Mittwoch, 11. August

Geschenke bekommen ist schon schön – Freude verschenken, noch schöner.

Ein Wochenende mit 2 x Übernachtung/Frühstück im Elfenhof in Viezen – Das 1. vegane Hotel in MV

Mit Kindesentführung 🙂

Das ist mein Geburtstagsgeschenk für Michael und Tamina. Er hat in 4 Wochen, sie in 8. Ich schenk es ihnen beiden zusammen.

Beiden zusammen …

Da geh ich Einmal zum Bäcker am Wasserturm und Du bist auch da, wie Manuel sagt, um deine Freundin abzuholen. Das hätte ich ihm geschrieben, wenn ich mich nicht schon von ihm verabschiedet hätte, vor 3 Jahren.

Dienstag, 10. August

Gestern Nachmittag war Birgit hier und dann abends nochmal nach dem Kindertraining – die Wogen haben sich wieder geglättet …

Wir haben ein schönes Erlebnis bei Mc Donalds gehabt – Jonti und ich. Sonntag Mittag sind wir nach Dummerstorf gefahren, an der A 20. Ich wollte erst zu Mc Drive, hab dann aber gesehen, dass Leute aus dem Laden kamen. Ich mit ihm da rein, war fast leer, und will meine vegetarisch-vegane Bestellung für uns aufgeben. Da tritt eine kleine junge Mitarbeiterin hinter dem Tresen einen Schritt vor auf mich zu und sagt – das müssen Sie da an den Tafeln vorauswählen oder über App. Wenn ich schon App hör … in dieser entmenschlichten Welt. Und bei Mc Drive? – Da können Sie ihre Bestellung durchsagen. Durchsagen … Ich hiev ihn wieder rein ins Auto und reih mich ein. Rechts an der Seite Schilder: Wählen Sie hier aus oder über App – Bezahlen sie bar oder über App. Dann hör ich über Lautsprecher die typischen Bestellungen – seh aber keine Menschenseele. Roll weiter bis ans erste Fenster, wo eigentlich die Bestellungen aufgegeben werden – leer. Dann ans Fenster Abholung. Kann ich nicht mit Karte bezahlen? Ich hatte nämlich nur noch 8 € bar. Doch, sagt das Frolleinchen. – Da steht doch bar oder mit App? – Doch, Kartenzahlung ist möglich. Das macht dann 15 Euro 60. – Was macht 15,60? – Ihre Bestellung. – Ich hab nichts bestellt. – Das hätten Sie vorne an den Säulen müssen. – An welchen Säulen? Ich hab keine gesehen, mich hat auch keiner angesprochen. Wo hätte ich da bestellen können? Das war’s dann.

Ich bin dann mit ihm weiter nach Dummerstorf zum Snackpoint gefahren – auch sonntags geöffnet. Hab da im Bistro, wo die deutsche und pakistanische Flagge friedlich nebeneinanderstehn, eine mittlere vegetarische Pizza für uns bestellt und wir waren zufrieden.

Als ich das Tamina erzählt hab – ich hab erst überlegt, ob ich das überhaupt zum Besten gebe – hat sie gesagt, als sie neulich mit ihrer Mutter da war nach dem Besuch bei mir, ging ihrer Mam das genauso, sie hat auch nichts gesehen. Sie haben dann noch eine zweite Runde bei Mc Drive gedreht und dann hat es geklappt. Ich kann dir das mal zeigen, hat sie angeboten. Nee, danke, ich pfleg die deutsch-pakistanische Freundschaft. Da kriegt mich keiner mehr hin.

Montag, 9. August

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das Träumen ist der Sonntag des Denkens. Henri-Frédéric Amiel

Carmen Sternchen war auf dem Markt und hat angefragt, ob wir einen Kaffee trinken wollen. Ich war nicht angezogen. Ja, gerne, bei mir oben. Dann haben wir uns für ein halbes Stündchen auf die Terrasse gesetzt. Das war der Lichtblick heute, sie kam wie gerufen.

Ab morgen will ich dann die Kalamitäten klären, wie den Klempner rankriegen nach 14 Tagen und ein Telefonat mit meiner Zahlstelle

Sonntag, 8. August

Und wieder zum Glockenläuten zurück – zum Abendglockenläuten 18 Uhr.

Das war jetzt doch länger, als geplant. Sigi und Wolfgang haben den Termin in der Klinik in Plau abgesagt, damit ich nicht extra herkommen muss. Das wär zu stressig, meinten sie. Also bin ich gleich dageblieben. Sonntag hab ich Jonte abgeholt und Montag Abend haben wir seinen Geburtstag gefeiert, auf dem Spielplatz. Und dann hab ich ihn nochmal Freitag geholt und war mit ihm bis mittags auf dem Dorffest 30 Jahre Förderverein Rittergut Bandelstorf – mit Oldtimer-Treckerfahrt mit Anhänger für die Kinder. Das hat uns ordentlich durchgerüttelt, doch er fands toll, mit dem feuerroten, auf Hochglanz polierten Schmuckstück durchs Dorf zu tuckern und noch ein ganzes Stück weiter. Als Michael und Tamina ihn abgeholt haben, ist er gleich im Auto eingeschlafen. Da war er platt von dem Programm. Vormittags waren Silvia und Detlef da und die hat er auch gleich vereinnahmt und in sein Sandkastenspiel mit einbezogen. Jetzt haben sie ihn auch endlich mal kennengelernt. Nachmittags kamen Martina und Susanne und es hat uns allen dreien Spaß gemacht.

Heute bin ich über die A 19 zurückgefahren, um bei Tine Schwesterchen, die mit Silvio im Urlaub ist, die Zucchini-Ernte abzuholen, samt Bohnen und Gurken. Hier lief mir gleich Aniko über den Weg, der hab ich gleich je ein Exemplar in die Hand gedrückt. Da hat sie sich gefreut. Das ist so viel, das kann ich großzügig verteilen und es ist immer noch genug für Birgit und mich übrig.

Tja Birgit – an meinem Briefkasten hängt jetzt ein Zusatzschild mit TAO-Schule Waren und eins „Mitwelt vereint“. Das ist ihr Verein. Ich hatte neulich schon in ihrem Brief an den Bürgermeister gesehen, dass der Vereinssitz meine Adresse ist. Neben meinem Laptop steht eine Kiste mit ihren Buttons und ein großes 5-L-Glas für Spenden. Dafür hat sie meinen Teelichter-Kreis irgendwo auf den Fußboden gestellt. Anstatt das mit mir zu besprechen, einfach umgeräumt während meiner Abwesenheit. Ich will nicht die Geld-Sammelbüchse im Nacken haben! Dazu noch ne offene Fischbüchse im Kühlschrank …

Heute ist Sonntag, der 1. August

Neuer Wochen-Gelassenheitsspruch am Sonntag:

Das Glück wohnt nicht im Besitz und nicht in Gold, das Glück wohnt in der Seele. Demokrit

Das ist auch witzig, gestern hab ich online noch einen Lotto-Tipp-Schein ausgefüllt – 3 Richtige.

Nachher fahr ich nach Rostock und hol Jonte ab. Weil ich auf Mittag nicht eingestellt war, besuchen wir mal Mc Drive – das ist gleich in Dummerstorf an der Autobahn, nur 2 km von Heidi und Horst entfernt. Veggie Burger TS, Pommes und ’ne Apfeltasche – ich hab mich vorher über das vegetarisch-vegane Angebot informiert.

Morgen dann sein 2. Geburtstag und Dienstag komm ich wieder zurück, weil ich mit Wolfgang und Sigi in die Klinik nach Plau fahre, wo er wieder einen Termin hat. Sonst wär ich länger geblieben.

Sonnabend, 31. Juli

Heute hab ich die ersten schönen roten Freilandtomaten auf dem Grünen Markt bekommen. Sie hatte vor 14 Tagen schon welche, hat sie gesagt, da war der Markt am Hafen, hab ich nicht gesehen und nicht gewusst.

Jubelschreie auf dem Markt unten – heute waren schon paar Hochzeiten, doch das ist die schönste. Die Braut sieht aus wie eine Fee mit Blumenkranz und Strauß in der Hand im elfenbeinfarbenen Kleid und der mittelmeerblaue Bräutigam sieht aus wie Ali Baba und kommt aus 1001 Nacht Märchen . Es regnet Rosenblütenblätter für das Brautpaar, so viele Gäste sind vor dem Rathaus-Standesamt versammelt. VIEL GLÜCK EUCH BEIDEN!

Eben seh ich auf der Terrasse – das ganze Dach ist voll kleiner weißer Papierherzen, die sich in den Spinnennetzen verfangen haben, eins ist sogar im Flur gelandet …

Und eins in der Küche und zwei sind durch das offene Fenster in mein Schlafzimmer geflogen.

Freitag, 30. Juli

Sturm – Hitze – Macke – hab ich gestern laut im Auto gesagt, als ich in Richtung Guti-Gutshaus gefahren bin. Jetzt bin ich doch ganz froh, dass ich erstmal 14 Tage Ruhe habe, erst am 14. 8., 17:00 Uhr, wieder, dann am 21. und am 28. – die Tagesmuttis von Jonte haben Betriebsferien und er ist noch nicht verplant, hat Tamina gesagt. „Du kannst ihn also abholen und mich kannst du auch einplanen!“ Aber ich denk, dass ihr Zeit für sich selbst auch ganz gut tut.

Um 10 war ich mit Anke beim Bäcker verabredet. Wir haben uns vorigen Sommer zuletzt gesehen, obwohl sie in Waren wohnt. 95 Prozent des Gesprächs waren ihr Anteil – überwiegend eine längere Krankheitsgeschichte – den bescheidenen Rest hab ich beigesteuert. Tat aber gut, beim Bäcker unterm Sonnenschirm zu sitzen und das Leben um mich herum zu genießen.

Zurück auf der Terrasse, hat Lars mir sein Herz ausgeschüttet. Beziehungsstress mit Sabine – seit 5 Wochen kommt sie kaum noch, redet aber auch nicht offen mit ihm, sondern nur ausweichend und er schiebt Frust. Um so mehr, als das jetzt die Dritte ist, mit der ihm das passiert.

Da fällt mir ein, was meine Tochter mal gesagt hat: Mutti, der einzige Grund, mit jemand zusammenzuleben, ist der, dass es einem zu zweit besser geht, als alleine. Das hab ich ihm auch so gesagt. Zustimmendes Nicken.

Der die Geschicke lenkt, führt in guter Absicht nach Jahren eine Fast-Begegnung beim Bäcker am Wasserturm, wo wir beide schon mal waren, herbei, und er erkennt es nicht und ist zu feige, sich ihr zu stellen.

Baby be cool – ist das W-Lan-Passwort in Guti-Gutshaus …

Donnerstag, 29. Juli

Manche Tage sind keine Lauftage. Da geht Guti-Gutshaus auf die Füße, die Beine, den Stütz- und Bewegungsapparat. Diese Schicht – es ist jetzt 1:00 Uhr – war so eine. Dafür gab es für jeden eine Tüte aus dem Schweden-Urlaub der Chef-Familie: Elch-Salami, Marabou-Schokolade, Blaubeersaft und – schwedische Salzlakritz. Die verschenk ich.

Wenn Jonte am Himmel einen Hubschrauber oder ein Flugzeug erst hört und dann sieht, macht er mit den Armen die Bewegung nach. Das sieht wie eine Qi Gong Übung und wundervoll aus.

Kleiner Jonti … ich denk oft an ihn. Morgens und abends, zwischendurch und an trüben Tagen.

Beim Gongschlag 10 war ich heute auf der Terrasse, früh Feierabend. Die Frau von einem Paar hat sich nach dem Essen noch einen Espresso bestellt. Mit Zucker?, hab ich gefragt. Nein, ich will noch schön werden, hat sie gesagt. Das ist ein alter Spruch aus meiner Jugendzeit. Sie sind schön, hat sie noch hinterhergeschickt. Ach herrje, was reden Sie denn da?, hab ich gesagt.

Mittwoch, 28. Juli

Läuft nicht so rosig gerade. Zum einen seh ich meine Tochter auf unbestimmte Zeit nicht – zuletzt war ich in der Adventszeit da und Weihnachten war ich – wie jetzt zum Geburtstag krank. Wie gesagt, schade und traurig.

Das andere Ärgernis ist Guti-Gutshaus, nämlich der Dienstplan für August und der ist gar nicht guti. Erst sollte ich meine Wunscharbeitstage angeben, das hab ich gemacht mit Mittwoch und Donnerstag wöchentlich. Dann kam die Frage, ob ich auch samstags kann, da brauchen sie die meiste Unterstützung. Das ist mir schon klar – Grillabend, und das meiste zu tun und die längsten Schichten! Dann bin ich ihnen entgegegengekommen und hab donnerstags und samstags angeboten. Dann kam auch so der Plan und als ich gestern Abend nach Hause kam, wurde nochmal ein korrigierter geschickt. Das heißt, die Donnerstage wurden gestrichen – zugunsten der beiden neuen Aushilfen aus Ukraina, die sie so gut wie rund um die Uhr einsetzen. Damit komm ich natürlich nicht auf meine Stunden. Einerseits mehr Freizeit, andererseits finanzielle Einbuße. Mir sind schon kontinuierliche Schichten wichtig.

Wenn sie im September wieder weg sind und Jasmin noch ihre Ausbildung beginnt, darf ich dann 3 Tage pro Woche. Dazu hatte ich mich schon bereit erklärt, aber nicht unter diesen Umständen. Abwarten, wer weiß, was noch kommt …