Dienstag, 2. September

Ich kann Ihnen auf der ganzen Gotteswelt keinen besseren Platz empfehlen als Waren am Müritzsee … Das hat Theodor Fontane in einem Brief an einen Freund geschrieben, nachdem er im Sommer 1896 mehrere Monate in Waren in der Sommerfrische war. Er hat sich sehr für die Entwicklung zum Kur- und Urlaubsort deutschlandweit eingesetzt und gilt als „Vater des Tourismus“ in Waren.

Das hab ich gestern im Vortrag erfahren …

Nach der Massage bei Tam hab ich mir die erste diesjährige Kürbissuppe gekocht und Andrea angerufen und ihr und Paul zum 9. Hochzeitstag gratuliert. Dann hab ich den ganzen Nachmittag geschlafen. Ich hab die galoppierende Vollmond-Müdigkeit. Gott sei Dank ist morgen erst Guti-Gutshaus und bis dahin ist es hoffentlich besser …

Heute ist Dienstag, der 1. September

Wie der Abend sich neigt, so der Morgen sich zeigt. Genauso klar und leuchtend wie gestern …

Als ich beim Frisör fertig war, hab ich mich noch zu Anne, der Inhaberin, draußen vor die Tür gesetzt. Sie hat ein Tischchen und Stühle draußen stehen, genau zwischen Steintor und Hotel Sonne. Ich hatte mich kaum gesetzt, da hab ich einen Stich im linken Handgelenk gespürt, als ich den Arm auf die Stuhllehne legen wollte. Wespenstich!

Ich hatte am Sonnabend beim Italiener eine Wespe gerettet, die in Manuels Glas gefallen war. Die kannst du drin lassen, hat er gesagt, ich trink das sowieso nicht mehr. Natürlich hab ich sie nicht ertrinken lassen. Ist das der Dank dafür?, hab ich gedacht. Ich hab gleich meinen Daumen auf die Stelle gedrückt. Es tat noch den ganzen Nachmittag weh, ist aber weder rot noch geschwollen und juckt auch nicht, wie sonst. Nichts mehr zu sehen …

Der Stich war genau in die Vene – vielleicht ist das der natürliche Impfstoff, nach dem gesucht wird, hab ich gedacht, und das Wespenvolk hat sich auf diese Weise bei mir bedankt. Als ich es Martina erzählt hab, hat sie gesagt, ihr ist neulich im Garten ein Apfel auf den Arm gefallen und als sie hingefasst hat – auch ein Wespenstich, in den Oberarm, aber dick und geschwollen. Mich hat ewig keine Wespe gestochen – sie auch nicht, sagt sie.

Als ich gestern ins Bett gegangen bin, hab ich gesagt: Du kannst nicht hier sein, aus irgendeinem Grund. Wenn du es könntest, wärst du es …

Heute ist Markt-Tag. Ich kauf mir nachher ein Schild am Stand der 1000 kleinen Dinge. Er hat eine große Auswahl an Emaille-Schildern mit witzigen und schönen Sprüchen – meins hab ich neulich schon gesichtet: Man widerspricht dem Einhorn nicht!

Über sowas kann ich mich freuen wie ein kleines Kind! Heute Abend um 17 Uhr ist der nächste Dienstags-Vortrag im Haus des Gastes: Waren (Müritz) einst und jetzt – da melde ich mich gleich an und bei Tam hole ich mir einen Massage-Termin, möglichst für morgen, sonst für nächste Woche. Das ist alles im Karree hier und es ist alles noch viel schöner – geworden – als ich es mir damals vorgestellt habe. Am 1. September bin ich hergefahren, um den Mietvertrag zu unterschreiben, am 1. Oktober bin ich dann eingezogen  – vor 9 Jahren. Das war ein genauso schöner goldener und prächtiger Tag wie heute – einfach himmlisch.

Mit dem Einhorn im Fahrradkorb hab ich gleich eine kleine Radtour um den Warnker See gemacht und paar schöne Fotos in den Status gestellt: Holy Müritz Nationalpark! Zurück auf dem Markt, hing an einem Stand ein hübsches Sommerkleid – gesehen, gepasst, gekauft! Dann Mittagspause bei Bäcker Junge mit Geburtstags-Gutschein. Massagetermin morgen hat auch geklappt. Das sind Segnungen …

 

 

Montag, 31. August

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Du musst nur langsam genug laufen, um immer in der Sonne zu bleiben. Antoine de Saint-Exupéry

Bist du in ihn verliebt oder liebst du ihn – noch?, hat Manuel gestern gefragt. Ich hab versucht, ihm eine Antwort zu geben, die er versteht: Ich fühl mich, als wenn ich 20 Jahre mit ihm verheiratet bin. Wie das denn?, er ist doch gar nicht hier. Er hat es nicht verstanden. Dann hat er noch gesagt: Ich weiß nicht viel von ihm – ob er alleine lebt oder mit jemand zusammen. Eher mit jemand zusammen. Das ist nicht wichtig, hab ich gesagt, das ist außerhalb von meinem Gartenzaun.

Der letzte August-Abend strahlt mit einem magischen Licht …

Sonntag, 30. August

Wir sind grad aufgewacht, Manuel im Wohnzimmer unten, ich oben – kurz vorm Sonntagsglockenläuten. Es ist das erste Mal, dass er in diesem Jahr hier ist. Gestern hat er sich mit einem Freund aus Berlin hier getroffen. Sie kennen sich schon 20 Jahre. Erst waren wir beim Italiener, sind dann aber wegen Wespenalarm geflüchtet, denn Tilo hat Wespenallergie, bescheinigte. Dann waren wir bei mir auf der Terrasse – mit seiner eingepackten Pizza – wo er sich gleich wohl und wie zuhause gefühlt hat. Den Abend haben die beiden zusammen verbracht, während ich meine übliche Wochenendgestaltung hatte – Guti-Gutshaus … Um halb 11 war ich zurück und Manuel ist kurz vor mir reingekommen – und hat sich gleich schlafen gelegt.

Großes Drama! Um 9 kam Tilo, um uns zum Frühstück abzuholen. Das erste: Er hat gestern Abend seinen Allergie-Chip verloren! Anruf bei der Notdienst-Apotheke – er muss sich vom Bereitschaftsarzt ein Rezept dafür holen. Nach einem kurzen Frühstück beim Bäcker, von Wespen umschwärmt, ist er mit Manuel losgefahren, um das zu erledigen. Als sie zurück waren, haben sie geklingelt und gefragt, ob ich mitkomme – zum 2. Frühstück. Nee, geht mal – ich hab noch … was zu tun. Nachdem ich gestern schon Ermüdungserscheinungen gezeigt habe – ganzen Nachmittag kontroverse Corona-Diskussion – will ich mich davon nicht noch weiter am Sonntag zermürben lassen. Ich krieg ’ne Macke, hab ich zu Lars gesagt – umständlich und anstrengend … Dann lieber Guti-Gutshaus nachher.

Gestern hat Tilo Manuel gefragt, woher er und ich uns kennen. Antwort Manuel: Wir haben eine gemeinsame Freundin, die wohnt bei mir im Haus und sie – ich – war mal mit meinem Kollegen so gut wie zusammen. Was? Das hab ich gleich berichtigt: Das ist stark übertrieben, Manuel – das nennt man ’ne Affäre, was wir hatten.

Wieder spät zuhause von Guti-Gutshaus und morgen früh gleich nach Rostock …

Sonnabend, 29. August

Gestern waren nur Fritzi, Nele und ich da. Anja hat Urlaub und die Chef-Familie kommt  heute erst. So schlimm wie gestern war es noch nie mit ihm. Nur Sex, Sex, Sex – er redet von nichts anderem. Seine Freundin hat 3 Wochen Frühschicht und muss um 5 anfangen, auch Köchin in Flessensee, und er kommt abends spät nach Hause, da läuft nix. Hat er mir erzählt, als ich rauchen war und er mit raus gekommen ist. Nele hab ich unten auf die Tiefkühltruhe gelegt und es ihr ordentlich gezeigt. Er meint im Keller. Er quatscht nur dummes Zeug, hab ich gedacht und das hätte er wohl gerne. Doch als er sich von ihr verabschiedet hat – sie war gestern den letzten Tag da – war mir klar, dass er wirklich … Nele, hat Spaß gemacht mit dir!, hat er sich verabschiedet. Und er meint nicht, zusammen arbeiten. Das hab ich daran gemerkt,  wie sich die beiden angeguckt haben.

Vorher hat er ständig gefragt: Hat eine von euch beiden schon was vor heute Abend? Hör auf zu spinnen, hab ich gesagt. Nee, ohne Quatsch, was spricht dagegen, was spricht gegen Fritzi? Du kannst es doch auch gebrauchen – hat er zu mir gesagt! Andersrum – was spricht dafür, Fritzi? Gar nichts.

Sex-Sucht in der Guti-Gutshaus-Küche. Er steht neben mir, guckt mich an und sagt in vollem Ernst: Manchmal kann ich gar nicht mehr aufhören, echt, da fang ich an und kann immer weiter machen, immer weiter, ich kann gar nicht mehr aufhören damit …

Er hat keinen Ausgleich – durch Sport. Er war mal Leistungssportler. Das würde ihm schon helfen, geringfügig. Das zweite ist – er findet keine Befriedigung dabei. Er könnte sich tot ficken und es wär immer noch zu wenig. Orgasmus – gibt leider kein schönes deutsches Wort dafür – kennt er nicht, also der den ganzen Körper durchflutet, nur mechanischen Reiz und Überreizung.

Zwei Möglichkeiten – oder drei: Ich könnte ihm sagen, Schluss damit, ich will das nicht hören! Würde nichts bringen. Oder Chef und Chefin einschalten – würde ihm Ärger bringen. Oder einfach ignorieren. Variante 3.

Freitag, 28. August

Gestern hab ich den schönen Abend auf der Terrasse genossen, nachdem ich die Scherben zusammengefegt hatte. Eine Vase, die schon angeschlagen war, hatte der Sturm vorgestern vom Fensterbrett gefegt. Ich hatte überlegt – wegwerfen oder behalten?, weil die Keramik schöne Farben hatte. Die Entscheidung wurde mir abgenommen.

Ab heute wieder 3 Abende Guti-Gutshaus und Montag wieder Rostock – Frisör und Martina. Und dann ist schon September. Es war die ganze Woche schon herbstlich. Der Juli war moderat. Nur die ersten 3 Augustwochen waren nochmal ein Schleudergang mit 1800 Umdrehungen – Hitze, Schuften, Autoreparatur, Zahnabschlussbehandlung, Terrassen-Baustelle. Jetzt fühl ich mich wieder wie ein Mensch und wach morgens ausgeschlafen und erholt auf. Morgen will Manuel kommen und bis Sonntag bleiben. Er trifft sich hier mit einem Freund aus Berlin, den er behandeln will, aber das ist immer mit Fragezeichen bei ihm. Ich bin sowieso arbeiten.

Es ist schon Spätnachmittag in unser beider Leben. 17 Uhr, würde ich sagen. Und jeder wurschtelt weiter vor sich hin. Bleiben uns noch 7 Stunden. Bei der Frage, ob das beruhigend oder beunruhigend ist, entscheide ich mich für beruhigend. Mann, Mann, Mann …

Dabei muss ich an den Film „Doctor Strange“ denken. Er ist vom Leben verwöhnt – weltbekannter Neurochirurg und hat alles, was das Herz begehrt – außer Liebe, die er nicht zulässt. Ein schwerer Autounfall und der Traum ist aus. Er kann nicht mehr arbeiten. Seine Hände sind zerstört. Als er nicht mehr weiter weiß, landet er abgebrannt bis auf den letzten Cent bei einer Meisterschule in Nepal. Die leitet eine Meisterin. Sie lässt ihn tagelang vor der Tür schmoren – dann darf er rein: Vergessen Sie alles, was Sie bisher gelernt haben! Doch er sträubt sich weiter und glaubt nur an das, was auf dem Feld der Wissenschaft wächst und nicht an das, was auf dem Acker der Spiritualität gedeiht. Dann macht sie die Probe auf’s Exemple und beamt ihn – dünn bekleidet – auf den Himalaya, von wo er aus eigener Kraft zurückkommen muss. Ihr Assistent drängt sie, ihn zurückzuholen, weil er sonst erfriert. Doch sie vertraut in seine Kraft – und im letzten Moment gelingt es ihm. Maik fand den Film nicht gut, das kann ich mir gut vorstellen. Für mich ist er das schönste Beispiel für das, was im Unmöglichen möglich ist.

Donnerstag, 27. August

Diese Person hat mir mitgeteilt, dass sie an einen Ort, wo ihr etwas Wichtiges vorgeschlagen wurde, weggehen muss, wenn sich das mit dir nicht bald klärt. (Mir wurde nachdrücklich gesagt, dass nur du von Interesse bist, und was euch betrifft, und wenn deine Tür sich schließt, dann hat diese Person hier nichts mehr zu suchen, dann würde sie das Angebot annehmen).

So geht es weiter im Text. Wenn es ihm wichtig ist, warum kommt er zu dir und nicht zu mir? Sag ihm, er soll das Angebot annehmen, hab ich geantwortet. Angeblich hat er nur 2 Tage Zeit, um sich zu entscheiden.

Heute gab es bei Aldi eine Daunen-Bettdecke für 77,59 – die war um 8 schon ausverkauft. Öffnungszeit ist 07:00 Uhr. Ich hatte sie zufällig im Angebot gesehen und hab gedacht, die kauf ich – der Preis ist mein Geburtsdatum. Na, nun nicht – dann brauch ich sie auch nicht.

Es stand noch was, in der anderen Mail:

Ich weiß, dass du manchmal verwirrt bist und dass du die Hoffnung, dass am Ende alles in Ordnung sein wird, verlierst. Mach das nicht, Anita, nicht wenn du dem Glück so nahe bist! Du betrachtest deine Vergangenheit als Indikator für deine Zukunft, und das ist eines der schlimmsten Dinge, die du tun könntest.

Das schicken mir die Wahrsager und Kartendeuter nicht etwa auf Anfrage, sondern von sich aus, weil ich da noch registriert bin.

Wenn du dem Glück so nahe bist … eines der schlimmsten Dinge, die ich tun könnte, wär, mich bei ihm zu melden. Jeder von uns bräuchte nur auf die Tasten des Handys zu drücken und keiner tut es. Aus unterschiedlichen Gründen …

Na, Tasten hat ein Smartphone ja nicht mehr, aber ich nutz auch noch mein altes Taste-and-Type-Handy. Ich feier hier wirklich reichlich, allein oder in Gemeinschaft – einen schönen Tag, ein schönes Ereignis oder nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – aber so weintrunken kann ich gar nicht sein, um ihm nochmal die Gelegenheit zu geben, mich so mies zu behandeln. Ich glaub, das weiß er auch.

 

Mittwoch, 26. August

„In exakt 2 Tagen wird sich die Person, die du liebst, entscheiden, ob sie bei dir bleibt oder sich entfernt. Es gibt aber noch etwas, was du wissen musst. Ruf mich unbedingt an, es ist wichtig.“ 0900 … Solche Mails bekomme ich immer noch von Anbietern von Kartenlegungen. Was kann daran so wichtig sein? Es kann sich nur jemand entscheiden, ob er bei mir bleibt, der bei mir ist.

Meine neue Bekanntschaft von gestern könnte eine schöne Freundschaft werden. Sie ist sympathisch und es würde mich nicht wundern, wenn sie auch so eine Geschichte hätte, wie ich. Es wird einen Grund geben, warum ausgerechnet nur wir beide bei diesem Vortrag waren. Wir hätten uns gar nicht übersehen können. Der universelle Mitarbeiter für Kontakte wird sich was dabei gedacht haben, das einzufädeln.

An ihrer Stelle einen Mann hinzuschicken, hielt er wohl nicht für angebracht. Dafür hat er möglicherweise auch seinen Grund. Der Platz neben mir war frei – da hab ich meine Handtasche draufgestellt.

Weder Mann noch Frau wissen, was vollkommene Liebe ist, bevor sie nicht ein Vierteljahrhundert verheiratet waren. Mark Twain. Den Spruch hab ich auf die Hochzeitskarte für Silvia und Detlef geschrieben und: Das schafft ihr locker – 25 Jahre!

Einige wissen nach 25 Jahren aber auch, was vollkommene Liebe nicht ist. Das hab ich natürlich nicht raufgeschrieben, sondern nur an Beispiele gedacht, die ich kenne, mich eingeschlossen.

Ich würde alles aufgeben, um dich wiederzuhaben, so fängt die nächste Mail an. Das, was man sich wünschen würde, nur nicht übermittelt durch professionelle Anbieter. Selber hat er keinen Mumm dazu, den hätte ich auch nicht an seiner Stelle, wenn es denn so wäre.

Dienstag, 25. August

Sehen und entdecken – heißt die Vortragsreihe im Haus des Gastes von Juni bis September, dienstags 17 – 18 Uhr. Viele Informationen und interessantes Wissen zur Stadt Waren (Müritz) und der Müritz-Region, präsentiert von regionalen Referenten. Eintritt frei. Außer M – der Weg ist das Ziel gibt es noch:

„Waren (Müritz) – einst und jetzt“ – 800 Jahre Stadtgeschichte von der slawischen Siedlung zum Heilbad am 1.9.

„Schlösser, Guts- und Herrenhäuser als Zeitzeugen einer Region“ – individuelle Anregungen zum Entdecken, Erleben und Genießen am 22.9.

„Einer von hier – Trojaausgräber Heinrich Schliemann“ – auf den Spuren des weltberühmten Archäologen am 8.9.

„Von Waren (Müritz) auf die Weltmeere“ – ein Blick hinter die Kulissen des Weltmarktführers im Schiffspropellerbau am 15.9.

Die seh und hör ich mir noch alle an. Die Reihe gibt es jedes Jahr und bei „Schlösser, Guts- und Herrenhäuser“ war ich im vorigen Jahr schon aus besonderem Interesse. Dieses Jahr ist das untergegangen, bis ich gestern den Aufsteller gesehen habe. Die Vorträge sind hauptsächlich für Touristen gedacht, deshalb wiederholen sie sich auch jeden Monat während der Saison. Jeder Einheimische ist natürlich auch willkommen.

Bei der Anmeldung gestern hat er gefragt: Ein Mann? Na – ich, eine Frau! Normalerweise fragt man doch, wie viele Personen?

Eine Frau war da, ich – und noch eine. Mehr nicht. Wir haben uns anschließend unterhalten und unsere Telefonnummern ausgetauscht. Sie ist vor einem Jahr von Berlin hierher gezogen und sagt, dass es schwierig ist, Kontakte zu finden. So kann’s gehen. Ich hab den Vortrag gestern zufällig gefunden und sie hat sich heute angemeldet, weil sie es in der Zeitung gelesen hat. In ihrer Telefonnummer ist zweimal die 77 – mein Geburtsdatum. Sie heißt Gabi und hat auch im Juli Geburtstag.

Montag, 24. August

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es. Gottfried Keller

Holzsteg am See bei Sonnenuntergang …

„M – der Weg ist das Ziel“, erinnert mich heute vor dem Haus des Gastes ein Veranstaltungs-Aufsteller, morgen 17:00 Uhr. Untertitel: Wanderung auf dem Müritz-Fernwanderweg, 175 km, Vortrag von Dr. Hans-Jürgen Frank und Günter Raschpichler, Fotos. Ich hab mich gleich angemeldet, ha ha. Das ist der Weg, von dem ich manchmal schreibe: Hier führen alle Wege zu M – wenn ich mit dem Rad unterwegs bin.

Eigentlich ist heute und morgen Putz- und Waschtag. Erstens empfiehlt es der Mondkalender, zweitens ist es überfällig und drittens hab ich keine Lust. Also bin ich erstmal zur Post gegangen – bestelltes Kleid zurückschicken, war aber mit Anstehen – und so bin ich erstmal zu EDK gegangen.

Ist doch süß, wie ich immer wieder angestupst werde, hier beim Kernthema zu bleiben und nicht zu weit abzuschweifen. M – der Weg ist das Ziel als Lichtbild-Vortrag und ich stolper drüber auf dem Markt – das ist der Humor der geistigen Welt.

Schönes schlechtes Wetter – kühl und Regen, das bleibt die ganze Woche so. Das hab ich mir gewünscht, nur 20 Grad weniger sind auch anstrengend.