Freitag, 16. Oktober

Von der Art her ist Heidi wie ich. Sie ist auch sehr gesprächig und kontaktfreudig. Und wir sehen auch äußerlich aus wie Schwestern, gleiche Haarfarbe, Größe und Figur und sind auch ähnlich angezogen und eingerichtet. Sie ist nur 2 Jahre älter als ich.

Sie hat ihr Berufsleben schon hinter sich, arbeitet aber auch noch nebenbei. Ihr Mann hat gesagt, warum sie nicht zuhause bleibt. Wir sind das letzte Haus hier im Dorf, ich brauch den Kontakt zu Leuten, sonst verblöde ich hier, hat sie mir erklärt.

So ähnlich geht es mir hier. Seit Christine mit den Kindern ausgezogen ist, das war letztes Jahr im September, ist es mir zu einsam hier oben. Seitdem hab ich den Gedanken, ich muss was ändern. Die andern beiden Wohnungen stehen entweder leer oder sind mit wechselnden Mietern belegt, die ich aber gar nicht sehe und nur kommen oder gehen höre. Da ist grade mal Lars als Nachbar und der ist auch nur ab und zu hier.

Als Heidi und ich uns gesehen haben, war ein Lächeln die erste Reaktion. Ich glaub, wir haben beide im gleichen Moment gedacht: Dich hat der Himmel geschickt …

Ich hab hier ja auch noch Sigi, Wolfgang, Aniko und Christa – aber die sind mir wesensfremd. Bei Heidi hatte ich schon auf dem Hinweg das Gefühl, ich fahr nach Hause, und auf dem Rückweg die Gewissheit. Ich glaub, da hab ich sogar eine Seelenverwandschaft mit der Katze, so anhänglich wie die gleich war und wie sie mich angeguckt hat. Der Hausgemeinschaft verkünde ich jetzt erstmal die Neuigkeit …

Die sind aus allen Wolken gefallen, da hat keiner mit gerechnet.

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