Montag, 13. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Der Mensch braucht Stunden, wo er sich sammelt und in sich hineinlebt. Albert Schweitzer

Davon brauch ich viele. Das war ein leuchtender Nachmittag gestern. Mit zwei Abenden Guti-Gutshaus und Sigi zum Frühstück vorweg, war ich dann doch reichlich k o.

Um 11 fahr ich los nach Rostock, noch packen und vorher tanken, jetzt ist es kurz vor 9. Um 1 bin ich bei Manja Nageltante, danach hol ich Jonte ab und er bleibt bis morgen Abend bei mir.

Fritzi hatte mir bunte Ofenkartoffeln und Ayoli vegan mit Avocado zum Mittag mitgegeben. Die Kartoffeln fand er lecker, hmmm, Ayoli – Grün weg! Das sind fundierte Aussagen, kurz und knapp, die einzig und allein auf seinem Willen basieren: Nein! Soll Oma dich morgen von Cindy – Tagesmutti – abholen? Nein. Na, ich hoff, er freut sich heute trotzdem.

Mittwoch noch Frisör und dann direkt zur Weihnachtsfeier von Guti-Gutshaus um 17 Uhr …

Sonntag, 12. Dezember

Alle machen wir’s so, wie wir denken, wie wir glauben, dass es am besten ist für uns und andere. Im besten Fall für beide. 01:50 Uhr Late night Gedanken nach Feierabend, gute Nacht …

Sigi kam mit Frühstück zum Kaffee und wir haben schon kleine Bescherung gemacht. Ich hab ihnen die DVD Die Wolf-gäng geschenkt, hat sie sich gefreut, sie hatte auch schon damit geliebäugelt – was für’n schönes Wort – hat sie gesagt. Na, dann passt es ja. Erstmal weiß ich, dass sie Fan von Fantasy sind und zweitens Wolfgang und Wolfgäng, fand ich witzig!

Jetzt ist es 10 nach 11 und gegen halb 1 wollen Michael und Jonte hier sein, wie freu ich mich, richtig schöner Familien-Advents-Besuch … Das war schön für Herz und Seele.

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12.12. Wieder ein magisches Datum, an dem ich ihm was sagen kann:

Ich schaff das ohne dich nicht.

Mut: 95 Prozent

100 Prozent: Maik, ich schaff das ohne dich nicht.

Sonnabend, 11. Dezember

Als Laura, die seit kurzem in Kurzarbeit ist, gestern nach Feierabend Fritzi abgeholt hat und wir durch die runtergelassene Autoscheibe paar Worte gewechselt haben, hab ich gedacht: Die ist gut bedient, so wie sie lacht, da Fritzi mir gegenüber keinen Hehl aus seinem Sexleben und seinen männlichen Parametern macht. Ich will so nicht denken, das kam einfach so …

Das waren nächtliche Gedanken. Am Tage hab ich noch weiter geschmückt und schöne Weihnachtspost – Diddl-Karte – für Andrea und Paul mit Rezeptkarten und Ideen geschrieben und beklebt. Milder Sonnenschein bei 1 Grad, der Himmel macht dazu ein freundliches Gesicht, sehen werden wir uns nicht.

Freitag, 10. Dezember

Es treibt der Wind im Winterwalde

Die Flockenherde wie ein Hirt,

Und manche Tanne ahnt, wie balde

Sie fromm und lichterheilig wird.

Sie lauscht hinaus. Den weißen Wegen

Streckt sie die Zweige hin bereit

Und wehrt dem Wind und wächst entgegen

Der einen Nacht der Herrlichkeit.

Die Zeilen von Rainer Maria Rilke waren heute im Adventskalender von Dana. Gestern waren 7 Beauty-Kapseln drin mit lieben Grüßen vom Nikolaus. Ich hab die 6 und die 9 verwechselt. Wir haben schön gelacht darüber. Sie hat sich schon gewundert, sagt sie. Ich bedank mich nämlich jeden Tag für das, was drin ist.

Heute Vormittag hab ich erstmal „nachgeschmückt“ und ein kleines Weihnachts-Schaufenster auf der Terrasse dekoriert für Jonte, wenn er Sonntag mit seinem Papa kommt! Dann Einkauf und Abwasch und jetzt könnte ich es mir eigentlich für den Rest des Tages mit meinem Buch auf der Couch gemütlich und bequem machen, statt um 16 Uhr loszufahren und vorher das Auto schneefrei zu fegen …

Donnerstag, 9. Dezember

Während ich gestern beklommen die Stimmung auf dem Markt gefühlt habe, wurde die neue Bundesregierung gewählt. Der trau ich alles schlechte zu, da muss ich mir nur das Oberhaupt angucken. Da muss ich kein Visagen-Kenner sein, das sieht jeder Blinde … mit dem Herzen.

Zu Christine hab ich gestern gesagt, wie müssen sich Juden damals gefühlt haben? Viele meinen, das kann man nicht vergleichen. Warum nicht? Ich hab etliche Bücher darüber gelesen. Sie hatten keinen Zutritt zu Geschäften mehr – so fing es an. Doch, kann man, sagt sie auch.

Sonntag will Michael herkommen, mit Jonte, ohne Tamina. Was hat das zu bedeuten?

Dienstag, 7. Dezember

Ich fühl mich wie im Februar mit Frost und Schnee, selten, so ein Wintergefühl im Dezember. Ich bleib bis Mittag im Bett und genieß die Ruhe, Wärme, Geborgenheit, Behaglichkeit und hüll mich darin ein …

Genauso genieß ich den Luxus, nichts tun zu brauchen, außer mal den Fußboden zu fegen, aber das muss nicht heute sein.

Gestern war ich bei Birgit zu Kürbissuppe zu Mittag eingeladen. Da lagen schöne Flyer mit goldenen Sternen und lichtgeschmückten Weihnachtsbäumen, davon hat sie 5000 drucken lassen:

Stell dir vor, es ist Frieden und alle machen mit! Lasst uns erinnern, was Menschen verbindet! Verschenke ein Lächeln und ein freundliches Wort an deine Mitmenschen und … wenn du Lust hast, singe mit uns Weihnachtslieder am 3. und 4. Advent, 15:00 Uhr, auf dem Mühlenberg (Lindenkreis Nähe Freilichtbühne). Es lädt ein der Warener Chor der Menschlichkeit.

Davon hab ich welche mitgenommen und im Bioladen Friedensstraße abgegeben. Die waren sehr freundlich.

Heute hab ich mit Gabi telefoniert und ihr davon erzählt. „Die sind ja alle ungeimpft, das ist nichts für mich“, war ihre Antwort. Wohlgemerkt, es ist draußen, bei Frost …

Die Einladung richtet sich an MENSCHEN, nicht an Kategorien! Dann kann sie sich mit mir auch nicht mehr treffen.

Montag, 6. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das einzige Mittel, Zeit zu haben, ist, sich Zeit zu nehmen. Winston Churchill

Mein Tageswerk hab ich heute schon getan und mir bei Aldi mein Weihnachtsgeschenk gekauft, eine dunkelblaue Kaschmirstrickjacke – Cardigan – und ein Strickkleid mit Kaschmiranteil in gleicher Farbe. Passt, beides, in 2 Nummern kleiner, als ich mal hatte. Das war der Ausgleich für gestern. Da hab mich fürchterlich über Guti-Gutshaus aufgeregt. Mein Selfie-Test hat nicht gereicht und es musste die beauftragte Test-Controllator-Kollegin, die es sich gerade auf der Couch gemütlich gemacht hatte, an ihrem freien 2. Adventssonntag antraben und den Test nochmal durchführen. Irrsinn ohne Grenzen!

Tamina hat mir ein Jonti-Video geschickt aus Schwerin, von der anderen Oma, wo der Nikolaus gestern schon war. Sehr schön und niedlich und wie er sich gefreut hat! Nur – barfuß auf’e kalten Steinfliesen, ich hätte ihn am liebsten hoch auf den Arm genommen …

Dafür hat mir Christa, der ich das alles erzählt hatte, abends schon eine Nikolaustüte gebracht, um meinen Ärger zu dämpfen – mit Lindor-Kugeln, Badezusätzen, Glühwein und Jagdkräuterlikör. Den Alkohol hab ich gleich in meine Blutbahn weitergeleitet!

Von den Großeltern in Schwerin gab es zum Nikolaus einen ganzen Zug – das ist für mich ein Weihnachtsgeschenk. Ich hab ihm eine kleine aufziehbare Baufahrzeug-Raupe gekauft, ich denk, da hat er Spaß dran …

Sonntag, 5. Dezember

Dana hat mir so einen wundervollen Adventskalender geschenkt – mit 24 Sternchen in einem großen Stern, die sie selbst gefüllt hat. Jeden Morgen schreib ich ihr, was drin ist und wie ich mich darüber freue:

Guten Morgen, liebe Dani, zum 2. Advent! Heute waren sonnengelbe Multivitamine drin, die hab ich mir gleich auf der Zunge zergehen lassen. Gestern hab ich die Geschenke für die Kinder gekauft und kam nur noch in den Laden, weil ich die Verkäuferin kenne … Hoffen wir auf friedliche und ganz besonders für Dich gesunde Zeiten!

Und dann schick ich ihr auch immer was Schönes – ein Bild, einen Spruch, ein Lied. Heute „So this is Christmas“ … Eine Hoffnung!

Sonnabend, 4. Dezember

00:48 Uhr – zwischen gestern und morgen. Manchmal denk ich, ich übersteh den ganzen Wahn hier nicht. Dann sag ich mir gleich, es kommen bessere und gute Zeiten, ganz gewiss!

Ich geh gleich ins Schaukelpferd unten, Spielzeug kaufen zu Weihnachten für Jonte und Karl, Heidis 7jährigen Enkel. Für Jonte eine HABA-Fädelraupe aus bunten Holzperlen, die hab ich schon gesehen, und für Karl wahrscheinlich ein Puzzle mit Autos oder Fahrzeugen. Sein Vater Stanley ist selbständig mit einer KFZ-Werkstatt im Dorf und Karl tritt eindeutig in Papas Fußstapfen.

Damit will ich erstmal vor allem mir eine Freude heute machen …

2G+ jetzt auch im Einzelhandel. Ich kam nur noch in den Laden, um die Geschenke für die Kinder kaufen zu können, weil ich die Verkäuferin, die den Impfstatus aller Kunden kontrollieren musste, kenne und wir öfter auf dem Hof – Rückseite des Geschäfts – erzählen und rauchen. Die Raupe für Jonte, eine Playmobil-Technik-Raupe ab 7+ für Karl und einen Gutschein für Bjarne und Franka, meine ehemaligen Nachbarskinder von Christine, die mir eine schöne Tüte mit Sachen für Jonte gegeben hat, als Dankeschön.

Ich glaub, ich zieh mich warm an, für das was kommt und schon da ist …