Sonnabend, 22. Oktober

Auf das Wilde und Seltsame! Auf all die Ungezähmten und ihre flammenden Herzen! Auf den Stamm der Ruhestörer, die so weit über den Tellerrand hinausschauen, dass sie am Rande des Unendlichen visionieren! Ein Hoch auf die farbenfrohen, göttlichen Visionäre und die Lösungsfinder, die sich nicht unterkriegen lassen! Auf die mutigen Träumer und die Schattenwandler! Auf all die mit ihrem wachen Geist und weit offenem Herzen! Auf die Herzmenschen, deren Ziel es ist, ihre wahre Größe zu leben und ihre Herzen wie Seele zu nähren! Auf die Wilden! Auf Dich! Auf Uns!

Wunderschönes Video, wunderschöne Musik, wunderschöne Botschaft, wunderschöne Wahrheit!

Gestern war auch Guti-Gutshaus wundervoll. Wir hatten eine Gruppe von 11 Gästen, Erwachsene und Kinder, zum Teil französischer Nationalität. Da hat mich ein Mann gefragt: Sagen Sie mal, haben Sie mal in einem Film mitgespielt? Nicht, dass ich wüsste … Die Kinder haben gesagt, sie haben Sie in einem Film gesehen, der war ganz toll! Da sieht man mal, Kinder sehen mehr als Erwachsene und ihr Bewusstsein weiß unbewusst viel mehr als das der Großen. Den Film gab es, ich hab darin mitgespielt und er ist wirklich ganz toll! Kinder können noch Aurasehen. Ja, hab ich, wär die richtige Antwort gewesen …

In 3 Wochen beginnt mein Seminar. Das sind die Themen: Eigene Wurzeln finden – Trancereisen – Seelenkommunikation – Auralehre und Bodyscan – Visionsreisen – Body und Soul – Elementenlehre

Freitag, 21. Oktober

Betrachtet der Mensch die Natur und das Leben mit einer für alles Schöne empfänglichen Seele, offenen Auges und ohne Eigennutz, dann werden sie ihm auch viel Vergnügen bereiten. Alexander Herzen

Der Kurs ist voll und ich bin angemeldet. Der Schulleiter hatte mich gestern noch angerufen, als ich nach der Behandlung bei Beate noch zum Antik-Café, etwas außerhalb von Plau, gefahren bin und bei Kuchen und Earl Grey in der Sonne gesessen habe. Die Seminarleiterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, will lieber eine kleinere, individuelle Gruppe und nicht wie üblich 10 – 15 Teilnehmer. Wieviel sind wir jetzt? 7 – das ist meine Glückszahl.

Ich hatte ja geschrieben, dass die Räume der Schule jetzt in der Doberaner Straße sind und auch der Schulleiter neu ist. Das ist insoweit von Bedeutung, dass damals, als sie noch am Bahnhof waren, ich mittwochs abends nach den Seminaren öfter zu Maik gegangen bin, der seine Praxis in der Nähe, nur 2 Straßen weiter, hatte. Die Erinnerung daran ist sowieso da, die muss nicht noch intensiviert werden. Jetzt ist es was ganz Neues – nur der Name Paracelsus ist gleichgeblieben – und hat mit der Vergangenheit nichts mehr zu tun.

Da freu ich mich sehr drauf. Da hab ich was über’n Winter. Das Buch zum Kurs „Schamanische Naturrituale: Mit der Kraft der Natur zu sich finden“ hab ich mir schon bestellt. Das kommt morgen.

Donnerstag, 20. Oktober

Wenn wir verletzt und verwundet sind, ist zu vertrauen und zu lieben, das Mutigste, was wir tun können. Oliver Ribbert

Das Magische bei dem von gestern ist – ich hatte vorgestern gedacht: Es könnte mal wieder was richtig Schönes kommen, eine schöne Überraschung … mit dem Zusatz: Zu all dem Schönen, was ich schon hab. Und über Nacht war es da. Es funktioniert! Wunscherfüllung! Was auch bemerkenswert ist – die obige Schaltzentrale weiß, wieviel ich bereit bin, dafür auszugeben und hat sich daran gehalten.

Das ist ein Wunder in mehrfacher Hinsicht. Kurz vor knapp: heute fahr ich nach Plau zu Beate und ich dachte schon, ich kann ihr nur sagen, es ist nicht viel passiert seit der Energie-Behandlung am 7.7. Nun bin ich für die schamanische Grundausbildung angemeldet.

Das war auch witzig: Ich hab dem Schulleiter gesagt, dass ich bei Paracelsus 2009 meine Ausbildung zur Psychologischen Beraterin abgeschlossen habe. Das ist jetzt 13 Jahre her. 13 Jahre liegen auch zwischen den Geburten meiner Kinder. So gesehen ist die Ausbildung jetzt mein zweites spirituelles Kind von Paracelsus. Ich zahl aber keine Alimente, hat er gesagt, und wir haben beide gelacht.

Und noch was Schönes: Bei meinem Morgenritual mit Kaffee und Kartenlegen von Timos Lichtblick hieß die Überschrift gestern: Heute verändert sich deine Welt für immer!

Und – den ganzen Tag vielstimmiges Kranichkonzert über der Dachterrasse – himmlische Fanfaren!

Mittwoch, 19. Oktober

Bevor du jemanden heilst, frag ihn, ob er bereit ist, die Dinge aufzugeben, die ihn krank gemacht haben. Hippokrates

Von Hippokrates zu Paracelsus – Ich bekomm immer noch den Newsletter der Paracelsus-Schule Rostock, wo ich 2008/2009 die Ausbildung zur Psychologischen Beraterin gemacht habe. Die Schule ist inzwischen umgezogen, vom Bahnhof in die Doberaner Straße, und hat jetzt auch einen anderen Schulleiter. In den E-Mails werde ich immer noch mit Sehr geehrte Frau Weule! angeschrieben. Das ist noch mein Ehename. Aber das nur nebenbei.

Heute kam die Mail – Eingang um 00.01 Uhr – Schamanismus und Naturspiritualität, Basiskurs ab Samstag, den 12. November

Das geht über 6 Monate, jeweils einen Samstag im Monat von 9 bis 17 Uhr, beginnt am 12.11. und endet am 22.04. Das mach ich!, hab ich gleich gedacht. Ich hab schon länger überlegt, ich könnte mal wieder was machen. Ausbildung, Seminar, Fortbildung war auch immer in Timos Lichtblick-Kartenlegen. Nur was? Dass alles zur richtigen Zeit zu einem kommt, daran glaub ich vom Grundsatz her, hab aber manchmal daran gezweifelt und manchmal auch stark gezweifelt. Das ist jetzt wieder ein schönes Beispiel für die Richtigkeit. Ich hab Gänsehaut rauf und runter und das ist immer ein Zeichen für die Verbindung zur Geistigen Quelle. Ich ruf heute gleich an – denn das ist ja ziemlich kurzfristig. Ich wusste gleich, das ist es – ohne zu überlegen.

Dienstag, 18. Oktober

Hebe deine Augen auf, und du wirst die Sterne sehen. Von den Philippinen

Diesmal war Gelegenheit, mit Heidi zu reden. Wir haben abends zu zweit im Garten gesessen und erzählt. Ich hab’s aber nicht über’s Herz gebracht, was zur Kündigung der Wohnung zu sagen. Es war wieder so schön und Jonte hat sich wieder so wohl gefühlt da. Er läuft in alle Ecken vom Garten und vom Grundstück, springt von den Mauern, füttert mit Heidi die Hühner, holt die Eier aus dem Nest … Erzähl das mal in der Kita, hab ich zu ihm gesagt, das hat da bestimmt noch keiner gemacht. Wir haben gar keine Hühner in der Kita, war seine Antwort. Er bringt uns immer zum Lachen.

Dann hab ich gedacht, am 9. November sind wir 2 Jahre da und damit wollte ich das Mietverhältnis beenden. Aber es ist viel mehr als das – es ist wie Familie und beenden will ich es eigentlich gar nicht, nur aus finanziellen Erwägungen wegen doppelter Miete. Jetzt hab ich gedacht, ich häng noch 2 Monate ran, dann sind es 2 Jahre und 2 Monate. Das ist zwar nur aufgeschoben, doch vielleicht ergibt sich bis dahin noch eine wundervolle Möglichkeit, von der ich bis jetzt noch gar nichts weiß. Ich hoffe sehr und hab es auch im Gefühl – oder der Wunsch ist der Vater des Gedankens.

Montag, 17. Oktober

Man muss den Blumen, Gräsern und Schmetterlingen auch noch so nahe sein wie ein Kind, das nicht über sie hinwegreicht. Friedrich Wilhelm Nietzsche

Jonte ist ein guter Tester für bedingungslose Liebe. Dieses Mal ist er voll ausgerastet und hatte epileptische Anfälle. Das ging diesmal echt an die Grenzen des Erträglichen. Aber er war auch total übermüdet und überdreht, dank der Eltern, die meinen, für ihr dreijähriges Kind reicht die Schlafenszeit von Erwachsenen. Und dann tat er mir wieder leid, denn ich weiß, dass er ein herzensgutes Kind ist. Dazu kam noch, dass er immer noch hustet und erkältet ist. In erkältet ist Kälte enthalten. Ob sie mal an den Zusammenhang denken zwischen seinem Husten und wie sie ihn anziehen? Als ich ihn abgeholt habe, war er barfuß und nur mit Jeans und kurzärmligem T-Shirt in der kalten Wohnung beim Spielen – ohne Unterhemd natürlich, hustet sich aber die Seele aus dem Leib. Wenn ich was sage, fragt Tamina nur: Ist dir kalt, Jonti? Nö …

Komm Jonte, ich will einkaufen gehen … Es war nichts zu machen, er hat sich hingeschmissen und gebrüllt und Rotz und Wasser geheult. Ich war schon an der Tür … Lässt du mich jetzt alleine? Nein, ich lass dich nicht alleine, Jonte. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft. Er hatte mit mir wieder sein geliebtes Körperbuch angeguckt und ich hab ihm erklärt, wenn er zu wenig schläft, drehen die Nerven durch. Irgendwie muss was davon angekommen sein. Wir haben’s dann noch auf den Spielplatz geschafft, indem ich meinen Schal um ihn gebunden und ihn gezogen habe. Aber auch da wieder Gebrüll und im Sand wälzen wie irre. Diesmal bin ich ruhig geblieben und hab den Anfall vorbeigehen lassen. Dann wollte ich ihm noch ein Matchbox-Auto bei Rossmann kaufen, hab aber gedacht, dafür noch Belohnung? Er, ganz traurig: Aber wir wollten doch ein Auto kaufen … Dann bin ich natürlich mit ihm im Schal-Schlepptau da hingegangen und er hat sich einen Jeep ausgesucht. Anschließend kamen Michael und Tamina zurück, die ein paar Stunden in einer Keramik-Werkstatt waren – und sich auch Zeit gelassen haben – und haben veganen Döner und Dürüm aus der Küche des Friedens in der Wismarschen Straße mitgebracht. Sowas Leckres hab ich noch nicht gegessen. Das ist nicht nur eine Alternative, sondern viel besser als das fleischliche Original. Da werd ich mir öfter was holen, auch mit Martina.

Als wir dann friedlich um den Küchentisch saßen, hat er sich noch mit Tee bekleckert und das Gebrüll ging wieder los: Meine schöne Hooose … Die hatte er grad neu bekommen. Das hat mir so an’s Herz gerührt, sein hoffnungslos-übermüdet kindlicher Weltschmerz … Ich liebe dich, so wie du bist, Jonte. Ich lass dich doch niemals alleine!

Donnerstag, 13. Oktober

Es geschieht zu jeder Zeit etwas Unerwartetes, unter anderem ist auch deshalb das Leben so interessant. Marie von Ebner-Eschenbach

Heute fahr ich nach Bandelstorf und Rostock und hol den kranken Jonte ab. Er hustet immer noch. Michael hat gestern Abend angerufen, als ich in Guti-Gutshaus war, und gefragt, ob ich ihn bis Sonnabend nehmen kann. Ja, aber vorher fahr ich zu P & C und kauf mir eine Strickjacke. Das ist für mich das zweitwichtigste Kleidungsteil, neben Kleidern. Meine sind alle alt und kaputt. Wahrscheinlich fahr ich dann Sonntag von da aus gleich zur Café-Schicht oder Sonnabend zurück. Eigentlich wollte ich ihn erst morgen holen, weil ich gestern spät zu Hause war.

Mittwoch, 12. Oktober

Gelassenheit ist die Schwester der Heiterkeit und die Mutter der Besonnenheit. Mark W. Bonner

Heute Abend wieder Guti-Gutshaus. Am Sonnabend, als ich auch da war, hatte Michael vor 9 angerufen und gesagt, dass er mit Jonte über Nacht kommen will, damit Tamina backen kann. Sie wollten mittags da sein, hatten aber noch einen Termin in der Salzgrotte. Dabei haben sie das Hansa-Spiel und den damit verbundenen Stau nicht einkalkuliert. Ich mein, das weiß man doch, oder – oder wir wussten es früher. Um halb 3 waren sie dann da. Vorher war ich einkaufen und hab 3 vegane Sachen aus dem Hut gezaubert, die wurden auch alle. Edeka hat sein Bestes gegeben – Veganes. Früher wär ich völlig ratlos gewesen, was ich auf die Schnelle koche. Diesmal hatte ich Kürbissuppe, Spaghetti TS und Geschnetzeltes mit Champis und Meat like Chicken fertig, als sie kamen bzw. schon 2 Stunden vorher. Dann sind sie auf den Spielplatz gegangen – Michael hat den Burg-Abenteuerspielplatz auf dem Papenberg mit Google gefunden. Ich hab in der Zeit die Betten bezogen und Jonte oben vor dem Schlafzimmerfenster ein Lager gebaut. Das fand er cool, hat Michael abends gesagt, als ich zurückkam – mit Vollmond und Kirchturm im Fenster.

Als ich zu Guti-Gutshaus gefahren bin, hatte ich schon eine Schicht hinter mir. Um 9 hat Fritzi zum Glück gesagt: Fahr nach Hause. Ich war ganz überrascht. Warum? Du hast deine Familie da, die siehst du auch nicht so oft. Zu Hause haben wir noch schön erzählt mit Michael und waren um 11 im Bett. Jonte war kurz bevor ich kam eingeschlafen. Gegen Mitternacht ging es los – er hat gehustet wie verrückt und wir haben kaum ein Auge zugemacht die Nacht. Da hat sich wohl alles gelöst bei ihm durch die Salzgrotte. Ich wollte ihn auf den Schoß nehmen, aber er hat um sich gehauen und gehustet und gekrächzt: Ich hab Leim. Was? Ich hab Leim … Ach, ja, du hast Schleim. Ich will was von Papa, hat er gesagt. In Notfällen verlangt er immer nach seinen Eltern. Papa, der unten auf der Couch schlief und immer chronisch müde ist mit Kleinkind, wurde dann auch wach und wir haben uns die Nacht um die Ohren geschlagen. Gegen 5 schlief Jonte endlich wieder ein, bis ich gehört habe: Oma, es ist Morgen! Da war’s halb 9 …

Ich will was von Papa – nächstes Mal sag ich ihm: Ich bin was von Papa – ich bin seine Mama.

Dienstag, 11. Oktober

Der Weg zur Ruhe geht durch das Gebiet der allumfassenden Tätigkeit. Novalis

Das heißt heute, den Kleiderschrank sortieren und der Abwasch steht auch an. Ich such mir immer das Angenehmere zuerst aus, statt umgekehrt. Viel auszusortieren ist nicht, weil ich es immer regelmäßig mache. Nur ein Teil wollte ich schon länger Tine geben, weil ich dachte, es steht ihr besser. Es ist ein leuchtend rotes Kleid und mit dem Dekolleté eigentlich ein Festkleid. Das hatte ich mir mal bei Vintage bestellt. Ich hab es nochmal anprobiert, nur nackt übergezogen, und hab dabei gehört: Behalt es, es wird dir noch gute Dienste leisten. Das ist ein schönes Beispiel für meine Konferenzschaltung mit Oben. Für welchen Anlass, bleibt dabei allerdings vorerst unklar. Kommt noch …