Sonntag, 18. Juli

Das mach ich gleich mal, mit dem Herz, und geh mal runter. Die öffnen gerade ihre Stände …

Die hatten nur Herzen am Stiel, am Stand, wo auch die vielen bunten Keramikblumen sind. Dafür schöne rote, da hab ich mir davon eins ausgesucht. Das steckt jetzt im Blumenkasten mit Blick auf den Kirchturm.

Unten hab ich Gabi getroffen und wir haben anderthalb Stunden erzählt. Das hat das ganze Konzept durcheinandergebracht. Ich war vorher in der Badewanne mit Haarewaschen, hatte mein Bett abgezogen und eine Waschmaschine laufen. Als ich wieder zurück war, hatte Martina angerufen, wir hatten uns mittags zum Telefonieren verabredet, verpasst!

Dani fährt morgen in die Uni-Klinik, Onkologie, nach Rostock, Mittwoch die 3. OP. Sie ist jetzt dem Professor übergeben. Gutes oder schlechtes Omen? Ihr hab ich auch noch liebe Zeilen mit auf den Weg gegeben, denn heute Abend bin ich erst spät zurück von Guti-Gutshaus und sie fahren morgen zeitig los. Dabei kam von Christa noch ein Sprachanruf – die nehm ich nur von Jonte an – sie ist wieder zurück nach 14 Tagen bei ihrer Tochter, Urlaubsversorgung für Katze und Garten, und wollte bestimmt einen Sonntags-Schnack machen. Ging zeitlich nicht. Ein Mittagsschlaf sollte auch noch drin sein, aber gedanklich bin ich schon in der – immer noch viel zu warmen – Spätschicht heute. Morgen auch früh raus, Einkaufen, Sachen packen, Fahrrad bei Karberg Luft aufpumpen, Test besorgen, und dann Montag und Dienstag unsere Nationalpark-Radtour. Das hab ich mir alles weniger hektisch vorgestellt.

Aber – eine schöne Vogelstimmen-Pfeife hab ich mir auf dem Markt gekauft. An sowas hab ich neulich grad gedacht, dass das was für Jonte wär! Lars, der nach der Nachschicht grad verschlafen raus kam, musste ein kurzes Terrassen-Video von mir damit aufnehmen – in der anderen Hand das Herz. Das hab ich gleich an Michael, Tamina und Jonti geschickt!

Nun hoff ich auf rechtzeitig Feierabend heute – möglichst 22:30 Uhr – oder eher …

Eher nicht, aber noch eine halbe Stunde vorher angefangen, nach Fritzis Anruf. Morgen Abend bin ich Gast im Hotel. Was für ein Hochgenuss – und erfreuliche Alternative zu heute.

Sonnabend, 17. Juli

Der Elfenhof ist das 1. vegane Hotel in MV, nicht in Deutschland, das hab ich geändert. Ja, da wollte ich mit den Kindern meinen Geburtstag nachfeiern und hab heute angerufen, ob nur am Sonntag von 11 – 19 Uhr geöffnet ist, wie auf der Seite steht. Nein, leider nicht – wir schaffen das nur für die Hotelgäste, kein Personal. Das ist aber schade! Also doch in Bandelstorf im Garten. Ich mach mir grad Gedanken über vegane Alternativen und je mehr ich suche, um so mehr vergeht mir die Koch-Lust. Es soll einfach und lecker sein, denn so viel gibt meine Küche an Kapazität da nicht her. Den Kuchen hab ich schon mal – Verwunschener Schattenmorellen-Mandel-Kuchen, was so viel heißt wie versunkener … Der Rest wird dann wohl Chili sin Carne.

Morgen kauf ich mir ein Herz auf dem Großen Internationalen Töpfermarkt, der hier dieses Wochenende einmal jährlich ist. Ich weiß, Herzen kann man nicht kaufen – eins aus Ton schon.

Freitag, 16. Juli

Heute bin ich im Bett geblieben und hab nur geschlafen und geschwitzt, geschwitzt und geschlafen … Erkältung und Hitze! Die ganze Woche 29 Grad, morgen sollen’s 3 weniger werden und dann weiter noch kühler bis um die 20 Grad rum. Dann geht’s mir auch wieder besser, glaube ich.

Birgit hat in unserer Schwesterngruppe ein Foto vom Elfenhof geschickt: Es ist wundervoll hier! Freut mich, dass es geklappt hat. Das war ein Tipp von mir. Ich bekomm immer den Rundbrief vom Elfenhof, das ist noch aus meiner Hexenschulzeit. Das ist auch das 1. vegane kleine Hotel in Mecklenburg-Vorpommern, steht auf der Seite. Da werd ich mal mit Michael, Tamina und Jonte hinfahren, als Überraschung.

Donnerstag, 15. Juli

01:15 Uhr Gute Nacht

Mein Trinkgeld von gestern hab ich heute auf dem Kopf. Ich hatte bei der Strickfrau auf dem Markt was schönes Blaues gesehen, aus griffigem Material, Baumwolle, was eigentlich um den Hals gehört, so Art Loop. Ich wollte es als Haarband, da war es zu weit. Ich strick Ihnen eins, das passt, hat sie gleich gesagt. Donnerstag bin ich wieder da … und ich hab es mir gleich geholt. Sie freut sich immer, wenn sie mich sieht. Ich lauf auch gut Modell für ihre schönen Sachen.

Ich bin schweißgebadet, huste, niese, schniefe, schwitze, als wenn alles schlechte aus mir raus will …

Als ich um 8 meinen Kaffee auf der Terrasse getrunken hab, hab ich den Schlüssel im Schloß gehört – da kam Birgit zum Frühstück und zum Mittag und nachmittags haben wir uns Fürst Pückler von Mövenpick geholt. Sie hat hier ihre Wäsche gewaschen, gebadet, Büro gemacht und fäht morgen in ein verlängertes Urlaubswochenende ins Blaue – zum Elfenhof nach Viezen, hat aber noch keine Reservierungsbestätigung.

Mittwoch, 14. Juli

03:45 Endlich paar Regentropfen … Bei Lars brennt Licht. Er geht heute in die Frühschicht, nach gestern frei. Da kam er raus und hat gesagt: Ach, Anita … Ach, Lars … Kurze Pause und dann: Bei mir steht der nächste Supergau an … Sabine hat 2 Wochen Urlaub und war nicht einmal hier. Sie schreiben sich täglich, aber sie kommt nicht. Auf die Frage, ob was ist, antwortet sie, nein, was soll sein? Das ist jetzt die dritte – in Folge – die sich ohne Erklärung zurückzieht, ohne, dass er weiß, was los ist.

Um 11 Feierabend, halb 12 zuhause. Nächsten Sommer bin ich nicht mehr hier, hab ich zu Fritzi und Jasmin gesagt. Es ist nur anstrengend.

Es ist nicht nur anstrengend, auch chaotisch, und das macht es anstrengend. Vorher gab es noch einen Vorfall in EDK, da wär ich fast detoniert. Damit war das Maß schon voll heute …

Dienstag, 13. Juli

Gestern Nachmittag war Birgit hier, abends Tine, nach ihrem Zahnarztermin. Nach Guti-Gutshaus Sonntag geht’s mir wieder schlechter. Erkältung im Sommer dauert bei mir immer 2 – 3 Wochen. Nächsten Montag will ich mit Silvi und Detlef unsere Radtour M – Nationalparkwanderweg starten mit Übernachtung im Waldhotel Johannesruh. Hoffentlich bin ich bis dahin wieder auf dem aufsteigenden Ast.

Der Wildkräutergarten auf meiner Dachterrasse gedeiht prächtig. Die Symbiose aus von selbst gekommenen – und damit Bleiberecht habenden – und kultivierten Gewächsen wirkt romantisch auf’s Auge und Gemüt. Die harmonieren und vertragen sich auch gut.

3 Jahre und 15 Jahre – nichts mehr gehört und das erste Treffen. Das Rindvieh … hab ich gedacht. Kam das von mir? Nein, das kam mir so rein … ich werte es als Zeichen, dass die Engel mit uns sind. Mit uns allen …

Guti-Gutshaus wird doch schneller gehen, als ich dachte. Ich bin schon ein Jahr länger da, als gewollt. Das ist nur noch Sicherheitsbestreben und führt zu nichts.

Sonntag, 11. Juli

Wenigstens bin ich hier am richtigen Ort – mit dem Gedanken bin ich heute aufgewacht nach den Bilanz-Gedanken I. Halbjahr gestern. Zwei Punkte standen dabei auf der Tagesordnung – wie lange mach ich noch Guti-Gutshaus und wie lange behalt ich meine Zweitwohnung noch? Spätestens bis zum Beginn der nächsten Saison und bis zum Jahresende – nach jetzigem Stand. Das eine kostet Kraft, das andere Geld – auch wenn beides Vorteile hat, sind das die ausschlaggebenden Faktoren, um an Veränderung zu denken.

Es zieht sich zu – heißt, es bewölkt sich. Gut für meine Spätschicht ab 5, nicht so heiß. Hätt nicht viel gefehlt und ich hätte heute auch abgesagt, doch heute geht’s mir besser.

Ich muss grad an Jonte denken, wie er neulich im Garten mit seinen Händen die Gitterstäbe vom Pavillon umfasst hat und sich an einem die Nase plattgedrückt hat. So hat er mich die ganze Zeit angeguckt und sich gefreut, weil ich so gelacht hab. So ein spaßiges Bild! Ich freu mich auch schon wieder auf ihn, bald …

Dann verschwindet er auch immer in das Maus-Zelt – von der Sendung mit der Maus – in das er gerade noch aufrecht reinpasst, sagt tschüß – hühüß – und ich muss ihn suchen. Ja, wo ist denn unser Jonti … Daaa! Das wird ihm auch nicht über und er macht es immer eben weg.

Kann sich einer ohne Engelkinder – Schreibweise ist beabsichtigt – vorstellen, was das für ein Glück ist?

So, genug jetzt – sonst muss der eine Besucher mit 345 Aufrufen heute noch den ganzen Sonntag lesen, der arme. Hühüß! 🙂

Sonnabend, 10. Juli

Auf der happinez, die Birgit mir geschenkt hat, ist ein fröhlich-buntes rundes Künstler-Bügelbild smile … Darunter steht: Sei glücklichDas Leben ist schöner, wenn du lachst

Heute, am Krebs-Neumond, der auf mich zugeschnitten ist, ist das Thema: Die Vergangenheit schlägt die Türen zu!

An meiner Wohnungstür, innen auf dem Flur, hängt seit Jahren das Titelbild zum zweiten Teil meiner Geschichte, von dem ich die Hälfte hier anfangs im Blog veröffentlicht hab: 13 Monde im Jahr des Pferdes

Das nehm ich heute ab – und häng dafür das neue auf: smile

3 Jahre sind genug getrauert und 15 erst recht. Das wollte ich erst nicht schreiben, aber wenn es in meinen Gedanken war, kann es hier auch stehen. Es zeigt, um welche Zeiträume es hier geht.

Das ist heute mal ein wunderbar friedvoller Abend – ohne zu schwitzen oder zu frieren, drinnen und draußen. Wunderbar vor allem deshalb, weil ich meinen Kollegen jetzt einen schönen Feierabend wünsche. Die Chefin hatte heute, von der Fähre aus mit ihrer Familie schon auf dem Weg in den Urlaub nach Schweden, gefragt, ob ich auch heute schon wieder fit bin. Jasmin hat sich die Hand verletzt. Das hat sie schon mal – sich die Hand verbrüht, als eine unserer Stempel-Kaffeekannen geplatzt ist. Zweite Möglichkeit wär, sich mit einem scharfen Messer zu schneiden.

Statt zu denken, so kann ich meine Stunden auffüllen – hab ich an mich gedacht. Ich hab mich den ganzen Tag noch krank und erkältet gefühlt und morgen, wo ich zugesagt hab zu kommen, wär das früheste. So hab ich ihr das auch gesagt, ich will es nicht verschleppen, wenn ich zu früh anfange.

Freitag, 9. Juli

Wir wünschen dir nachträglich … Gestern kamen noch Glückwünsche, wie diese WhatsApp. Das ist einer von den Kontakten, die ich nur mit Nummer, nicht mit Namen gespeichert hab. Meist seh ich am Profilbild oder am Verlauf, wer es ist. Das half mir hier nicht weiter. Die Chats leer ich regelmäßig und im Profilbild liegt eine Sonnenbrille im Strandsand, durch die man auf’s Meer guckt. Hm? Antwort: Vielen Dank, wie geht es euch? – Uns geht’s gut, wir kommen gerade aus dem Urlaub zurück. – Wo ward ihr? – In Albanien … Das ging eine Weile hin und her, ohne, dass sich daraus ergeben hat, wer der Absender ist. Das war ein schöner Blind-Chat. Wer auch immer mit dem Wohnmobil in Albanien war, es war ein toller Urlaub! Ich tipp auf meine ehemaligen Nachbarn in Rostock-Kassebohm – alle anderen hatten sich gemeldet – nur die sind immer nach Kroatien gefahren. Muss ja nicht ewig so bleiben.

Zwei schöne Federchen habt ihr mir da hingelegt, hab ich gestern Abend auf der Terrasse gesagt, als ich sie entdeckt hab – und nur einen Stein weit voneinander entfernt …