Montag, 7. September

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das beste aller Güter, wenn es überhaupt Güter gibt, ist die Ruhe, die Zurückgezogenheit und ein Plätzchen, das man sein Eigen nennt. Jean de la Bruyère

Das könnte auch von mir sein … So hab ich gestern auch den Sonntag verbracht, in Ruhe und Zurückgezogenheit. Erst ausgeschlafen, dann hab ich mit Tantchen telefoniert, das war schön und entspannt diesmal, danach eine kleine Einkaufsrunde auf dem Markt, um Geschenke für die September-, Oktober- und November-Geburtstagskinder zu besorgen: Am 12.9. Michael, am 14.9. Paul, am 8.10. Tine, am 9.10. Tamina, am 9.11. Andrea – Kinder, Schwiegerkinder und Schwesterherz. Und Carmen Sternchen nicht zu vergessen, auch am 9. Oktober.

Einige Geschäfte haben sonntags geöffnet nach der Bäderregelung, nicht alle. So hab ich erst nur einen Teil bekommen und war bei EDK, bis Ende Oktober noch sonntagsnachmittags offen. Auf dem Hof hab ich dann Aniko getroffen, die gerade eine kleine Radtour machen wollte, und wir haben noch bisschen erzählt. Das war auch schön, wir hatten uns die ganze Woche nicht gesehen. Danach Buch mit Couch – das war der Sonntag.

Ach, Michael wollte ich noch anrufen, um zu fragen, was er an seinem Geburtstag macht, hab ihn aber nicht erreicht. Andrea hat gesagt: Mutti, ich finde er könnte ruhig ein kleines sit in zu seinem Geburtstag machen. Ja, dann schlag ihm das doch vor! Du bist die Mutter!, hat sie gesagt. Abends hat er geschrieben, sie liegen alle 3 – also auch Klein-Jonti – mit Erkältung flach und er kann kaum sprechen. Ich wünsch ihnen herzlich gute Besserung!

Nachher geht’s mit Birgit und Heidrun nach Müritzhof. Sie holen mich um 11 ab. Geht’s wortwörtlich – eine schöne Herbstwald-Wanderung. 2. Versuch – neulich hat’s geregnet.

Um 14 Uhr zurück. Heute war das Wetter gut, aber Himmel Hilfe, das mach ich nicht noch mal! Die beiden haben in einer Tour gequasselt, esoterisch noch dazu. Die Klappe stand nicht einmal still, nur zum Luftholen. Und nichts davon hat mich interessiert. Ich bin’s gewohnt, den Wald und die Ruhe auf mich wirken zu lassen. Das konnte ich vergessen. Mann, kann man nicht einfach mal nur den Weg genießen und das Grün, muss man andauernd sabbeln dabei. Außerdem haben mir die Füße gebrannt – barfuß in Turnschuhen. Ich hatte die ewig nicht an. Da war wohl noch Sand drin von der Müritz-Saga-Bühne. Jetzt erstmal einen Tee, einen schönen Milka-Cookie-Snax-Riegel – die gab’s neulich in der Gärtnerei zur Rose dazu – und dann in die Badewanne …

Daran sieht man, wie ich es gewohnt bin, alleine unterwegs zu sein.

Ich bin auch spirituell und ich hab gemerkt, wie wohltuend es ist, auch mal die Klappe zu halten und nicht nur zu plappern. Man kann auch alles zu Tode quatschen. Ich fahr durch den Wald und die Natur tut einfach ihre Wirkung – ohne Worte.

Womit ich wieder konfrontiert bin, ist seine allgegenwärtige Anwesenheit, ohne dass er was dafür tun mus. Die Zeiten sind doch lange vorbei.

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