Sonntag, 14. November

9 – Frühstück. Beschaulicher Markt mit Glockenläuten …

Aufgestanden um 8, Kaffee gemacht und dann hab ich die ersten 22 Seiten von King is back – Aufbruch in eine neue Männlichkeit von Veit Lindau gelesen, die er mir als Leseprobe in seiner E-Mail geschickt hat, mit dem Hinweis: Liebe Frau – Verschenke das Buch an alle Männer, an die du glaubst. Ich teile es hier …

Kein Handlungsbedarf, irgendwas zu tun, denk ich – einfach nur sein und einfach nur Ich sein. Reicht. Nachmittags kleine Café-Schicht von 2 bis 5 wahrscheinlich. November – Sonntag – Nachmittag

Grad, um halb 12, kam ein Anruf von Guti-Gutshaus. Ich glaub, du brauchst heute nicht zu kommen, das lohnt nicht, hat Bettina gesagt. Eh wir uns hier die Beine in den Bauch stehen – wir machen zu! Ach, auch gut, gestern hat gereicht. Dann wird es ein noch geruhsamerer Sonntag als ohnehin schon. Mit Buch und Badewanne …

Sonnabend, 13. November

Heute nur Ausruhen für abends, außerplanmäßig. Ich bin nicht ganz auf dem Damm mit Magen, hab aber trotzdem zugesagt, um noch paar Stunden zu haben, denn 2 G ist, wie es aussieht, nur eine Frage der Zeit.

Fritzi werd ich heute sagen: Man hat immer die Wahl. Mir ist der Spruch eingefallen: Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. Er entscheidet natürlich selbst, aber das will ich ihm dazu noch sagen.

Ich brauch was, was ich dem Ungemach, das mit C anfängt, entgegensetzen kann, positive Bilder – oder ein positives Bild. Das ist mir gestern eingefallen, in meinem Zweitparadies:

Ich träum, dass ich an einem schönen See

mit meinem Mann spazierengeh …

Freitag, 12. November

Das war gedrückte Stimmung heute Abend – Guti-Gutshaus. Nur ein Thema, 2 G – ab wann? Kurz vor Feierabend ist die Chefin noch reingeschneit und hat mich gefragt: Und Du bist raus bei 2 G, ja? – Ja. Nicole ist raus, Jeanette ist raus und ich – die Impf-Unwilligen. Fritzi hat sich aus finanziellen Gründen dafür entschieden, obwohl ihm nicht wohl dabei ist. Was sind das für schaurige Zeiten …

Aber danach machst du wieder mit, ja?, war die zweite Frage. Auch da hab ich ja gesagt. Das seh ich aber noch nicht.

Montag, 8. November

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Jeder deiner Gedanken ist etwas Reales – eine Kraft. Prentice Mulford

Als ich gestern Feierabend hatte, hab ich noch mit Michael telefoniert, wie es diese Woche aussieht, ob Jonte und Tamina wieder gesund sind, oder ob ich ihn nehmen soll. Wenn ja, würde ich gleich von Guti-Gutshaus hinfahren, da bin ich gleich an der Autobahn. Nein, sie wollen ihn zur Tagesmutti bringen, Husten ist weg, nur die Nase läuft noch. Zu früh, hab ich gedacht …

Jeder deiner Gedanken ist etwas Reales – eine Kraft.

Und – eben schreibt Tamina, sie wollte Jonte abgeben, wurde aber wieder weggeschickt, ob ich ihnen diese Woche nochmal helfen kann? Jetzt fahr ich, nachdem Birgit zum Essen hier war, wieder nach Rostock – bis Freitagabend hab ich frei. Da kann er gesund werden …

Sonntag, 7. November

00:05 Uhr Carmen Sternchen, die in der Frühschicht da war, hat mir über WhatsApp eine entspannte Schicht gewünscht – und nette Gäste und fettes Trinkgeld. Umgekehrt – fette Gäste und nettes Trinkgeld.

Ich war auch bei Martina, nicht so lange wie geplant, wegen Jonte, nur zum Kaffee. Da hab ich nochmal gesagt, es ist unglaublich, dass er noch da ist, obwohl er überhaupt nicht da ist. Vielleicht steht er ja überhaupt für eine Partnerschaft, hat sie gesagt. Nein, steht er nicht.

Meine Steuererstattung hat sogar für’n Neuwagenkauf gereicht, Marke Bobbycar. Und wie Jonte sich gefreut hat, wie der geölte Blitz ist er damit rumgefahren. Drauf gekommen bin ich, weil er sich auf ein kleines Auto gequetscht und damit abgequält hat, wo ihm die Knie fast bis an die Ohren reichten. Morgen fahren wir ins Spielzeugland, hab ich gesagt. Da war er noch nicht und ich hab ihm das Wonderland gezeigt, was mal toys’r us war, dann my toys und schon wieder anders heißt. Er war erkältet, aber munter und fideel. Er spricht so schön jetzt, sagt im Kreis herum und dreht sich, bis ihm düslig wird und ich ihn auffang oder tschüß Hei-di. Die Farben kennt er alle, bis auf orange, das kann er noch nicht sagen, da macht er nur ein O mit dem Mund, wenn ich es vorspreche. Und er zählt – und eins, und zwei, und drei und … vier, dann steht der Weihnachtsmann vor der Tür. Na, das noch nicht. Das ist von mir.

Dass er noch da ist, obwohl er überhaupt nicht da ist – ich hab mich nochmal hingelegt und bis kurz vor 12 geschlafen. Ich hab geträumt, ich war mit Maik und Jonte in Urlaub. Er hat gesagt, er sieht aus wie du. Da hab ich mich gefreut.

Sonnabend, 6. November

Drei Tage hatte ich den kranken Jonti – was trotzdem schön war, dann bin ich heute gleich von dort zu Guti-Gutshaus gefahren, 17 Uhr – 23:10 Uhr zu Hause. Das reicht für heute. Morgen ab 14 Uhr … Ich hab mich gefreut, dass ich wieder zu Hause bin, als ich in Waren reingefahren bin, auch wenn immer noch Umleitung über Steinmole und unsere verwinkelten Gassen, um zu meinem Markt-Parkplatz zu kommen.

Dienstag, 2. November

Gut, dass ich meine Zweitwohnung noch habe – ich brauch sie noch, wie sich jetzt wieder zeigt. Deshalb hab ich mich auch nach langem Überlegen oder Durchrechnen entschieden, sie noch zu behalten. Das ist mir wichtig, vor allem, um Jonte zu betreuen. Das sind kürzere Wege da und ich kann ihn schnell mal abholen und zurückbringen. Bis zu mir nach Waren sind es 100 Kilometer. Dafür ist er noch zu klein mit 2 ein Viertel. Der zweite Grund ist, dass ich mich da sehr wohl fühle, mit Heidi.

Ich hab meinen Wohnungsschlüssel für Bandelstorf wiedergefunden, der war auf einmal weg. Ich hab ihn in der Tüte zum Sachenpacken entdeckt. Wer das wohl war? Jonti lässt – schwuppsdiwuppsdi – gerne mal was verschwinden, bevorzugt Schlüssel.

Freitag ist Laternenumzug im Dorf, da freuen wir uns drauf. Vom Rittergut-Verein …

Heute ist Montag, der 1. November

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Friede mit sich selbst ist Friede mit der ganzen Welt. Johann Georg Ritter von Zimmermann

Was kann ich mir Gutes tun, angesichts vom November im Kalender, der sich so zeigt, wie es sich für ihn gehört – grau und Pieselregen. Badewanne ist immer gut …

Morgen bis Sonnabend ist meine Adresse wieder Kastanienstraße 18 bei Heidi und Horst. Tamina ist krank und liegt im Bett und Jonte hustet auch noch so, dass er nicht zur Tagesmutti kann. Michael hat gefragt, ob ich ihn trotzdem nehmen würde, na klar! Dann wird mein Ablauf nur ein anderer, nur den Frisörtermin am Mittwoch hab ich so gelassen. Sie sind alle 3 schon seit 3. Oktober abwechselnd und zugleich und mal mehr und mal weniger erkältet.

Sonnabend, 30. Oktober

Die Sonne rappelt sich genauso langsam hoch wie ich. Um 9 steht sie grad knapp über den Dächern neben dem Kirchturm, wo ich mich auf der Dachterrasse, mit Kaffeetasse in der Hand, freue, dass sie so schön scheint. Anja hat gestern mit Gästen, 2 Frauen, die sie kennt, über das unvermeidliche Zeitumstellungsthema gesprochen, ob wir nun eine Stunde mehr oder weniger haben. Da der Tag weiter 24 Stunden hat, haben wir weder eine mehr noch eine weniger. Aber ich weiß ja, was sie meinen – ist es länger hell oder früher dunkel. Mir reicht schon, dass ich weiß, die Uhr wird zurückgestellt – anhand der Gartenmöbel-Eselsbrücke …

Dünne Haut und feine Antennen – ich les immer wieder von der enormen Schwingungserhöhung und Bewusstseinsanhebung, zum Beispiel bei Nadja auf Youtube und in meinem Mail-Eingang von ihr. Sie beschreibt da die typischen Symptome – bleierne Müdigkeit aus dem Nichts, wüste Träume, Antriebs- und Lustlosigkeit, Einsamkeit, auch unter Menschen, oder besonders da, Gleichgültigkeit gegenüber allem und allen, mit wenigen Ausnahmen. Kaum ist die kosmische Energie mal, dass man denkt, oh, was für’n schöner Tag, da wird sie gleich von der nächsten Welle der Schwingungserhöhung überlagert. Das Bewusstsein wird erhöht, der Körper hinkt hinterher. Das betrifft wieder nur die Fühler, die Denker denken: Wie, was, ich merk nix. Nee, das übernehmen ja auch wir für euch. Nicht, weil wir es wollen, sondern weil wir so gestrickt sind …

Machen sie bei Dir eigentlich keinen Druck wegen Impfen?, hat Anja mich heute gefragt. Nee, bei mir wissen sie, dass ich Nein gesagt habe und dabei bleibe.