Sonntag, 23. August

Als ich im Dänischen Bettenlager war, hab ich bei Deko eine Packung mit 5 Holzbuchstaben gefunden: HERBST – die hab ich gleich gekauft und an der Kasse gesagt: So heißt meine Schwiegertochter. – Wie? – Na so, HERBST. Die bekommt Tamina mit zum Geburtstag. Sie hat nämlich auch im Herbst Geburtstag, am 5. Oktober wird sie 20! Da hab ich mich gefreut drüber. Das sind so schöne Zufallsfunde, die einen zum Lächeln bringen …

Gesegneter freier Sonntag – ausgeschlafen, Kaffee um 10, um 1 bin ich bei Sigi und Wolfgang zu Mittag eingeladen, gefüllte Zucchini mit Hack und Feta. Birgit hatte mir eine in XXL mitgebracht. Da machen wir jetzt ein Gemeinschaftsessen draus. Aniko kommt bestimmt auch. Und nachmittags will Birgit zum Baden und erzählen kommen. Guti-Gutshaus lief gut gestern mit Grillabend, wenn auch wieder bis 23 Uhr. Dafür war vorgestern die Hölle los. Egal, jetzt ist frei bis Freitagabend! Wenn die Leute wieder abreisen und sagen: Ihr macht das toll hier!, dann ist das noch ein Bonus-Einkommen, ideeller Art.

 

Sonnabend, 22. August

Die gute Nachricht zum Feierabend auf meine Stundenabrechnung: Guti-Gutshaus passt den Stundenlohn den erhöhten Anforderungen an. In der Höhe, wie ich  gedacht hab, dass es angemessen wäre. Ich bin auf dem besten Wege, ein Kopf-Mensch zu werden – Materie, Moneten … Das ist nur das, um hier auf Erden gut klar zu kommen und abgesichert zu sein. Für Gefühle bleibt noch genug Raum übrig – jetzt im angemessenen Verhältnis.

Gleich nach dem Frühstück hab ich die Blumen vom Treppenhaus wieder auf die Terrasse geschleppt. Das war Frühsport. Die andere Hälfte steht noch bei Lars in der Wohnung, das machen wir, wenn er nach Hause kommt. Wie schön das jetzt aussieht –  so wirkt meine wundervolle Kirchturm-Kulisse noch viel erhabener! Durch die Unterbau-Konstruktion wurde der gesamte Fußboden angehoben, so bin ich dem Himmel noch näher – ganze 15 Zentimeter plus 3. Obergeschoss!

Apropos Himmel – für Gefühle bleibt noch genug Raum: Was die hundertfache Löschung auf dem Handy angeht – er weiß, was er mir geschrieben hat, und ich weiß es und wollte es lebenslang behalten. Doch das muss ich nicht archivieren, wenn es nicht werthaltig ist oder sein soll …

Wenn ich nachher zu Guti-Gutshaus fahr, fahr ich beim Dänischen Bettenlager ran und besorg mir noch paar schöne Kleinigkeiten für draußen – 6er Sets Outdoor-Kerzen und ein dekoratives Tablett für den Tisch. Das rundet das ganze ab! Und nach Feierabend ist Wochenende!

Als ich den Müll runtergebracht habe, hab ich ein Blümchen, rosa Kalanchoe, aus der Tonne gerettet. Die Süße steht jetzt bei meinem Rosenherz!

Freitag, 21. August

Halb 3 – Kaffee unterm Sternenhimmel auf der Terrasse, auf dem Stück, was fertig ist, bei runtergekühlten 21 Grad. Das wird heute die Krönung mit 32 …

Das war nicht nur die Krönung von den Temperaturen her, sondern auch bei Guti-Gutshaus  – weit über die Kapazität hinaus, fast das Doppelte.

Aber die Terrasse ist fertig und sehr schön geworden. Am Dienstag wird noch das Gerüst abgebaut und der Dachträger für das Material.

Dem Chef mit seinem verletzten Fuß hab ich nach Zögern doch meine Flasche Retterspitz gegeben zum Kühlen, ohne ihn bemuttern zu wollen.

Die Löschungs-Aktion lag aber nicht am sympathischen Dachdecker-Meister. Ich hab nur zum Löwe-Neumond gesagt: Lass mich nach vorne gucken bitte, und nicht zurück.

Donnerstag, 20. August

Gestern kam der Guti-Gutshaus-Plan für die nächsten 4 Wochen. Diesen Sonntag hab ich mir erfolgreich abgewimmelt. Dafür steh ich an den nächsten beiden Wochenenden wieder mit 3 Tagen drin, weil Anja Urlaub hat. Das seh ich nochmal ein, doch dann bin ich konsequent – 2 Tage! Mal eine Kaffee- oder Frühstücksschicht zusätzlich ist kein Thema, nur nicht diese Mammutlauf-Schichten abends mit anderthalb Stunden hinterher Küche machen bis halb elf, elf oder noch später. Echt ätzend!

Trennschleifer seit halb sieben auf der Terrasse und NDR 2 dudelt: Give me a minute to hold my girl – Zeichen? Eher nicht! Für Zeichen bin ich nicht mehr empfänglich, eher für die Temperaturvorhersagen von Wetter.com für’s Wochenende. Morgen zur Spätschicht wieder 32 Grad …

242 SMS gelöscht, von März 2017 bis 14. Juli 2018 – mit Fotos, Videos und Text, ohne sie nochmal anzugucken. Das war ja nichts, hat er gesagt, und langsam glaub ich ihm. Die Fotos in Papierform gehen bei nächster Gelegenheit ins Feuer. Ich räum gründlich auf mit ihm.

Mittwoch, 19. August

Silvia und Detlef haben die Steuerklasse gewechselt. Sie leben seit 20 Jahren zusammen. Gestern hat er mir ein Foto von ihnen am Strand geschickt mit Blumenstrauß und in Festkleidug. Sie haben am Freitag in Warnemünde geheiratet – in aller Stille. Das ist mal ein schönes Ereignis, besonders wenn man weniger Strecke vor sich hat, als im Rückspiegel. Das hab ich in einer Brigitte von Martina gelesen, die ich immer mal durchblättere.

Halb 7 – die Dachdecker rücken früh an heute. Geht weiter, gestern war Ruhe auf’m Bau. Lars kommt gerade aus der Nachtschicht, mit Schlafen wird da nicht viel bei den Bauarbeiten draußen …

11:11 Uhr Auf der Dachterrasse ist reger Baubetrieb. Ich komm grad von Dana zurück – mit wieder schönen Füßen und Rot-Gold-Glitzer-Lack. Sie wollen Montag in Urlaub gehen und jetzt ist die eine von zwei Mitarbeiterinnen krank. Wenn die Montag nicht wieder zurück ist, war’s das mit Urlaub …

Heute hab ich mal die fleißigen Bauarbeiter gefragt, ob sie schon sagen können, wann es fertig ist? Wenn wir feddich sind, sind wir feddich. Das ist ’ne umwerfende Logik! Der Chef kam später, hinkend, mit einem Tuch um’s Fußgelenk gebunden. Bisschen überlastet, hat er gesagt. Er ist über’s Gerüst hochgekraxelt und hat dann gefragt, ob er durch meine Wohnung über’s Treppenhaus runtergehen kann. Na klar. Er hat immer so ein schönes, entschuldigendes Lächeln. Ach, Mann … wär das schön, wenn noch was kommt, und das andere nicht das letzte war.

 

Dienstag, 18. August

Wer weiß, wer einem das einreden will, dass man alleine glücklich sein soll. Das kam mir schon immer spanisch vor und funktioniert nicht, hab ich gedacht.

Nicht nur der Anlasser, auch das Getriebe. Die Gänge gehen schwer rein und nur mit viel rumrühren. Also muss ich mir Gedanken machen über ein neues Auto. Lieber einmal neu, statt viel Geld in alt und verbraucht zu investieren.

Ja, das nun auch noch, Auto. Es ist aber auch grade dusslig alles, aber das konsequent. Nach der Mittagspause will sich Toyota melden … Jetzt war der Monteur hier und? Das Auto springt an – Vorführeffekt! Er hat es trotzdem mitgenommen – der Anlasser wird erstmal gewechselt. Schaltung weiter beobachten, hat er gemeint.

Guti-Gutshaus hat gefragt, ob ich Sonntag auch kommen kann, also zusätzlich zu Freitag und Sonnabend. Ich hab erstmal gesagt, dass ich Maleschen mit dem Auto hab und Fr/Sa auch noch fraglich ist. Oh, dann haben wir aber ernsthaft ein Problem! Na, das ist ja nun geritzt. Aber Sonntag mach ich nur, wenn’s gar nicht anders geht. Mit 2 Tagen bin ich gerade reichlich ausgelastet bei der Hitze, mit meiner Baustelle auf der Terrasse und der Autowerkstatt – alles Stress. Heute sind mal 10 Grad weniger mit Regen.

Das war ein schönes langes und auch heißes Wochenende bei Martina, überwiegend im Garten. Sonnabend- und Sonntag-Abend haben wir gegrillt und Sonntagnachmittag waren wir bei Peter, der im Stadtteil Gehlsdorf in einer schönen Wohnanlage, direkt an der Warnow, lebt, die er Geronto-Viertel nennt, gut betuchte Senioren. Ich bezeichne mich als beides nicht und bin durchaus zufrieden damit. Manuel war auch mit und auf einem kleinen Flohmarkt dort hab ich ein schönes Sommerkleid für Martina, ein Buch Optische Täuschungen für Manuel und ein lila Spitzen-Shirt für mich entdeckt. Montag Manja Nageltante – mit dem Fahrrad, denn Auto ging ja nicht – was auch wieder sehr erfrischend war!

Du siehst erschöpft aus, haben Sigi und Wolfgang und auch Aniko gesagt. Ich seh nicht nur so aus, ich bin es auch. In search of incredible erscheint jedesmal, wenn ich meinen Asus Laptop anschalte. Auf der Suche nach dem Unmöglichen ist erschöpfend …

Montag, 17. August

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

In diesem Leben können wir keine großen Dinge tun. Wir können nur kleine Dinge mit großer Liebe tun. Mutter Teresa

19:30 Uhr Ich bin zurück von Rostock – mit Anschieben. Der Anlasser ist im Eimer, nun endgültig. Morgen werd ich erstmal die Toyota-Werkstatt kontaktieren.

Manuel hat auf der Gartenparty – er wohnt unten bei Martina im Haus – gesagt, ich kann mir eine Flasche Wein von seinem umfangreichen Sortiment aussuchen, das er von Patienten geschenkt bekommt. Ich hab eine mit rotem Etikett gegriffen mit dem Aufdruck „Glücksgriff“. Na, das passt ja! Dann hab ich genau hingeguckt, es steht drauf: Du bist ein wahrer GLÜCKSGRIFF für mich! Ich könnte das jetzt auch als Zeichen von oben sehen, das lass ich aber mal. Maik geht Fallschirmspringen, hat er mir erzählt …

Was mich wohl auf meiner Terrasse erwartet?, hab ich auf dem Heimweg gedacht. Björn, er wohnt schräg gegenüber über dem Altstadt-Bäcker,  hat mir früh um sieben eine WhatsApp geschickt: Sag mal, was machst du da in aller Herrgottsfrühe? Lässt Du dir ’nen zweiten Balkon anbauen oder was wird das? Ah, dann weiß ich, die Bauarbeiter sind da, ich bin in Rostock, hab ich geantwortet. Mit dem Kran von unten über den Markt haben sie das Altmaterial abtransportiert, war auch für heute angekündigt. Jedenfalls ist der Bauschutt weg und schon Dachpappe verlegt. Damit kleb ich nicht mehr mit den Latschen bei 30 Grad aufwärts am Teeranstrich fest. Ich hab mir gleich meinen Relax-Stuhl rausgestellt und jetzt gibt’s schön gekühlten Silvaner!

Was ich bei Fallschirmspringen gedacht hab, ist nicht produktiv, aber verständlich: Das braucht er auch noch! Der eine stürzt vom Himmel ab, die andere hat mit Zahnarzt- und Werkstatt-Rechnungen auf Erden zu tun. Das hab ich mir gewünscht, einen Mann, der vom Himmel fällt …

Es gibt tausende Interpretationen über Seelenpartner im Internet. Mein Seelenmann ist bei mir, hab ich zu Martina im Garten gesagt – meine neue Definition. Manuel stand am Fenster, und  obwohl ich es leise gesagt hab, hat er es gehört. Das denk ich auch, hat er gesagt.

Meine Hoffnung bleibt weit unter Gottes langem Atem, wer kann das denn schon verstehen, Soll und Haben?

Sonnabend, 15. August

Fritzi ist ein Junkie – Geld und Sex. Was er da alles so von sich gibt – da komm ich eventuell nochmal drauf zurück, ich registrier es nur und mehr nicht. Er hat mal Judo – deutscher Meister und Vizemeister, wie er sagt –  und Kraftsport gemacht, seit der Ausbildung aber keine Zeit mehr dafür. Das kriegt er nicht kompensiert, weder durch Kohle noch durch …

Guti-Gutshaus ist momentan anstrengend. Ein Abend ist jetzt so wie vorher zwei. Zu viele Gäste, zu geringe Kapazität, Haus und Personal, und die Hitze noch dazu. Nur noch heute … hab ich gestern geschrieben. Das heißt nicht, dass ich gekündigt habe, sondern das Wochenende frei habe.

Ein freies WE hatte ich Pfingsten, als ich mit Silvia und Detlef im Wörlitzer Park war, eins Ende Juni, als wir mit ihrer Familie ihren runden Geburtstag vom Februar in Feldberg gefeiert haben, und dieses fahr ich nach Rostock und bleib bis Montag bei Martina. Sie feiert auch ihren und Peters Geburtstag – sie haben Ende Janur einen Tag nacheinander – mit Gartenparty im Sommer. Da hab ich es gut mit meinem 7.7. – den werd ich nicht in den November oder so verlegen.

Ja, dann bin ich Montag wieder hier, ich mein im Blog. Allen ein schönes Sommerwochenende!

Mir ist noch was eingefallen: Die größte Dummheit, die ich mal begangen habe, ist mein M-Tattoo auf der Schulter, und auch die schönste.

 

Freitag, 14. August

Heute wieder ein Treffen – spontan – mit Sigi und Angelika, Schwiegereltern meiner Tochter, und ihrer Schwester mit Mann mittags bei Jannys Eis unten im Strandkörbchen. Sie sind noch bis Sonntag  auf dem Zeltplatz Ecktannen hier. Vanille küsst Kirsche hab ich mir bestellt. Zungenbrecher, schwer auszusprechen – das ist Kirschsaft mit Vanilleeis.

Jetzt noch ausgiebiges Programm Badewanne und dann ist es schon wieder Zeit für Guti-Gutshaus. Nur noch heute …

 

Donnerstag, 13. August

Guten Morgen Anitalein, die Männer stellen ein Gerüst auf und steigen zu dir auf. Bist du schon wach? WhatsApp von Sigi. Da musste ich grienen – die Männer steigen zu mir auf. Das ist wieder ’ne intelligente Frage – Jeder wird wach, wenn ein Gerüst aufgebaut wird. Ich hab dann trotzdem bis um 9 weitergeschlafen. Jetzt sind sie wohl frühstücken, keiner da …

Jetzt kommen sie grad zurück: Guten Morgen, ist ja doch jemand da, hat der eine gesagt. Na klar! Als der Meister kam, hab ich zu ihm gesagt: So ist noch keiner zu mir hier hoch gekommen, über Gerüst … Viel Krach!