Freitag, 25. Juni

Es hat ordentlich geschüttet in der Nacht. Der Regen nimmt mir das Blumengießen draußen ab. So brauch ich nur noch ein paar Sachen packen und kann nach dem Frühstück losfahren …

Fritzi hat mich gestern gefragt, ob ich meinen Geburtstag in Rostock mit meinen Kindern feiere. Dabei kamen wir auf die Schicksals- und Lebenszahl. Er hat sein Geburtsdatum gleich in den Lebenszahl-Rechner eingegeben – 5 – freiheitsliebend, abenteuerlustig, unverbindlich. Warum bin ich keine 1 – Führernatur?, hat er gefragt. Dann hat er bei Laura, seiner Freundin, geguckt. Er hatte erstmal zu tun, ihr Geburtsdatum zusammenzukramen. Sie ist auch eine 2, warmherzig, liebevoll, für andere da sein – aber keine 11, 22, 33 … Passt das?, hat er gefragt. Das könnte er sich selbst beantworten. Das werdet ihr ja sehen, hab ich gesagt.

Er hat einen Tag nach mir Geburtstag, seine Mutter am gleichen Tag wie ich. Nur ein Tag Unterschied – und ein völlig anderer Mensch.

Donnerstag, 24. Juni

Um 17 Uhr wieder Guti-Gutshaus. Das ist mir am Montag nicht gut bekommen – Schwitzen und kalte Ventilatorluft. Anja hatte das Ding angeschleppt. Ich hab 3 Tage mehr oder weniger im Bett gelegen. Nur wenn Birgit herkam, um was im Büro zu machen, hab ich mich auf die Couch verlagert. Ihr Büro – das ist mein Wohnzimmer.

Morgen früh fahr ich dann gleich nach Rostock, um 11:00 Termin bei Manja Nageltante. Deshalb hoff ich, dass ich heute Abend da rechtzeitig raus bin. Sonnabend, Sonntag wieder Jonte mit Übernachtung …

Als Birgit weg war, hab ich mir noch paar Videos auf YouTube zu Lebenszahl 11/2 und Meisterzahl 11 angeguckt. Das ist die Quersumme des Geburtsdatums. Das war Auffrischung zu Bestimmung und Lebensaufgabe. In einem hieß es: Du wirst kaum sowas wie ein Privatleben haben – du bist hier, um für andere zu leuchten. Das stimmt, seit der Mitwohngemeinschaft mit Birgit ist mein Wohnzimmer ein öffentlicher Raum geworden, mit den Leuten, die sie mit herbringt.

Viele mit der Lebenszahl 11/2 wissen oder ahnen, sie haben hier eine Challenge. Die besteht darin, etwas Höherem zu dienen, wird in einem anderen Video gesagt. Für andere zu leuchten – Sonnenschein verbreiten, nenn ich das.

Die Meisterzahlen bezeichnen spezielle Potentiale, die wie eine höhere Oktave zusätzlich mitschwingen. Man nennt die 11/2 gerne den psychischen Meister … mehr im Video 🙂 AskThom – Numerologie – Lebe dein Potential

Mittwoch, 23. Juni

Fritzi redet viel und viel Blödsinn. Ich will ein Kind von dir – hat er gesagt, als ich Montag da war. Abgesehen davon, dass er eine Freundin hat, die eins von ihm will und er mein Enkel sein könnte, wie kommt er dazu, sowas zu sagen? Sowas quatscht man nicht einfach so dahin, auch nicht auch Spaß.

Er ist der Einzige, den ich kenne, der zum Chef sagt Eh, Alter … wenn er sich über ihn ärgert, wie jetzt grad wieder, was er mir gleich erzählt hat. Er hat schon sein gesamtes Sex-Leben vor mir ausgebreitet, wenn ich mit ihm alleine war, und sich über mein entgeistertes Gesicht gefreut. Neulich hat er mir Lamm-Bolognese mitgegeben. Für Dich, zum Mittag morgen …

Sabine hat mich grad drauf hingewiesen, dass ich der Zeit mit Donnerstag einen Tag voraus war. Danke! Das schreib ich dem Vollmond – im Steinbock – morgen zu.

Dienstag, 22. Juni

Die neue Aushilfe, die am Sonnabend für mich kommen sollte, ist nicht erschienen, hat mir Fritzi erzählt. Um 16 Uhr sollte sie da sein und um 8 nach 4 hat sie angerufen und mitgeteilt, dass sie sich um ihren pflegebedürftigen Vater kümmern muss. Da war Mitsommer-Remise und Fußballspiel Deutschland. Da hat Anja gesagt, jetzt können sie aber nicht mich anrufen, damit ich doch komme. Na, mich hätt der Schlag getroffen! Da ist zum Glück die Chefin eingesprungen.

Montag, 21. Juni, Sommeranfang

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Ein glücklicher Mensch ist zu zufrieden mit der Gegenwart, um sich viele Gedanken über die Zukunft zu machen. Albert Einstein

Sabine hat auch so eine Geschichte wie ich, nicht exakt gleich, doch im Grundmuster. Sie sagt, sie hat einen Apell – ich glaub, sie hat ein anderes Wort gesagt – an sich geschrieben: Lass ihn ziehen oder gehen und wünsch ihm ein glückliches Leben oder eine glückliche Zeit. Sei dankbar für das, was du hattest … Hab ich ja auch alles gemacht, nur damit ist es nicht aus der Welt und nicht vom Tisch und nicht mal aus dem Bett.

Nach 4 Hitzetagen hat es nachts geregnet und es weht ein frischer Wind …

Das war aber wieder brammig heute, der frische Wind war leider nur vormittags. In Villarriba feiert man schon, in Villabajo spült man noch … Das hab ich heute gesagt, als wir in den letzten Zügen lagen. Fritzi hat sich schlapp gelacht. Das hab ich noch gar nicht gehört! Das war die Fairy Ultra Werbung in den Neunzigern, folglich war er noch gar nicht auf der Welt.

Heute war ich so geistesabwesend aufgrund der Hitze oder warum auch immer, dass ich ein Essen an den verkehrten Tisch gebracht habe. Weil die Anzahl überschaubar war, hat sich das schnell aufgeklärt und fiel meinen Kollegen gar nicht auf.

Sonntag, 20. Juni

Heute Abend treff ich mich mit Birgit und Heidrun am Hinbergsee zu Picknick, Schwimmen und Sommersonnenwend-Feier.

Heidrun bringt Melone mit, Birgit Kartoffelsalat und ich hab ’ne Weile überlegt, ob gefüllte Champis oder überbackene Zucchini. Eierkuchen mit Blaubeer-Marmelade sind es dann geworden.

Abends im See und morgens ein Buttermilch-Bad. Kühlwasser …

Das war zauberschön. Das hat Sabine heute gesagt. Sie war der Überraschungsgast, weil sie aus der Hitze Berlins in ihr Paradiesle, ihre Ferienwohnung hier, geflohen ist. So wie meine nahe Rostock. So waren wir 4 Nymphen am Waldsee. Mit Google Maps und Anrufen mit Birgit haben wir über staubige, holprige Feldwege zu der Stelle gefunden, wo wir uns treffen wollten. Wir wurden reichlich belohnt mit einem himmlischen Pastell-Aquarell über Mittelerde zum Sonnenuntergang. Ich bin ein gutes Stück über den See geschwommen, in meinem Element. Am Ufer lagen 3 schöne große Muschelschalen, eine für jeden von uns. Für den Dispatcher da oben kam Sabine zu unverhofft. Das hat er nicht mehr arrangiert gekriegt.

Wir werden alle gut schlafen …

Mein Auto sah vorher schon aus, als hätte es ewig keine Wäsche mehr gesehen von dem Rotdorn-Klecker-Klebebaum, unter dem mein Stellplatz ist. Danach sah es aus wie nach der Rallye Paris – Dakar.

Sonnabend, 19. Juni

Wunscherfüllung! Guti-Gutshaus hat gestern abgesagt. Heute kommt eine Neue zum Probearbeiten. Ob ich auch Montag kann? Hab ich sofort zugesagt.

Das sind schöne Abende auf der Dachterrasse, kühle – mit Lars und Sabine an diesem Wochenende. Das ist meine dritte WG. Wir haben alle drei frei. Er, sie und ich. Wenn sie mit umgeschlungenem Duschtuch raus kommt, sieht sie aus wie ich, nur mit dunklen Haaren und eine Generation jünger. Ihre Naturfarbe ist Rot, wie bei mir. Und als sie mir das gesagt hat, hab ich gesehen, ihre Hautfarbe ist wie meine – blass und schnell von Sonnenbrand heimgesucht.

Unsere Terrassentüren sind offen und unsere Gespräche auch. Lars erzählt mir viel von Waren in der Zeit, als ich nicht hier war, um andere Erfahrungen in Rostock zu machen …

Freitag, 18. Juni

Nach der Stundenabrechnung für Juni – Stichtag: 18. d. M. – bleib ich im Schatten und rühr kein Glied. Schwimmen fahr ich, wie gestern, wieder abends von 18 – 20 Uhr.

Dadurch, dass Mitte des Monats abgerechnet wird, sind es mit bisher 4 Tagen im Juni 65 %. Im Mai war ja noch nichts.

Wer Lust hat, bei ü 30 Grad Fenster zu putzen, heut ist der Mondstand dafür optimal …

Donnerstag, 17. Juni

Heute bis Sonntag sind 32 Grad angezeigt, Montag 30. Wenn ich frei habe, geht das. Nur Sonnabend für Guti-Gutshaus brauch ich Abkühlung. Ich stell mir den kältesten Wintertag vor …

Als ich im Tabakladen war, hab ich auf dem Markt ein schönes blaues T-Shirt gesehen, mit einer ganz süßen Eule drauf, die den Kopf schief legt und mit Bernsteinaugen tiefgründig guckt. Vorne bei Tag, hinten bei Nacht. Das ist doch Jontes – HuHu, wo er das so schön nachahmt! Das war das letzte und der Standmann mit der Haut von dunkelbrauner Schokolade wollte es mir für’n Zehner verkaufen, statt 15. Ist zu groß, hab ich bedauert, 6 -8 Jahre. – Wie alt? – 2, noch nicht mal … Dann kann er es als Nachthemd anziehen. Ich hab’s nicht genommen.

Dann hab ich bei EDK die schönsten Fairtrade Rosen für Christa gekauft, nicht ganz nur aus Überzeugung, die Fairtrades waren die schönsten. Sie hat heute 60. Hochzeitstag. Der Diamanten-Bräutigam bezahlt in Abwesenheit die Feier, wollte 60 Rosen schicken, hat Petra, ihre Tochter, ihm aber auf 30 ausgeredet, da gar nicht so eine große Vase im Haus ist, und wünscht allen einen schönen Tag einschließlich Essengehen im Hotel Am Yachthafen am Sonnabend.

Damit hat er doch einen guten Beitrag zum Gelingen geleistet, hab ich zu Christa gesagt. Und ein Grund zum Feiern ist es auch, dass du so ein unkonventionelles Ehemodell lebst – du hier – er in Berlin. Damit schafft ihr die Eiserne noch.

Sie hat mir gestern und heute einen französischen Zopf geflochten und das auch für die nächsten 30-Grad-Tage angeboten. Sie meint, ihre arthritischen Finger können das nicht mehr so gut und sie ist aus der Übung, das hat sie bei Petra gemacht, als die noch Kind war. Ich bin zufrieden, damit ist es luftiger.

Dann bin ich nochmal runter zum Marktstand und hab gesagt, ich nehm das Nachthemd! Er hat am Nachbarstand meinen Schein gewechselt, ist auf mich zugekommen und hat gesagt: Liebe Frau, viel Spaß damit! Das war ein schönes Erlebnis.

Mittwoch, 16. Juni

Ich hab 3 Tage zur freien Verfügung – keine Termine, keine Treffen. Nur Birgit kommt mal her. Einzige Verpflichtung: Blumen wässern auf der Terrasse – früh und abends bei der Hitze.

Käse, Wein, Tomaten – Schwimmen, Sex und Schlafen – die ideale leichte Sommerkost. Auch ganz ohne Mann …

Es ist nur nicht die göttliche Fügung, das glaub ich nicht, dass das so vorgesehen ist.

Wenn ich auf die Uhr guck, ist es zu spät, aber mein Kirchturm zeigt seit 700 Jahren verlässlich die richtige Zeit an. Was sind da 15 JAHRE …