Montag, 27. Juli

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück. Buddha

Die beiden Schwäne da oben, die spiegeln sich im Wasser – auf dem Original-Foto. Nur so viel Platz hat WordPress.com für das Header-Bild nicht eingeräumt. Deshalb sage ich es mal, weil es wichtig ist.

Heute mach ich weiter mit Schongang und Erholung, das tat gestern schon gut. Das sagt auch der Mondkalender – alles ruhig angehen lassen …

Gerade hat Tamina die Einladung zu Jontis 1. Geburtstag am Sonntag geschickt. Die Feier ist in Schwerin bei ihren Eltern und Schwestern, einmal aus Platzgründen und zum zweiten, damit wir uns endlich kennenlernen. Das ist ein guter Grund, wo wir schon ein Jahr lang ein gemeinsames Enkelchen haben! Da freu ich mich drauf …

Vorhin hat der freundliche junge Geiger wieder auf dem Markt gespielt. Wär ich unten gewesen, hätte ich ihm was in den Hut geworfen. So hab ich ihm von oben eine Weile zugeguckt – hören kann ich ihn hier sowieso – keiner von den Leuten hat Notiz von ihm genommen, auch kein Obulus. Mir macht er gleich gute, beschwingte Laune und bringt mich zum Lächeln. Das ist viel Wert, weil zu selten.

Es sind wieder Portaltage – das Löwen-Portal vom 26. 7. bis 8. 8. Und mittendrin, am 2. August, hat unser Jonti Geburtstag! Davor vom 13. – 22. Juli. Nur 3 Tage Pause. Ich spür die hohe kosmische Schwingung – mit Traurigkeit und Tränen. Weil ich weiß, was ist und was sein soll, und kein Weg dahin zu führen scheint. Gerade kommt ein Wolkenbruch, wie des Himmels Bestätigung.

Er erlebt den größten Sex seines Lebens – sie die größte Liebe ihres Lebens, schreibt die Nr. 1 bei Seelenpartner-Blogs. Wer hat das wann und warum getrennt, was eins ist und zusammen gehört? Gott war es nicht. Im 4. Jahr bin ich auf Platz 4 bei Google-Suche Blog Dualseelen. Gute Nacht, Maik – wie oft hab ich ihm das damals geschrieben …

Sonntag, 26. Juli

Heute ist freier Sonntag und das soll er auch bleiben. Gestern hab ich erstmal angerufen und gefragt, ob ich überhaupt kommen soll, wenn nicht so viele Anmeldungen sind. Ja, das wär ganz gut, hat Bettina gesagt, Anja ist bisschen angeschlagen. Sie hat Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Das wird vielleicht ein entspannter Abend hat sie noch gesagt. Der ging dann aber auch bis 23:00 Uhr. Das dauert immer ewig, hinterher noch die Küche zu machen. Falls Anja morgen ausfällt – ich bleib zuhaus und schlaf mich aus. Soll mal ein anderer einspringen …

Ich riech nach Rosmarin-Kartoffeln und Ofen-Gemüse, wie jedes Wochenende beim Grillen.

Heute fühl ich mich krank, auch Halsschmerzen … schlapp und müde und angeschlagen.

Sonnabend, 25. Juli

Hochzeiten, Geburten, Todesfälle – von jedem zwei, alles ist in der Zeit von September bis Dezember passiert. Und ein Treffen nochmal mit Maik, in der goldenen Herbstsonne vom Oktober. Das ist so nah, als wär’s erst gestern gewesen. Alles mit ihm erscheint mir wie Gegenwart.

Heute noch der Guti-Gutshaus-Grillabend und dann ist Wochenende bis Freitagabend! Fritzi hat ausnahmsweise mal frei und der Chef steht persönlich am Grill.

Freitag, 24. Juli

Nach eineinhalb Stunden auf meiner Dachterrasse war ich wieder regeniert gestern. Es war schön, doch ich war 10 Stunden unterwegs – viel zu lange.

Susanne hat auch so eine Geschichte wie ich. Das weiß ich von Martina, nicht von ihr. Gestern hat sie zum ersten Mal in einem Satz seinen Namen gesagt: Da war ich mit Ralphi … Das klang so liebevoll und hoffnungslos, dass ich gedacht hab, das bricht ihr das Herz. Das kann mir nicht passieren, schon deshalb nicht, weil ich immer Maik zu ihm sage, wenn ich telepathisch mit ihm telefoniere – und kein i anhänge. Ich verniedliche es nicht.

Eine Affäre geht so lange, bis die Vernunft den Stecker zieht. Ich bin nach Waren umgezogen, sie geht nach Neubrandenburg und fängt ein Studium an. Sie verlässt ihre Komfortzone.

Ich sollte heute schon um 2 anfangen, wenn’s geht, Nele ist krank. Ich schaff es erst zu um 3, hab ich gesagt, und dann wird es auch noch eine lange Schicht bis abends open end. Das stresst mich gewaltig …

Na, ging grad noch so, 22:30 Uhr zuhause, hat aber dicke gereicht.

Die großen Ereignisse der vergangenen 40 Jahre in meinem Leben waren alle im Herbst, hab ich neulich abends auf der Terrasse gedacht. Mit einer Ausnahme, Maik hab ich im Juni getroffen. Doch Mitte November hab ich mich von ihm verabschiedet und ihm noch einmal geschrieben, Jahre später …

Donnerstag, 23. Juli

Michael hat Urlaub und will mit Tamina und Jonte auch herkommen. Gestern hab ich ihn angerufen und gefragt, ob sie schon wissen, wann? Ich hätte sie heute mit dem Auto mitnehmen können, aber sie fahren erst zu ihrem Bruder nach Berlin. Das passt mir ganz gut, wegen morgen und übermorgen Guti-Gutshaus. Dann Anfang nächster Woche …

Ich bin ohne größere verkehrstechnische Tücken hin und zurück gekommen. Das ist schon viel Wert. Bei Martina im Garten mit Susanne war es wie immer schön und bei Manja auch, schön!

Ich hab immer noch Verlustängste – Herzklopfen, dass er endgültig gehen könnte – obwohl ich weiß, dass ich ihn nicht verlieren kann. Der Himmel steh mir bei …

Mittwoch, 22. Juli

Heute soll es einen kosmischen Energieschub geben, durch Sonne und Mond im Löwen. Davon merk ich nichts, im Gegenteil. Heute ist der Gipfel, es zieht mir grad die Schuhe aus. Oh Mann, hoffentlich kommt der noch …

Gegen Abend sind die Lebensgeister zurückgekehrt … Morgen früh fahr ich gleich nach Rostock, zu Manja Nageltante und Martina. Ich bin jetzt oft da – am 2.8. Jontes Geburtstagsfeier, am 15. feiern Martina und Peter ihren Wintergeburtstag bei Martina im Garten nach und dann auch noch mal zum Frisör. Wenn ich denke, dann hätte ich auch gleich da bleiben können, sag ich Nein, hier ist mein Zuhause.

Das ist mit normalem Menschenverstand nicht zu begreifen, was nach so einer Begegnung geschieht. Auch nach so vielen Jahren nicht. Kein Zukunftsblick? Ich denk nur von früh bis abends, das hilft. Keine Rückmeldung löst die meisten Zweifel aus – aber wer sich damit beschäftigt, weiß auch, warum. Sei dir bewusst, dass es sein kann, dass du nie wieder was von ihm hörst, sag ich mir. Ja, dann ist es so. An meiner Lebenszahl 2 – Geburtsdatum addiert –  leb ich vorbei. Nicht warten, bis er ein Mann wird, nur Frau sein, das reicht.

Dienstag, 21. Juli

5 Tage zur freien Verfügung – das ist Luxus! Das könnte ich nicht so genießen ohne die Guti-Gutshaus-Schichten … Fritzi schreibt mir auch, wenn ich frei habe und wenn ich nicht gleich antworte, schickt er Fragezeichen oder schreibt: Magst du mich nicht mehr? Er sucht permanent Bestätigung. Anstrengend. Er gehört zu denen, die ihren Vater Erzeuger nennen und ihren Stiefvater für ihren richtigen Vater halten. 23 ist er am 8.7. geworden.

Dana hat mir wieder so schön die Füße gemacht. Von halb 11 bis um 1 war ich bei ihr in der Praxis und wir haben erzählt und ich hatte für alle Essen mitgebracht für die Mittagspause. Dann hab ich eine Stunde mit Martina telefoniert und danach bin ich ins Bett gegangen und hab von halb 3 bis um 7 geschlafen und immer noch müde. Die Temperaturschwankungen, Neumond, 10 Portaltage am Stück, 3 lange Spätschichten, Familienfeier am Sonntag – jedes einzeln oder alles zusammen – ich könnte nur schlafen. Hör ich aber von allen Seiten. Alle sind geschlaucht.

Martina hab ich Fotos von Angelikas Kunstwerken geschickt. Die beiden M-Sachen, Vase und Herzdose, hatte ich ins Schlafzimmer gestellt. Ich glaub, ich bring doch alles in Keller, hab ich ihr geschrieben. Das geht nicht, ich bin gerade dabei, eigenständig zu leben. Genau das hab ich auch gedacht, hat sie geantwortet. Da steckt viel Mühe und Liebe drin, doch es erschlägt mich und entspricht nicht dem aktuellen Stand.

Montag, 20. Juli

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks. Heinrich Heine

30. Kalenderwoche

Gestern hätt es mich fast erschlagen. Als ich meine Cousine Angelika samt Enkelin Leonie in Röbel zur Nachfeier von Tantchens 77. Geburtstag abgeholt habe, hatte sie 2 Taschen gesammelte Werke ihrer Vintage-Bastel-Leidenschaft für mich. Das war die Krönung. Da hat sie an Papier-Rosen nicht gespart! Unter anderem waren dabei eine Herzdose und eine Flasche, verziert mit meinem M-Tattoo. Woher kennst du das?, hab ich gefragt. Ich hab dein Buch … Das Tatoo ist das Cover-Bild.

Des weiteren ein Schmuckstück von Bild mit zwei großen rosaroten Herzen, ebenfalls üppig verziert, unter anderem mit Schlüssel und Anker. Das sind auch Symbole auf Lenormandkarten. Und Rosen, Rosen, Rosen … Für das meiste hab ich einen Ehrenplatz gefunden. Nur die Uhr – ebenfalls mit 26 Rosen und meinem Jahrgang drauf – da weiß ich wirklich nicht, wohin damit.

Dann hab ich noch meine Schwester Tine abgeholt und kurz nach 3 waren wir zum Kaffee da, auf der Terrasse im Garten. Angelikas Schwester, meine Cousine Silvia, die dort auch wohnt, war auch da. Neugier und Tratsch sind ihre Merkmale. Als ich ein Stück in den Garten ging, rief sie mir nach: Was hast du denn für ein Tattoo auf dem Rücken? Tief ausgeschnittenes Kleid. Das hab ich schon lange … Das hat ihre Frage nicht beantwortet und sollte es auch nicht. Angelika kennt meine Geschichte, Tantchen und Cousine ahnen nur was oder wissen, dass da mal was war. Was ist denn aus deiner Liebe geworden?, hat Silvia weiter gebohrt. Sie ruht … Wie, sie ruht? – Sie ruht. Da ist Angelika eingesprungen: Er muss erst noch was lernen. Im Auto hab ich mich dafür bei ihr bedankt.

Nächste Szene – Verabschiedung am Auto. Silvia guckt auf mein Nummernschild und fragt: M und A – heißt das Michael und Anita? – Nein, das heißt Michael und Andrea. Die Anfangsbuchstaben meiner Kinder schienen ihr plausibel. Nächste und letzte Frage: Und die 66? Das ist nur so … Zuhause hab ich gedacht, jetzt hab ich uns verleugnet. Nein, war der nächste Gedanke, nur beschützt.

Meine Tante ist auf dem Rückweg mit 77 – sie hat uns zum Kaffee eingeladen und nur zum Kaffee, obwohl die Feiern immer gehaltvoll waren. Sie genießt ihre Tage und hoffentlich noch Jahre auf ihrem schönen Anwesen, nachdem sie ihren Mann mit Demenz lange über ihre Kräfte begleitet hat. Sie macht nichts, was sie nicht will. Das kommt mir bekannt vor. Obwohl ich jünger bin, reiß ich mir auch kein Bein mehr aus. Leonie, die sich gelangweilt hat, hat schon seit zwei Stunden gedrängelt und die Uhrzeit angesagt. Sie ist gerade 11 geworden, aber schon viel weiter. Um halb 8 hab ich gesagt, wir fahren. An der Shell-Tankstelle hab ich mir erstmal ein Baguette geholt ….

 

 

Sonntag, 19. Juli

Das war ein schöner Grillabend gestern! – So harmonisch und gelungen, wie lange nicht. Fritzi am Grill, Anja und ich. Die Gäste waren sehr freundlich und entspannt und wir hatten gute Gespräche und haben durchweg nur positive Bestätigung von ihnen bekommen. Alle saßen draußen, weil es so ein schöner Sommerabend war. Obwohl ich körperlich so k.o. war am dritten Tag in Folge, dass ich nur gedacht hab, wie übersteh ich das?, war mir gestern bewusst, an was für einer schönen gastlichen Stätte ich da wirken kann, mit lieben Kollegen. Im Storchennest direkt am Haus sind in diesem Jahr zum erstenmal 2 Junge, was ich für ein schönes Zeichen halte, und über die die Gäste sich auch freuen. Eine richtige Idylle ist das – mit traumhaften Sonnenuntergängen …

Als ich mich zum Essen hingesetzt habe, bin ich nochmal aufgestanden und hab mir ein Bierchen dazu aufgemacht. Es kam mir so viel Wohlwollen von den Gästen entgegen, jeder hat eine freundliche Bemerkung gemacht, wie – das haben Sie sich verdient! Einfach nur schön …

Als ich dann um halb 12 auf den Hof gefahren bin, kamen Mario und Aniko mit mir zusammen an und wir haben noch kurz erzählt. Dann hab ich noch die laue Sommernacht auf der Terrasse genossen – Lars war auch da und wir haben uns auch noch unterhalten.

Aniko hat gesagt: Du siehst noch frisch aus! Ich hab gelacht. Das kann ja wohl nicht sein, nach 8 Stunden Schicht. Doch! Dann hat sie sich verabschiedet: Gute Nacht, ich hab dich lieb! Gute Nacht, du Liebe, hat Lars gesagt. Und Fritzis Begrüßung war: Hallo, schöne Frau …

Ich bin glücklich – so schön ist das alles.

 

Sonnabend, 18. Juli

Wein schenkt Freude – Das Guti-Gutshaus-Feierabend-Foto 23:30 Uhr, hab ich im WhatsApp-Status gepostet. Das ist der Aufdruck auf der Holzkiste, in der wir die leeren Flaschen in den Keller bringen. Das hab ich gleich mal fotografiert.

Abends, wenn es kühler ist und ich auf der Terrasse bin, kann ich die Seen um mich herum riechen und fühlen, allen voran die Müritz, das heilige Meer, an dem ich geboren und aufgewachsen bin. Das ist mir von Kindheit an vertraut und es hat mich hierhin zurück gezogen.

Ich riech noch bisschen nach Teich, hat Maik mir beim ersten Treffen im Stadthafen in Rostock gesagt, das weiß ich noch wie heute. Er war mit seinen Kindern auf einem Zeltplatz der Mecklenburger Seenplatte – ich weiß auch noch, wo – und hat sie dem Nachbarn überlassen, um sich mit mir zu treffen. Er ist an der Ostsee geboren, die ein Meer und gar kein See ist und an der ich nicht heimisch geworden bin, auch nach 30 Jahren nicht. Deshalb verzeih ich ihm  den Teich …

Wie ich’s mir gedacht hab, haben Anja und Fritzi mich gestern gefragt, ob ich heute eher kommen kann, wegen Vorbereitungen zum Grillen. Später kann ich kommen, eher nicht! Wann habt ihr denn so gedacht? – Um 3? – Frühestens um 4! – Okay.

Unten ist heute großer Töpfermarkt – der ist nur einmal im Jahr. Ich hab mir ein schönes Glocken-Blumen-Spiel gekauft!