Montag, 9. Januar

Liebe – und tue, was du willst. Aurelius Augustinus

Das war die Höchstleistung für Januar. Gestern hab ich 8 Stunden meine Wohnung bei Heidi ausgeräumt und geputzt, den ganzen Sonntag. Das war wie eine Bergbesteigung – so fühl ich mich jetzt auch. Übernächstes Wochenende, zum Schamanenkurs, fahr ich nochmal hin für 2 Nächte und hol die letzten Sachen ab. Also, falls sich noch was ergeben sollte, dann müsste es bald sein …

Als ich mit Heidi heute vor dem Losfahren zum Abschied noch auf der Terrasse war, kam Meike aus dem Dorf dazu. Und, hast du dir das auch gut überlegt?, hat sie gefragt. Nein – wenn es eine Frage der Überlegung wäre, würde ich hierbleiben. Es ist aber eine der Notwendigkeit. Da ergibt sich noch was, hat sie gemeint. Mit was ist finanziell gemeint.

Meine Kerzenmagie heute – 2 weiße Teelichter für Montag, den Mond. Das mach ich jetzt mal für jeden Wochentag bis zum 20. Januar, wenn ich wieder hinfahre.

Noch eine Begebenheit am Rande – Als ich am Freitag bei Martina zum Frühstück und zur nachweihnachtlichen Bescherung war, hat’s geklingelt. Manuel stand vor der Tür. Ich bin auch in den Flur gegangen und hab gesagt: Happy new year – Er: Du siehst schlecht aus, und gleich nochmal, damit’s auch sitzt. Ich hab das schon lange nebenbei laufen lassen mit ihm, ohne klare Position zu beziehen, was seine Einstellungen und Ansichten angeht. Jetzt Daumen runter für dieses Jahr, solche Freundschaften brauch ich nicht.

Kurz nachdem ich hier war, fing die Montagsdemo unten auf dem Markt an. Ein Redner hat lautstark gefordert: Es gibt nur eine Strafe für Vergewaltiger – welche er meinte, war mir schon klar, bevor er es ausgesprochen hat. Das hatte einen aktuellen Bezug, über den ich nicht im Bilde bin und den ich akustisch auch nicht verstanden habe, obwohl ich auf der Dachterrasse direkt darüber bin. Da verschließen sich meine Ohren, wenn ich höre deutsch, Deutschland, deutsches Volk.

Martina hat mir erzählt, Manuel hat 2 Flaschen Likor Schwarze Johannisbeere, die ihm eine Patientin geschenkt hat, in den Ausguss gekippt, weil er ihm nicht geschmeckt hat. Obwohl sie ihn darauf hingewiesen hat, wieviel Arbeit Likör macht und dass er ihn ja verschenken kann. Das und andere schöne Weihnachtsgeschenke kloppt er lieber in die Tonne – Ausländer, Asis und sonstige kriegen nichts von ihm. Osteopath von Beruf – und was von der Gesinnung?

Schwarze Johannisbeere – ribes nigrum – ist das Grundmittel in der Gemmo-Therapie, zu der er über mich gekommen ist während meiner damaligen Ausbildung. Wenn ich die Schwarze Johannisbeere wäre, würde ich ihm ab jetzt jede Hilfe verweigern.

Als Sabine hier war, haben wir auch eine Jahreskarte aus Sentenzia – Feuerherz & Flügelschwert, dem Sprüche-Tarot, gezogen. Meine war: Der Herrscher – Sprich nicht samtene Worte, wenn du steinerne Taten ausführen kannst. Ich glaub, darum geht’s dieses Jahr – klare, eindeutige Kommunikation in Verbindung mit entsprechenden Taten. Das liegt hier schon, hab ich zu ihr gesagt. Beim Stifteziehen nach Farben zu Neujahr war der 5. von 5 Dunkelblau. Hellblau heißt, sag’s, aber freundlich. Dunkelblau ist genau das Gegenteil. Kein Blatt vor den Mund nehmen …

Heidi hab ich eben, kurz vor Mitternacht, noch ein Bild von Jonte geschickt, als er Sonnabend da war, und dazu geschrieben: Guck mal, was für Augenringe, wenn du rauftippst. Bloß die Ruhe bewahren und ihm ein Ruhepol sein …

Donnerstag, 5. Januar

Das Leben ist kurz. Brich die Regeln, verzeihe schnell. Küsse langsam, liebe wahrhaftig, lache hemmungslos und bedauere niemals etwas, das dich zum Lächeln gebracht hat. Mark Twain

Tja, dieses Wochenende übergeb ich die Wohnung in Bandelstorf, wenn sich nicht noch was ergibt … Heute fahr ich hin, Montag komm ich zurück. Sturm und Vollmond, mal sehen, was das bewirkt …

Glücksbotschaft vorgestern, Glückskerze gestern, Glücksbad heute – 3fache Förderung, toi, toi, toi – es möge gelingen!

Mittwoch, 4. Januar

Du hast mich tiefer berührt, als ich glaubte, dass sogar du mich berühren könntest – mein Herz war voll davon, als du heute kamst. Fortan gehöre ich ganz und gar dir. Elisabeth Barrett Browning

Mein Kalender scheint mit der Kerzenbotschaft im Bunde zu sein. Das liegt lange zurück – als du heute kamst. Meine Wohnung in Bandelstorf – ich hoffe, da kommt noch nicht jede Hilfe zu spät …

Er glaubt, wenn es nicht bald ein Erfolgserlebnis gibt, fließt da nichts mehr. Das ist richtig.

Das hab ich neulich in einem Elisabeth K Orakel für das nächste Halbjahr gehört. Ich weiß nicht, ob er das glaubt – das war meine spontane Antwort, ohne einen Kommentar dazu zu schicken. Die Liebesorakel sind zeitlos – sie können für jetzt oder vor 10 Jahren oder in 10 Jahren zutreffen. Sie ist nur die, die mich gerade begleitet.

Eine kommentiert unter allen Videos, egal welchen Inhalts: Ich höre weiter nur auf mein Bauchgefühl. Die weiß, was sie schreibt, und der könnte ich mich anschließen. Die meisten anderen sind in der Achterbahn ihrer Gefühle – oben top, unten flop.

Ich beobachte, wie es weitergeht mit den vielen Betroffenen, wobei Betroffenen wie Opfer klingt. So ist es nicht. Ich guck nur wie der Bauer, der mit dem Wetter auf gute Ernte hofft. Davon hängt sein Überleben ab.

Hing es ab. Es gibt viele andere Möglichkeiten. In die Stadt gehen, Land verkaufen, seine Wurzeln vergessen … Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden. Ich fühl mich damit verbunden – das erdet mich.

Der Vollmond, der am Sonnabend ist, wirkt schon, in seiner ganzen Kraft …

Dienstag, 3. Januar

Der Zufall hat mir ein Geschenk gemacht: Dich. Ich habe die Verpackung bewundert, lächelnde Augen, glänzendes Haar, küssende Lippen. Ich habe es geöffnet und eine Schulter zum Anlehnen gefunden, Witze, Begierden, Zärtlichkeiten, Zuckerwatte und Liebesperlen. Aus Liebe – immerwährender Kalender

Nun ist es nicht so, dass ich nicht weiß, wohin mit meinem Geld. Es ist nur so, dass mir wichtige Dinge über den Weg laufen und dann weiß ich auch, dass sie wichtig sind. Im Einklang hat sie gesagt: Den haben wir auch erst vor Weihnachten reinbekommen. Stimmt, da hab ich ihn auch im Schaufenster liegen sehen und auf dem geistigen Merkzettel notiert. So ungefähr wie mit der Tasse mit dem Schokoladenmädchen – die war da, kaum dass ich sie bestellt hatte. Das sind Vorbestellungen vom Universum für mich, die ich dann nur noch abzuholen brauche.

Heute war Sabine hier aus Berlin, die hier in ihrer Wohnung ist. Guck mal, hab ich gesagt, das ist das Bild zu meinem Text im Kalender heute. Es zeigt eine Familie um einen Tisch – Vater und Mutter sitzen sich an der Stirnseite gegenüber, dazu 3 Kinder, die im Alter sind wie die von Maik, als wir uns kennengelernt haben. Das jüngste, Maria, 2, in einem Kinderstuhl.

Sie hat mir unter anderem auch ein Teelicht mit einer Glücksbotschaft mitgebracht. Die zeigt sich, wenn das Wachs flüssig geworden ist. Nach hyptnotischem Gucken in die Kerze hat sie sich nach und nach offenbart: Glück – zu spät – kommt – nie. Glück kommt nie zu spät. Was heißt das speziell in meinem Fall, hab ich gedacht? Bezieht sich das auf meine Wohnung, die ich jetzt nach gut 2 Jahren am Wochenende übergebe oder hat es noch eine andere Bedeutung?

Für die Familie ist es zu spät – geschieden inzwischen. Zur Wohnung hat Heidi geschrieben: Das besprechen wir auf der Terrasse. Es heißt ja, neues Jahr – neues Glück …

Montag, 2. Januar

Mit geliebten Menschen zusammen sein: mehr braucht es nicht, träumen, mit ihnen sprechen, an sie denken, nicht denken, an die gleichgültigsten Dinge denken, aber in ihrer Nähe: alles gilt gleich. Jean de La Bruyère

Heute investier ich gleich einen Schein und hol mir Schutz und Begleitung für’s ganze Jahr und darüber hinaus – eine Amethyst-Druse aus dem Einklang in der Friedensstraße. Den hab ich da schon gesehen, den schönen Stein. Ich hab eine starke Verbindung zur Erde, seit dem Schamanen-Kurs noch intensiver. Ich glaube gehört zu haben, er will aus dem Schaufenster da raus. 🙂

Als ich ihn in der Sonne am Müritz-Ufer entlang nach Hause getragen habe, hab ich mich wie eine Mermaid im Märchen gefühlt. Heilung, Schutz und Schönheit … Wie schön es ist, mit Amethyst! Das sag ich mehrmals täglich schon seit meinem Besuch in der Natur-Schatzkammer in Neuheide mit Jonte am 26. November. Da war ich, um mir die Steine für das hawaiianische Huna-Orakel für unseren Kurs zu kaufen. Ich hatte das Gefühl, ich muss unbedingt an dem Tag da hinfahren und Jonte mitnehmen! Wie richtig und wichtig das war, hat sich gezeigt. Jonte hatte schon längere Zeit immer Bauchschmerzen. Als er mal musste, fiel ein langer weißer Wurm aus der Hose auf den Waldboden. Das war vielleicht eklig. Ich hab nichts gesagt, damit er keinen Schreck kriegt – er hat ihn ja nicht gesehen, denn er lag hinter ihm – und hab nur das corpus delicti in einem Papiertaschentuch sichergestellt. Spulwurm – wie sich später herausgestellt hat.

Ich hab vorher gesagt, er kann sich auch einen Stein aussuchen. Einen roten wollte er erst, dann ist er umgeschwenkt und hat paar Mal gesagt: Ich will einen lila Stein und hat immer wieder, als wir noch in der Ausstellung waren, gefragt: Wann kaufen wir den Stein? Wir haben auch einen schönen Amethyst in Herzform für ihn gefunden. Im Verkaufsraum waren auch große Amethyst-Drusen ausgestellt, die er voller Bewunderung – die sind ganz schön spitz! – mit seinen Händen lange berührt hat. Ich auch. Bei unserem zweiten Seminar im Dezember hab ich das erzählt und gesagt: Ich bin mir sicher, die Amethyste haben ihm den Wurm rausgeholt. Ja, bei Kindern machen sie das, hat unsere Schamanin gesagt, Erwachsene müssen fragen. Welt der Wunder …

Falls ich das schonmal geschrieben hab, ist es heute nochmal zu Ehren von Amethyst. Mein Amethyst-Armband trag ich seitdem auch jeden Tag und denk, so schöne Geschenke und Wunder alles – Schamanen-Kurs, Rügen, Reiki, das Passbild, die Kakao-Zeremonie und jetzt die Amethyst-Druse bei mir zuhause.

Sonntag, 1. Januar 2023

Jeder geliebte Mensch ist der Mittelpunkt eines Paradieses. Novalis

Das erste, was ich heute gesehen habe, nach den Männern von der Straßenreinigung, war: Es kam ein Mann auf mich zu, in weißem Hemd und schwarzem Anzug. Er ging quer über den Markt, ich stand oben am Fenster.

Meinen Neujahrs-Kaffee trink ich auf der Terrasse – bei sagenhaften 15 Grad!

Meine erste Tat – eine Apfel-Sahne-Sellerie-Suppe. Birgit kommt zu Mittag …

Sonnabend, 31. Dezember

Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst. Victor Hugo

Ich hatte gestern ein sehr kurzes Telefongespräch, als ich Michael angerufen und gefragt hab, ob er dann Jonte mal ans Telefon holen kann: Ich will nicht antworten. Okay. Sie waren wie Weihnachten in Schwerin und bleiben über den Jahreswechsel da. Es kommt ein neues Jahr mit neuen Möglichkeiten …

Gestern Abend ist mir eingefallen, ich könnte ja auch mal ins Kino gehen heute. Als ich die 3 Trailer gesehen hatte – Avatar 2, Der gestiefelte Kater – das letzte Versprechen und Räuber Hotzenplotz, war meine Cinestar-Lust gestillt.

Im Briefkasten war noch eine Karte mit einer Tüte Blumensamen: Damit aus Vertrauen Verbundenheit wird. Santander – Deine Bank. Jederzeit. Überall. Vielen Dank für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Genauso wie eine Pflanze besonderer Sorgfalt bedarf, möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen unsere Partnerschaft pflegen und weiterentwickeln. Damit zusammenwächst, was perfekt zueinander passt. Wer denkt sich so einen Text aus?

In der Küche regnet’s auf’s Dachfenster, ich mach nachher noch den Abwasch und mal wischen. Bei EDK stand gestern noch der Adventskalender zerfleddert in der Ecke. Noch kein Gewinner eingetragen für den 24.12. und auch bei einigen anderen Türchen, obwohl immer eingeworfene Karten in der Box waren. Den haben sie dieses Jahr ganz schön vernachlässigt.

Kleines Raunacht-Wunder heute nach dem großen vorgestern – die Kakao-Zeremonie. Eben hat’s geklingelt und meine Schokoladenmädchen-Tasse ist mit dem Paketboten gekommen. Gestern bestellt, heute geliefert, und ohne Amazon Prime. Sollte vom 5.- 7. Januar kommen. Als wenn sie’s schon abgeschickt haben, bevor ich bestellt habe. Ich hab grad mit Fritzi telefoniert und gesagt, das seh ich als Zeichen, sogar als dringliches, weiter das Café in Guti-Gutshaus zu machen.

Cheers my Dears! Um 16 Uhr stoß ich mit MMchen Extra Rosé in die Luft an. Beim Wischen in der Küche ist mir der Blumentopf runtergeknallt, mit feuchter Erde. Dann hab ich noch eine gute Idee: Ich lass die ganzen Silvester-WhatsApps einfach ausfallen und ignorier sie. Für Neujahrswünsche ist dann morgen immer noch Zeit …

Seit 18 Uhr mach ich wieder – wie im vorigen Jahr – stündliche Ziehung der Glückskekse. Da ich nur 10 hab, aber vielmehr, die ich bedenken möchte, sind die dringlichsten dran: Dana – Fritzi – Birgit und Tine – Heidi – Martina und Carmen – Andrea und Michael – Ich. Diesmal hab ich die Reihenfolge geändert, nicht ich zuerst, sondern zuletzt. Das heißt nicht, ich nehm, was übrig bleibt, sondern das Beste zum Schluss. Ich hoff, dass der Keks das hergibt …

Aniko hat mir Guten Rutsch gewünscht und gefragt: Wo feierst du? Zwischen Himmel und Erde – stimmt ja, im 3. OG, und auch im doppelten Sinn.

Freitag, 30. Dezember

Kann uns ein größeres Glück widerfahren, als für eine Weile die Dinge mit den Augen des anderen betrachten zu können? Henry David Thoreau

Ich bin noch ganz erfüllt von dem Zauber der Kakao-Zeremonie gestern Abend. Das war der Höhepunkt des Jahres – mit einer größeren Gruppe von über 20 Leuten am Feuer in einer Erdhöhle mitten in der Natur, umgeben von Wasser und Wald, mit Liedern, die wir mit den verschiedensten Instrumenten begleitet haben, und Ritualen – Wünschen für jeden persönlich und für die Welt, die wir dem Feuer übergeben haben zur Wandlung. Beim Wunsch für mich hab ich gesagt: Vertrauen – es ist gut, so wie es ist. Dabei haben wir Schalen von Citrusfrüchten und Nüssen ins Feuer geworfen.

Die alten Mayas verehren Kakao als mächtige Gottheit. Übersetzt heisst die Pflanze „die Speise der Götter“. Wenn das nicht Liebe ist … Sie ist gesundheitsfördend und wirkt besonders heilsam. Der Kakao verbindet uns mit unserem Herzen, öffnet unser Herz. Und das geschieht sanft und liebevoll. Das ist die Kurzbeschreibung für die Zeremonie, die ich vorher online gelesen hatte. Christine hatte ich vorher auch auf ihrer Seite Amba Love gesehen. Mit Birgit, Cordula und Heidrun waren wir ein schönes Kleeblatt und die über eine Stunde Fahrt dahin und zurück war auch schon schön, mit Mond und Sternenhimmel. Um halb 1 war ich zurück und um halb 3 im Bett.

Am Anfang hat jeder ein paar Worte gesagt, wofür er dankbar ist. Im November hab ich einen Schamanenkurs angefangen – und heute sitz ich hier am Feuer … Einige hatten ihre Tassen mitgebracht, an die anderen wurden welche verteilt. Das waren meist Pötte aus Ton – meine war aus Porzellan und darauf war Das Schokoladenmädchen, auf der anderen Seite stand Dresden. Es ist das Gemälde in der Galerie Alte Meister. Die Tasse bestell ich mir gleich – ich hab sie schon gefunden beim Dresden-Onlineshop …

Donnerstag, 29. Dezember

Lieben können heißt alles können. Leo N. Tolstoi

Owliyo Mohamed guckt mich heute morgen an, mit einem Kind auf dem Arm – in einem Flüchtlingslager in Somalia.

Das Jahr 2022 hat uns mit vielen Krisen erschüttert. Auch im kommenden Jahr wird die weltweite humanitäre Not leider nicht weniger werden, schreibt IRC International Rescue Committee in seiner Mail.

Mehr als 340 Millionen Menschen weltweit benötigen humanitäre Hilfe und mehr als 100 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Jedes Jahr informieren wir über die schlimmsten Krisen für das bevorstehende Jahr. Diese drei Krisen werden 2023 besonders viel Aufmerksamkeit und humanitäre Hilfe benötigen:

3. Afghanistan – Mehr als ein Jahr nach der Machtübernahme durch die Taliban befinden sich die Afghan*innen nach wie vor im wirtschaftlichen Kollaps. Fast die gesamte Bevölkerung lebt nun in Armut und bereitet sich auf einen weiteren langen Winter vor. Bereits vor dem kalten Winter sind Millionen von Menschen nicht in der Lage gewesen, ihre Grundbedürfnisse zu decken. Dürre und Überschwemmungen verkleinern sowohl Ernten als auch den Viehbestand. Die humanitäre Not verstärkt sich weiterhin.

2. Äthiopien – Äthiopien steht vor der sechsten ausgefallenen Regenzeit in Folge. Dadurch könnte sich die Dürreperiode, von der bereits 24 Millionen Menschen betroffen sind, verlängern.

1. SomaliaSomalia belegt zum ersten Mal Platz Eins auf IRCs jährlicher Rangliste der schlimmsten globalen Krisen

Das sind über 440 Millionen Menschen, die von der WW – Westlichen Welt – nicht wahrgenommen werden. Nur von einigen, wie humanitären Hilfsorganisationen, wie IRC. Die Ukraine dringt noch ins Bewusstsein vor – das andere scheint irgendwo zu sein, nicht in unserer Welt. Die Mails erhalte ich, weil ich Dauerspender bin, seit nun 2 Jahren. Ich beteilige mich mit einem Prozent meines Einkommens an der Linderung des Elends der Welt, des Elends der Menschen der Welt. Ich würde es gern mit 10 Prozent – die gebe ich zum Beispiel für Frisör, Nageltante, Füße aus. Beim Frisör sehe ich in der Gala, weil nichts besseres da ist – womit die Millionäre und Milliardäre, Multimillionäre und Multimilliardäre gerade zu tun haben – nämlich, ihre Luxusvilla für soundsoviel Millionen zu verkaufen, eine ihrer Luxusvillen. So sehe ich meinen 1 Prozent-Beitrag nur als symbolische Spende – um zu zeigen, Ihr berührt mein Herz.

Wie im Großen so im Kleinen – wer denkt daran, wenn er sich die 24. Handtasche oder das 30. Paar Schuhe kauft? Oder verschwenden die Olympia-Sieger in Dekowahn einen Gedanken daran? Mir kommt zunehmend der kalte Kaffee hoch, wenn ich die Fotos in WhatsApp sehe. Auch von Reisen wie auf Aida-Schiffen mit Buffets, von denen nur ein Abend-Dinner ein ganzes Dorf eine Woche und länger ernähren könnte. Tut es aber nicht – es wird entsorgt: Es werden zum Beispiel rund sieben Tonnen an Obst für circa 400 Gäste verarbeitet, dazu kommen sechs Tonnen an Fleisch und zusätzlich Gemüse und andere Beilagen. Auch bei guter Planung bleiben Reste übrig – die werden als Bio-Abfall ins Meer gekippt.

Wer kann das mit gutem Gewissen oder wer überhaupt mit Gewissen kann das ignorieren?

Heute fahr ich mit Birgit, Cordula und Heidrun nach Lychen zu einer schamanischen Kakao-Zeremonie. Das ist mein Weihnachtsgeschenk von Birgit. Ich freu mich darauf – aber mit der heutigen Mail bekommt es eine andere Priorität. Während die spirituellen Leute hier mit dem inneren Kind, Seelenanteile zurückholen oder sonstwas beschäftigt sind, geht es da darum, vor der Seele erstmal den Körper am Leben zu erhalten und das Kind auf dem Arm ernähren zu können, damit es überlebt. Wie die Erfolgschancen dafür sind, ist bekannt. Wer es wissen will, kann sich informieren.

https://de.rescue.org/artikel/die-zehn-schlimmsten-humanitaeren-krisen-2023

P.S. Lars – neues Handy, 500 € mit 100 € Wechselprämie von freenet gegenüber auf dem Markt. Juckt mich doch nicht …



Mittwoch, 28. Dezember

Und dann gibt es jene, die man zufällig trifft, die man kaum kennt, die einem ein Wort sagen, einen Satz, die einem eine Minute widmen, eine halbe Stunde und damit die Richtung deines Lebens verändern. Victor Hugo

Als ich die beiden Hefte Spirit live von Schirner und be love, die auch in Tines Weihnachtstüte waren, durchgeblättert habe, hab ich darin einige Buchtipps oder Orakelkarten und andere schöne Sachen gefunden, die mir gefallen haben. Als ich am Ende angekommen war, hab ich mich gefragt: Brauchst du den ganzen Kram? Nein.

Ich mach jeden Abend unwissentlich was, was Kerzenmagie ist. Ich hab erst jetzt was da drüber gelesen, als ich ein Buch aus dem Heft gegoogelt und dabei das Kerzenbuch gefunden habe. Bei mir war es einfach nur in die Flamme schauen. Ich glaub, das brauch ich doch und werde es mir bestellen. So kommt zu einem, was zu einem kommen soll …

Garantierte Lieferung: Samstag, 31. Januar – Silvester

Doch davor nochmal zum Resümee zu Weihnachten: Dass Andrea und Paul lieber für sich sind, weiß ich ja nun schon. Als ich mich dann am späten Nachmittag am 1. Feiertag dazu durchgerungen hatte, Michael anzurufen, war er in der Küche beim Kochen und hat sich mit Frohe Weihnachten! gemeldet. Sie waren gerade aus Schwerin zurückgekommen, von Taminas Eltern. Michael war noch krank und Tamina und Jonte waren im Wohnzimmer. Er ist jetzt müde, hat er gesagt, war ganz schön viel für ihn mit der ganze Bescherung gestern … Für mich war es auch ganz schön viel, zu viel. Das nehm ich diesmal nicht so hin und sag es Michael auch noch. Ich hätte mich wenigstens über einen Videoanruf gefreut oder ihn am Telefon zu hören. Nicht mal ein Bild haben sie geschickt. Von Tamina sowieso kein Wort. Als wenn’s mich gar nicht gibt. Was Jonte wohl gedacht hat, dass seine Oma unsichtbar war zu Weihnachten, wo wir doch so viele schöne Stunden und Erlebnisse zusammen in diesem Jahr hatten. Wenn ich mich nicht gemeldet hätte, hätte ich gar nichts von ihnen gehört. So ist Michael nicht und das hat es auch noch nicht gegeben.