Dienstag, 27. Juli

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch am Dienstag:

Die Gelassenheit schärft den Blick für das Wesentliche. Weisheit aus China

Kurz vor 6 und zum Glockenläuten war ich zurück. Das war eine der schönsten Geburtstagsfeiern bei Heidi im Garten, wenn auch nachgeholt, mit Michael, Tamina und Jonte. Was ich zum Telefongespräch mit Andrea geschrieben habe, liest sich leichter, als es war. Wir haben uns zwar ausgesprochen und es blieb nichts ungeklärt in der Luft hängen, aber ihr Standpunkt und auch der von Paul ist: Sie möchten mit Un-Geimpften keinen Kontakt, so hat sie es betont, aus Gründen der Sicherheit. Damit bin ich gemeint. Ich hab gesagt, ich akzeptiere das. Auch, wenn ich es traurig und schade finde und – ich meine Tochter gar nicht so kenne, mit Sicherheitsdenken.

Sonntag war ich mit Jonte bei Martina im Garten und da hat er sich auch so köstlich amüsiert, wie Sonnabend bei Heidi und Horst, und wir uns mit ihm – ein Wasserschlauch kann das schönste Spielzeug sein!

Als abends alle weg waren, hab ich meinen Kopf an den Birnbaum gelehnt – da hängt jetzt ein Schaukelsessel im Garten mit Blick auf das abgemähte Kornfeld – und gedacht: Glück hat mehr als einen Namen …

Bei dem, was ich mit Maik erlebt habe und was ich über ihn höre – wer kann sich da vorstellen, was in mir vorgeht? Ihm ist jede recht, solange sie sein unantastbares Herz nicht berührt.

Jonte kam, als das Leben anfing, mir keinen Spaß mehr zu machen – also wie geschickt. Er wird Montag, am 2. August, 2 Jahre!

Donnerstag, 22. Juli

Mit Silvia kamen wir auf dem M-Weg auch auf ihn zu sprechen bzw. sie hat gesagt: Was der mit seinen Frauen macht … und was die mit sich machen lassen, hab ich den Satz vollendet.

Lange Zeit war es ganz ruhig und still um ihn. Erst jetzt kommt wieder was zum Vorschein und mir zu Ohren.

Sonntag hab ich jetzt frei und kann nachher in Ruhe nach Rostock fahren und am Wochenende mit Michael, Tamina und Jonte im Garten meinen Geburtstag nachfeiern. Mit Andrea hatte ich heute ein verabredetes Gespräch am Telefon. Das war gut und ich freu mich, dass wir uns ausgesprochen und Missverständnisse ausgeräumt haben. Es ist ein beruhigendes Gefühl der Klärung und trägt zum liebevollen Verhältnis zwischen Mutter und Tochter bei.

Mittwoch, 21. Juli

Das waren zwei Tage Aktivurlaub, heute Abend schon wieder Guti-Gutshaus. Und dann am Sonntag wieder, da will ich sehen, dass jemand anders für mich kann. Morgen will ich nach Rostock fahren und bis Dienstag bleiben. Ich müsste sonst extra herkommen und Montag wieder hinfahren. Das wär umständlich. Ich hab den ganzen Juli meine Zweitwohnung noch nicht genutzt, erst 2 Wochen krank, dann arbeiten, ging immer nicht.

Neulich wären wir uns in Rostock beim Bäcker am Wasserturm fast über den Weg gelaufen ...

Das hab ich heute erfahren, bei Manuels Anruf. Er hat überlegt, wann wohl der beste Zeitpunkt ist, mir das zu sagen – und dann heute für gut befunden. Das war so: In der letzten Juniwoche war ich mit Martina, Manuel und Sandra dort beim Bäcker, wo wir so gut wie nie sind. Sandra und Martina wollten noch in die nahegelegene Gartenanlage und sich ein Sträußchen für ein Mittsommer-Ritual pflücken und unters Kopfkissen legen, das bringt dann den Herzensmann. Ich wollte sie nur begleiten.

Wir saßen eine Weile, da hab ich ein Motorrad gehört und gesagt, mit Maik hab ich mich hier auch mal getroffen … Der ist aber nicht hier, hat Manuel schroff geantwortet. In dem Moment hat er einen Anruf von einem Freund bekommen und ist vor die Tür gegangen. Und – so erzählt er mir heute – da kam Maik auf ihn zu. Er wollte seine Freundin abholen, die er seit 2 Jahren hat und die da beim Bäcker arbeitet. Da hat Manuel gesagt, dass ich auch da bin, und er soll lieber nicht reinkommen. Somit hat er verhindert, dass wir uns nach über 3 Jahren wiedersehen …

Ach, das war noch länger her. Eben war eine Mail im Posteingang – weßes M auf blauem Grund, von Mynja von Horoskop-Tarot: Ihr werdet wieder zusammenfinden, Anita

Ist schon seltsam oder magisch, was alles so im Hintergrund passiert. Damit mein ich nicht die Mail, die ist ohne Bedeutung.

Mit der Freundin läuft es wohl ganz gut, hat er mir noch erzählt. Ja, so läuft sowas, wohl ganz gut.

Das hat mich jetzt nicht aus der Bahn geworfen, wie es das früher getan hätte. Na klar, hat er eine Freundin. Er ist nicht wählerisch. Er nimmt alle – Frau Doktor, Kosmetikerin, Bäckereifachangestellte, wenn sie’s denn ist, es herrscht ja Fachkräftemangel. Das sind nur 3 – in 3 Jahren, von denen ich weiß.

Zu Martina hat Manuel gesagt, er will mir das aber nicht erzählen. Dazu ist er viel zu neugierig, wie ich darauf reagiere, als dass er es hätte sein lassen können.

Dienstag, 20. Juli

Müritz Nationalpark Weg – Im Land der Tausend Seen

Der Müritz-Nationalpark Weg ist der längste Wanderweg durch einen Nationalpark in Deutschland. Über die Hälfte des Weges verläuft auf unbefestigten, z. T. naturnahen Wald- und Feldwegen. Erleben Sie die Naturbelassenheit der Landschaft, die sich in vielen urwüchsigen Wäldern und geheimnisvollen Mooren von ihrer wilden Seite zeigt.

35 km anspruchsvolle Strecke waren es gestern und heute, Wie urwüchsig das ist, haben wir erlebt – auf Ufer-Wurzel-Wegen, Zuckersand-Wüsten-Wegen, gefühlt waren es 50 km pro Tag. Anspruchsvoll heißt anstrengend, zum Teil mit sich lang ziehenden Steigungen. Das sah gar nicht so aus, kurz vor Wesenberg. Dafür ging es heute schön bergab …

Anspruchsvoll, anstrengend – aber jede Mühe wert!

Der M-Weg ist nicht nur der längste Wanderweg durch einen Nationalpark in Deutschland – er ist auch der längste Wanderweg in meinem Leben – und der magischste. Ob M nun Müritz oder Maik heißt …

Montag, 19. Juli

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Aus der Stille werden die wahrhaft großen Dinge geboren. Thomas Carlyle

Das glaub ich auch.

M – Müritz Nationalpark Weg – Das bei Google eingegeben, ist es der 1. Eintrag: Müritz Nationalpark Weg (Fernwanderweg) – Wanderkompass. Da sind die 9 Etappen ausführlich und schön beschrieben.

Auf dem Nationalpark-Weg wandern Sie von Boeker Mühle zu den Boeker Fischteichen. Von einem Beobachtungspunkt bei Zartwitz können Sie mit etwas Glück Seeadler bei der Jagd sehen. Sie folgen weiter dem blauen M nach Babke. In dem Dorf lädt ein Café zu einer Pause ein. Der Weg führt Sie am Havelstein und dem Jäthensee vorbei nach Blankenförde. Sie durchwandern das Dorf mit einer alten Fachwerkkirche von Nord nach Süd und queren die Havel. Hinter Blankenförde tauchen Sie wieder in den Wald ein. Der M-Weg biegt nach circa 500 Metern von der befestigten Dorfstraße halblinks auf einen Waldweg

Das heute ist Etappe 3 – von der Boeker Mühle nach Wesenberg. 1 und 2 kenne ich schon und bin ich schon oft gefahren, liegt ja direkt vor der Haustür. Schön, dass Silvia und Detlef mitkommen. Ich bin dann mal weg … Mein Pilgerweg heißt nicht Jakob und ich muss dafür nicht weit fahren.

M Die Ausschilderung – das blaue M auf weißem Grund …

Sonntag, 18. Juli

Das mach ich gleich mal, mit dem Herz, und geh mal runter. Die öffnen gerade ihre Stände …

Die hatten nur Herzen am Stiel, am Stand, wo auch die vielen bunten Keramikblumen sind. Dafür schöne rote, da hab ich mir davon eins ausgesucht. Das steckt jetzt im Blumenkasten mit Blick auf den Kirchturm.

Unten hab ich Gabi getroffen und wir haben anderthalb Stunden erzählt. Das hat das ganze Konzept durcheinandergebracht. Ich war vorher in der Badewanne mit Haarewaschen, hatte mein Bett abgezogen und eine Waschmaschine laufen. Als ich wieder zurück war, hatte Martina angerufen, wir hatten uns mittags zum Telefonieren verabredet, verpasst!

Dani fährt morgen in die Uni-Klinik, Onkologie, nach Rostock, Mittwoch die 3. OP. Sie ist jetzt dem Professor übergeben. Gutes oder schlechtes Omen? Ihr hab ich auch noch liebe Zeilen mit auf den Weg gegeben, denn heute Abend bin ich erst spät zurück von Guti-Gutshaus und sie fahren morgen zeitig los. Dabei kam von Christa noch ein Sprachanruf – die nehm ich nur von Jonte an – sie ist wieder zurück nach 14 Tagen bei ihrer Tochter, Urlaubsversorgung für Katze und Garten, und wollte bestimmt einen Sonntags-Schnack machen. Ging zeitlich nicht. Ein Mittagsschlaf sollte auch noch drin sein, aber gedanklich bin ich schon in der – immer noch viel zu warmen – Spätschicht heute. Morgen auch früh raus, Einkaufen, Sachen packen, Fahrrad bei Karberg Luft aufpumpen, Test besorgen, und dann Montag und Dienstag unsere Nationalpark-Radtour. Das hab ich mir alles weniger hektisch vorgestellt.

Aber – eine schöne Vogelstimmen-Pfeife hab ich mir auf dem Markt gekauft. An sowas hab ich neulich grad gedacht, dass das was für Jonte wär! Lars, der nach der Nachschicht grad verschlafen raus kam, musste ein kurzes Terrassen-Video von mir damit aufnehmen – in der anderen Hand das Herz. Das hab ich gleich an Michael, Tamina und Jonti geschickt!

Nun hoff ich auf rechtzeitig Feierabend heute – möglichst 22:30 Uhr – oder eher …

Eher nicht, aber noch eine halbe Stunde vorher angefangen, nach Fritzis Anruf. Morgen Abend bin ich Gast im Hotel. Was für ein Hochgenuss – und erfreuliche Alternative zu heute.

Sonnabend, 17. Juli

Der Elfenhof ist das 1. vegane Hotel in MV, nicht in Deutschland, das hab ich geändert. Ja, da wollte ich mit den Kindern meinen Geburtstag nachfeiern und hab heute angerufen, ob nur am Sonntag von 11 – 19 Uhr geöffnet ist, wie auf der Seite steht. Nein, leider nicht – wir schaffen das nur für die Hotelgäste, kein Personal. Das ist aber schade! Also doch in Bandelstorf im Garten. Ich mach mir grad Gedanken über vegane Alternativen und je mehr ich suche, um so mehr vergeht mir die Koch-Lust. Es soll einfach und lecker sein, denn so viel gibt meine Küche an Kapazität da nicht her. Den Kuchen hab ich schon mal – Verwunschener Schattenmorellen-Mandel-Kuchen, was so viel heißt wie versunkener … Der Rest wird dann wohl Chili sin Carne.

Morgen kauf ich mir ein Herz auf dem Großen Internationalen Töpfermarkt, der hier dieses Wochenende einmal jährlich ist. Ich weiß, Herzen kann man nicht kaufen – eins aus Ton schon.

Freitag, 16. Juli

Heute bin ich im Bett geblieben und hab nur geschlafen und geschwitzt, geschwitzt und geschlafen … Erkältung und Hitze! Die ganze Woche 29 Grad, morgen sollen’s 3 weniger werden und dann weiter noch kühler bis um die 20 Grad rum. Dann geht’s mir auch wieder besser, glaube ich.

Birgit hat in unserer Schwesterngruppe ein Foto vom Elfenhof geschickt: Es ist wundervoll hier! Freut mich, dass es geklappt hat. Das war ein Tipp von mir. Ich bekomm immer den Rundbrief vom Elfenhof, das ist noch aus meiner Hexenschulzeit. Das ist auch das 1. vegane kleine Hotel in Mecklenburg-Vorpommern, steht auf der Seite. Da werd ich mal mit Michael, Tamina und Jonte hinfahren, als Überraschung.

Donnerstag, 15. Juli

01:15 Uhr Gute Nacht

Mein Trinkgeld von gestern hab ich heute auf dem Kopf. Ich hatte bei der Strickfrau auf dem Markt was schönes Blaues gesehen, aus griffigem Material, Baumwolle, was eigentlich um den Hals gehört, so Art Loop. Ich wollte es als Haarband, da war es zu weit. Ich strick Ihnen eins, das passt, hat sie gleich gesagt. Donnerstag bin ich wieder da … und ich hab es mir gleich geholt. Sie freut sich immer, wenn sie mich sieht. Ich lauf auch gut Modell für ihre schönen Sachen.

Ich bin schweißgebadet, huste, niese, schniefe, schwitze, als wenn alles schlechte aus mir raus will …

Als ich um 8 meinen Kaffee auf der Terrasse getrunken hab, hab ich den Schlüssel im Schloß gehört – da kam Birgit zum Frühstück und zum Mittag und nachmittags haben wir uns Fürst Pückler von Mövenpick geholt. Sie hat hier ihre Wäsche gewaschen, gebadet, Büro gemacht und fäht morgen in ein verlängertes Urlaubswochenende ins Blaue – zum Elfenhof nach Viezen, hat aber noch keine Reservierungsbestätigung.

Mittwoch, 14. Juli

03:45 Endlich paar Regentropfen … Bei Lars brennt Licht. Er geht heute in die Frühschicht, nach gestern frei. Da kam er raus und hat gesagt: Ach, Anita … Ach, Lars … Kurze Pause und dann: Bei mir steht der nächste Supergau an … Sabine hat 2 Wochen Urlaub und war nicht einmal hier. Sie schreiben sich täglich, aber sie kommt nicht. Auf die Frage, ob was ist, antwortet sie, nein, was soll sein? Das ist jetzt die dritte – in Folge – die sich ohne Erklärung zurückzieht, ohne, dass er weiß, was los ist.

Um 11 Feierabend, halb 12 zuhause. Nächsten Sommer bin ich nicht mehr hier, hab ich zu Fritzi und Jasmin gesagt. Es ist nur anstrengend.

Es ist nicht nur anstrengend, auch chaotisch, und das macht es anstrengend. Vorher gab es noch einen Vorfall in EDK, da wär ich fast detoniert. Damit war das Maß schon voll heute …