Sonntag, 26. Dezember

Das war keine Beschäftigung für den 2. Feiertag und für jeden anderen Tag auch nicht. Ich hab eine Stunde mit Christoph telefoniert. Was der eine zu jung ist, ist er zu alt. Bei Mike war es aber weniger die Frage seines Alters, sondern mehr seiner speziellen Ambition. Das hatte ich doch schon mal, Bildchen schicken, mit Maik.

9 Jahre Altersunterschied sind ja doch erheblich. Ab einem gewissen Alter spielt das keine Rolle mehr, meint er. Aber in dem Alter bin ich noch nicht, wo das keine Rolle mehr spielt. Er war Oberrat und hat eine A 16-Pension. Na, da musst du keine Not leiden, hab ich gedacht, und – das rettet es dann auch nicht mehr. Ich hab gedacht, ich hör ihn mir mal an, aber er klang schon wie ein Greis. Er ist einsam und alleine – ich nicht. Von mir war er ganz angetan. Morgen bring ich ihm dann schonend bei, dass es mit uns nicht passt. Ich bin da noch für die nächsten 7 Wochen angemeldet. Wenn sich was ergibt, gut, wenn nicht, ist es auch so gut, wie es ist.

Bei Dana wurde gestern versucht, in ihr Haus einzubrechen, als sie zu Besuch bei Schwiegereltern waren. Fröhliche Weihnachten, schreibt sie.

Sonnabend, 25. Dezember

12 glitzernde Grad unter Null, Sonne und Schnee – Markt und Kirchturm sind ein Winter-Weihnachts-Märchen mit mir als Prinzessin mittendrin. Gestern Abend hat Santa an die Tür gepocht, Birgit als Weihnachtsfrau, die bei einigen Familien die Kinder beschert hat und sich noch Zutaten für unsere Ente heute geholt hat. Ich hab noch die letzten Geschenke eingepackt und wir haben uns jetzt für 17 Uhr bei ihr verabredet …

Freitag, 24. Dezember

Im 24. Stern von Danas Adventskalender war heute ein Schlüsselanhänger Stern, ein Gedicht, Es waren einmal 4 Kerzen … und ein Zettel mit Weihnachtsmann-Schlitten: Bei Vivi im Geschäft wartet heute eine kleine Überraschung auf Dich, bitte bis 12 Uhr dort abholen. Frohe Weihnachten, liebe Nita!

Schöne weiße Weihnacht mit dicken Schneeflocken … Um 12 hat Vivi bei Apollo Feierabend und ich fahr mit ihr mit zu Dana, die mich gestern spontan eingeladen hat. Tino bringt mich dann zurück, damit ich nicht mit dem Auto hin- und herrutschen muss, sagt sie.

Montag, 20. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen. Wilhelm Busch

Gestern nachmittag bis zum Abend hin war ich mit Birgit beim von ihr initiierten Adventssingen auf dem Mühlenberg mit anschließendem Glühwein bei Nils auf der Freilichtbühne der Müritz-Saga. Das war schön, mit Lichtern in weißen und roten Papiertüten im Lindenkreis und dem Vollmond über dem Tiefwarensee.

Gestern hatte ich auch wieder eine Nachricht nach zwei Fehlversuchen bei der von mir initiierten Online-Partnersuche. Ich weiß, ich bin etwas jünger als du, schreibt er … Erst wollte ich es ignorieren, weil es nicht nur etwas jünger ist. Doch dann hab ich gedacht, kann ich mir ja mal anhören und angucken …

Nachher fahr ich erstmal los nach Rostock, Jonte abholen. Heiligabend bin ich dann wieder hier.

Sonntag, 19. Dezember

Lichterzauber – das machen wir auch für Dana in ihren schweren Tagen …

Gestern war ich mit Birgit bei Heidrun und Falk auf dem Dorf in Klein D in ihrer gemütlichen Küche mit Kohleherd zum Kaffee eingeladen und danach haben wir für Birgit ein Weihnachtsbäumchen geholt.

In Birgits Gruppe Mitwelt vereint kam gestern der Offene Brief an die Bundesregierung der Initiative

Ärzte stehen auf: Geringer Nutzen und noch unklare Risiken durch die Covid-Impfungen

Schwerin, Rostock, Sanitz, Wustrow, Bansin – so viele Ärzte stehen auf in MV und im ganzen Land – insgesamt 200 haben unterschrieben. Ein helles Licht der Hoffnung, der Vernunft, des Mutes und der Menschlichkeit – ein strahlendes Weihnachtsgeschenk für uns alle!

Dazu als Antwort zwei Große Arkana Karten aus dem Sprüche-Tarot Sentenzia – Feuerherz & Flügelschwert:

Die Mäßigkeit: Wenn wir an den äußeren Enden bleiben, wie können wir dann das Ganze verstehen?

Die Welt: Wenn der Kreis sich schließt, eröffnet sich der Sinn.

Sonnabend, 18. Dezember

Weihnachten rückt näher … Ich hab mit Anja nach Feierabend gestern noch über Lebenswege und Schicksale geredet. Sie ist gleich da geblieben und schläft da, weil sie heute das Frühstück macht. Je älter man wird, um so weniger ist wichtig im Leben, hab ich gedacht. Aber das, was wichtig ist, gewinnt immer mehr an Bedeutung … Das ganze Schaffen und Streben nützt nichts, wenn man nicht mit seinem Herzen verbunden ist. Ich hab zu Birgit neulich mal gesagt, ich hab eine gute Resonanz bei den Gästen. Ja, du strahlst Frieden aus, hat sie gesagt. Ich hab auch lange Friedens-Verhandlungen geführt, mit mir, mit ihm, mit Oben.

Vorige Woche hab ich mit Jonte abends im Garten ein Feuerwerk mit Riesen-Wunderkerzen gemacht. Ich lass mir immer was schönes für uns einfallen. Feuer-werk!, hat er gesagt … Heidi hat so einen Strahler an, der grün-rote Lichtpunkte über den ganzen Garten und in den Bäumen verteilt. Das war schon zauberhaft! OMANITA bleiben, hat er gesagt, als Mama und Papa ihn abholen kamen.

Montag bis Freitag bin ich wieder da, weil Tamina Fahrschule hat. Da nehm ich Knicklichter mit, die sind grün und leuchten im Dunkeln. Eis-Fontänen hab ich auch schon. Wir machen noch schönen Lichterzauber bis Weihnachten …

Freitag, 17. Dezember

Und sobald du die Antwort hast, ändert das Leben die Frage – ist heute im Status unseres Hausmeisters zu lesen.

Dann am besten gar nicht nach Antworten suchen … Er ist wieder bei Sinnsuche angekommen, das kann daran liegen, dass er mit Knie-OP im Krankenhaus liegt.

Er hätte mal meine Tür richten können, hat aber bestimmt gedacht, was kommt dann als nächstes? Das sind aber nur kleine Mängel.

Gestern hab ich mir ein warmes Baguette vom Bäcker geholt und mich damit auf eine Bank an der in der Nachmittagssonne schimmernden Müritz gesetzt. Das war ein schöner Moment, frei von allem, was sonst noch in der Luft rumschwirrt. Den Augenblick genießen, ist das beste, was man tun kann, hab ich gedacht.

Donnerstag, 16. Dezember

46 Grad Fahrenheit – die Temperaturangabe auf meinem Laptop hat die Maßeinheit gewechselt, entspricht 7,78 Grad Celsius. Also 8 Grad und bewölkt, das Wetter in Waren um 06:00 …

Ausschlafen, Frühstücken und WhatsAppsen erwidern – und schon ist Mittag und die Sonne lacht, Temperatur ist immer noch bei 8.

Die Gespräche waren haarsträubend gestern und nichts für mich. Das fing in Bandelsdörp schon an. Als ich mit Heidi zum Abschied noch einen Kaffee trinken wollte, kam Akki rüber, der Mann ihrer Cousine, die schräg gegenüber wohnen, und hat lang und breit seinen Zahnstatus erörtert, weil er zur Kontrolle war. Bei Guti-Gutshaus hat sich alles – neben dem sowieso allgegenwärtigen Thema – um Krankheit gedreht. Jasmin, die bis zum Sommer da war und dann eine Ausbildung im Krankenhaus in Waren angefangen hat und auch eingeladen war, hat von ihren Erlebnissen auf Station erzählt, wie Katheter und schlimmeres. Und das zur Weihnachtsfeier! Hätte Anja nicht von ihren wilden Reiseerlebnissen in Pakistan-Balochistan von vor Jahren berichtet, wär ich schreiend rausgerannt. Die kannte ich zwar schon, aber allemal besser als vorher. Von der Chefin kam dann der erlösende Satz: Wollen wir uns jetzt mal der Ente widmen …