Freitag, 28. Januar

Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung. Jean Jacques Rousseau

Das war sie wieder, die Achtsamkeits-Woche im Schnelldurchlauf … Und damit ist auch der Monat fast rum. Der Januar hat durch events nicht geglänzt. Das schönste und einzige war Martinas Geburtstag am Dienstag zu dritt, mit Susanne, ihr und mir. Wir haben auch einen Yogi-Tee Rose getrunken, also mit Spruch, meiner:

Mach deine Worte zu einem Geschenk für andere. Das passt ja – Blog schreiben …

Jonte hab ich den ganzen Monat mal grad anderthalb Stunden gesehen, als Michael beim vorigen Mal abends mit ihm da war und er schon mit durch war. Er hätte heute kommen können, ist gestern aber krank geworden, wieder erkältet, alle 3.

Montag, 24. Januar

Gleich einer ziehenden Wolke durch nichts gebunden: Ich lasse einfach los, gebe mich in die Launen des Windes. Daigu Ryōkan

Unabhängig und frei – durch nichts gebunden. Gestern hab ich es gerade geschrieben – heute steht es in den Inspirationen für Achtsamkeit.

Im Sonntags-Newsletter von Veit Lindau standen 8 Beziehungs-Regeln. Eine davon ist die 80-20-Regel: Eine Beziehung ist nicht dazu da, um dich glücklich zu machen, sondern glücklicher. 80 Prozent bringst du selbst ein. Also sorge gut für dich. Ich sag sogar – tarotbasiert – 90-10. 9 Kelche füllst du selber, die 10 Kelche sind dann die Hochzeit=Hoch-Zeit!

Lars hat wieder – mal – Beziehungsstress. Als ich heute morgen rausgegangen bin auf die Terrasse, ist er reingegangen. Gequältes Gesicht. Warum sind Frauen so kompliziert?, hat er mich gestern Abend gefragt, als wir uns nach unserer Spätschicht draußen getroffen haben. Es läuft nicht mit seiner aktuellen. Es ist ein kleinliches Hin-und-Herziehen, wie auch schon mit der davor und der davor und der davor.

Ich hab einen Intensivkurs gemacht, der über mehrere Jahre ging und nur aus einem Praxisteil bestand. Das hat hier im Blog seinen Niederschlag gefunden. Da kann ich ihm sagen: Bist du darauf angewiesen?

Heute am späten Nachmittag fahr ich wieder nach Rostock – Martina hat morgen Geburtstag!

Sonntag, 23. Januar

Lass dir von vergangenen Konflikten nicht das Heute zerstören und betrachte jeden Tag als kleinen Neuanfang.

Martin war schon weg, als ich ankam und das war gut so. Fritzi hat ihn um 3 zum Zug gefahren und ich war um 5 da. Neuanfang versäumt.

Neuanfang mit Christoph? – Treffen kam bisher nicht zustande wegen langwierigen Knochenbruchs der rechten Hand. Da wird nichts mehr draus. Soll auch nicht.

Es lebt sich ganz gut so – unabhängig und frei. Ganz gut so lebt auch Maik mit seiner Freundin, wie mir Manuel im Sommer erzählt hat. Da sind wir auf dem gleichen Level. Nur ob es das höchste ist, bezweifel ich.

Das war ein schönes Arbeitswochenende als Einstieg mit Spaß und guter Laune, wirklich freundlichen Gästen – eine Gruppe von 14 Personen – und einem guten Ausgleich von Geben und Nehmen. Das heißt, das Trinkgeld war großzügig. Als ich ankam, hat Fritzi gesagt: Anja wollte dich schon anrufen, dass du heute nicht unbedingt kommen musst, aber ich hab gesagt, dann haben wir nur halb so viel Spaß. – Was heißt halb so viel Spaß? Gar keinen. – Stimmt, hat Anja gesagt – sie und Fritzi sind nämlich nicht das Dream Team – und wir haben schön gelacht. So ging es den ganzen Abend …

Sonnabend, 22. Januar

Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind. Anaïs Nin

Mit vollem Namen Angela Anaïs Juana Antolina Rosa Edelmira Nin y Culmell – beeindruckend!

Bei der Google-Suche zu ihr bin ich auf zwei Zitate gestoßen, die ich bemerkenswert finde und in meine Sprüchesammlung aufnehme:

Der Mensch hat eine instinktive Angst vor Trieben, die stärker als er selbst erscheinen. Oscar Wilde

Einsamkeit entsteht nicht dadurch, dass man keine Menschen um sich hat, sondern dadurch, dass man ihnen die Dinge, die einem wichtig erscheinen, nicht mitteilen kann. C. G. Jung

Beide zähl ich zu meiner Seelenfamilie, also Seelenverwandtschaft.

Heute Abend ist Guti-Gutshaus-Auftakt nach nur drei Wochen Pause. Morgen auch wieder. Ich hab mit länger gerechnet, bis April. Anja hat mir auf WhatsApp einen schönen Vor-Empfang geschickt: Ich freu mich ganz doll, dich zu sehen! Ja, ich hab gehört, wir sind nicht ganz unter uns, da wird es bisschen enger in der Köck. Martin ist da, der Ab-und-zu-mal-anwesend-Koch aus Berlin. Das war eine relativ neutrale Einschätzung der Lage, die neutralste, die mir möglich war.

Freitag, 21. Januar

Inspiration für Achtsamkeit – Es darf leicht sein.

Nach den haarsträubenden Wochen und Monaten im großen wie im kleinen – Massenproteste und Demos und die Auseinandersetzungen in meiner Familie – wird es das jetzt auch.

Radio München hat am 17. Januar den Offenen Brief des Mediziners, Professor Ehud Qimron, Leiter der Abteilung für Mikrobiologie und Immunologie an der Universität Tel Aviv, an das israelische Gesundheitsministerium vom 6. Januar gesendet: „Gesundheitsministerium, es ist Zeit, Versagen einzugestehen …“

Mit der höhersteigenden Sonne kommen die Stimmen der Vernunft und die Wahrheit immer mehr ans Licht.

In der Jackentasche hab ich einen roten VW Beetle von Hot Wheels mit Verzierung und dem Aufdruck Love 2021, den ich ihm geschenkt hab und womit er spielt, wenn er bei mir ist, als Talismann. Als er neulich mit Michael da war, wollte ich ein paar Bilder mit dem Smartphone von ihm aufnehmen, um sie mir anzugucken, wenn er nicht bei mir ist. Er hat sich weggedreht und sein Veto eingelegt: Nich Foto machen Oma! Gut, der freie Wille ist heilig! Er hat auch recht, lieber Zeit zusammen verbringen.