Donnerstag, 2. Dezember

Weiße Dächer …

Das ist meine Antwort auf eine E-Mail bzw. an eine Freundin, die aus der Vergangenheit wieder aufgetaucht ist:

Doch, doch, wenn das Schicksal einen Grund sieht, begegnen wir uns auch. Als Du in Waren warst, war ich zum ersten Mal seit einem halben Jahr bei meiner krebskranken Freundin und danach auf dem Weg zur Enkelbetreuung nach Rostock. Sie hat sich so eine seltene Form ausgesucht, dass ich denke, ich verbring noch Zeit mit ihr, weil es sehr ungewiss ist, wieviel ihr noch bleibt, mit 44.

Ja, es ging nicht ganz klar hervor – aber ich denke, Du bist eine Etage tiefer gezogen und Raini hat ein schönes Leben. Nicht beides zusammen. Wenn ich dein Foto sehe und lese, was du schreibst, denke ich, du machst das, was dich glücklich machtbist ja auch ein Weihnachtskind! Wünsche erfüllen …

Für meine Vorhaben, Wünsche und Träume wünschst du mir Glück – ich kann mich kaum erinnern, dass ich welche habe oder hatte … das ist alles recht bodenständig jetzt – Enkelkind als größte Freude, Guti-Gutshaus kennst du ja, wenn du Blog liest, als Taschengeld, meine vorübergehende Zweitwohnung in Bandelstorf, wo ich in den Vermietern ein zweites Zuhause und eine Familie gefunden habe und was mir wirklich eine sehr willkommene Ergänzung zu meinem Kirchturm hier ist, gerade in diesen Zeiten …

Meinen Schmerz, der sich gewandelt hat, in das größte Glück, das ich erlebt hab, kannst du nur verstehen, wenn es dir auch mal so ging. Dann wären es zwei gleiche Erfahrungen mit unterschiedlichem Ausgang.

Wollen wir das Beste hoffen und glauben auf unserem Weg und vor allem wieder auf humane Zeiten !!!

Herzliche Grüße bis bald, sag ich mal.

P.S. Wie geht es Annelen?

Dienstag, 30. November

Ja, hm. Gestern 2 Stunden Treffen mit Kay-Uwe – Spaziergang in Ecktannen, an der Müritz hin, die Fontanestraße zurück. Am Ausgangspunkt Flomala wollten wir einen Kaffee trinken, draußen. 2G. Kostenlose Tests sind möglich. Die Kellnerin schließt auf und ich sag, wir würden gern einen Kaffee trinken. Sie sagt: 2G – haben Sie einen Test? Kay-Uwe sagt: Na, dann machen wir einen. Sie: Sind Sie geimpft? Kay-Uwe sagt ja, ich kram in meinem Rucksack und sag nichts. Und Sie?, fragt sie. Ich zöger kurz und sag Nein. Es waren nur wir beide da, wer hätte wen anstecken sollen oder können?

An sich ein schönes Treffen, nur unter sehr widrigen Umständen. Zum Schluss hat er mich umfänglich umarmt und gesagt: Wir lassen das jetzt erstmal sacken …

Nachmittags hab ich Nicole angerufen, eine der 3 standhaften Säulen mit mir in Guti-Gutshaus, ich brauchte ein paar aufbauende Worte. Ich hab ihr das erzählt. Und? – hat er schon geschrieben: Danke für den schönen Spaziergang.

Bis heute früh hat er noch gar nichts geschrieben. Nun bin ich durch Wachstum nicht mehr Die, die bedürftig auf irgendwas wartet. Ich bin immer noch 1,60 – das mein ich nicht. Ich bin gespannt, ob er einen Arsch in der Hose hat oder – anders ausgedrückt – Leute ohne Rückgrat hab’n wir schon zuviel.

Sonntag, 28. Oktober

Gestern war Guti-Gutshaus anstrengend, nicht arbeitsmäßig, sondern die Chefin fing eine politisch kontroverse Diskussion mit mir an, als es auf Feierabend zuging. Anita, du bist noch nicht geimpft, oder? Nein. Und das weiß sie auch. Und du hast auch nicht vor, dich impfen zu lassen? Nein. Auch das ist ihr bekannt. Dann kam das übliche Erpressungs-Szenario. Verantwortung, Solidarität, Intensivbetten …

Ich war nicht in der Lage und auch nicht willens, darüber zu diskutieren. Ich hatte eine schlechte Nachricht von meiner krebskranken Freundin Dana bekommen. Es sieht nicht gut aus. Ich wollte nur die Schicht rum und meine Ruhe haben. Ich hab ihr dann ein Video von „Thomas Sarnes – ehemaliger Chefarzt der Chirurgie der Oberhavelkliniken“ geschickt mit der Bemerkung: Das ist meine Argumentation, Bettina. Unter dem Titel in Anführungszeichen findet man es auf Youtube! Es kursiert ja viel sinniges und unsinniges dazu – aber das hier – Hut ab! Da kann ich wieder daran glauben, dass die Vernunft hier – ich mein in deutschen Landen – nicht mit oder an Corona gestorben ist. Ich hab es gleich mit Manuel geteilt, der es auch gleich weitergeleitet hat. Mit Manuel, Martina, Ulla, Heidi, Kerstin, Bettina und und und – und hier

Neutral bleiben geht nicht!

Ich hab’s satt, mich zu rechtfertigen und zu diskutieren. Mein abschließendes Argument hab ich erst als ich zuhause war gefunden. Das ist leider nicht von mir, sondern aus einer AfD-Rede im Bundestag – von der ich mich sonst strikt distanzier – auf die ich zufällig gestoßen bin:

Die persönliche Gesundheit ist kein solidarisches Allgemeingut!

Die WHO-Statistik – also Weltgesundheitsorganisation – weist in der Zeit der Anwendung von 11 Monaten 2,5 Millionen! unerwünschte Nebenwirkungen auf. Das ist ein Vielfaches aller anderen Impf-Nebenwirkungen in mehreren Jahrzehnten zusammen …

Abends hat mir Kay-Uwe geschrieben: Alles okay im Cafe? Da hab ich das nur angedeutet: Das hat mir heut wirklich gereicht in dem Verein da. Es ging um eine Grundsatzfrage, und da ich deine Einstellung dazu nicht kenne, klären wir das lieber persönlich. „So mok wie dat und nu ward schloppen.“ Das macht Spaß mit ihm.

Freitag, 26. November

Kay-Uwe – ein Pfeiler links, ein Pfeiler rechts, in der Mitte die verbindende Brücke. Er hat sich als Erster und Niveauvollster gemeldet. Wir schreiben uns. Geistig-reger Austausch mit Humor – so würde ich es zusammenfassen. Da ist nicht das Herz der Regent, man kann auch aus praktischen Gründen eine Entscheidung fällen. Am Montag wollen wir uns treffen.

Heute Nachmittag und morgen auch nachmittags und abends wieder Guti-Gutshaus, so lange es eben noch geht. Test unter den Augen von Chef oder Chefin. Das ist nicht grenzwertig, das ist schon drüber weg …

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Donnerstag, 25. November

Ich bin zurück. Von Jonte-Betreuung, diesmal krank, der kleine Murkel, hab ich mich mit Anja bei Guti-Gutshaus getroffen und von dort sind wir zum Bar-Workshop im Gutshaus Solzow, hinter Röbel, gefahren. Das hat Spaß gemacht, war eine kleine Runde, die zusammengepasst hat – und es waren mal neue Eindrücke, wie es in anderen Gutshäusern so zugeht. Das ging von 15 – 18 Uhr und kurz nach 7 war ich zuhause …