Heute ist Mittwoch, der 2. April

Es gibt Tage, da könnte ich mich nackt auf die Erde legen und beten, mit dem Gesicht nach unten. Und manchmal tanze ich barfuß und singend über den Himmel. Alles, was ich fühle, zeigt mir: Ich bin am LEBEN. Ich bin LEBENDIG. Mein Tagebuch ist ein Manifest an das Leben. So wie Veit Lindau’s Buch „Seelengevögelt“. Es gibt Leute, bei denen reicht die Skala grad mal von „Scheiße“ bis „geht so“.

Heute ist Dienstag, der 1. April

Ich hab dich mal als jungen Schmied gesehen. Das war nicht im Traum, sondern in einer geführten Seelenraum-Meditation. Dabei habe ich immer sehr deutliche Bilder. Du hast ein verrostetes Wagenrad vor mir in die Höhe gehalten und dann daraus einen Ring geschmiedet. Der war aus Edelstahl. Dann hast Du ihn mir an den Finger gesteckt. Das war in einer anderen Zeit. Jetzt schmiedest Du Deine Münzen – und ich schau verliebt auf meine Magie. Es ist, als ob ich dir Briefe ins Gefängnis schreibe. Das war ein Bild: Du als junger Mann – nur Stiefel und Wildlederhose an – und eine Schmiedeschürze vor dem nackten Oberkörper.

Heute ist Freitag, der 28. März

Guten Morgen, liebes Schicksal! Kann man das nicht ein bisschen abmildern?“ – „Ja, natürlich, meine Liebe. Guck, ist schon geschehen. So habt ihr Kontakt und er ist nicht ganz weg für dich und du nicht für ihn.“ – „Was kost‘ das?“ Das ist immer meine erste Frage, weil ich weiß, alles hat seinen Preis. – „Nur ein paar Massagen gegen eventuell auftretende Verspannungen.“ Okay, ich geh nachher gleich zur Thai-Massage um die Ecke: „Oh, zehr vers-pannt!“, sagt er. Ich weiß warum: Es ist wie neben dem Geliebten zu liegen und ihn nicht berühren zu können. Weil ich eine Speiche im Schicksalsrad bin, denk ich gar nicht drüber nach, ob es vorher besser war, danach – oder lieber so wie jetzt.

Heute ist Mittwoch, der 26. März

Bisher haben wir es vermieden. Heute Abend fragst Du unvermittelt per SMS: „Träumst du manchmal noch von … du weißt schon?“ Meine Antwort: „Manchmal ist Sex mit dir das Einzige, was gut wäre. Dann träume ich nicht davon, dann habe ich ihn. Nur es ist nicht dasselbe, als wenn wir beide, Du weißt schon …“ Dir kann ich das sagen, Du sollst das wissen, wovon ich träume.

Heute ist Dienstag, der 25. März

Muladhara, Sushumna, Ida, Pingala. Ich wiederhole immer wieder laut die Sanskrit-Namen für Wurzelchakra und die drei großen Konzeptionsgefäße bzw. Energieleitungen im Körper. Mein Geist freut sich, denn er hört mal was anderes als Maik. Das alles ist wunderbar geeignet, um mir zu zeigen, Du bist nicht der Nabel der Welt. Auch laufe ich jetzt ständig mit 3-D-Blick durch die Gegend, als Vorübung für Aura-Sehen. Ich übe täglich mit 3-D-Bildern. Aber das ist noch steigerungsfähig. Ich hab am Sonnabend im Seminar Phönix gezogen, mein zweites siebendimensionales Krafttier. Davon gibt es nicht sehr viele im großen Topf mit den Losen. Pegasus hab ich schon. Phönix schenkt neben dem reinigenden Feuer der Erneuerung gute Kräfte: Er bringt dir das Licht der Sonne, das alte Wissen und viele magische Fähigkeiten. Er lehrt dich das weißmagische Handeln. Nur, dass ich noch nicht mal die Aura eines Baumes sehen kann. Darauf hat Phönix wohl keinen Einfluss. Da heißt es wohl wie immer, Geduld und Üben, Üben, Üben …