Sonnabend, 23. Oktober

Guti-Gutshaus ließ sich entspannt an, von der Zahl der Essensanmeldungen. Am Ende waren es dann doppelt so viele. Fritzi war gereizt und genervt, hat das auf Anja übertragen und die auf mich. 5 Stunden kamen mir vor wie 8. Eine Woche frei – Erholungseffekt futsch.

Dafür war es gestern schön, mal Gast zu sein. Wir waren zu fünft und es hat allen gut gefallen. Mal weggehen, essen, erzählen und lachen – das hat allen gut getan.

Morgen die Café-Schicht mit Finissage – da gibt’s dann meinen Buttermilchkuchen. Fritzi freut sich schon …

Freitag, 22. Oktober

Ich bin wieder hergeweht. Statt morgen gleich zu Guti-Gutshaus zu fahren, hab ich heute den Kirchturm angesteuert. Carmen Sternchen hat mich zum Geburtstagsessen eingeladen in Oh, Julia – das italienische Ristorante von Mare Müritz. Es ist auch eine Einladung für ihre Kultur-Freundinnen. Ich bin nur Freundin, nicht Kultur. Um 3 war ich hier und hab dann erstmal ein Geschenk besorgt – was zur inneren Anwendung, was zur äußeren Anwendung und ein Lebenslicht … Tischreservierung um 18 Uhr, ich hoffe, ich hab Zutritt.

Dienstag, 19. Oktober

Ganz besonders freu ich mich auf Jonte. Ich hab auf dem Markt bei Holz-Willi ein schönes Geschicklichkeitsspiel gesehen – Arche Noah. Da sind die Tiere auf ein Boot zu balancieren, das wird uns beiden Spaß machen! Hätte ich es mal gleich gekauft, beim nächsten Mal.

Als wir an Taminas Geburtstag mit der andern Oma auf dem Spielplatz waren, war ich mit ihm zusammen auf der Wippe. Wie schön er mich da angeguckt hat – wir haben beide gedacht: Wir verstehen uns …

Ich weiß noch nicht genau, wann ich zurückkomme …

Mir ist eingefallen, Manja hat ja jetzt Geburtstag. Übermorgen, glaub ich. Ich werd ihr eine Rose von Straßburg, der Gärtnerei in Kessin, wo ich vorbeifahre, mitnehmen.

Montag, 18. Oktober

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Der Gelassene nutzt seine Chance besser als der Getriebene. Weisheit aus China

Heute Stundenabrechnung und Abwasch – das erste hab ich fertig, das zweite steht mir noch bevor. Der Auftakt für meine Rostock-Woche ist morgen 14 Uhr Besuch bei Manja Nageltante. Was schönes, da freu ich mich drauf …

Heute hat Manuel angerufen. Eine Frage war: Was sagt die Geistige Welt? Mit der geistigen Welt bin ich gerade nicht so im Dialog. Wir haben eine unterschiedliche Auffassung zu Geduld. Damit mein ich nicht das Blog-Thema – den Stand kennt jeder, wer hier regelmäßig liest – sondern allgemein, was Hülle und Fülle angeht.

Ich hatte mich nach längerem Suchen in EDK gerade für eine gute vegetarische TK-Pizza und Budweiser Lagerbier zu Mittag entschieden und war dabei, sie in den Ofen zu schieben, als er angerufen hat …

Sonntag, 17. Oktober

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle …

Christa hat mir ein 60 Jahre altes Geheimnis anvertraut. Wenn man ein Bild von ihm hätte … hat sie neulich, als wir Essen waren, gesagt. Mit den spärlichen Angaben von ihr hab ich bei Google gesucht und auch jemanden gefunden in Berlin, wo sie herkommt, auf den ihre Beschreibung passen könnte. Der war es aber nicht. Obwohl er in der Öffentlichkeit war – und er hat auch ein Buch geschrieben, allerdings unter Pseudonym – nichts!

Ich hätte ihr gerne eine Freude gemacht …

Oksana hat sich heute verabschiedet in ihre Heimat Ukraine. Jetzt sind wir in der Lage, dass nur noch zwei Aushilfen übrig sind – Jeanette und ich. Und schon kommt die Frage, ob ich auch auf Abruf kann, je nachdem, wie viele Essensanmeldungen sind. Wenn ich in Waren bin, ja – nur nächste Woche bin ich in Rostock. Die ganze Woche? Ja, und dann jede zweite Woche. Es ist nicht so, dass ich jetzt alle Stunden mitnehme, die ich haben kann. Es ist immer gut, wenn man nicht abhängig ist vom Wohlwollen anderer. Lieber sich selbst wohlgesonnen sein und Gutes mit Gutem vergelten.

Sonnabend, 16. Oktober

Gestern hab ich mit Birgit zusammen bei LottoStar24 einen Tipp-Schein für Euro-Million abgegeben – 220 Mio im Jackpot. Die 6 Nullen haben wir noch nicht gewonnen, aber mit Augenzwinkern von Fortuna jeder eine 2.

November ist auch noch gesichert – Guti-Gutshaus. Ich hab eben den Plan bekommen. Immer 2 Tage am Wochenende und nach Bedarf in der Woche, wenn das okay für mich ist. Ja, außer wenn ich in Rostock bin, in Waren passt es.

Heute und morgen wieder die Café-Schicht 14 – 18 Uhr, nur mit 30 km Umleitung bei Hin- und Rückfahrt wegen Vollsperrung der B 192. Das sind nicht nur mehr Kilometer, auch mehr Fahrtzeit – mindestens eine Stunde hin und rück.

Ist heute nicht begünstigt – schlapp, müde, kalt, Umleitung und mein Sorgenfri, das ich anziehen wollte, hängt auf der Leine, noch nicht trocken …

Früh Feierabend, die Umleitung ist mal eine andere Strecke, morgen ausschlafen, gemütlich frühstücken und nochmal so ein kurzes Gastspiel wie heute. Wenn auch keine Highlights, hab ich auch nicht über Tiefs zu klagen.

Freitag, 15. Oktober

Was ist das ewige Gefängnis?, hat der Meister neulich seine Schüler gefragt. Kapitalismus – hat eine geantwortet, die neu dazugekommen ist. Und was meinst du?, hat Birgit die Frage aus ihrem Meisterschüler-Unterricht an mich weitergegeben. Das könnte die Zeit sein … Ja, es ist die Zeit. Ich hatte nicht darüber nachgedacht, die Antwort kam von selbst.

Sorgenfri – heißt mein neues Kleid von Dänish Moments, hab ich gesehen, als ich nach dem Wäscheettikett geguckt hab. Ach, deshalb – will ich es gar nicht wieder ausziehen, weil ich mich so wohl darin fühle. Ohne es gewusst zu haben. Na, heute mal, für die Wäsche.

Donnerstag, 14. Oktober

Das Treffen war auf einer der möglichen Ebenen – im Traum. Ich hab uns als zwei starke Buchenstämme gesehen, die dicht nebeneinander standen. Es sah aus wie einer aus zwei Teilen.

Ich hab mal eine Schutzengelkarte aus Himmlische Kraftquellen gezogen: Herzensstimme – mit meiner Hilfe drückst du deine eigene Herzenswahrheit aus. Habe Mut.

Das ist das, was ich hier schreibe. Mut brauch ich dazu, weil es ganz anders aussieht, als ich es fühle.

Für ein Treffen im Traum brauch ich kein Kleid, schon gar nicht als Buche.

So schnell, wie der Zauber gekommen ist – am Morgen, ist er wieder verflogen – am Abend. Für den Moment war es schön und außergewöhnlich. Ein Treffen mit ihm hab ich nicht mal mehr angedacht, auch nicht im Traum.

Mittwoch, 13. Oktober

Der Kirchturm im goldenen Oktobersonnenschein – es ist so eine magische Energie mit kraftvollen Farben! So, jetzt reicht es aber – wenn ich das denke, kommt das Gefühl mit so überwältigender Macht zurück, dass ich dem nichts entgegenzusetzen hab. Ich denk: Heute Abend treffen wir uns – auch, wenn alles dagegen spricht und nichts danach aussieht – es ist da, so deutlich und klar, dass ich es fühle und glaube …

Glückstag – magischer! Manchmal find ich hier was schönes, hab ich gedacht, als ich durch die Lange Straße, Einkaufspassage, geschlendert bin. Und guck – am Dänischen Laden hängt draußen auf dem Ständer mit den Angeboten ein Herbst-Wollkleid, Beerenfarbe, schönes Strickmuster, zärtlich zur Haut und – passt wie angegossen! Da hab ich was anzuziehen heute Abend …

Und jetzt – wenn ich mit Christa gleich zum Landgang am Hafen gehe. Sie hat mich zum Essen eingeladen.

Dienstag, 12. Oktober

Birgit hat den Vertrag für ihre neuen Räume der TAO-Schule unterschrieben. Eigentlich ist es ein großer Raum, 230 Quadratmeter. Ab 1. 11. …

Das bedeutet, dass unsere Mit-WG nach einem halben Jahr, von Anfang Mai bis Ende Oktober, zu Ende geht. Und das bedeutet, dass ich meine Außenstelle in Rostock zum Jahresende aufgebe, wenn sich nicht noch eine andere Möglichkeit auftut. Ohne ihren Mietanteil, sind zwei Wohnungen nicht machbar. Guti-Gutshaus alleine reicht nicht – und da geht es ab November auch wieder in den Winterschlaf. Dann sind nur noch vereinzelt Schichten für die Aushilfen – das kriegen sie mit den Festangestellten gebacken.