Freitag, 17. Juli

01:30 Uhr: Halb 12 war Feierabend  – da ist das Ende weg. Doppelter Aufwand für das gleiche Geld. Da sich der Stundenlohn kaum erhöhen wird, werd ich den Aufwand runterschrauben, also weniger Tage pro Monat arbeiten.

Während ich mit Rotwein auf der Terrasse in den Sternenhimmel guck, denk ich: Das war echt der Knaller mit ihm. Wenn ich mir vorstelle, mich weiter mit ihm auf zeitlich ziemlich limitierte Sexdates  zu treffen – das wär no go. Immerhin hat es eine Entwicklung gegeben. Die Frage ist nur, warum mir das in den Sinn kommt, anstatt zu denken Oh Gott, morgen und übermorgen nochmal so eine lange Schicht. Wer weiß, das hatte auch sein Gutes und seine Berechtigung für die Zeit.

Jedesmal, wenn ich spätabends k.o. nach Hause komme, denk ich: Das kann doch nicht der Plan sein, der göttliche – dass ich mir da die Hacken ablaufe, für andere …

Heute früh auch noch – wie kann es sein, dass er noch oder wieder so intensiv da ist? Bestimmt, weil ich ihn weg haben will. Annehmen, was ist – sag ich mir wieder und wieder, doch das ist schon ’ne Hausnummer, das so stark zu fühlen.

Donnerstag, 16. Juli

Der Abwasch hat 2 Stunden gedauert, ging aber gut von der Hand. Es war das richtige Wetter dafür, Regen,  und ich hab dabei immer an die schöne Feier gedacht. Jetzt sind alle freien Flächen im Schrank belegt. Also bitte keine Tassen mehr schenken – nicht mal, wenn sexiest woman alive draufsteht!

Danach kam meine Schwester Birgit, ich hatte gerade das Wasser rausgelassen, und wir haben schön erzählt, unter anderem Thema Weiblichkeit. Sie hat mir Zucchini aus dem Garten mitgebracht, die ich gleich mit Knoblauch, Zwiebeln, Olivenöl und Tomaten in die Pfanne gehauen habe. Als sie weg war, hat mir Christa unter mir eine Schale mit herrlich aromatisch duftenden eingezuckerten Erdbeeren gebracht, die ich gleich gegessen und mit einer Kostprobe meiner noch warmen Zucchinis zurückgegeben habe.

Ja, so schön ist das hier … Doch das Schönste kam abends – von Aniko, kurz nach 10, ich wollte gerade ins Bett gehen. Eine WhatsApp mit einem Zusammenschnitt der schönsten Fotos und Videos ungefähr der letzten 3 Jahre von uns – unsere Feiern, Ausflüge und Unternehmungen zusammen. 3 einhalb Minuten lang unsere ganze frohe Haus- und Hofgesellschaft, mit schöner Musik untermalt. Ich hab mich so gefreut über die gelungene Überraschung! The best of gefühlt 100 years – hab ich ihr geschrieben. Ich hab es mir gleich 5mal angeguckt!

Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da – der Gelassenheits-Wochenspruch. Das ist das schönste Beispiel …

Dienstag, 14. Juli

Mein roter Couchtisch und das zweite Brett meines Bücherregals haben genau Jontes Arbeits-Höhe. Mit ernster Miene hat er bedächtig ein Buch nach dem anderen rausgeräumt und alles erkundet, was so auf dem Tisch rumsteht. Vor allem die Schatulle mit den Tarot-Karten hat es ihm angetan. Ruhig und sachlich hat er alles untersucht. Er war immer beschäftigt und  gar nicht zu hören. Hier kann er viel entdecken …

Gestern hab ich außer Ausruhen gar nichts gemacht, nur für Sigi einen Heil- und Kostenplan für die AOK kopiert und Geschenke weggeräumt.

Es ist so ein schöner Tag und ich brüte über der schriftlichen Anhörung zum Ermittlungsverfahren wegen Fahrerflucht. Vorher hab ich noch den zuständigen Beamten in der KK Außenstelle Waren angerufen, weil ich mich lieber mündlich in einer Vernehmung dazu geäußert hätte, aber die sind total überlastet und voll bis über beide Ohren. Das war sogar ein sehr schönes Gespräch, sozusagen von Kollegen zu Ex-Kollegin. Am Ende hat er gesagt: Da kommt nichts nach, darauf gebe ich Ihnen mein Wort. Füllen Sie das mal so aus und machen Sie sich darüber mal gar keine Gedanken mehr! Sie wohnen so schön da – holen Sie sich was Schönes zu Essen und zu trinken auf dem Markt und genießen Sie den schönen Tag … Er war sehr menschlich und verständnisvoll, gar nicht behördlich – und dazu auch noch sehr sympathisch.

WhatsApp-Bild von Ulla: Der Ehemann gleitet von einer Yacht über eine Rutsche in den Ozean, in dem sich die Haie tummeln: Schatz, du kannst jetzt ruhen! Das hab ich heute irgendwie auch gedacht, nur ohne Haie, nach 14 Jahren ohne Happy End und 2 Jahren Schweigen.

Montag, 13. Juli

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

LERNE NUR DAS GLÜCK ERGREIFEN, DENN DAS GLÜCK IST IMMER DA.                    Johann Wolfgang von Goethe

Dazu gibt’s diese Woche ein Himbeer-Muffin mit Puderzucker bestäubt und eine Tasse Kaffee mit Goldrand-Geschirr auf einer Rosen-Tischdecke als Bild.

Es ist ein schöner, milder Abend auf der Dachterrasse mit feuchter See-Luft, die kühlend wirkt. Müritz und Tiefwarensee liegen nur 150 Meter links und rechts neben mir und dem Kirchturm …

Sonntag, 12. Juli

Das war ein turbulentes Wochenende. Allen hat es gefallen und Spaß gemacht. Eben sind Tamina, Michael und Jonte mit dem Zug um 16:30 Uhr wieder nach Rostock gefahren. Martina ist gestern mit Paul und Andrea zurückgefahren. Heute ausschlafen, Frühstück und Bärenwald und jetzt gar nichts mehr, nur noch ausruhen. Jonte, so süß, war die Krönung! Am schönsten ist sein Genuss am Essen – er haut rein wie ein Bauarbeiter …

Jetzt abends als sie weg waren, kamen mir die Tränen. Er isst so sinnlich und mit Genuss und hat heute den ganzen Tag nur trockene Brötchen bekommen und einen Sprühstoß B 12. Getränk: kaltes Leitungswasser. Und einmal am Tag eine Flasche Hafermilch. Die ganze köstliche kulinarische Welt, die ich ihm als Oma Wonderbra vermitteln würde, bleibt ihm verschlossen. Ab Ende August ist er bei einer Tagesmutter – da wird er wenigstens vegetarisch verpflegt. Immer wenn er Leute sieht, die was essen, guckt er sie wie hypnotisiert an. Gestern hat er alles mitgegessen, was auf dem Tisch stand – scharf, gewürzt, außer Frikassee.

Wenn er nicht gerade lacht, wie ich, guckt er immer zweifelnd, so wie ich. Auch deswegen ist er mir so nahe, Jonti.

Sonnabend, 11. Juli

14:00 Uhr – alles fertig dank Martinas tatkräftiger Unterstützung. 3 mal vegetarisch, 3 mal vegan, eins davon die Erdbeer-Bowle, ha, ha, ha, und einmal für die Fleisch-Fraktion Gourmet-Sterne-Frikassee nach Omas Art mit Geflügel von Fritzis heimischem Hof. Ist mir wirklich ausgezeichnet gelungen. Martinas kulinarische Köstlichkeiten ebenso! Eben hat Andrea ihren Google-Standort geschickt – Hamburger Straße in Rostock, d. h. sie sind schon bei Michael, Tamina und Jonte – und hoffentlich bald hier.

Freitag, 10. Juli

Spät Feierabend war deshalb dumm, weil ich heute früh gleich zeitig nach Rostock fahre, erst Frisör und dann zu Martina. Sie kommt mit her und wir kochen und backen wieder gemeinsam für die Familien-Geburtstagsfeier morgen. Mit ihrer tatkräftigen Unterstützung fällt es mir leichter, alleine hätte ich da echt keinen Nerv für. Ich bin schon durch Guti-Gutshaus überfordert und überlastet. Jetzt hab ich erstmal frei bis nächsten Donnerstag zur Spätschicht.

Donnerstag, 9. Juli

Nähe & Liebe 7.7.2020 – An meinem Geburtstag hat Marika mit ihrem Blog Dualseelen-finde-deine-eigene-Weisheit abends um 7 dieses Live-Webinar ausgestrahlt. Das fand ich schön passend, hab aber nicht teilgenommen. Ich wollte meinen Geburtstag feiern, nicht an unserer Verbindung arbeiten. Für 7 Tage besteht die Möglichkeit, sich die Aufzeichnung auf Vimeo anzusehen. Das hab ich heute morgen gemacht. Nach 26 Minuten ist nach der einleitenden Heilreise die Verbindung abgebrochen. Das reicht vielleicht schon …

Ulla hat zwei WhatsApp-Bildchen geschickt: Woran erkennt man, dass Sommer ist? Der Regen ist gleich viel wärmer. Und zweitens: Nutze den Tag, auch wenn’s regnet! Da hab ich ihr geantwortet: Ja genau. Den Tag hab ich bis jetzt optimal genutzt. Bis mittags geschlafen und eben den Geburtstagsabwasch erledigt, denn Sa ist schon die nächste Feier und morgen bin ich in Rostock. Gestern ging nur Relaxen. Die weitere Tages- bzw. Abendnutzung ist jetzt Badewanne und ab 17 Uhr Guti-Gutshaus und das reicht dann auch. Schöne Regengrüße zu dir, aber ist ja gut für die Botanik …

Feierabend um halb 12 – ich hatte eher gehofft.

Mittwoch, 8. Juli

Die Mittagsglocken läuten heute zum Aufstehen! Gleich gibt’s Essen unten bei Sigi und Wolfgang … Das war so ein schöner, langer Tag gestern. Christa hat gesagt, so eine schöne Feier hat sie lange nicht mitgemacht!

Ich hab sie mir eben gekauft – die rosarote Herzen-Sonnenbrille, mit sehr guter Beratung von Vivi, Augenoptikerin bei Apollo, Danas Tochter. Das hat auch Spaß gemacht! Ein Karaoke-Video von gestern hab ich in meine Mutter-Kind-WhatsApp-Gruppe Mamas Freude gestellt, als wir inbrünstig gesungen haben: Liebe ist … The Rose. Du bist so süß!, hat meine Schwiegertochter Tamina geschrieben. Am Wochenende kommen sie mit Paul und Andrea mit her und wollen dann über Nacht bleiben, damit wir Sonntag in den Bärenwald Müritz fahren können. Schöne Überraschung! Da freu ich mich schon sehr drauf, Jonte wird Augen machen …

In Liebe und Glück, komm ich zurück. Das ist mein Geburtstagsspruch von Oben. Ich wollte es erst nicht schreiben. Doch das gehört hierher.

Von Sigi und Wolfgang hab ich unter anderem eine schöne Tasse Oma Wunderbar bekommen. Da hab ich mir einen Spaß und Oma Wonderbra draus gemacht. So heißt die jetzt. Alle zusammen haben mir einen Grill geschenkt – wenn der Terrassenboden möglichst dies Jahr nochmal fertig wird, machen wir Grill-Party! Christas Geschenk fällt unter Gebrauchsgüter – was anderes wünsch ich mir nicht mehr – ein Korb mit schönen Badezusätzen! Und noch ganz viele schöne, liebevolle Großartig-und-Kleinigkeiten …