Mittwoch, 11. Mai

Welches Leben wünschst du dir für dich? Gib deinen Wünschen und Träumen genug Raum und nimm dir jetzt einen Moment Zeit, um deinem Herzen zuzuhören.

Am Kirchturm zurück … nimm dir jetzt einen Moment Zeit, um deinem Herzen zuzuhören. Jonte hat gestern herzzerreißend geweint und ließ sich gar nicht trösten, als Michael ihn abgeholt hat. Er wollte dableiben. Die Male davor hat er mich nur nachdenklich und traurig angeguckt durch die Autoscheibe. Nun hab ich die Wahl – nächste Woche mal zuhause saubermachen nach Mondkalender oder mit ihm eine schöne Zeit verbringen. Die Antwort hängt am Küchenfenster: Der Abwasch kann warten, das Leben nicht. Abwasch, Wischen, Putzen – ist alles eins. Die Zeit mit ihm ist endlich und unendlich kostbar. Klare Entscheidung.

Er spricht jetzt in der 1. Person – nicht mehr Jonti und Omanita, sondern ich und du. Und er will alles selber machen. Als wir nach dem Bauernhof-Spielplatz im Garten im Strandkorb am Teich essen wollten, hab ich gemerkt: Ach, da fehlt ja noch eine Gabel. Ich hol die, du bleibst hier. Dabei hat er mir seinen kleinen Zeigefinger direkt in den Bauchnabel gebohrt. Ein glückliches Leben haben wir beide.

Sonntag, 8. Oktober

Das Leben schrumpft oder dehnt sich aus, proportional zum eigenen Mut. Anaïs Nin

Es dehnt sich aus, ist aber noch dehnbarer – also es ist noch Luft nach oben. Eben war Birgit hier und wir haben uns gegenseitig einen wundervollen Muttertag gewünscht. Jetzt pack ich Sachen, um nach der Café-Schicht von Guti-Gutshaus gleich nach Rostock zu fahren. Frisör, Martina, Jonte! Was bin ich froh, dass ich, anders als geplant, nicht heute Abend arbeite. Wurde paar Mal umgestellt, weil Anja jetzt wieder gesund ist. Dadurch hatte ich gestern frei und bin heute nur am Nachmittag da. Die Sonne lacht und der Mai zeigt sich von seiner besten Seite …

Sonnabend, 7. Mai

Kein gutes Buch oder irgendetwas Gutes zeigt seine gute Seite zuerst. Thomas Carlyle

Die guten Seiten – heute ist Grüner Markt unten. Da hab ich bei der Frau aus Deven silberfarbene Blumenkästen mit Inhalt gesehen. Wenn ich die enorm gestiegenen Pflanzenpreise sehe und an Erde schleppen denke, nehm ich lieber zwei von ihren hübschen fertigen Kästen. Reicht mir für die Dachterrasse, neben dem, was den Winter überlebt hat. Und wird auch nicht teurer und macht vor allem keine Arbeit. Und schon zeigt sich meine Terrasse von der schönsten Seite.

Freitag, 6. Mai

Das Leben findet heute statt – Warte weniger, lebe mehr! Greif nach den Sternen, träume groß – aber fang jetzt damit an! Was möchtest du heute in einem Jahr erreicht haben?

Mein nächstes Lebensjahr. Achtsamkeit – im Hier und Jetzt sein, da kann es einem doch egal sein, was in einem Jahr ist …

Heute bin ich bei Birgit zum Freitags-Frühstück von Mitwelt vereint. Das ist jeden ersten Freitag im Monat. Sie sind bis jetzt 9 Mitglieder. Ich bin Freundin und Förderin des Vereins, kein aktives Mitglied. Auf mehr hab ich keine Lust. Das steht auch nicht in meinem Seelenplan. Darin steht JONTE – ganz groß.

Donnerstag, 5. Mai

Zauber des Augenblicks – Niemals wird es wieder so sein oder sich so anfühlen wie jetzt – lebe im Moment. Sei achtsam und tu eins nach dem anderen. Slow Living statt schneller, höher, weiter. Ärgere dich weniger, freue dich mehr. Schenke den kleinen Dingen größere Aufmerksamkeit.

Genieße den Augenblick! Das Leben ist kurz, heißt es oft. Das finde ich nicht. In der Zeitspanne kann man rausfinden und alles erledigt haben, wozu man hier ist, ohne sich überstürzen zu müssen.

Heute hatte ich meinen Wellness-Urlaubstag in Plau. Erst mit entschlackender Rücken-Honigmassage bei Beate, was schon ganz fantastisch war. Dann hab ich mir im Haushaltswaren-Geschenkeladen noch so eine beleibte maigrüne Kerze für meinen Altar gekauft und im Künstler-Bastler-Bedarf ein schönes Stück Stoff mit Blumen und Elfen in Blau- und Wassertönen für meinen Tisch. Muss ich nur noch umsäumen lassen. Im Garten vom Bistro Plau(d)er-Käse-Eck hab ich die Sonne, ein Spargelsüppchen, einen Käse-Brotkorb und ein Käffchen genossen – den kleinen Dingen größere Aufmerksamkeit geschenkt! Und eine Flasche Wein noch aus dem Käseladen für heute Abend …

Bei meinem zauberhaften Tischtuch hab ich gedacht, sowas kann ich mir hier alles hinlegen und muss nicht auf weniger ausgefallene Geschmäcker Rücksicht nehmen.

Dienstag, 3. Mai

Das Denken ist die Basis von allem. Es ist wichtig, dass wir jeden unserer Gedanken mit dem Auge der Achtsamkeit erfassen. Thich Nhat Hanh

Heute habe ich bei meinem Stadtrundgang-Spaziergang – beginnend und endend am Markt – schöne Sachen gefunden und gekauft:

Für Horst in Bandelstorf eine Geburtstagskarte zum 70. mit einer Null drauf – Egal, welche Zahl heute vor der Null steht. Null bedeutet NEUSTART. Herzlichen Glückwunsch! In Müritz-Buch lag dann auch die passende kleine Aufmerksamkeit dazu – ein kleiner Kalender JUGEND VERGEHT, aber der Durst bleibt. Mit witzigen, nachdenklichen und Schmunzelsprüchen, wie:

Wenn du nur Vergnügen und Unabhängikeit suchst, dann wirst du irgendwann merken, dass beides im Alter nicht Händchenhaltend mit dir auf der Parkbank sitzt.

Auf die Karte hab ich geschrieben: Nicht fragen, was du damit sollst, Horst – angucken und lächeln!

Ja, und für Jonte hab ich jetzt den Loop oder Schal mit Baufahrzeugen auf dem Markt gekauft, der mir neulich für 10 Eus noch zu teuer war. Der war heute nicht günstiger, ich hab nur meine Perspektive geändert: Investition in Jonte = Investition in die Zukunft. Und hab gleich noch was draufgelegt: der Verkäufer hat den richtigen Nerv bei mir getroffen, denn er wusste von mir schon, dass mein Enkelsöhnchen auf Fahrzeuge aller Art steht. Ich hab da noch ein tolles John Deere T-Shirt … Ja, das muss ich unbedingt haben (mit lebensechtem Trecker-auf-dem-Acker-Foto-Print)! Dann war ich mit 35 € dabei.

Heute ist Sonntag, der 1. Mai

Bald bin ich Licht, bald bin ich trüb, bald hart, bald weich, dann bös, dann gut. Bin Sonn und Vogel, Staub und Wind, so Mond als Kerze, so Strom wie Glut, bin arger Geist, bin Engelkind – Alles, alles ist gut. Rumi

Rumi – mein Freund und Begleiter durch alle Zeiten. Hier mit einem Foto von mir auf der Dachterrasse mit dem Kirchturm und dem Blick über die Dächer – auf dem Kalender 2022 von Martina für den Monat Mai.

Ich hatte viele Gelegenheiten, mich anzupassen oder zu sein, wie ich bin. Einige hab ich genutzt, für den leichteren Weg, die wichtigen nicht. Da bin ich ich.

Sonnabend, 30. April

Inhale the moment. Exhale the past.

Mein Achtsamkeitskalender ist mal wieder ins Englische gewechselt. Exhale the past passt zum heutigen Neumond. Das ist der Black Moon, der zweite Neumond in diesem Monat. Der erste war am 1. April. Dazu kommt noch eine partielle Sonnenfinsternis, bei uns nicht sichtbar, doch energetisch hochwirksam. Heute ist auch Walpurgisnacht …

Meine Rostock-Bandelstorf-Woche war wieder wohltuend. Gestern Gourmet-Frühstück bei Martina – auch ein beständiges schönes Einvernehmen mit uns. Manja Nageltante hatte ein tolles Kleid für mich – Gänseblümchen auf dunkelblauem Grund beim Rock und oben weißgepunktet, mit Stretchgürtel. Marc Cain. Marke ist mir eigentlich egal, doch ich hab schon paar tolle Teile von ihm. Sie hat eine modebewusste Kundin, von der sie immer laufend Sachen bekommt, davon profitier ich auch.

Jonte entwickelt grad ein sehr gesundes Selbstbewusstsein. Er stand auf dem höchsten Sandberg auf dem Bauernhof-Spielplatz und hat verkündet: Ich bin der König! Er kullert sich im Gras und auf dem Hühnerhof im Sand und ich lass ihn machen. Er genießt das Dorfleben. Als ich abends gefragt hab, wollen wir mal duschen?, war die Antwort: Nein, danke. Das sagt er in so herablassendem Ton, dass ich kein zweites Mal frage und denk, er kann ja zuhause in die Badewanne. Schmutzig, aber glücklich! Heidi hat noch eine Schubkarre für ihn gefunden von ihrem Neffen Malte. Damit arbeitet er jetzt auf dem Acker, der gleich neben dem Grundstück ist, und hilft ihr im Garten. Meine coole Schubkarre, freut er sich.

Nachmittags hat er 4 Stunden Mittagsschlaf gemacht, von 1 bis 5. Ich hab ihn schlafen lassen – müde, aber glücklich. Als Michael ihn abends abgeholt hat, wollte er durch das große Tor zum Auto gehen, das einen schweren Hebel hat: Ich mach das auf. Als Michael ihm helfen wollte – Ich mach das, hab ich gesagt! Einfach herrlich.

Karl, Heidis Enkel, war erst gestern Nachmittag da, als Jonte schon weg war. Ich hab ihn getröstet: Dann spielt ihr beim nächsten Mal wieder zusammen … Schade, dass du nicht immer hier wohnst, hat er gesagt. Ja, aber ich komm ja bald wieder. – Du bist hier immer willkommen! Das von einem 7-Jährigen. Da hab ich mich sehr gefreut und Heidi, der ich das erzählt habe, auch.

Heute wieder Schwenk auf Guti-Gutshaus …