Sonntag, 20. März

Alle Handlungen, alle Werke, alles Karma gehören zur Natur, nicht zum Göttlichen. Der Mensch ist es, der sein irdisches Los bestimmt. Die Menschen besiegeln ihr Schicksal selbst. Bhagavad Gita

Die Bhagavad Gita ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus in Form eines spirituellen Gedichts. In der größten Krise seines Lebens, am Vorabend eines verheerenden Krieges, sucht der Krieger Arjuna Rat bei seinem Lehrer Krishna und erhält Antworten auf die Seinsfragen, die die Menschheit seit jeher bewegen.

Ich hatte ein Zwiegespräch mit Oben: Was hast du getan für die Liebe auf der Welt? – Was ich getan habe? MaikUnd denkst du, das reicht? – Ja.

Es gibt ja auch noch viele andere kleinere Förmchen. Heute mach ich Fritzi eine Freude. Er ist nachmittags auch da, hat er gesagt, obwohl ich nicht weiß, warum. Heute Abend wird nicht gekocht. Ich back einen Buttermilchkuchen zum Frühlingsanfang, hab ich beschlossen. Da hat auch Steffen, unser Hausmeister, der nebenan wohnt, gleich seinen Sonntagskuchen für sich und Grit. Na, und die Guti-Gutshaus-Gäste …

Es ist mit der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche nicht nur Frühlingsanfang, es beginnt auch das neue astrologische Jahr mit Jupiter an der Spitze als Jahresregent. Also auch für ihn ein großes Stück, 1/4 Blech! Jupi, ich hab dir’n Kuchen gebacken für einen süßen Anfang …

Wer sowas macht und mir Schlechtes wünscht, muss so armselig sein, dass ihm das, was ich hab, als Glück erscheint.

Sonnabend, 19. März

Niemand rettet uns, außer wir selbst. Niemand kann und niemand darf das. Wir müssen selbst den Weg gehen. Buddha

Gestern zum Vollmond wieder eine Mail von Deine Hellseherin: Es gibt jemanden, der schon seit langem versucht zu verhindern, dass ihr zusammenkommt. Diese Person ist sehr eifersüchtig und will, dass ihr euch für immer vergesst. Sie hat eine Hexe, die dich mit Kerzen bearbeitet, in der Familie. Diese Person, die deine Liebe beenden will, wird ihr Ziel erreichen, wenn du nicht bald etwas unternimmst. Ich werde dir sagen, was du tun musst, um sie von dir fernzuhalten … Wenn das so ist, macht sie ihre Arbeit sehr gut.

Ja, und das sagt Buddah dazu. Daran halte ich mich. Außerdem: Jeder, der sowas macht, kann gewiss sein, dass er sich selbst den größten Schaden damit zufügt.

Freitag, 18. März

Vertrauen bedeutet, den ersten Schritt zu tun, auch wenn du noch nicht den ganzen Weg sehen kannst. Martin Luther King

Zum Glück ist Frühling und die Sonne scheint, hat Birgit gesagt, sonst würden alle durchdrehen. Heute und Sonntag nochmal Guti-Gutshaus, dann kommt ein neuer Plan. Es sind jetzt 4 Neue da, die sie erstmal einarbeiten. Jennifer und Judith, Antje und Sarai. Mal sehen, mit wieviel Stunden ich dann im Plan steh. Ist mir aber auch grad egal.

23:00 Uhr Feierabend – es sind nur noch 3 Neue da, eine – Judith, wurde gleich wieder gekündigt, nicht teamfähig, d. h. nicht Guti-Gutshaus-teamfähig.

Mittwoch, 16. März

Ruhe und Befriedigung findet der Mensch nur in sich selbst, nicht in äußeren Dingen. Anton Pawlowitsch Tschechow

So leb ich auch. Und Jonte auch. Ich hatte ihn die ganze vorige Woche da, mit Übernachtung. Die Tagesmutti war krank. Dienstag sind wir zum Schuhcenter gefahren, um Frühlingsschuhe zu kaufen oder wollten dahin fahren. Eine Stunde Sperrung der Autobahn wegen Unfall. Erst Polizeiauto, dann Krankenwagen, Feuerwehr und zum Schluss noch ein Hubschrauber. Da hatte er was zu gucken. Er hat nicht einmal gejammert oder gefragt, wann fahren wir weiter? Saß nur ganz geduldig in seinem Kindersitz hinten, bis es weiterging. Er spricht mir jetzt alles nach. Als sich der Stau aufgelöst hat, war zu sehen, dass einer auf den anderen raufgebrettert ist. Man muss immer aufpassen beim Autofahren und darf keinen Quatsch machen, hab ich gesagt. Immer aufpassen, kein Quatsch machen, kam das Echo …

Nächsten Tag zu Ikea – guck mal, was es hier alles gibt, so viele Sachen! Das brauchen wir alles nicht, das können sie behalten. Brauchen wir nicht, könn sie behalten … Auch da ist er den ganzen langen Pfeile-Weg mit mir lang gegangen. Ich wollte nur Tagesdecken für Sigi kaufen, die sie gerne haben wollte. Dann haben wir uns im Garten-Glashaus auf eine Bank gesetzt. Oh, das sitzt sich ja gut, hab ich gesagt. Sitzt sich gut … Damit hatten wir die neuen Plätze für meine Terrasse gefunden, zwei Modul-Teile, womit endlich meine alte wacklige Bank ausgetauscht werden kann. Die kauf ich nächste Woche, wenn Jonte mit im Auto sitzt, passen die Kartons hinten nicht rein. Martina kommt dann auch mit, um nach einem Schlafzimmer-Schrank zu gucken.

Montag, 14. März

Probiere einen Bodyscan – Lege dich dazu bequem auf den Rücken, schließe die Augen und wandere mit deiner Aufmerksamkeit durch deinen gesamten Körper – von den Zehenspitzen bis hinauf zum Scheitel. Spüre überall ganz genau hin und versuche, wertfrei wahrzunehmen. Aufkommende Gedanken darfst du sanft zur Seite schieben. Das innere Abtasten verbessert deine Konzentrationsfähigkeit und hilft dir dabei, dein Gedankenkarussell aktiv zu stoppen.

Sonne auf der Terrasse auch … Da fang ich erstmal an aufzuräumen. Typisch, hab ich zu Lars gesagt, zuerst kauf ich einen Frühlingsblumentopf bei EDK und stell ihn draußen auf den Tisch, das ist einfacher als Putzen!

So blumig ist es aber nicht. Ich hab heute gesagt, ich kann nur was für Jonte tun und damit für die Zukunft …

Sonntag, 13. März

Wer Vertrauen hat, erlebt jeden Tag Wunder. Epikur

Gestern Abend auf der Terrasse: Als ich gerade zum Himmel geguckt hab, kam Lars raus. Guck mal, der Mond hat unten eine orange Spitze. Er: Alles gut? – Die ist doch ganz deutlich zu sehen. – Ich seh nichts. – Das siehst du nicht? – Daneben fliegt was. – Ja, das seh ich auch … Als ich länger hingeguckt hab, hab ich noch einen schmalen blauen Rand um den Halbmond gesehen. Er nicht. – Was Du wohl siehst?, hat er gesagt. Da hatten wir zwei unterschiedliche Wahrnehmungen. Das war nachher wieder weg, aber es war da, zumindest für meine Augen. Wem würde man wohl eher glauben – mir und meiner Schilderung oder ihm, der sagen würde, der Mond sah aus wie immer.

So gibt es viele unterschiedliche Wahrnehmungen, gerade in dieser Zeit. Der Nachmittag stand wieder im Zeichen von Guti-Gutshaus, die Café-Schicht von 14 – 18 Uhr, diesmal zusammen mit einer neuen Kollegin, Antje, die das macht, um krankenversichert zu sein. Sie ist auch schon reiferes Semester.

Da nicht viel los war, haben wir ein bisschen erzählt und als ich auf mein Enkelkind kam, hat sie gesagt: Da hast du aber auch ein schönes reichhaltiges Leben. Ja, das hab ich. Ich kann nur nicht Sätze anfangen wie sie, mit Mein Mann und ich …