Freitag, 4. Februar

Be kind – Sei warmherzig und großzügig zu den Menschn, denen du begegnest. Halte nicht an Vorurteilen und Meinungen fest, sondern begegne anderen Menschen freundlich, respektvoll und unvoreingenommen. Nimm sie so an, wie sie sind – denn auch du möchtest akzeptiert werden, wie du bist.

Mein erster Kommentar in Wir sind Müritzer zur wöchentlichen Montags-Demo, wo ich auch war:

Schämt Ihr Euch nicht alle – mit soviel Intoleranz, Respektlosigkeit und Schlimmerem übereinander herzufallen? Sind wir so geboren worden? Glaubt Ihr, dass es so gut ausgehen kann? Ich bin vor 10 Jahren wieder hierher in meine Heimat gezogen und habe mich immer sehr wohl gefühlt. Jetzt sind es nur die überdauernden Elemente, wie die Müritz und der Nationalpark, und mein Marien-Kirchturm als Wahr-Zeichen und Nachbar, die mir die Gewissheit geben, alle Zeiten sind zu überstehen – und seien es die schlechtesten – und es wird wieder aufwärts gehen!

Das war vom Achtsamkeitskalender und von Maik inspiriert – ich habe mich bei dir immer sehr wohl gefühlt, hat er mal in einer Schluss-SMS geschrieben.

Dauerregen-grau, in Wochen gezählt, Tü-Tataa von früh bis spät, Menschen, die verbal wie Bestien aufeinander losgehen – wenn das hier die Erde ist, wie mag’s da erst in der Hölle aussehen?

Donnerstag, 3. Februar

Die Liebe, die ein jeder gegen sich selbst hegt, ist kein zufälliges, sondern ein von Natur in ihn gepflanztes Gefühl. Aristoteles

Selbstliebe … Frühstück zum Glockenläuten um 8. Ich leg mich wieder hin – um 10 ist ein besserer Tagesbeginn.

Guten Morgen! Bei Mond, Sterne und Laterne war ich gestern schon in weiter Ferne. Heute nach Kaffee um 8 um 10 Uhr 40 aufgewacht. Mit dem Mäusemann komm ich hoffentlich in Gang … Bildchenbezogener WhatsApp-Reim an Christa unter mir.

Mittwoch, 2. Februar

Die Motive der besten Handlungen vertragen kein zu genaues Erforschen. Die Beweggründe der meisten Handlungen, der guten wie der bösen, mag man mit Selbstliebe erklären. Jonathan Swift

Gestern hab ich Bjarne mittags von der Schule abgeholt, weil diese Woche bis zu den Winterferien kein Hort ist. Wir haben drüber erzählt, wie schön es war, als sie noch hier gewohnt haben, direkt neben mir. Er wollte malen und hat sich aus meinem Kreative Mandalas den Erdknoten ausgesucht. Dann hab ich Die kleine Seejungfrau vorgelesen und er war Probezuhörer für meine Hans-Christian-Andersen-Märchenstunde für die Kinder in der TAO-Schule bei Birgit in der Ferienwoche. Als er Hunger hatte, hab ich uns Eierkuchen mit Blaubeeren gemacht. Im Spielzeugladen unten hatte ich vorher noch schnell ein Kartenspiel Schwarzer Peter zur Beschäftigung ausgesucht mit vom Zeichner der Skatkarten schön gestalteten Tierpaaren wie Frosch und Fröschin, Maus und Mausbock. Wir haben es wie früher gespielt – wer den Schwarzen Peter hat, kriegt einen schwarzen Strich auf die Nase. Ich zuerst, natürlich verloren, und beim zweiten Spiel hab ich bisschen nachgeholfen, sprich geschummelt, aber nur, um den Spaßfaktor zu erhöhen.

Als er neben mir am Herd stand, hat er den schweren Messing-Mörser in die Hand genommen, auf meine vollgestellte Schrankfläche geguckt und gesagt: Hier sieht’s ganz schön kruschlig aus … Das kann man frei interpretieren, wie man möchte. Es hat jedenfalls Spaß gemacht und war ein schöner Nachmittag.

Auf meinem schönen Waren-Fotokalender von Martina steht im Februar der Spruch: Der Glaube ist der Vogel, der das Tageslicht spürt, bevor der Morgen dämmert. R. Tagore

02.02.2022Was würde ich ihm heute sagen? Ich glaube, den Spruch da oben … Das ist ein ganz besonderer Schatz, den ich hüte, nicht die Worte, die nicht immer ehrlich waren, sondern das, was war.

Dienstag, 1. Februar

Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren. Theodor W. Adorno

Gelebt – hab ich das überhaupt?, denk ich, als mein Blick eben auf den Blog-Untertitel fällt. Ja, ich nehm es raus, wenn er nicht mehr in meinem Körper-Geist-Seelen-System verankert ist.

Jürgen, Andreas Vater, ist zur Blutabnahme. Seine Werte sind schlecht nach der Herz-OP. Das weiß ich nicht etwa, weil ich noch mit ihm zusammenlebe, aber so gut wie. Ulla schildert mir präzisiös ihren gesamten Lebensablauf und bebildert ihn reichlich per WhatsApp. So seh ich nicht nur die aktuellen Bilder von der Sturmflut in Hamburg am Wochenende, sondern weiß auch, wenn er ein neues Hemd anhat – rosa mit feinen Streifen, was ihm gut steht – und kenne alle ihre Termine von Augenarzt bis Zahnarzt, erlebe ihre Urlaubsreisen mit, die Garten- und Grundstücksarbeiten und weiß, was es zu essen gibt – allein oder mit Freunden. Das ist fast wie eine Ehe zu dritt. Andersrum bin ich nicht so auskunftsfreudig und beschränke mich auf Zusammenfassungen.

Freitag, 28. Januar

Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung. Jean Jacques Rousseau

Das war sie wieder, die Achtsamkeits-Woche im Schnelldurchlauf … Und damit ist auch der Monat fast rum. Der Januar hat durch events nicht geglänzt. Das schönste und einzige war Martinas Geburtstag am Dienstag zu dritt, mit Susanne, ihr und mir. Wir haben auch einen Yogi-Tee Rose getrunken, also mit Spruch, meiner:

Mach deine Worte zu einem Geschenk für andere. Das passt ja – Blog schreiben …

Jonte hab ich den ganzen Monat mal grad anderthalb Stunden gesehen, als Michael beim vorigen Mal abends mit ihm da war und er schon mit durch war. Er hätte heute kommen können, ist gestern aber krank geworden, wieder erkältet, alle 3.