Dienstag, 17. August

Das ist ein Tag, der aus der Zeit gefallen ist, ich konnte mich der Energie nicht entziehen. Ich hab keine andere Erklärung dafür, mich nach 3 Jahren wieder bei ihm zu melden.

Geändert hat das nun auch nichts. Doch, du bist auf ihn zugegangen. Gegangen? Ich wurde eher geschubst …

Ich fahr für 2 Tage nach Rostock, damit ich Jonte nochmal seh, vor ihrem Urlaub. Er verzaubert alle.

Montag, 16. August

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Es ist nie zu spät, nichts zu tun. Konfuzius

Gestern hab ich’s gemacht. Ich hab ihm geschrieben, zu der Beinahe-Begegnung am Wasserturm. Ich weiß nicht, warum gestern, ich weiß nicht, warum überhaupt. Es sollte so sein …

Nachmittags hatte Manuel angerufen, der mit seinem Kumpel einen Ausflug nach Waren gemacht und gefragt hat, ob ich zu ihnen zum Ratskeller komme. Der Anruf hat mich nochmal an die Begebenheit neulich erinnert, aber das war nicht der Grund. Ich hatte vorher schon paar Mal die Eingebung, ihm was dazu zu schreiben, aber es immer abgelehnt. Gestern hab ich nachgegeben.

Heute: Oh Gott …

Bei meinen Fragen nach Oben bekomm ich Antworten in Form von Bildern, Gefühlen – Gänsehaut – oder, wie heute, in Worten: Hier bist du sicher, wir halten dich. Ich hab’s einfach getan, ohne Angst vor einer dussligen Antwort oder überhaupt keiner, in aller Ruhe. Es ist in Ordnung so.

Antwort heute: ich wünsche dir alles gute – alles klein geschrieben

Mittwoch, 11. August

Geschenke bekommen ist schon schön – Freude verschenken, noch schöner.

Ein Wochenende mit 2 x Übernachtung/Frühstück im Elfenhof in Viezen – Das 1. vegane Hotel in MV

Mit Kindesentführung 🙂

Das ist mein Geburtstagsgeschenk für Michael und Tamina. Er hat in 4 Wochen, sie in 8. Ich schenk es ihnen beiden zusammen.

Beiden zusammen …

Da geh ich Einmal zum Bäcker am Wasserturm und Du bist auch da, wie Manuel sagt, um deine Freundin abzuholen. Das hätte ich ihm geschrieben, wenn ich mich nicht schon von ihm verabschiedet hätte, vor 3 Jahren.

Dienstag, 10. August

Gestern Nachmittag war Birgit hier und dann abends nochmal nach dem Kindertraining – die Wogen haben sich wieder geglättet …

Wir haben ein schönes Erlebnis bei Mc Donalds gehabt – Jonti und ich. Sonntag Mittag sind wir nach Dummerstorf gefahren, an der A 20. Ich wollte erst zu Mc Drive, hab dann aber gesehen, dass Leute aus dem Laden kamen. Ich mit ihm da rein, war fast leer, und will meine vegetarisch-vegane Bestellung für uns aufgeben. Da tritt eine kleine junge Mitarbeiterin hinter dem Tresen einen Schritt vor auf mich zu und sagt – das müssen Sie da an den Tafeln vorauswählen oder über App. Wenn ich schon App hör … in dieser entmenschlichten Welt. Und bei Mc Drive? – Da können Sie ihre Bestellung durchsagen. Durchsagen … Ich hiev ihn wieder rein ins Auto und reih mich ein. Rechts an der Seite Schilder: Wählen Sie hier aus oder über App – Bezahlen sie bar oder über App. Dann hör ich über Lautsprecher die typischen Bestellungen – seh aber keine Menschenseele. Roll weiter bis ans erste Fenster, wo eigentlich die Bestellungen aufgegeben werden – leer. Dann ans Fenster Abholung. Kann ich nicht mit Karte bezahlen? Ich hatte nämlich nur noch 8 € bar. Doch, sagt das Frolleinchen. – Da steht doch bar oder mit App? – Doch, Kartenzahlung ist möglich. Das macht dann 15 Euro 60. – Was macht 15,60? – Ihre Bestellung. – Ich hab nichts bestellt. – Das hätten Sie vorne an den Säulen müssen. – An welchen Säulen? Ich hab keine gesehen, mich hat auch keiner angesprochen. Wo hätte ich da bestellen können? Das war’s dann.

Ich bin dann mit ihm weiter nach Dummerstorf zum Snackpoint gefahren – auch sonntags geöffnet. Hab da im Bistro, wo die deutsche und pakistanische Flagge friedlich nebeneinanderstehn, eine mittlere vegetarische Pizza für uns bestellt und wir waren zufrieden.

Als ich das Tamina erzählt hab – ich hab erst überlegt, ob ich das überhaupt zum Besten gebe – hat sie gesagt, als sie neulich mit ihrer Mutter da war nach dem Besuch bei mir, ging ihrer Mam das genauso, sie hat auch nichts gesehen. Sie haben dann noch eine zweite Runde bei Mc Drive gedreht und dann hat es geklappt. Ich kann dir das mal zeigen, hat sie angeboten. Nee, danke, ich pfleg die deutsch-pakistanische Freundschaft. Da kriegt mich keiner mehr hin.

Montag, 9. August

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das Träumen ist der Sonntag des Denkens. Henri-Frédéric Amiel

Carmen Sternchen war auf dem Markt und hat angefragt, ob wir einen Kaffee trinken wollen. Ich war nicht angezogen. Ja, gerne, bei mir oben. Dann haben wir uns für ein halbes Stündchen auf die Terrasse gesetzt. Das war der Lichtblick heute, sie kam wie gerufen.

Ab morgen will ich dann die Kalamitäten klären, wie den Klempner rankriegen nach 14 Tagen und ein Telefonat mit meiner Zahlstelle

Sonntag, 8. August

Und wieder zum Glockenläuten zurück – zum Abendglockenläuten 18 Uhr.

Das war jetzt doch länger, als geplant. Sigi und Wolfgang haben den Termin in der Klinik in Plau abgesagt, damit ich nicht extra herkommen muss. Das wär zu stressig, meinten sie. Also bin ich gleich dageblieben. Sonntag hab ich Jonte abgeholt und Montag Abend haben wir seinen Geburtstag gefeiert, auf dem Spielplatz. Und dann hab ich ihn nochmal Freitag geholt und war mit ihm bis mittags auf dem Dorffest 30 Jahre Förderverein Rittergut Bandelstorf – mit Oldtimer-Treckerfahrt mit Anhänger für die Kinder. Das hat uns ordentlich durchgerüttelt, doch er fands toll, mit dem feuerroten, auf Hochglanz polierten Schmuckstück durchs Dorf zu tuckern und noch ein ganzes Stück weiter. Als Michael und Tamina ihn abgeholt haben, ist er gleich im Auto eingeschlafen. Da war er platt von dem Programm. Vormittags waren Silvia und Detlef da und die hat er auch gleich vereinnahmt und in sein Sandkastenspiel mit einbezogen. Jetzt haben sie ihn auch endlich mal kennengelernt. Nachmittags kamen Martina und Susanne und es hat uns allen dreien Spaß gemacht.

Heute bin ich über die A 19 zurückgefahren, um bei Tine Schwesterchen, die mit Silvio im Urlaub ist, die Zucchini-Ernte abzuholen, samt Bohnen und Gurken. Hier lief mir gleich Aniko über den Weg, der hab ich gleich je ein Exemplar in die Hand gedrückt. Da hat sie sich gefreut. Das ist so viel, das kann ich großzügig verteilen und es ist immer noch genug für Birgit und mich übrig.

Tja Birgit – an meinem Briefkasten hängt jetzt ein Zusatzschild mit TAO-Schule Waren und eins „Mitwelt vereint“. Das ist ihr Verein. Ich hatte neulich schon in ihrem Brief an den Bürgermeister gesehen, dass der Vereinssitz meine Adresse ist. Neben meinem Laptop steht eine Kiste mit ihren Buttons und ein großes 5-L-Glas für Spenden. Dafür hat sie meinen Teelichter-Kreis irgendwo auf den Fußboden gestellt. Anstatt das mit mir zu besprechen, einfach umgeräumt während meiner Abwesenheit. Ich will nicht die Geld-Sammelbüchse im Nacken haben! Dazu noch ne offene Fischbüchse im Kühlschrank …