin ihr nicht gut genug. Wenn ich mich auf sie einlasse (^^), ergreift sie vollends Besitz von mir und ich kann ihr gar nicht so viel geben wie sie verlangt. Ergo: sie verlangt zu viel, ich muss mich schützen und werde mit Sicherheit nicht aus meiner Deckung kommen, denn damals, wo ich doch mein ganzes Herz an sie gehangen habe, war ihr das nicht gut genug (äh…nee: Man(n) hat sein Herz an uns gehangen und hat es mit sich nach Hause zu einer anderen Frau getragen – und das, was wir abgelehnt haben, war nicht sein Herz, sondern den Platz in der Besenkammer, den er uns bei sich einräumen wollte^^).

    Ja ja, nur keine Verantwortung fürs eigene Handeln, Fühlen und Entscheiden übernehmen, sondern lieber wiederholen, was man früher mit den Frauen des Lebens so erlebt hat. Lieber mal festhalten an den Überzeugungen und Menschen, die wehtun, denn das gibt Sicherheit. Und es verhindert, aus der Deckung kommen zu müssen. Daher lieber mal die alten Rezepte auf eine gänzlich neuartige Frau übertragen. Die Frau hat die Offensive zu sein, denn so war’s immer schon. Sie muss kommen, die Regeln machen, dann werde ich wieder bluten und darf die Rolle desjenigen einnehmen, der nie gesehen wird.

    Das geht halt ein paar Jahre lang so schön und munter im Kreis, bis sie irgendwann nicht mehr an der Erkenntnis vorbeikommen, dass ihnen niemand ihr Leben vorbeibringt, sondern sie sich schon nehmen müssen, was sie vom Leben möchten.

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  4. P.S.:
    Die haben nicht Angst vor uns – sie haben Angst vor sich selbst. Ist ja auch dramatisch, wenn man jahrzehntelang derart den Deckel auf sich legt, weil man fürchtet, es könnte andernfalls ein Monster zum Vorschein kommen und man(n) im Laufe der vielen Jahre schon lange vergessen hat, sich mal die Frage zu stellen, ob da wirklich ein Monster unterm Deckel haust – oder nicht doch jemand ganz anderes – den man zu allem Unglück noch nicht mal annähernd kennt^^
    😉

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  5. :-))) Du bist wirklich ’ne Expertin! Den Platz in der Besenkammer, den sie uns einräumen – ich musste so lachen, weil es so zutrifft. Das meinte ich mit, es war höchste Zeit meinen Wert klarzustellen.

    Alles, was du schreibst, stimmt – nur wenn sie selber nicht drauf kommen – ich hab keine Lust mehr, ihm das zu verklickern. Bringt ja auch nichts.Ja, ich hab auch gedacht, das IST schon vom ihm gekommen, die Zweifel waren die Ego-Ausreden.

    Gestern bin ich „zufällig“ bei Marika Finde Deine eigene Weisheit – Alles über Dualseelen – deren
    Newsletter ich bekomme, auf eine Heilreise gestoßen – ein Gespräch mit der Liebe am Lagerfeuer. Du kannst ihn auch einladen, hat sie dabei gesagt. Das hab ich gemacht. Er stand erst am Rande und hat sich dann zugesetzt. Ich hab mich darüber gefreut und gesagt: Schön, dass du gekommen bist … Heute, einen Tag später, hab ich gedacht: Er war da, aber wie? Du bist gar nicht auf dieser Welt, hab ich zu ihm gesagt. Das ist mir heute zum ersten Mal aufgefallen. Er hat mal sowas geschrieben wie – ich werde ewig auf der Suche sein und es nie finden. Frauen betreffend. Was ist
    ihm bloß zugestoßen, dass er so blutleer ist?

    Wie du die Gedanken und Muster beschreibst, könnte ich denken, du bist ein Seelen-Mann. Das stimmt alles. Nur nach fast 14 Jahren und das kannst du sicher verstehen, hab ich keine Ambitionen mich damit auseinanderzusetzen. Das ist sein Weg, den er alleine gehen wird, weil er Muss.

    Du schreibst von der Ur-Wunde, die hab Ich auch. Das hab ich ihm heute Abend gerade „erzählt“, dass alle Mehr oder Weniger mit sich rumschleppen. Meine Mutter war im ersten bindenden Jahr nicht für mich da, weil sie es nicht sein konnte, weil sie im Krankenhaus war nach meiner Geburt. Schuldfrage!
    Mein Vater auch teilweise, Sportunfall . Meine Oma und meine Tante haben sich um mich „gekümmert“. Aber: Die Mutter war nicht da – wie soll man da Urvertrauen entwickeln können, dass alles hier zum Besten ist – dazu braucht man viele Jahre und damit mein ich ein halbes Leben. Wenn ich dann noch einen treffe, der auch sowas oder Schlimmeres erlebt hat – dann frag ich, wo ist da
    der famose göttliche Plan – und die Frage stell ich Gott persönlich 🙂

    Jeder schafft es für sich auf seine Weise – und gerade bei den Seelenpaaren ist es so – das ist ihre
    Aufgabe – und wenn es beide geschafft haben, denk ich kann der Weg frei sein …

    Bei einem Karten-Reading für 2020 fiel neulich: Jetzt ist es soweit – für eine Beziehung der Neuen Zeit!

    JETZT ist allerdings zeitlos – Liebe IST …

    Liebe Gute-Nacht-Grüße – das war jetzt mal einfach so acapella

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  6. P.S. Für die letzten Stationen der Reise hab ich mich ohne ihn eingerichtet. Das war noch mal eine
    Entscheidung, die mir auf dem Herzen liegt, denn ich fühle es anders. Und zu ihm hab ich gesagt: Die Kellertreppe muss wirklich nicht sein …

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  7. Bei mir ist es umgekehrt – da wissen sie von ihm. Nur bei ihm nicht – da bin ich die Frau „im Untergrund“, keiner weiß von den Treffen, von den Tausenden SMS über die Jahre, die Fotos, das
    ganze „Ghosting“ – ich glaub, er weiß es selber nicht, sonst hätte er am Schluss nicht geschrieben: Was willst du überhaupt, ich hab dir nie was versprochen …

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