Sonnabend, 16. April

Wenn ein Problem gelöst werden kann, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Wenn nicht, sind Sorgen sinnlos. Dalai Lama

Überraschungsbesuch von Sabinchen Sonnig aus Berlin, sie ist über Ostern hier in ihrer ständigen Ferienwohnung und kommt nachher und wir machen es uns auf der Terrasse gemütlich. Unten auf dem Markt ist DJ Falo – Vertrag auf Lebenszeit mit der Stadt Waren, wie ich immer sage – mit dem großen Osternest, wo die Kinder im Stroh die Eier suchen können. Wir betrachten das von oben aus, hab ich zu Sabine gesagt. Vorher war ich erstmal einkaufen, damit ich das hinter mir habe. Dann hat sich Birgit einen Kuchen zum Geburtstag morgen gewünscht. Der ist auch fertig und es duftet nach Kokos mit warmer Butter …

Freitag, 15. April

Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Antoine de Saint-Exupéry

Das war mein Ostereinsatz bei Guti-Gutshaus, gestern und heute Abend. Es gab einen Goldhasen von Lindt und einen Gutschein für eine Massage von Spürsinn, das ist was, was zum Wohlbefinden beiträgt. Mit Spa und Massagen könnte ich den Rest meines Lebens zubringen, jede Woche.

Donnerstag, 14. April

Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren. Stefan Zweig

Außer Lothar …

Nun bin ich doch erst heute zurückgekommen. Der Grund: Lothar ist aus dem Italien-Urlaub zurück! Und da Michael und Tamina Jonte versprochen hatten, er bringt Pizza mit, wenn er wieder nach Hause kommt, haben wir gestern Abend eine richtige Gartenparty mit Pizza und Wiedersehensfreude gefeiert. Alina, Taminas Freundin, war auch mit dabei. Die Freude war riesengroß, besonders bei Jonte – und Lothar natürlich.

Ich hatte nochmal alles um und dumm gekrempelt und eine Bitte nach Oben geschickt, mir einen Tipp zu geben, wo er sein könnte. Ich hab im Garten nochmal in jede Ecke geguckt, auch am und hinterm Grill und Backofen, wo Jonte gerne spielt. Drinnen im Hausflur, wo unsere kleine Sitzbank steht zum An- und Ausziehen, hab ich auch nochmal zwischen den Schränken geguckt und ihn schließlich im Korb von Jontes Sportkarre gefunden, die wir gar nicht mehr nutzen. Das war Eingebung da reinzugucken, irgendwie muss er da reingerutscht sein.

Jedenfalls ist Lothar wieder da und so hatten wir gestern alle einen schönen Abend zusammen. Jonte wollte gar nicht Hause fahren und wär am liebsten bei mir geblieben. Als er im Auto saß, hat er mich so nachdenklich angeguckt, dass ich gesagt hab, ich bin schon bald wieder da.

Jonte – er ist so ein liebes und herzensgutes Kind. Er ist die reine Freude für uns alle, einschließlich Heidi und Horst und Karl! Das Schicksal muss sich gedacht haben, mir einen angemessenen Ausgleich zu geben, für alles bisherige, was bis jetzt geschehen ist und nicht geschehen ist …

Sonnabend, 9. April

Lerne deine Grenzen (wieder) kennen und übernimm Verantwortung für dich und dein Wohlbefinden.

Ja, genau – 8 Stunden Guti-Gutshaus sind zuviel des Guten.

Meine Tischdecke mit dem Bauernhof-Druck ist wieder da. Der Sturm hatte sie auf’s Vordach von unserem Hauseingang geweht und während ich noch überlegt habe, wie ich sie da wieder runterbekomme, hat er sie nach 2 Tagen in Wolfgangs Gartenbeet befördert. Anders als Lothar – Jontis Teddybär. Den hatte ich ihm im Bärenwald gekauft vor 2 Jahren. Er ist also schon lange sein treuer Begleiter. Jetzt wird er über ebay-Kleinanzeigen gesucht: Unser Kind vermisst seinen Teddy … Bei mir ist er nicht.

Da muss ich an den Spruch denken: Was zu dir gehört, kommt zu dir zurück, was nicht, war niemals dein. Was du liebst, lass frei …

Freitag, 8. April

Nur wer selber ruhig bleibt, kann zur Ruhestätte all dessen werden, was Ruhe sucht. Laotse

Das Taj Mahal als Foto dazu.

Fritzi hat mich gestern noch schön zum Lachen gebracht nach meinen nüchternen Voraussagen in 3-Tage-Blöcken: Schönen guten Abend, holde Maid, würde es Ihnen Umstände bereiten, morgen um 16 Uhr einsatzbereit zum Dienst zu erscheinen? Gegen Speis und Trank. Da kann ich ja nicht nein sagen …

Mittwoch, 6. April

Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen! Er bleibt stehen, während sich rings um ihn die angeschwollenen Gewässer legen. Marc Aurel

Tägliche Rituale, wie mein Achtsamkeitsspruch vom Kalender, geben Halt – um das sein zu können. Immer gleiche Abläufe bieten Beständigkeit, wenn rundum alles bebt und brodelt.

Guti-Gutshaus hat den Plan umgemodelt, es sind fast alle krank. Die Chefin hat gestern angerufen und gefragt, wie es mir geht. Gut, ich bin grad beim Frühstück – um 10 – und auf dem Markt scheint die Sonne. Ich brauch jetzt erst Freitag und Sonnabend da sein, statt Donnerstag und Freitag. Ein freier Tag mehr tut mir auch noch gut. Auf die Frage, ob ich auch 3 Tage könnte, hab ich gesagt: Nur wenn’s gar nicht anders geht, sonst muss es nicht unbedingt sein. Gut, dann machen wir das anders, hat sie gesagt. Sonntag bin ich ja auch noch im Café, das wären dann 4 Tage.

Das mein ich aber nicht mit wenn rundum alles bebt und brodelt. Ich hab neulich den Begriff Stapelkrise gelesen – Corona, Klima, Inflation und Krieg. Da ein Fels zu sein und nicht die Brandung – das geht nur mit Besinnung auf sich selbst und den inneren Frieden. Dazu muss man ihn erstmal haben …

Ich bin von zwei Seiten von Wasser umgeben – im Norden vom Tiefwarensee und im Süden von der Müritz. Die beiden Kirchtürme im Osten und im Westen sind ein Zeichen für Stabilität. Die Kirchen wurden an den höchsten Punkten gebaut. Das sind Kraftorte. Damit bin ich nach allen 4 Himmelsrichtungen geschützt – alles in nächster Nähe, höchstens 200 Meter entfernt. Das gibt mir die Gewissheit, an einem guten Platz im göttlichen Universum zu sein. Dass ich an der Müritz geboren bin, verstärkt das Gefühl noch.

Dienstag, 5. April

Das Leben besteht zu 10 % aus Dingen, die dir passieren, und zu 90 % daraus, wie du auf sie reagierst. Charles R. Swindoll

Das war was gestern. Die Raindrop-Massage im März war schon was besonderes, das wurde gestern noch überboten. Von den Fläschchen mit Ölen, die zur Auswahl standen, hab ich mir durch in die Hand nehmen und fühlen eins ausgesucht – mich hat es zu den rot-etikettierten hingezogen: Abundance Fülle. Ich bin immer noch wie ausgewechselt und regeneriert.

Die ganze Straße da hat was besonderes mit ihren Geschäften und Leuten, das ist mir beim ersten Mal schon aufgefallen. Die Läden haben entweder besondere Namen oder Angebote oder Inhaber oder alles verquickt. Der Paket-Shop hat auch Geschenkartikel, besonders schöne, ebenso wie der Laden mit Haushaltsartikeln und Klein-Elektrogeräten schöne Sachen anbietet, die keiner braucht, die aber das Herz erfreuen. Nicht herkömmliche Deko oder Kitsch und Kram, was märchenhaft-zauberhaftes. Ein Laden heißt Anne und Herr Schulz und ist ein Holzkunst-Atelier – Kreatives, Verrücktes, Gemütliches, Nachhaltiges. Auch der Bastler- und Künstlerbedarf ist wie nicht von dieser Welt. Das spürt man gleich beim Reinkommen. Da wollte ich mir ein Stofftuch holen mit Einhörnern und Weltenbaum – das hatte ich bei Beate gesehen. Die Inhaberin hat gesagt, sie hat noch eins zuhause, das bringt sie mir zum nächsten Mal – 5.5. – mit. Dann hatte ich noch ein Gespräch im An- und Verkauf für Klamotten, wo auch eine besondere Atmospäre war, und man auch Kaffee trinken kann. Neben der Geschäftsführerin sind auch ihre beiden Hunde im Laden – ein schwarzer Königspudel und ein kleiner weißer Pinschi. Alle kennen natürlich Beate und lassen Grüße an sie ausrichten. Und alle begrüßen sich und reden miteinander, sehr herzlich – auf der Straße und in den Geschäften. Überall, wo ich reinkam, das waren 3 Läden, hatte ich das Gefühl – wir kennen uns. Ich kam mir vor wie Alice im Wunderland. Hätte bloß noch gefehlt, die Hunde hätten gesagt: Da bist du ja, wir haben auf dich gewartet. Zuzutrauen wär ihnen das.

Während ich weg war, ist auch was magisches passiert. Meine schöne Tischdecke mit dem Bauernhof-Leben ist verschwunden. Es war zwar windig, aber an der Terrasse ist an beiden Seiten ein Geländer. Entweder hat Lars sie reingenommen oder sie ist auf und davon …