Donnerstag, 8. Juli

Guti-Gutshaus sag ich ab am Wochenende. Geht nicht …

Wir freuen uns, dass du bei uns bist! Hat die Chefin gestern geschrieben, mit lieben Grüßen und Wünschen von allen. Ich mich auch und ich hab ihr ein Panorama-Bild von den Rosen am Haus geschickt – wunderschön!

Als ich mich vorhin für morgen abgemeldet hab, hat Bettina gesagt, ich steh heute im Plan. War ein Irrtum von ihr, sie dachte, heute ist Freitag. Passiert. Sonntag halt ich mir noch offen …

Zwei Tatsachen – zum einen der, dass heutzutage alles in Englisch bedruckt ist, und zum anderen der, noch dazu in Miniaturschrift – verdanke ich, dass ich eben schön in einem Pflegebad FRESH, speziell für Männer, gelegen habe. Während der Normalo-Mensch das schon als eingedeutscht betrachtet und versteht, zumindest die einfachen Ausdrücke, ist das bei Sigi, die auf 70 zugeht und der Sprache völlig unkundig ist, nicht so. Die Schrift ist ab einem gewissen Lebensreifegrad – und der liegt weit unter meinem – auch mit bloßem Auge nicht mehr zu entziffern. Also, selbst wenn sie For Men erkannt hätte, was ja eigentlich for men geschrieben werden müsste, hätte sie es trotzdem genommen und mir mit den anderen Badezusätzen von Tetesept geschenkt.

Schaden kann es nicht – schön blau war’s.

Unruhe, Nichtschlafenkönnen, erhöhtes Suchtpotenzial – das ist der Neumond, der so zieht. Das merk ich schon seit gestern. Der ist erst Sonnabend, erreicht aber schon 3 Tage vorher seine höchste Inensität. Fühlen zu können, ist eine Gabe. Alles zu fühlen – und zu filtern, setzt die Arbeit einer Kläranlage voraus.

Heute ist der 7. Juli

Gestern wollte ich Kuchen backen und heute mit meinen Lieben im Garten in Bandelstorf Kaffee trinken. Jetzt lieg ich krank im Bett und schwitze, wie blöde …

Andrea hat vorhin angerufen und mir gratuliert, nur von sich, nicht von Paul. Das Gespräch war stockend zu Anfang und sie klang bedrückt und ich kann mir vorstellen, dass es sie Überwindung gekostet hat. Ich hab es am Laufen gehalten und gesagt, dass ich mich freue über ihren Anruf, und gefragt, was sie machen, wie es ihnen geht und was es neues gibt. Kein Vorwurf, dass wir uns nicht sehen, dass Michael und Tamina traurig sind, dass sie zu ihnen und Jonte, ihrem Neffen, keinen Kontakt hat. Sie haben 3 Wochen Urlaub in Frankreich geplant und sich einen Mercedes C-Klasse zugelegt. Sie glaubt, sie sind jetzt in dem Alter dafür. Dann noch – was ihr wichtig war, auf das ich aber hätte verzichten können – die Frage, ob ich schon geimpft bin – die kam dreimal heute von verschiedenen Leuten! – und eine Antwort, in der ich sanft, aber nachgiebig meinen Standpunkt vertreten habe: Es gibt Gegner und Befürworter und jeder hat seine Gründe!

Während wir noch gesprochen haben, kam Birgit, sonst hätte ich noch mehr gesagt – einfühlsam, um die Klippen zu umschiffen. Erst hinterher kamen mir die Tränen. Warum ist es so schwierig mit den Menschen, die wir lieben?

Montag, 5. Juli

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Lass‘ mein Nichtstun, wenn nichts zu tun ist, voll ungetrübtem tiefen Frieden sein, wie der Abend am Strande, wenn die See schweigt. Rabindranath Tagore

War der vorige schon schön, mit einem Singvogel als Bild, ist dieser noch schöner – mit einer Muschel im Strandsand – mit der Öffnung nach oben …

Gestern bin ich, statt um 5 zur Arbeit zu fahren, wie die beiden Tage davor, an die Müritz gefahren zum Schwimmen.

Morgen fahr ich wieder nach Rostock … voll ungetrübtem tiefen Frieden – den Schlüssel hab ich, nicht das Schloss.

Sonntag, 4. Juli

Frei bis Freitag – Erleichterung!

Gestern kam ein Mann rein, als ich ganz alleine drinnen war – alle anderen, Gäste und Kollegen, waren draußen. Er war mit seinen beiden Kindern und seiner Frau da, die taubstumm ist. Darf ich Sie mal was fragen? Ja, klar … Kann ich mit Karte zahlen, wo sind die Toiletten? Sowas dachte ich. Nein – ist die Haarfarbe echt?, wollte er wissen. … Die war mal echt, das ist jetzt nachgefärbt. Nicht ganz so, wie die echte, doch annähernd. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich wollte das positiv formulieren. Ich find die schön, die gefällt mir sehr gut. Das war ein schönes Kompliment.

Die beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, waren sehr aufgeweckt, freundlich und machten einen glücklichen Eindruck. Die Mutter, die etwas abgewandt war, hab ich mit einbezogen – über die Augen. Das war eine Freude zu sehen, wie wohl sie sich bei uns gefühlt haben – was er auch zum Ausdruck gebracht hat – und dass sie so einen schönen Abend hatten. Da macht Guti-Gutshaus Spaß!

Ich erlebs auch anders da. Ein Paar – sie waren beide ganz grau in ihren zerknirschten Gesichtern – hat sich nur angegiftet, so unglücklich waren sie miteinander. An einem schönen Sommerabend, umgeben von Rosen …

Bei der Familie saß die Liebe mit am Tisch, das war ein schönes Bild.

Sonnabend, 3. Juli

Heute nochmal und dann ist sie auch schon wieder vorbei, meine 2-Tage-Arbeitswoche. Oder – Abende sind es ja. Ich war gestern schon platt …

Die sitzen alle draußen bei dem Wetter in unserem herrlich blühenden und duftenden Rosen-Rondell. Lange Laufwege und unebener Boden.

Bei einem deutsch-englischsprachigen Pärchen mit Kind fiel mir ein, ach, der wollte ja noch was. Ich hatte es auf dem Zettel, aber übersehen. Sorry, ich hab die soup vergessen, hab ich mich entschuldigt. Macht nichts, ich hab sie auch vergessen, hat er gesagt. Hat auch so gereicht.

Ich hab bis eben geschlafen, also bis um Eins, und nun kann ich auch schon bald wieder losfahren …

Freitag, 2. Juli

Als drittes hab ich mich noch an meinen Laptop-Platz gemacht. Der ist jetzt auch wieder frisch und übersichtlich. Abends hat meine Cousine Angelika noch angerufen, nach 8. Da bin ich nicht mehr im Rede-Modus. Nach 45 min hab ich es abgebrochen und gesagt, ich muss schlafen gehen. Aniko, die noch frei hatte, wollte auch auf die Terrasse kommen. Nee, du, das machen wir lieber ’n andermal …

Von LottoStar24 kam eben

77 Mio Euro bei Euromillion, 7,70 Euro Zuschuss

Da hab ich online einen Geburtstags-Tippschein für die Ziehung heute Abend abgegeben – bei so vielen 7 7 7 7 …

Als ich gestern mit Angelika telefoniert hab, hat sie gesagt: Du brauchst einen Lotto-Gewinn!

Heute ist der 1. Juli

Den ersten Julitag hab ich für Papierkram aussortieren genutzt. Kontoauszüge, sogar noch von 2009, Versicherungsunterlagen, Verträge, die gar nicht mehr bestehen, alles sowas. Dabei wär fast der KFZ-Brief mit in den Stapel für die Tonne gerutscht, ich hab’s gerade noch gemerkt. Das ist die zweite Großaktion nach meinem Kleiderschrank gestern und vorgestern. Je übersichtlicher es ist, um so wohler fühle ich mich – aber erst seit diesem Jahr, da ist mir Überschaubarkeit wichtig.

Außerdem hab ich ermittelt, dass die Zuverdienstgrenze für meinen Status ab 1.6. von 400 auf 525 gestiegen ist. Das ist eine Einkommenserhöung von 125 – allerdings indirekt. Ich muss mich dafür bewegen, wenn ich das will. Dazu hab ich morgen und übermorgen wieder Gelegenheit – Guti-Gutshaus …

Mittwoch, 30. Juni

Mal grade eben – 00:49 Uhr. Nach Sturzregen und klärendem Gewitter hab ich meinen Kleiderschrank aussortiert, ohne groß zu überlegen. Nur eins, was wegflog, hab ich gegen eins ausgetauscht, das bleiben sollte. Das erste Halbjahr ist um und es beginnt die zweite Hälfte …

WordPress.com kennt keine Zeitumstellung und veröffentlicht es mit Datum vom 29.

Microfaser-Handtücher von meiner Schwiegermutter, zwar schön, doch die gehören nun wirklich nicht mehr zu mir. Marke Morgenstern – da denk ich an eine mittelalterliche Waffe.

Endlich hab ich auch meine Badesachen wiedergefunden. Nicht im Schrank und auch nicht in meiner Außenstelle in Bandelsdorf – wo ich dachte, dass sie da sind – sondern in einem Korb unter der Treppe.