Montag, 14. Februar

Die Liebe zu den Menschen schließt die eigene Person nicht aus. MOZI

Alles Liebe heute am Valentinstag, liebe Herzen und liebe Blumen …

Das war ein schöner Sonntagnachmittag, fand auch Jonte. Beim Losfahren, als er schon im Auto saß, hat er gesagt: War schön OMANITA

Was war das schönste am Valentinstag? Ein Statusspruch: Ist nicht so schlimm, dass ich am Valentinstag nicht verliebt bin. Am Totensonntag bin ich ja auch nicht tot. Von einem Single.

Und schöner Sonnenschein …

Sonntag, 13. Februar

Wer Yoga übt, entfernt das Unkraut aus dem Körper, sodass der Garten wachsen kann. B. K. S. Iyengar

Dieses Wochenende entfernt grad eine Gruppe von 15 Yoga-Frauen das Unkraut aus dem Körper in Guti-Gutshaus. Sie kommen schon seit etlichen Jahren. Das gefällt ihnen gut bei uns. Mir hat’s weniger gefallen.

Freitag ging’s noch – gestern war es nicht auszuhalten. Was hast du?, hat Fritzi gefragt. Die Küche ist zu eng hier! Ständig eckt man irgendwo an – an Anja oder Fritzi. Ich hab die ganze Zeit nur an Feierabend gedacht.

Sonniger Sonntag und heute Mittag kommen Michael, Tamina und Jonte …

Sonnabend, 12. Februar

Die schönsten, angenehmsten Tage sind nicht die, an denen großartige, aufregende Dinge passieren, sondern die mit den einfachen, netten Augenblicken, die sich aneinanderreihen wie Perlen auf einer Schnur. Lucy Maud Montgomery

Hardy Hundelaut hat nochmal nett auf meine Absage geantwortet und mir seine Handynummer hinterlassen, falls ich es mir nochmal anders überlege. Ich überlege noch, ob ich mit einem froh werden kann, dem Tolleranz wichtig ist.

Da Sprache und Schrift, Lesen und Schreiben, mein halbes Leben ausmacht, glaub ich nicht, dass Maik mit seiner diffusen Anwesenheit großen Einfluss auf meine Entscheidungsfindung hat. Es gibt schwierigere Wörter als Toleranz. Wer das schon nicht schreiben kann … Ist das so wichtig? Größer als die Abneigung gegen einen Rechtschreibfehler ist der Wunsch, eine Zweierbeziehung zu haben.

Donnerstag, 10. Februar

Eine halbe Stunde Meditation ist absolut notwendig, außer wenn man sehr beschäftigt ist, dann braucht man eine ganze Stunde. Franz von Sales

Gestern Abend um 9 hat das Telefon gebimmelt, Christoph. Nach wieviel – 14 Tagen? Er hätte sicher wieder eine Erklärung gehabt – die wollte ich aber nicht mehr hören.

So niedrig schwingende Wünsche, wie ein Anhängsel zu finden, wird nicht gefördert vom Universum, hab ich festgestellt. Die auf Hochfrequenz auch nicht, da spür ich aber wenigstens noch eine Resonanz und bekomm Antworten. Kleinkariertes Ansinnen wird gleich abgelehnt, in Form von Nichtzustandekommen, und in der Folge ignoriert.

Mittwoch, 9. Februar

Die Welt kann nur gut und rein sein, wenn unser Leben gut und rein ist. Swamit Vivekananda

Heute wieder Aikido-Ferienlager, was schön war, doch Feierabend ist auch schön. Im Mail-Eingang: Hallo Müritzfrau, Sie haben Post! Ich verdreh schon die Augen und richtig – von Kekskalle und Hundelaut, wobei der zweite Jäger ist und das noch Sinn ergibt.

Dem ersten – kein Gruß, kein Name – hab ich geschrieben: Hallo, ich hab bei dir gesehen, in Partnerschaft lebend. Daran hab ich kein Interesse. Viel Glück!, hab ich mir noch abgerungen, doch das wünsch ich ihm nicht wirklich. Bei Nummer 2: Ich bin hier schon so gut wie weg, noch eine Woche, dann läuft mein Probeabo aus bzw. ich habe es aus unterschiedlichen Gründen gekündigt. Zum einen sind es nicht die besten Erfahrungen und zum andern ist es nicht die beste „Zeit“, um neue Bekanntschaften zu schließen. Sich irgendwo zu einem Kaffee zu treffen, ist schon problematisch. Ihm wünsch ich wirklich Glück.

Dass er Jäger ist, passt auch nicht zu meiner vegetarischen Einstellung, nur zu Grundsatz-Diskussionen hab ich erst recht keine Lust.

Dienstag, 8. Februar

Wenn unsere Achtsamkeit diejenigen einschließt, die wir lieben, blühen sie wie Blumen auf. Thich Nhat Hanh

Ulla hat mir schöne Tulpenbilder geschickt. Danke für die Farbe in dieser grauen Einöde, hab ich ihr geschrieben. Ich hab nur noch das Gefühl, dass anderes Wetter her muss. Frühling, Blumen, Sonne, Wärme …

Von Bandelstorf bin ich gleich zu Birgit in die TAO-Schule gefahren, wo ich für die Kinder in den Winterferien koche und nachmittags die Märchentante bin. Diese Woche Hans Christian Andersen, heute: Des Kaisers neue Kleider

Platt, platter, am plattesten …

Montag, 7. Februar

Schön, dass es dich gibt. Die Welt ist ein so viel schönerer Ort, weil es dich gibt! Versuche, Komplimente dankbar anzunehmen, statt sie zu hinterfragen oder sie kleinzureden.

Danke, schön, dass es dich auch gibt und du an meiner Seite bist und mich begleitest – lieber Kalender.

Heute Rostock und morgen gleich zurück, nur Manja Nageltante und Martina. Jonte und Tamina sind in Schwerina.

Oh Liebelein – das war ’ne Katastrophe. Nach den ersten drei WhatsApps wusste ich schon, das geht in die Hose, sinnbildlich. Oha, Hm, cool, hihi …

Ich musste mich erst einlesen, um ihn zu verstehen: Was machst du hier? – Habe das Hotelkimbekauft, oder mein Cheff und wir sanieren es. – Wo ist das denn? – An Hagen. – Ach, Haus Kim, am Hafen, alles klar. Dann ging es, als seine Finger nicht mehr so steif waren zum schreiben, wurde aber nicht wirklich besser. – Was hast du dir drunter vorgestellt, als du mich angeschrieben hast? – Oha, Fangfrage. – Na? – Ich hab immer viele Flausen im Kopf. – Flausen sind ein dehnbahrer Begriff. – Sag nicht sowas! Jetzt wird’s interessant …

Für ihn vielleicht, nicht für mich. Dann hat er erkannt, dass wir auf keinen gemeinsamen Nenner kommen: Schade, ich hab so gehofft, dass du auch ein Teufelchen bist. – Pech gehabt, ich Engelchen. – Wo kann man denn hier nette Leute treffen? – Irish Pub ist so das Kölschste, was wir hier haben. – Ist ja immer zu da. – Genau, wie alles im Winter und jetzt sowieso … Mein, wie ich finde, köstlicher Humor Irish Kölsch ist ihm entgangen über die Betrübnis, dass geschlossen ist.

48 Jahre, das Mensch, und ich hab gedacht, so will ich in 10 Jahren noch nicht aussehen, obwohl ich schon gut älter bin als er. Sucht jemand für die langen Abende nach der Arbeit. Die langen Abende bin ich auf Arbeit! Und die Nächte? … Ich bin kein Freund von Schachtelsätzen, aber auch nicht von Wortgruppen als Satzkonstrukt. Mit charismatischich bin nicht 0815, sondern anders als die meisten – war nicht viel oder ich hab es nicht erkannt oder erkennen können.

Sonntag, 6. Februar

Weniger denken, mehr fühlen.

Der Spruch kann heute nicht für mich sein, oder nur der halbe. Mehr fühlen geht schon gar nicht mehr.

Hey Liebelein … so hat mich gestern einer angeschrieben, ä Kölsche Jung in Waren und Biker … lass mich zuerst einmal deinen Namen erfahren und dann ganz viel mehr, bitte. Da fällt mir gar nicht ein, was ich darauf antworten soll, in gegenwärtiger Umnachtung. Rumpelstilzchen?

Ja, und was ist eigentlich mit Christoph? Als ich da neulich mal drüber nachgedacht hab, hab ich eine Stimme gehört, die war sehr energisch: Es geht hier nur um EINEN Mann! Da fiel mir mein Traum wieder ein: Weißt du es immer noch nicht …?

Seine letzte Nachricht kam aus dem Bett: Liebe Anita, sorry, habe versucht dich anzurufen – ja, abends um 9 in Guti-Gutshaus – Geht mir schlecht, liege im Krankenhaus (Hand)-OP. Melde mich bald wieder. Dir viele liebe Grüße von Christoph. Das war vorigen Sonnabend. Das geht den Bach runter …

Manchmal soll ja auch was nicht sein und wird vom Schicksal verhindert. Ich hab gedacht, dann hätte ich mir ja auch die Hand brechen können, damit ein Treffen nicht zustande kommt. Aber erstmal bin ich kein Kandidat für Knochenbrüche und dann hätte er trotzdem zu mir kommen können. Denn dass ich nicht zuerst zu ihm fahre, wissen die Kollegen da oben auch. Ist schon seltsam alles.

Sonnabend, 5. Februar

Ich verströme meine Liebe um mich herum und sie spiegelt sich in anderen wider. Anaïs Nin

Meine Liebe verströme ich dieses Wochenende in Guti-Gutshaus um mich herum, wollen wir hoffen, dass der zweite Teil auch zutrifft.

Als ich gestern ankam, hab ich zu Fritzi gesagt: Wär schön, wenn hier jetzt schon ’n kleines Menü stehen würde … denn meistens muss ich erstmal was essen, bevor ich anfange.

Mal irgendwo hinfahren und wieder was unternehmen, statt im Bermuda-Dreieck Kirchturm – Bandelstorf – Guti-Gutshaus zu pendeln. Konzerte, Multi-Visions-Shows, Veranstaltungen. Drauf gekommen bin ich dadurch, dass ich mir auf Youtube Jürgen von der Lippe Programme angucke: Wie soll ich sagen … Oder einfach nur Sonne!

Gestern um 12 zuhause und heute um 12 schon wieder losfahren, aber die Nachmittagsschicht, da weiß ich, um 6 ist Feierabend!

Was ist eigentlich inzwischen mit Christoph?, hat Sabine gefragt. Da schreib ich morgen was zu …