Montag, 24. April

Ich blicke in den Himmel und stehe mit beiden Beinen auf der Erde. Rigoberta Menchú

Nach dem schönen Schamaninnen-Kreis am Sonnabend war das Treffen mit Martina bei der Küche des Friedens noch ein sehr schöner Abschluss des Tages. Gestern war ich mit Birgit in Neustrelitz – Alte Kachelofenfabrik. Bevor wir den fantastischen Film Die Eiche – Mein Zuhause gesehen haben, gab’s ein gutes Essen für uns im Garten des kleinen, feinen Restaurants dort. Es ist eine Mischung aus Kino, Kneipe, Kultur in dem alten Fabrikgebäude. Die Rückfahrt über die Dörfer mit einem malerischen Abendhimmel war die abschließende Krönung des Tages. So war das Wochenende ein ganz besonderes mit vielen Geschenken.

Heute fang ich mit dem Anlegen meines Terrassengartens an. Tine Schwesterchen hatte Birgit und mir ein Mini-Gewächshaus mit Blumen, Kräutern und Gemüse in Samentüten geschenkt. Eigentlich ist mir das zu aufwändig auf der Dachterrasse – Gefäße und Erde besorgen und hochtragen. Nun hab ich gedacht, wo ich es schon mal hab, kann ich auch mit Jonte einen kleinen Garten anlegen. Aussaat bis Ende April. Geplant hab ich, ihn am kommenden langen Wochenende mit dem 1. Mai herzuholen, weiß aber noch nicht, was Michael und Tamina vorhaben – und ob ich bis dahin wieder gesund bin. Da werd ich mal meine Selbstheilungskräfte aktivieren … Die Kräuter – Minze, Petersilie und Basilikum hab ich heute schon ausgesät. Ihren vollen Geschmack entwickeln Küchen- und Heilkräuter, wenn sie an Lichttagen bei zunehmendem Mond gesät werden. Das wär nur noch heute. In den Kategorien Körper und Gesundheit, Haushalt, Garten und Pflanzen richte ich mich meistens nach meinem online Mondinfo-Kalender. Ich bin mehr der Gärtnertyp für Pflanzen, doch so kann Jonte sehen, was aus einem Samenkorn wächst …

Sonntag, 23. April

Wir sind alle Blätter an einem Baum, keins dem andern ähnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen. Gotthold Ephraim Lessing

Wir unterschiedlichen Blätter haben gestern gemeinsame Blätter – unsere Teilnahmezertifikate – bekommen, 10 an der Zahl. Das war sehr bewegend, haben wir uns doch ein halbes Jahr lang sehr bis in die Tiefen kennengelernt und erfahren. 5 hören jetzt aus unterschiedlichen Gründen auf – bleibt eine Handvoll übrig, die den Weg weiter geht das nächste halbe Jahr. Da gehen wir raus – Spirit of nature. Der Weg zeigt sich, indem man ihn geht …

Sonntag, 16. April

Solange die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie älter geworden sind, gib ihnen Flügel. Weisheit aus Indien

Gestern war ich mit Birgit bei Rita zuhause zur Frisör- und Kosmetikbehandlung. Ich bin immer noch erkältet, seit vor Ostern, und fühl mich ganzheitlich erschöpft. Da war das so schön und tat so gut – abends hab ich mich für den wundervollen Tag bedankt, wo sonst die Kommunikation mit Oben sehr ins Stocken geraten ist. Sie hatte was schönes russischer Art zu essen gemacht, im Hintergrund lief leise mtv mit Muikvideos, wir haben erzählt und gelacht. Bei der Gesichtsmassage hat sie mich gefragt: Hast du viele Gedanken im Kopf? Jetzt gerade nicht, sonst ja. Betrifft vor allem das ruhende Arbeitsverhältnis und meine noch nicht getroffene Entscheidung dazu. In rechtlicher Hinsicht, menschlich hab ich es schon abgeschlossen. Mädchen, das Leben ist so schön, hat sie zu uns gesagt – wir wollen das genießen und uns keine Sorgen machen. Die Hälfte meiner Haarlänge ist ab und ich fühl mich viel wohler.

Sonnabend, 15. April

Der Atem der Bäume schenkt uns das Leben. Roswitha Bloch

Gestern hab ich mit meinen Wollresten die beiden Schals für Jonte fertiggestrickt. Die sind richtig schön geworden …

Und meine Abendbeschäftigung gestern ist auch richtig schön geworden. Mir ist noch was eingefallen zu Birgits Geburtstag am Montag. Sie hat sich von jedem was gewünscht, eine Erinnerung an sie oder ein Erlebnis mit ihr. Ja, was soll ich da nehmen, hab ich sie gefragt. Aus der Kindheit …

Nun hab ich 3 passende Karten mit Sprüchen aus meinem letzten Jahreskalender Gelassenheit ausgesucht und 3 Schwarz-Weiß-Fotos aus Kindertagen. Einmal ich mit ihr umarmt auf dem Milchbock an der Eiche – dazu die Karte Meine Philosophie ist Freundlichkeit, Dalai Lama. Auf dem zweiten sind wir 3 Schwestern, alle 3 mit Pottschnitt!, plus Teddy beim Fotografen in Röbel und gucken ohne Mimik in die Kamera – die Karte dazu Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag, Charlie Chaplin. Und zum dritten: Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen, Joseph Addisan – dazu ein Familienfoto im Garten, auf dem Tine noch ein Baby ist und unser hochbetagter Hund Mohrchen noch mit drauf ist. Auf der ersten ist ein Rotkehlchen, auf der zweiten ein bunter Strauß Luftballons, auf der dritten eine Sonnenblume – das dekorier ich noch mit 3 großen buntschillernden Schmetterlingen und glaube – das ist gut gelungen, da freut sie sich drüber!

Jetzt geh ich zu Rossmann und hol Zeichenkarton in A3, auf den ich es aufkleben kann …