Sonnabend, 29. Mai

Heute ist bei Birgit in Klein D – Klein Dratow – wieder Treffen vom Mitwelt-Verein und der Avaleja-Schule. Sie war gestern mit Sabine hier und wir haben nach dem Frühstück weiter am Logo und der Website gearbeitet. Sabine hat das Konzept einer Freundin von ihr vorgestellt, die Erziehungswissenschaften studiert hat, die hat die Hände über’m Kopf zusammengeschlagen und gesagt: Das geht gar nicht! Das ist sogar verständlich. Das ist nicht gesellschaftskonform, was wir hier machen. Es ist ein neuer Weg in eine neue Zeit …

Gestern hat Bettina, meine Chefin von Guti-Gutshaus, angerufen. Ihre erste Frage war: Bist du schon geimpft? Bin ich nicht und werd ich auch nicht sein. Dann hat sie gefragt, ob ich weiter zur Verfügung steh und wieviele Tage ich arbeiten möchte. 2 Tage pro Woche – entweder in der Zeit von Mo – Fr oder von So – Do. So kann ich weiter Jonte am Wochenende zu mir nach Bandelstorf holen und Michael und Tamina können einen Tag ausschlafen und haben Zeit für sich. Das brauchen sie auch.

Am schönsten von den Sachen ist ein ärmelloses dunkelblaues Wollkleid mit langem Reißverschluss hinten und schwingendem Glockenrock mit Taschen, ganz zauberhaft. Da fühl ich mich so wohl drin, das hab ich jeden Tag an. Heute auch, mit Strickjacke drüber. Das wird wieder schön mit allen zusammen …

Freitag, 28. Mai

Gegensätze – hier in luftiger Höhe, da geerdet im Garten. Beides ist schön …

Schön ist auch, gebrauchte Sachen weiterzugeben. Von der Wegwerfgesellschaft zur Verwertungsgesellschaft. Das machen wir regelmäßig, wenn ich da bin. Diesmal hatte ich auch wieder eine Kleiderkiste von Manja Nageltante – eine Kundin beliefert sie damit. Die geht dann durch mehrere Instanzen und jeder sucht sich was passendes raus. Die erste Runde war auf der Terrasse bei Heidi mit ihr, mir und Christin, der neuen Mieterin. Schöne Teile! Dann weiter bei Martina und bei ihr haben wir auch wieder eine Straßenkiste zusammengestellt – mit Büchern, CDs, Deko, Klamotten und allem möglichen. So ein Tauschring macht Spaß und ist schon eine gute Tradition in der Innenstadt geworden.

Aus den Sachen, die Martina von Agnes bekommen hat, hab ich mir ein schönes altes Patience-Spiel ausgesucht und einen Magnet-Sticker Wo Liebe ist, ist Hoffnung.

Patience heißt übrigens Geduld.

Auf dem Magnet-Sticker steht: Lieben heißt offen sein für Wunder. Ich hatte das mit Hoffnung im Kopf, so ähnlich. Beides ist schön …

Donnerstag, 27. Mai

Pfingstmontag hab ich die meiste Zeit mit Katze Anni im Garten im Strandkorb gelegen. Das war mal das Wetter dafür und nach Umzugshilfe bei Tamina und Michael am Sonntag auch angebracht. Heidi und Horst waren am Campingplatz und bis auf ein Gespräch mit den neuen Mietern hab ich die Ruhe genossen. Ich pass da bequem quer rein mit angezogenen Beinen und Anni hatte auch noch Platz.

Gestern Nachmittag hatte ich Jonte bei mir. Wir waren im Garten und dann, auf dem Weg zum Spielplatz des Bauernhofs dort, haben wir es gerade noch in den Bauwagen geschafft, der zum Spielplatz gehört, bevor ein Hagelschauer runterkam, der sich gewaschen hatte. Abends hab ich ihn dann zurückgebracht – so hatten Michael und Tamina Zeit für Ikea und den Küchenschrank anbauen.

Aus Muße hab ich im Strandkorb ein Kreuzworträtsel gemacht. Die Lösung hieß: Liebe verschenkt, Egoismus leiht.

Wenn ich’s bis jetzt nicht gelernt habe, mit Jonte lern ich es – bedingungslose Liebe.

Sonntag, 23. Mai

Neuer Wochen-Gelassenheitsspruch am Pfingstsonntag:

In ein Haus, in dem die Freude lebt, zieht auch das Glück ein. Cicero

Ich brauch einen Mann, der mir auch zeigt, dass er mich liebt. Ich freu mich schon auf unsere gemeinsame Zukunft – hab ich zu Lars gesagt. Das ist nicht von mir, das hat mir Sabine gestern bei einem langen Terrassengespräch gesagt und mir die Geschichte ihrer unglückseligen Ehe erzählt, die in die Brüche gegangen ist und wo jetzt die Scheidung ansteht. 3 Kinder sind daraus hervorgegangen, eins war vorher schon da bei ihr. Das jüngste ist gerade mal eineinhalb. Nur noch über den Anwalt, hat sie gesagt, gütliche Einigung schließt sie aus. Das wird teuer, hab ich gesagt. Das ist ihr egal. Jetzt sucht sie eine 4-R-Wohnung in Waren für sich und die Kinder. Zusammenziehen mit Lars – irgendwann später. Bin gespannt …

Ich hab mich gewundert, dass sie hier war, obwohl Lars Nachtschicht hat. Ich musste raus

Als sie mir ihr Herz ausgeschüttet hat, ist mir aufgefallen, dass sie bei ihrem Mann von Alkoholproblemen gesprochen hat – Lars rührt keinen Tropfen Alkohol an, nicht mehr. Und das zweite: Mit ihrem Teilzeitjob bei Bäckerei Junge ist sie im Mindestlohnsektor, aber zufrieden mit den Arbeitszeiten, die familienfreundlich sind und ihr genug Zeit für ihre Kinder lassen. Das Einkommen von Lars hat sich verdreifacht, nach seinem Jobwechsel im Februar vorigen Jahres.

Mir fiel wieder ein, was in meinem Horoskop stand: Mit Empathie lösen Sie zwischenmenschliche Konflikte und werden zum Coach für schicksalgebeutelte Mitmenschen.

Heute fahr ich zu Michael und Familie, betreu Martinas Katze über Pfingsten und freu mich auf Heidi und Horst, die morgen Abend vom Campingplatz zurückkommen. Ich bin dann Mittwoch oder Donnerstag wieder hier 🙂

Einen Mann, der mir zeigt, dass er mich liebt … Ha, das wünscht sich wohl mindestens jeder zweite, wenn nicht jeder.

Sonnabend, 22. Mai

Hier liegen noch die drei Glückskekse, die es zu unserem abgeholten Essen bei Asia Lotus dazu gab bei unserem Treffen mit Carmen Sternchen und Nicole Frühstücksfee. Die hatten wir vergessen. Bevor ich gestern mit dem Wohnzimmer angefangen habe, dem aufwändigsten Teil vom Frühjahrsputz, hab ich mir einen davon genommen:

Ihr Leben wird glücklich und friedvoll sein.

Das Mal davor hatte ich: Sie werden viele Freunde haben, arme und reiche. Das trifft zu, hat aber wohl bei vielen eine hohe Trefferquote.

Und ein Keks-Spruch liegt hier noch neben dem Laptop, den habe ich mir aufgehoben: Liebe ist ein Fest – es muss nicht nur vorbereitet, sondern auch gefeiert werden. Platon

Ich bin guter Dinge heute morgen. Pfingsten steht vor der Tür, frische Energie in der Wohnung und der Mai zeigt sich von seiner schönsten Seite …

Freitag, 21. Mai

Eine Stunde mit Lars die weltpolitische Lage diskutiert auf der Terrasse, noch vor dem Frühstück. Das ist mir gleich in die Glieder gefahren, ich muss mich erstmal wieder zentrieren und auf Schönes ausrichten …

Nach 8 Stunden Frühjahrsputz – mit Couch und Omas Anrichte wegrücken – hab ich Rücken. Dagegen hilft bestimmt ein Dornfelder, Jahrgang 2019, im Barrique gereift. Eichenfass heißt das, musste ich nachgucken. Das ist ein besserer Tropfen als mein Hauswein. Den hat mir Birgit für meine Hilfe beim Auszug aus den Räumen ihrer Tao-Schule geschenkt. Die Ausrichtung auf das Schöne ist eine frische Wohnung … Ich hab zum ersten Mal seit 10 Jahren, solange ich den Staubsauger hab, eine von den Zusatzbürsten genommen. Und mit Teleskop-Besen und Verrenkung auf halber Treppe nach oben ins Schlafzimmer hab ich mal die Spinnweben in 2 Meter Höhe wegfegen können.

Ich wär schon vor 19 Uhr fertig gewesen, aber ich hab erst um 11 angefangen.

Donnerstag, 20. Mai

Heute war Birgit wieder hier ab Mittag bis 15:30 Uhr, dann hat sie Aikido-Training mit den Kindern auf dem Mühlenberg. Wir haben weiter am Schulkonzept gearbeitet, dann bin ich Tanken gefahren – nach Online-Preisbeobachtung, 1,52 neun, weniger wird’s nicht vor Pfingsten, hab ich gedacht – und hab bei der Gelelgenheit beim großen Edeka in der Teterower Straße gleich einen Vega-Joghurt für den Umzugs-Kartoffelsalat zu Pfingsten bei Michael umgetauscht. Er hatte beim Kauf am 18.5. schon das MHD 16.5. – hab ich wieder mal nicht drauf geachtet und erst zuhause gemerkt. Weil ich ihn aber erst am Sonnabend brauche, hab ich ihn zurückgebracht. Davon geht jetzt die Welt nicht unter, ist aber nervig.

Gleich 17:30 und ich werd noch paar Schritte am Wasser langgehen, die Sonne lächelt und es bleibt hoffentlich trocken …

Mittwoch, 19. Mai

Morgens um 8 sind schon 22 Grad beim Kaffee auf der Terrasse und wärmer wird es heute auch nicht und muss es auch nicht. Um 10 hab ich Massagetermin bei Tam. Darauf freu ich mich diesmal besonders, denn seit ich das letzte Mal da war, ist schon Monate her. Um 12 treff ich mich mit Carmen Sternchen in ihrer Mittagspause beim Altstadt-Bäcker und danach gehen wir mit Fritzi, die immer wild kläfft, wenn sie mich sieht, noch ein Stück am Ufer der Müritz spazieren. Wieder zuhause lese ich ein paar Seiten in meinem Buch und schlummer ein bisschen. Unterdessen hat meine Tochter gefragt, ob es mir lieber ist, dass ich Pfingsten zu ihnen komme oder sie zu mir? Dann ist Zeit fürs Bad und mich anzuziehen. Abends hab ich eine Verabredung. Was wir machen, weiß ich noch nicht – aber uns fällt bestimmt was ein …

Davon ernähr ich mich.

Heute war ein glücklicher Tag, so wie ich ihn mir vorgestellt habe. Die Kraft der Gedanken!

I am sailing
I am sailing
Home again
‚Cross the sea
I am sailing
Stormy waters
To be near you
To be free

Damit geh ich ins Bett, das kam von oben. Can you hear me …?

Dienstag, 18. Mai

Um 11 bin ich wieder bei Dana – das ist neben Fußpflege und Reden und zusammen essen jetzt auch Notfallbegleitung nach der Diagnose, das was ich sonst ehrenamtlich gemacht habe, nur da waren es fremde Leute. Als wir telefoniert haben, haben wir nicht nur über die Behandlung und wie es ihr geht gesprochen, sondern auch über alltägliche Sachen und auch gelacht. Also ganz normal in einer Situation, die es nicht ist. Ich will es nicht verdrängen, aber auch nicht so mit ihr umgehen, als wenn sie den Totenschein in der Hand hält. Sie ziehen jetzt in ihr neu gebautes Haus ein …