Heute ist Montag, der 1. Mai

Erst im Wald kam alles zur Ruhe in mir, meine Seele wurde ausgeglichen und voller Macht. Knut Hamsun

Auf einmal war gestern Ruhe unten – das letzte Lied hab ich gar nicht gehört, weil ich beim Schreiben nicht drauf geachtet habe. Ich glaube, es gibt keins – es gibt ja immer neue …

Eins der Wunder gestern in der Sonne war, dass Birgit zu mir gesagt hat: Ich finanzier dir den zweiten Kurs – entweder, du gibst es mir zurück, wenn du kannst – sonst ist es ein Geschenk oder du gibst es an jemand anderen weiter, der es braucht. Ich hatte ihr erzählt, dass parallel zu unserem Aufbaukurs zwei weitere Kurse für jeweils 6 Monate an der Paracelsus-Schule angeboten werden, die auch unsere Schamanin leitet: Tierkommunikation und spirituelle Lebensberatung. Spirituelle Lebensberaterin interessiert mich, das passt zum Schamanenkurs und ergänzt auch meine Ausbildung zur psychologischen Beraterin, die ich 2008/2009 an der Schule absolviert habe. Ja, und da hat sie mir das wundervolle Geschenk gemacht! Danke dafür, Birgit!

Unsere Seele ernährt sich von den Dingen, über die wir uns freuen. Mondkalender-Spruch für Mai

Ja, und dann, dann gab’s noch was, was nicht an ein Wunder grenzt, sondern eines ist. Birgit hatte mir erzählt, dass ihre Tochter Sandra am Sonnabend zu ihr kommt und da sie sich gut mit Andrea versteht, haben sie Paul und Andrea auch eingeladen. Und, kommen sie?, hab ich gefragt. Ja, Andrea alleine. Nun hab ich meine Tochter fast zweieinhalb Jahre nicht gesehen, weil sie eine Kontaktsperre verhängt hatte, weil ihre Mutter unbelehrbar war, was Injektionen mit einer bestimmten Substanz angeht, um es mal so zu sagen. Wir haben nur telefoniert. Was ich machen konnte, war nur, sie gehen zu lassen und zu beten. Als ich jetzt gehört habe, dass sie herkommt – das war ein Gefühl! Ich hab mich gefragt, wie es ihr wohl damit geht, dass sie nach Waren zu meiner Schwester kommt und zu mir nicht.

Birgit hat mir gestern erzählt: Das war ein sehr schöner Tag zusammen und weißt du, was Andrea gesagt hat? Wusste ich natürlich nicht. Sie hat gesagt, ich will mal Mutti anrufen, dass wir uns verabreden und uns treffen. Sie ist immer so herzlich, ganz anders als Pauls Mutter, die ziemlich unpersönlich ist. Und Paul hat auch gesagt, er hat meine Mutti sehr gern mit ihrer herzlichen Art. Kann sich einer vorstellen, welche Last da von mir abgefallen ist? Es gibt einen Spruch, der heißt: Die Dauer macht das Leid – 2 1/2 Jahre! Danke, liebe Engel, danke!

Dann kam noch das zweite Wunder – die Kursgebühr von Birgit. So mit Glück überhäuft wurde ich gestern.

Sonntag, 30. April

Wie schön, hier zu verträumen die Nacht im stillen Wald, wenn in den dunklen Bäumen das alte Märchen hallt. Joseph von Eichendorff

Heute ist Walpurgisnacht … und Tanz in den Mai unten auf dem Markt. Diesmal hat die Stadt bis 1 Uhr genehmigt, sonst ist hier immer um Mitternacht Schluss mit Remmidemmi.

Birgit hatte mich zu Kaffe und Torte eingeladen und wir haben den ganzen Nachmittag auf dem Bahnhofsvorplatz bei ihr auf der Bank in der Sonne gesessen. Und während wir da saßen und geredet haben, sind zwei große Wunder passiert …

Als ich um 7 zurückgekommen bin, kamen mir Sigi und Wolfgang entgegen. Die hatten meinen Autoschlüssel. Den hatte Maik von Jannys Eis in der Tür stecken sehen und ihnen gegeben. Ich hatte noch was aus dem Auto geholt, bevor ich zu Birgit gegangen bin, und ihn stecken lassen. Das zählt aber noch nicht zu den Wundern, es zeigt nur, dass Waren ein sicheres Pflaster ist und hier auf dem Hof die Nachbarschaftshilfe funktioniert.

Vorgestern, als ich die Terrasse gefegt und aufgeräumt habe, hab ich in dem Zug gleich meinem goldenen Engel draußen seinen Arm und seine Flügel wieder angeklebt. Die lagen die ganze Zeit neben ihm, nachdem er vor Monaten Opfer meiner Regenrinnen-Zisterne geworden ist. Das heißt, bei Regen dreh ich das Dachrinnen-Knie nach unten und fang das Wasser auf und bei trockenem Himmel dreh ich es wieder nach oben auf das Dach. Dabei ist es mal auf ihn runtergefallen und – Arm und Flügel ab. Als wenn er sich heute gleich dafür bedankt hat und losgeflogen ist, um Wunder zu bewirken …

Den ganzen April war ich krank und wie im Koma, da hätte ich sterben können, ohne es zu merken. Als wenn sich jetzt zum Mai ein neues Portal öffnet – weil ich dem Engel die Flügel angeklebt hab? Weil ich gesagt habe – Durchhalten und Weitergehen? Das war die Botschaft aus einem Buch, das ich gelesen habe, und die sich mir erst zum Schluss offenbart hat. Weil ich mir, unabhängig davon, immer gesagt habe – go-go-go-go? – wie der Herzschlag!

Ich hab YouTube-Videos über gelebte göttliche Weiblichkeit gesehen auf der einen Seite und von Shaolin-Meister und Mönch Shi Heng Yi auf der anderen – Durchsetzungskraft, Wille, Ausdauer – weil ich sie auch brauche, diese männlichen Kräfte – um weitergehen zu können.

Unten ist Tanz in den Mai, ich schreib mich in den Mai, das ist meine Walpurgisnacht. Ich warte noch auf den Titel des letzten Liedes, bevor ich ins Bett gehe. Mai – noch ein k dazu, dann wird aus einem Monat ein Leben …

Freitag, 28. April

Dort in Sonne und Schatten halte ich Äste oder schlanke Stämme liebevoll umfasst, ringe mit ihrer harmlosen Stärke und weiß, dass die Lebenskraft von ihnen auf mich übergeht. Walt Whitman

Nicht Äste, nicht Stämme – Lebenskraft ist das Schlüsselwort. Nachdem ich den ganzen April krank war, hab ich mich selber therapiert, war einfacher, als ich dachte und besser als Symptombeseitigung, wenn ich zum Arzt gegangen wär. Jetzt freu ich mich auf Mai …

Donnerstag, 27. April

Nirgends habe ich mehr Ruhe gefunden als in Wäldern und in Büchern. Thomas von Kempen

Und beim Stricken … Das mach ich jetzt ganzjährig, seit ich den roten Sessel von Aniko habe, also seit Ostern. Der Korbstuhl war nicht so geeignet dafür, das ging auf die Arme. Wenn mich was aufregt, sag ich jetzt zu mir selber: Strick mal erstmal 2 Runden … Ich freu mich schon auf den Wollstand-Mann auf dem Markt. Mal sehen, wann er auftaucht …

Mittwoch, 26. April

Eines Morgens riechst du den Herbst. Es ist noch nicht kalt, es ist nicht windig, es hat sich eigentlich gar nichts geändert … und doch alles … Die Blätter, die Bäume, die Sträucher … nun ist alles anders. Kurt Tucholsky

Auf dem Bild ist das Eichhörnchen aus dem Film Die Eiche – Mein Zuhause. Na ja, vielleicht sein Bruder oder seine Schwester … Am 26. April rieche ich ihn natürlich noch nicht, doch es sieht aus, als wenn ich ihn sehe, wettermäßig …

Dienstag, 25. April

Alle Bäume singen anders in der Nacht als am Tage. Paul Keller

Der Film Die Eiche – Mein Zuhause zeigt ein Jahr im Kreislauf der Natur, Tag und Nacht im Wechsel der Jahreszeiten. Die Mitwirkenden sind: Eichhörnchen, Eichelhäher, Waldmaus, Eichelbohrer-Käfer, Habicht, Äskulapnatter, Blaumeise, Reh, Wildschwein, Hirsch, Igel, Nutria, Ameisen und viele andere – und als Hauptdarsteller die über 200 Jahre alte Eiche. Eine Großfamilie in ihrem natürlichen Lebensraum mit der Eiche als Vermieter.

Montag, 24. April

Ich blicke in den Himmel und stehe mit beiden Beinen auf der Erde. Rigoberta Menchú

Nach dem schönen Schamaninnen-Kreis am Sonnabend war das Treffen mit Martina bei der Küche des Friedens noch ein sehr schöner Abschluss des Tages. Gestern war ich mit Birgit in Neustrelitz – Alte Kachelofenfabrik. Bevor wir den fantastischen Film Die Eiche – Mein Zuhause gesehen haben, gab’s ein gutes Essen für uns im Garten des kleinen, feinen Restaurants dort. Es ist eine Mischung aus Kino, Kneipe, Kultur in dem alten Fabrikgebäude. Die Rückfahrt über die Dörfer mit einem malerischen Abendhimmel war die abschließende Krönung des Tages. So war das Wochenende ein ganz besonderes mit vielen Geschenken.

Heute fang ich mit dem Anlegen meines Terrassengartens an. Tine Schwesterchen hatte Birgit und mir ein Mini-Gewächshaus mit Blumen, Kräutern und Gemüse in Samentüten geschenkt. Eigentlich ist mir das zu aufwändig auf der Dachterrasse – Gefäße und Erde besorgen und hochtragen. Nun hab ich gedacht, wo ich es schon mal hab, kann ich auch mit Jonte einen kleinen Garten anlegen. Aussaat bis Ende April. Geplant hab ich, ihn am kommenden langen Wochenende mit dem 1. Mai herzuholen, weiß aber noch nicht, was Michael und Tamina vorhaben – und ob ich bis dahin wieder gesund bin. Da werd ich mal meine Selbstheilungskräfte aktivieren … Die Kräuter – Minze, Petersilie und Basilikum hab ich heute schon ausgesät. Ihren vollen Geschmack entwickeln Küchen- und Heilkräuter, wenn sie an Lichttagen bei zunehmendem Mond gesät werden. Das wär nur noch heute. In den Kategorien Körper und Gesundheit, Haushalt, Garten und Pflanzen richte ich mich meistens nach meinem online Mondinfo-Kalender. Ich bin mehr der Gärtnertyp für Pflanzen, doch so kann Jonte sehen, was aus einem Samenkorn wächst …