Heute ist Freitag, der 22. Dezember

Ich wollte heute schreiben „Wegen Krankheit geschlossen.“ Wenn mir mein Blog nicht lieb und teuer wäre, hätte ich heute auf 222 Wörter verzichtet.

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär – würde ich ihm wünschen, dass er jemanden findet, mit dem er glücklich ist – würde ich mir wünschen, dass ich jemanden finde, mit dem ich glücklich bin. Wenn ich nicht im tiefsten Herzensgrunde glauben würde, dass wir es sind, die zusammen glücklich sein sollten. Wenn ich nicht so die Nase voll hätte davon – buchstäblich, ich lieg mit Erkältung im Bett – würde ich weiter agieren und machen und tun und an seine Adresse appellieren. Doch ich schreib lieber im Blog – das ist mein eigener Raum dafür.

So akute Erkältung hatte ich ewig nicht. Ich hab schon gedacht, ob Er vielleicht auch flach liegt? Manchmal ist das bei solchen Verbindungen so, dass der eine hat, was der andere auch hat. Für Lebensmittel-Einkauf ist nur noch heute und morgen Zeit, zwar bis 22 Uhr, doch ich bezweifel, ob ich mich bis dahin besser fühle. Ach – Lebensmittel-Einkauf! Gestern hab ich einen Anruf von Edeka bekommen – ich hab einen Fön gewonnen bei Teilnahme an ihrem Adventskalender. Korrekt einen Ionen-Haartrockner! Das war witzig – ich hab auch keinen und brauch auch eigentlich keinen, doch Besuch fragt manchmal nach.  – Entscheidend ist – Fortuna hat an mich gedacht!

Grade zu Weihnachten hab ich die Nase voll …

Heute ist Donnerstag, der 21. Dezember

Ich bekomm schöne Rückmeldungen aus der facebook-Dualseelen-Gruppe. Teilweise veröffentliche ich meine Blog-Artikel dort, wenn es passt. Jemand schreibt heute: Danke, das ist sooo erfrischend … oder: Vielen lieben Dank liebe Mary für deine wundervollen Worte und Gedanken, dass du sie teilst, dadurch selbst heilst und Heilung bringst … Ja, das ist mir ein Bedürfnis, besonders wenn ich sehe, wie ironisch, sarkastisch, ja sogar zynisch manche dort über die „Liebe ihres Lebens“ schreiben: Irgendwann hak ich das ab, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade – das geht sogar so weit, dass sie den „anderen Teil“ schlechtmachen, ihn beschimpfen, sagen, er taugt nichts usw. … Ist alles nachvollziehbar und kann ich zum Teil sogar verstehen. Doch die Phase – die dabei wohl jeder mal durchlebt – liegt Gott sei Dank hinter mir. Das sind die Ego-Spiele, die bei DS eine große Rolle spielen. Wohl jeder denkt mal oder hat mal gedacht: Er will mich nicht oder dann soll er eben bleiben, wo er ist, und da glücklich werden. Ich war auch nicht frei davon. Oder ich hab mir einen Mann gewünscht, der das Gegenteil von Ihm ist – weich, warm und annehmend, statt kalt, hart und ablehnend. Ja, so hat man sein Tun damit …

Neulich hab ich grad von Genügsamkeit geschrieben – dass der Ausdruck noch sehr positiv formuliert ist. Heut steht im Kalender: „Wer auf Genügsamkeit sinnt, ist immer zufrieden.“

 

Heute ist Mittwoch, der 20. Dezember

Es gibt einen bedeutsamen Unterschied zum Märchen: Da kommen beide am Ende immer zusammen. Es gibt auch Hindernisse und Prüfungen, die zu bestehen sind, oder es sind erst 3 Aufgaben zu lösen oder 3 Rätsel, doch niemals ist „Er“ an eine Ehefrau oder anderweitig vertraglich gebunden. Oder ist das ein modernes Märchen, in dem nur eine Aufgabe zu lösen, nur ein Schritt zu tun ist?

Das Herz muss in Harmonie und Ruhe sein, dann erst wird es heiter. So mein Tagesspruch. Das war mein Herzilein lange nicht, konnte es nicht sein. Erst seit ich für mich einsteh und an mich denke, kommt es zur Ruhe. In der Dualseelen-Gruppe in facebook fragen immer wieder mal welche: „Wie haltet Ihr die große Sehnsucht aus?“ Ja, war schwer auszuhalten, die ersten Jahre. Wenn jetzt jemand so fragt, antworte ich: „Ganz einfach. Indem ich denke, wie hält Er sie denn aus? – wenn er welche hat. Nun sind da unterschiedliche Grüppchen – von „ganz frisch“ bis „über Jahre zieht sich das schon so hin“. Man sieht schon an dem, was sie schreiben, in welchem Stadium sie sich befinden. Was bei anderen Paaren vielleicht Monate dauert, tut’s bei solchen Seelen gern über Jahre und Jahrzehnte. Deswegen versucht man, dem einen zeitlichen Rahmen zu geben. Deshalb bei mir der Vergleich mit 12-jähriger Schulzeit – das zweite Abitur.

Ruhig und besonnen kann Weihnachten kommen …

Heute ist Dienstag, der 19. Dezember

Ich hatte 2 nebeneinander gelegt und eins darunter und immer gedacht, die liegen So nicht richtig. Ich wollte die Anordnung verändern, wusste aber nicht wie. Über Nacht ist es „von allein“ passiert – 1 Herz lag im Abseits – die anderen beiden sind dicht zusammengerückt. Das hätte der Wind machen können, wenn welcher gewesen wär – doch es war Frost und sie waren am Tisch angefroren. Wie das? „Höhere Gewalt“? Ich seh es als Weihnachtswunder und Segen des Himmels. Ist es wirklich von allein passiert oder dadurch, dass ich so lange drauf geguckt hab – die lagen schon seit Sommer so da. Vielleicht haben sich ja meine telepathischen Fähigkeiten entwickelt? Egal, wie – so wie sie jetzt liegen, hätte ich sie auch drapiert.

Die Herzen sind das Eine. Als ich auf Couch lag, kamen 2 Schwäne direkt auf mich zugeflogen. Wär das Wohnzimmerfenster offen gewesen, hätte ihre Flugbahn mich gekreuzt. Was ist davon zu halten – von solchen Zeichen? Sie haben die wundersame Eigenschaft, dann vermehrt aufzutreten, wenn ich sage: So, nun soll es mal gut sein. Als wenn sie mir vermitteln wollen, wir sagen, wenn es gut ist, nicht du. Ja, aber eine kleine Entscheidungsmöglichkeit, freier Wille genannt, hab ich doch wohl auch, oder?

Manchmal kommt es mir wie im Märchen vor – it’s magic! Nur der Prinz, oder mag er auch König sein, ist verhindert und nicht abkömmlich für Happyend …

Heute ist Montag, der 18. Dezember

Ich kenn nichts anderes als mit Maik in den vergangenen Jahren und das war normal für mich, doch ich weiß schon, dass es noch was anderes gibt, als so mit einem Mann zu leben. Nur weil nichts anderes in Sicht ist, will ich nicht an dem festhalten, was mit Genügsamkeit noch sehr positiv formuliert ist. Es gibt in der esoterischen Psychologie nur zwei Grundgefühle – Liebe und Angst. Und wo Angst ist, kann keine Liebe sein und umgekehrt. Lange und sehr lange hab ich nur aus Angst heraus gehandelt. Dabei hilft einem der andere Seelenteil auf seine Weise – die Angst zu überwinden. Das kann lange dauern und sehr schmerzvoll sein, doch schließlich stellt es sich als gut heraus. Da sind wir jetzt – an dem Punkt.

Was ich zu lernen hatte, hab ich gelernt. Ich hab nicht ein paar Klassen übersprungen, sondern einige wiederholt. In der Schule war ich früher sehr gut, doch das hier ist eine andere Schule. Ich bin jetzt wieder in der 12. Klasse, kurz vor der Reifeprüfung. In Österreich/Schweiz wird sie Matura genannt. Das ist sowas wie mein Maik-Fach-Abitur. Anfang Sommer sind meine 12 Schuljahre um. Dann werde ich sehen, ob ich bestanden habe …

Meine 3 roten Glanz-Herzen auf dem Terrassen-Tisch, die von Hochzeit unten hochgeweht sind, waren heute morgen verschoben. Ich hatte kleine Glasscheiben draufgelegt, damit sie nicht wegwehen. Und heute …

Heute ist Sonntag, der 17. Dezember

Ja, das war er fast schon wieder, der 3. Advent. Manuel ist grad zum Zug. Das war ein schönes Wochenende mit ihm. Entspannt, gemütlich, gesellig, mit Couch und Wein und Kerzen abends. Heute spätes Bäcker-Frühstück, dann zu Hause alle möglichen Karten ziehen und Übereinstimmung in Geist und Seele mit ihm. Nachmittags auf dem Weihnachtsmarkt unten – gestern wie heute, inklusive Schwarze Johanna vom Beeren-Glühwein-Stand, sehr zu empfehlen! Gestern in Begleitung von Frau Sonnig, heute mit Carmen Starlight, was sehr schön war! Noch klingen Weihnachtslieder herauf, die Glocken läuten und ich hab wohl alle Lieder und Gedichte der Kinder für den Weihnachtsmann vernommen, 3 Tage lang … Halleluja!

Anlässlich des Besuchs hab ich doch noch weihnachtlich dekoriert –  die Basics-Variante, was vollkommen ausreicht für stimmungsvoll und heimelig. Morgen die letzte von 4 Weihnachtsfeiern – die der Tao-Schule bei meiner Schwester. Auch das ist schön – Alle Jahre wieder … Ab morgen meinen Räumen noch den letzten Schliff für vollendete Wohlfühl-Atmosphäre geben. Ich könnte auch Staubwischen sagen, aber das klingt mir zu geerdet. Dann noch restliche Geschenke besorgen und verpacken – in Ruhe und mit Liebe. Insgesamt ist alles sehr beschaulich und besinnlich in diesem Jahr. Weihnachten seh ich als Vorboten für Silvester/Neujahr. Das ist der eigentliche Höhepunkt für mich diesmal – Krönender Abschluss und zugleich Auftakt für das Neue, Schöne, Kommende …

„Wer auf Liebespfaden wandelt, für den sind zwei Meilen nicht länger als eine.“

Heute ist Sonnabend, der 16. Dezember

Meine schönen Beine. Wie sie weh tun für ein Scheinchen obendreinchen. Als ich gestern nach 6 Stunden Guti-Gutshaus-Schicht nachts um zwölf nach Hause kam, war ich ein Bratenduft mit Rosmarin geschwängert. Gab Lammhaxe. Ich bin ein miserabler Vegetarier. Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.

So ist es auch bei meinem Verliebt-reich-und-glücklich-Horoskop fürs nächste Jahr. „März, April, Mai – in dieser Zeit steht eine Begegnung ins Haus, die der Anfang einer unendlichen Liebesgeschichte ist.“ Noch eine – oder eine Neuauflage? Wie würde ich mich entscheiden, wenn ein neuer Mann daherkommen würde? Unter der Überschrift „Ihre Liebe“ steht: „Was wünscht sich ein Krebs am allermeisten? Einen Partner, der ihm Halt gibt. Übertragen auf Sie, den Krebs-Menschen, bedeutet das, dass Sie sich gerne fallen lassen, aber einen Menschen brauchen, der Sie auffängt, bei dem Sie Ruhe und Wärme finden. Bekommen Sie das 2018? Wann sonst! Denn der Liebesplanet Venus regiert das Jahr, Pluto und Saturn stehen Ihrem Sternzeichen ganz genau gegenüber. Jupiter gibt seinen Segen! Das sind optimale Voraussetzungen für jemanden, der Sie festhält, ohne zu klammern, und an dem Sie sich festhalten können, ohne dass er sich gleich bedroht fühlt.“ Oha. 

Alles, was ich über ihn schreibe, sind Emotionen oder Rückblenden. Ich kann nicht sagen, dass ich arm oder unglücklich wäre. Doch das Permanent-Gefühl Er Ist Es, ist von verliebt ein ganzes Stück entfernt …

Heute ist Freitag, der 15. Dezember

Gold und kastanienbraun – ist das Buch meines Lebens, in dem ich die Seiten beschreibe, wie in der Meditation gesehen. Unter einer Kastanie haben wir uns getroffen, vor zwei Jahren, in der goldenen Oktober-Sonne. Davor haben wir uns auch über zwei Jahre nicht gesehen. Das einzige Lebens-Elixier waren unsere SMS-Kontakte. Wie ist das möglich, über Jahre? Welche Kräfte sind da am Werk, die das bewirken?
Wir können Karten befragen oder anders orakeln, doch wirklich in die Zukunft sehen und wissen, was kommt, kann mit Garantie wohl keiner. Worauf also kann ich mich verlassen, bei dem, was ich tu? Sicher, ich seh viele Zeichen, Schwäne, Autokennzeichen, Kreuze, seinen Namen und noch mehr. Doch darauf allein kann ich meine Gewissheit nicht gründen. Es ist ein inneres Wissen und Führung durch himmlische Boten. Darauf vertrauen, gerade wenn ich seh, wie er sich verhält, ist eine Meisterleistung, finde ich. Vielleicht soll noch was anderes kommen, wenn bei uns keine glückliche Fügung in Sicht ist, denk ich manchmal. Doch was anderes ist erst recht nicht in Sicht. Irgendwas wird kommen, da bin ich mir sicher …
Der Tagesspruch stammt heute von Georg Christoph Lichtenberg: „Unternimm nie etwas, wozu du nicht das Herz hast, dir den Segen des Himmels zu erbitten.“ Der Segen des Himmels ist mit mir. Ich hab ihn nicht nur erbeten, ich hab ihn erfleht für uns …

Heute ist Donnerstag, der 14. Dezember

Petrus dreht stundenweise den Haupthahn ab. Das reicht grade mal, um Luft zu holen. Es geht an die Grenze des Erträglichen. Manche Tage fühle ich meinen Körper nur als Schmerz. Ich brauch Sonne und klare Luft. Der Weihnachtsmarkt unter meinem Fenster nimmt Gestalt an. An diesem 3. Advents-Wochenende kann ich ihn 3 Tage genießen. Länger geht er nämlich nicht. Damit ist er was Besonderes, auch wenn ich wohl die Einzige auf dem ganzen Markt bin, die ihn entzückend findet …

Mein Kalender, der ja eigentlich Martinas ist, hat mich so manchen Tag mit seiner Weisheit inspiriert, wenn ich sonst nichts gewusst hätte zu schreiben. Es sind aber auch Sprüche drin, die ich nicht als Aufhänger für geeignet halte. Zum Beispiel: „Wenn du schon kein Stern am Himmel sein kannst, sei eine Lampe im Haus!“ Nichts da – Ich bin ein Stern am Himmel. Ich bin keine Lampe. Ich bin ein Feuer! Manchmal gedimmt, in weniger guten Zeiten – ich kann Schlappen hinnehmen – doch dann strahle ich wieder mit voller Leuchtkraft.

Nochmal zur Beerdigung: Zum Abschluss der Trauerfeier erklang von der Empore das Harmonium mit Ave Maria. Da kamen mir endlich die Tränen. Immer wenn ich Das höre. Ich brauch nur daran zu denken … Unter Vergeistigung der Triebkräfte konnte ich mir nie richtig was vorstellen. Jetzt weiß ich, was das heißt.  Ave Maria ist Körper und Geist vereint …

Heute ist Mittwoch, der 13. Dezember

„Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden.“ Siddharta Gautama Buddha auf Tagesspruch-Kalender.

Da er und ich uns an unterschiedlichen Orten befinden, haben wir keine Verabredung, keinen Treffpunkt, wie es mal war. Was soll ich dazu schreiben, in der kalten Zeit? Das ist der 12. Winter. Die Zeit, als wir noch Späße über Happy End Einhorn-Likör gemacht haben, scheint mir ewig her zu sein, dabei liegt sie noch gar nicht so lange zurück: Ob Der hilft? – 2 Flaschen vielleicht – Ich hab so 3 gedacht – Ok, das müsste reichen – Muss ich den dann trinken oder Du? … Ich hab mal nachgeguckt, das war zum Frühlingsanfang, also vor fast 9 Monaten. Einen Teil seiner SMS hab ich im Archiv gespeichert. Es sind 158. Jetzt sagt er gar nichts mehr. Ein formales Danke für meine Geburtstags-Rosen. Das wars. So ist er nun mal.

Ich hatte vor kurzem mal eine Verabredung mit dem Leben in einer geführten Meditation: Der Sinn Deines Lebens. Es kam auf einer bunten Sommerwiese in Form einer schönen Frau mit langen Haaren auf mich zu und hat mir ein Buch überreicht, mit goldenen Ornamenten auf kastanienbraunem Leder-Einband. Ich hab es entgegen genommen, mich auf dem Bauch ins Gras gelegt, es in der Mitte aufgeschlagen und hineingeschrieben. Die Seiten davor waren gedruckt, die danach noch unbeschrieben …