Sonntag, 26. September

Als ich vorigen Sonntag mit meiner Tochter telefoniert hab, war die Eröffnung ein betriebswirtschaftlicher Vortrag. Ab 1. Dezember ist sie Leiterin des Sprachenzentrums an der Uni Rostock, ihre Chefin geht in Rente und sie hat den Zuschlag bekommen. Da hab ich mich gefreut für sie. Doch mein Kind ist für Sanktionen gegen Ungeimpfte, somit auch gegen ihre Mutter – sie können die Hörsäle durch den Mindestabstand nicht voll auslasten und es ist ein großer Aufwand, alles zu regulieren. Ich hab nur gesagt, die Impfquote ist wie sie ist und das hat seinen Grund.

Dann kam der familiäre Teil, in dem es hauptsächlich um mich und Jonte ging und dass sie sich freut, dass wir so ein gutes Verhältnis haben. Dafür hab ich auch was getan durch die Anmietung meiner Zweitwohnung, um in der Nähe zu sein. Zum Schluss hat sie gesagt: Mutti, vielleicht kann ich dich noch motivieren, doch wählen zu gehen – für Jontes Zukunft. Der Nachsatz sollte wohl Wirkung zeigen. Ich hab gesagt, wenn du mich motivieren willst, gehst du davon aus, dass ich nicht wählen gehe. Das war in den ersten Jahren hier so, dann hab ich gewählt.

Für Jontes Zukunft – meine Chefin kam mir auch damit: Wenn du dich nicht impfen lässt – was ist mit der Verantwortung für dein Enkelkind? Wenn ich glauben würde, dass ich meiner Verantwortung dadurch nachkommen würde, würde ich es tun. Aber das Gegenteil ist der Fall.

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