Dienstag, 30. November

Ja, hm. Gestern 2 Stunden Treffen mit Kay-Uwe – Spaziergang in Ecktannen, an der Müritz hin, die Fontanestraße zurück. Am Ausgangspunkt Flomala wollten wir einen Kaffee trinken, draußen. 2G. Kostenlose Tests sind möglich. Die Kellnerin schließt auf und ich sag, wir würden gern einen Kaffee trinken. Sie sagt: 2G – haben Sie einen Test? Kay-Uwe sagt: Na, dann machen wir einen. Sie: Sind Sie geimpft? Kay-Uwe sagt ja, ich kram in meinem Rucksack und sag nichts. Und Sie?, fragt sie. Ich zöger kurz und sag Nein. Es waren nur wir beide da, wer hätte wen anstecken sollen oder können?

An sich ein schönes Treffen, nur unter sehr widrigen Umständen. Zum Schluss hat er mich umfänglich umarmt und gesagt: Wir lassen das jetzt erstmal sacken …

Nachmittags hab ich Nicole angerufen, eine der 3 standhaften Säulen mit mir in Guti-Gutshaus, ich brauchte ein paar aufbauende Worte. Ich hab ihr das erzählt. Und? – hat er schon geschrieben: Danke für den schönen Spaziergang.

Bis heute früh hat er noch gar nichts geschrieben. Nun bin ich durch Wachstum nicht mehr Die, die bedürftig auf irgendwas wartet. Ich bin immer noch 1,60 – das mein ich nicht. Ich bin gespannt, ob er einen Arsch in der Hose hat oder – anders ausgedrückt – Leute ohne Rückgrat hab’n wir schon zuviel.

Sonntag, 28. Oktober

Gestern war Guti-Gutshaus anstrengend, nicht arbeitsmäßig, sondern die Chefin fing eine politisch kontroverse Diskussion mit mir an, als es auf Feierabend zuging. Anita, du bist noch nicht geimpft, oder? Nein. Und das weiß sie auch. Und du hast auch nicht vor, dich impfen zu lassen? Nein. Auch das ist ihr bekannt. Dann kam das übliche Erpressungs-Szenario. Verantwortung, Solidarität, Intensivbetten …

Ich war nicht in der Lage und auch nicht willens, darüber zu diskutieren. Ich hatte eine schlechte Nachricht von meiner krebskranken Freundin Dana bekommen. Es sieht nicht gut aus. Ich wollte nur die Schicht rum und meine Ruhe haben. Ich hab ihr dann ein Video von „Thomas Sarnes – ehemaliger Chefarzt der Chirurgie der Oberhavelkliniken“ geschickt mit der Bemerkung: Das ist meine Argumentation, Bettina. Unter dem Titel in Anführungszeichen findet man es auf Youtube! Es kursiert ja viel sinniges und unsinniges dazu – aber das hier – Hut ab! Da kann ich wieder daran glauben, dass die Vernunft hier – ich mein in deutschen Landen – nicht mit oder an Corona gestorben ist. Ich hab es gleich mit Manuel geteilt, der es auch gleich weitergeleitet hat. Mit Manuel, Martina, Ulla, Heidi, Kerstin, Bettina und und und – und hier

Neutral bleiben geht nicht!

Ich hab’s satt, mich zu rechtfertigen und zu diskutieren. Mein abschließendes Argument hab ich erst als ich zuhause war gefunden. Das ist leider nicht von mir, sondern aus einer AfD-Rede im Bundestag – von der ich mich sonst strikt distanzier – auf die ich zufällig gestoßen bin:

Die persönliche Gesundheit ist kein solidarisches Allgemeingut!

Die WHO-Statistik – also Weltgesundheitsorganisation – weist in der Zeit der Anwendung von 11 Monaten 2,5 Millionen! unerwünschte Nebenwirkungen auf. Das ist ein Vielfaches aller anderen Impf-Nebenwirkungen in mehreren Jahrzehnten zusammen …

Abends hat mir Kay-Uwe geschrieben: Alles okay im Cafe? Da hab ich das nur angedeutet: Das hat mir heut wirklich gereicht in dem Verein da. Es ging um eine Grundsatzfrage, und da ich deine Einstellung dazu nicht kenne, klären wir das lieber persönlich. „So mok wie dat und nu ward schloppen.“ Das macht Spaß mit ihm.

Freitag, 26. November

Kay-Uwe – ein Pfeiler links, ein Pfeiler rechts, in der Mitte die verbindende Brücke. Er hat sich als Erster und Niveauvollster gemeldet. Wir schreiben uns. Geistig-reger Austausch mit Humor – so würde ich es zusammenfassen. Da ist nicht das Herz der Regent, man kann auch aus praktischen Gründen eine Entscheidung fällen. Am Montag wollen wir uns treffen.

Heute Nachmittag und morgen auch nachmittags und abends wieder Guti-Gutshaus, so lange es eben noch geht. Test unter den Augen von Chef oder Chefin. Das ist nicht grenzwertig, das ist schon drüber weg …

.

Donnerstag, 25. November

Ich bin zurück. Von Jonte-Betreuung, diesmal krank, der kleine Murkel, hab ich mich mit Anja bei Guti-Gutshaus getroffen und von dort sind wir zum Bar-Workshop im Gutshaus Solzow, hinter Röbel, gefahren. Das hat Spaß gemacht, war eine kleine Runde, die zusammengepasst hat – und es waren mal neue Eindrücke, wie es in anderen Gutshäusern so zugeht. Das ging von 15 – 18 Uhr und kurz nach 7 war ich zuhause …

Sonntag, 21. November

So anstrengend wie gestern, so gemäßigt war es heute. 8 Gäste über’n Nachmittag verteilt, die sich alle sehr gefreut haben über unser Café open-Angebot. Eine Frau kam vom Friedhof und hat mir ihr Herz ausgeschüttet. Sowas geht bei uns. Sie kannte auch mein Tantchen, haben wir im Gespräch festgestellt. Sie haben mich richtig wieder bisschen aufgebaut, hat sie zum Abschied gesagt. Wenn’s weiter nichts ist …

Ich hab mich schon auf eine sesshafte Woche am Kirchturm gefreut, da hat Michael heute Abend angerufen und gefragt, ob ich ihnen die Woche nochmal helfen kann und Jonte nehmen kann. Tamina hat Fahrschule. Da gibt es morgen noch den neuen Montags-Gelassenheitsspruch und ich fahr wieder nach Rostock.

Dienstag, 16. November

Kein Foto – obwohl das die Chancen erhöht, ich will nicht optisch auf- oder abgewertet werden. Ich bin auch nicht krampfhaft auf der Suche, ich guck nur, was kommt. Wir sind alle kein unbeschriebenes Blatt mehr, doch es können mal wieder paar neue Zeilen dazukommen.

Bis Sonnabend bin ich wieder in Rostock und freu mich, dass ich meine Zweitwohnung noch habe. Von da wieder zu Guti-Gutshaus und dann zum Kirchturm! Vielleicht entwickelt sich in der Woche schon was …