Sonntag, 22. Januar

Vertrauen und Achtung, das sind die beiden unzertrennlichen Grundpfeiler der Liebe, ohne welche sie nicht bestehen kann, denn ohne Achtung hat die Liebe keinen Wert und ohne Vertrauen keine Freude. Heinrich von Kleist

Eine Liebe anderer Art war heute der Abschied in Bandelstorf – es war so, dass der traurige Teil von dem glücklichen überlagert wurde. Heidi hat mir ein schönes Wundertütchen mitgegeben, mit Vanille-Winterbad, Schutzengel-Schokolade, Ostsee-Magnet-Pin und einer Karte mit einem herzlichen Text und drei schönen Sprüchen, einer davon:

Oft kommt das Glück durch eine Tür herein, von der man gar nicht wusste, dass man sie offen gelassen hatte.

Und alle waren da – Christin, Mieterin Nr. 2, jetzt Nr. 1, Meike aus dem Dorf und Heidis Familie – Karl, Stanley und Yvonne – kam zum Mittagessen. So konnte ich mich von allen verabschieden. Karl, der traurig war, hab ich versprochen: Du kommst mit Oma in den Winterferien nach Waren und Jonte hol ich auch her und dann machen wir uns einen schönen Tag zusammen. Als Jontes bester Freund und umgekehrt doch selbstverständlich. Auf der Rückfahrt vor Teterow war der ganze Acker voller Kraniche – 1000 Vögel des Glücks! Ich hab mir das ganze Wochenende da schon gesagt, ich komm ja noch öfter her und das ist nicht das letzte Mal. Wunsch oder Verheißung. Bei den Kranichen hab ich laut im Auto gesungen: For auld lang syne, my dear Should auld acquaintance be forgot and days of auld lang syne …

Donnerstag, 19. Januar

Welch ein Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück! Johann Wolfgang von Goethe

Ich bin erstmal zurückgegangen bis zum 16. November und hab mir die Anfänge der Sprüche seitdem aufgeschrieben, damit keiner doppelt auftaucht. 52 sind es bis jetzt – mit heute 53. Eine Weile reichen die restlichen noch, ich glaub bis März.

Hier steht ein schöner weiß-rosa Tulpenstrauß, den mir Antje mitgebracht hat …

Heute hab ich alles schön in Ruhe gemacht und morgen bis Sonntag fahr ich nochmal zu Heidi nach Bandelstorf, die restlichen Sachen holen. Jontes Bett, seinen Roller und sein Bobbycar. Das hat voriges Mal nicht mehr ins Auto gepasst. Sonnabend ist wieder Schamanenkurs. Das kann ich jetzt auch gut abschließen, meine Zweitwohnung.

Christa hat mir ein übelst rassistisches WhatsApp-Bild geschickt, erstmalig, und ich überlege, ob ich antworte: Sowas nicht an mich schicken und am besten nirgendwohin – oder ob ich es mit Rücksicht auf ihr Alter, 81, ignoriere. Wahrscheinlich das erste. Ulla hab ich auch geschrieben: Telefon und WhatsApp sind gestern durch die Decke gegangen – viel zu viel! Allein von ihr waren es über 30 WhatsApps – das Handy hat gar nicht mehr aufgehört zu piepen. Gut, dass ich bis heute damit gewartet hab, gestern wäre ich ausgerastet.

Jetzt freu ich mich erstmal auf meinen Kurs, Martina und Frisör …

Mittwoch, 18. Januar

Sich kennen will nicht heißen, alles voneinander wissen, sondern Liebe und Vertrauen zueinander haben und einer an den anderen glauben. Albert Schweitzer

Das war so erfrischend – ihre Schilderungen über den Umgang mit ihren erwachsenen Töchtern, die sich einiges rausnehmen, was ihr nicht gefällt. In meiner Umgebung machen die Mütter einen Kniefall vor ihren Kindern, nur um – wie Heidi sagt – froh zu sein, wenn wir überhaupt was dürfen. Nur wenn wir gebraucht werden … Ja, das kenn ich. Da muss ich nur an Weihnachten denken. Deshalb tat es mal so gut, einen praktischen, gesunden Umgang damit zu sehen. Grenzen setzen heißt die Zauberformel …

Das gab mir aber mehr als zu denken und jetzt ändert sich was in der Richtung.

Guti-Gutshaus reagiert kopflos – erst im Nachhinnein Stundenzettel ausfüllen, dann doch nicht. Liegen ja auch schon per Mail vor. Der Grund ist aber, dann müssten sie auch noch für sonnabends 25 % Prozent zahlen. Ich hab mehr gegeben als bekommen – auch da ändert sich was grundlegend.

So gesehen ist alles, was jetzt kommt, von Gelassenheit geprägt. Die schwersten Geschütze hab ich abgewehrt in meine Richtung, wobei das schwerste war, dass nichts kam aus seiner Richtung. Wie auch.

Das ist aber im Hintergrund. Wichtiger ist die Klärung der Beziehung zu meinen Kindern und zur Arbeit. Da kommt jetzt was in Bewegung … Antje ist zum Seminar hier diese Woche, doch das war ein Seminar für mich.

Dienstag, 17. Januar

Das Erste in der Liebe ist der Sinn füreinander und das Höchste der Glaube aneinander. Friedrich Schlegel

Das war heute ein schönes Wiedersehen mit meiner langjährigen Kollegin und Freundin Antje. Es war wohltuend zu sehen, dass nicht Quantität, sondern Qualität zählt – gleiche Meinungen und Ansichten, als wären nicht Jahre vergangen, als wir noch Kolleginnen waren. Die Verbindung haben wir immer aufrecht erhalten durch Schreiben Nach über 2 Jahren haben wir uns jetzt wiedergesehen – nachdem sie mich einmal bei Heidi in Bandelstorf besucht hat. Das ist wertvoll. Alles richtig gemacht – ist immer unsere Devise. Vielleicht nicht alles, aber immer nach bestem Wissen und Gewissen. Das war einfach schön heute.

Montag, 16. Januar

Ich denke an jede Kleinigkeit zwischen mir und ihr und fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen. Charles Dickens

Vertrauen – Wunder – Weisheit – sind heute 3 der Karten im Bild von Timos Lichtblick. Als hätten sie gelesen, was ich gestern geschrieben habe. Weisheit – neues und altes Wisssen durchdringen mein Sein. So muss es wohl sein …

2 schimmernde weiße Kerzen für den Mond am Montag

Sonntag, 15. Januar

Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam. Honoré de Balzac

Heute sieht’s besser aus – beim Blick nach draußen kein Wasserfall vom Himmel, und damit auch beim Blick nach innen ..

Eine goldene Kerze für die Sonne – am Sonntag.

Die Saturn-Kerzen gestern sind runtergetropft, nicht abgebrannt. Überall schwarze Wachsflecken, auf dem Fußboden und an der Wand. Die gröbsten hab ich beseitigt, den Rest mit dem Bügeleisen und Löschpapier, aber nicht heute. Nachher kommt Birgit zum Baden und zum Mittag. Sie will mir ein Kartendeck mitbringen, das sie sich irrtümlich bestellt hat, weil sie dachte, es ist ein Buch – Magie der Erde. Wenn es mir gefällt, behalt ich es. Sieht gut aus, soweit ich es in Google gesehen habe …

Kartendecks, Schamanenkurs – wenn Jonte nicht hier wäre, würde ich ein Jahr bei IRC International Rescue Committee arbeiten, um was Sinnvolles zu machen, statt nur eine kleine Spende monatlich zu schicken.

Was der Sinn des Lebens sein soll, verstehe ich, im Kopf. Nichts ist falsch, wenn dein Herz dir sagt, dass es richtig ist. Wenn beides nicht zusammengeht – liegt es nicht an mir oder an ihm, wie ich dachte. Wer weiß schon, wie die höheren Geschicke sind. Ich kann nur dem vertrauen, was ich immer wusste. Das ist kein Festhalten und kein Loslassen und damit offen … wobei die Zeit nur hier unten Grenzen setzt.

Sonnabend, 14. Januar

Denke daran: Der Mensch, den du dein Leben lang lieben musst, bist du! Denke daran: Wenn du dich nicht liebst, kannst du niemanden lieben. Denke daran, dass du geliebt wirst, seit du geboren wurdest. Aus Liebe

2. Portaltag – Selbstliebe

Ich wollte einen anderen Spruch nehmen heute – ist ja ohne Datum, der Kalender, aber der passt heute. Den von heute gibt’s dann morgen.

Heute war ich nur bei EDK zum kleinen Einkauf und dann Erkältung auskurieren.

3 schwarze Kerzen für Saturn am Sonnabend – Saturday

Freitag, der 13. Januar

Wer Liebe sucht, findet sie nicht! Sie überfällt uns, wenn wir sie am wenigsten erwarten. George Sand

Gestern hatte ich einen schönen Nachmittag mit Sabine, die nochmal hier war, bevor sie das Paradiesle morgen wieder Richtung Berlin verlässt. Wir freuen uns schon auf’s nächste Mal. Um 3 will Birgit mich abholen zu einem Spaziergang, um mir was zu erzählen und zu zeigen. Wir fahren ein Stück mit dem Auto, genaueres hat sie noch nicht verraten. Der Himmel muss es gutheißen, denn die Sonne scheint mal … oder wie ich zu Jonte gerne sage: sun-shine-scheint-schon-schön. Das ist Chinesisch – ich sag es aber so, dass er merkt, dass es Spaß ist. Ich kann dem kleinen Gelehrten ja keinen Schwachsinn erzählen.