Freitag, 12. März

Bin wieder da … wie schön, nach Hause zu kommen! Auch, wenn ich die Zeit dort auch genieße – diesmal schon im sonnenausgerichteten Strandkorb im Garten. Wieder frische Haarfarbe nach 3 Monaten, Nageltante endlich auch wieder, Besuch bei Martina, Heidi Vermieterin hatte Geburtstag am Montag und Jonti natürlich wieder, diesmal sogar von den Tagesmuttis abgeholt. Michael und Tamina ja – Andrea und Paul nein. Die wollen noch keinen sehen, schade.

Zu ihnen wäre ich auch gerne gefahren. Dafür war alles andere und Zeit mit Jonte um so schöner – so ein süßer Murkelfratz! Erst hat er keine Miene verzogen, als ich ihn abgeholt hab. Als ich gefragt hab: Wollen wir Auto fahren?, hat er den Schnulli aus dem Mund genommen und gesagt AUTO … und wieder rein in’n Mund, den Seelentröster. Herrlich!

Sonntag, 7. März

Neuer Wochen-Gelassenheitsspruch:

Aber liegt nicht in jedem großen Augenblick, gleichviel, ob er hell oder dunkel, richtig oder falsch, ein Glück?

Christian Morgenstern

Diesmal am Sonntag, weil ich wieder für eine Woche weg bin …

Mail von Franzisca von Tarot-Horoskop:

Du solltest es sein lassen

Du denkst immer noch an deine Ex-Liebe. Obwohl du es nicht willst, obwohl du es nicht tun solltest.

Ihr zwei hattet etwas Besonderes, ja. Und deshalb kannst du diese Person nicht loslassen, du kannst diese Momente nicht vergessen, diese süßen Erinnerungen …

Aber, wenn etwas einmal kaputt ist, bleibt es kaputt … man kann es wieder zusammenkleben, flicken, neu streichen, aber es wird nie wieder so sein wie vorher, es wird nie wieder neu und frisch sein.

Ich möchte dir helfen, dir helfen zu verstehen, ob du deine Ex-Liebe wirklich noch brauchst oder ob es nur die Erinnerung an die Vergangenheit ist, nur die Angst, diese Gefühle nie wieder zu fühlen …

P.S: Versteh mich nicht falsch, du musst diese Erinnerungen nicht vergessen … lass sie niemals los … sie sind der wertvollste Besitz, den man haben kann … Aber du musst sie in den hinteren Teil deines Geistes verschieben. Lass mich dir beibringen, wie du dich befreien und den Weg frei machen kannst für eine neue, schöne Liebe, die nur darauf wartet, dass du sie siehst!

Zu dieser Erkenntnis bin ich schon selbst gelangt.

Sonnabend, 6. März

Sympathisches Gutshausteam sucht Verstärkung im Service und in der Küche … Das ist nicht Guti-Gutshaus, sondern eins am Tor zum Nationalpark, nur 5 Kilometer von hier.

Von Zeit zu Zeit seh ich mir die Stellenangebote bei Wir sind Müritzer an. Mit der höhersteigenden Sonne sucht die Gastronomie wieder händeringend Fachkräfte und zuverlässige Aushilfen. In einer Ausschreibung wird sogar eine Einstellungsprämie von 1500 € angeboten. In der oben genannten sind auch gute Bedingungen genannt. Auch ist der Text ansprechend und gut formuliert.

Bei dem bleiben, was man hat – oder offen sein für Neues? Ich seh und hör es mir auf jeden Fall mal an …

5 nach 12: DEHOGA-Demo auf dem Markt unter dem Motto: Die Koffer sind gepackt! Jede vertretene gastronomische Einrichtung steht mit Mitarbeitern und einem symbolisch gepackten Koffer über den Markt verteilt. Am vorigen Jahr an gleicher Stelle – nur 5 vor 12. Die Rede des MV-Chefs des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes – sehr gut und wahr gesprochen! – hab ich mir unten angehört. Dann wurde es mir zu kalt. Den Rest hör ich von oben …Wir sind Tourismusland Nr. 1 – Mecklenburg-Vorpommern. Und Waren und die Müritz ist das Herz davon. Hotel- und Gastgewerbe ist hier die Lebensgrundlage.

Wohin die Reise führt – immer nach Hause. Kursiv geschrieben sind meine letzten Gedanken des Tages.

Freitag, 5. März

Ein strahlender Morgen – heute fahr ich mit Birgit mit nach Potsdam. Sie hat um 13 Uhr einen Termin bei Yakone – da wollen wir uns die Kuppelzelte angucken, die die Klassenzimmer ihrer neuen Schule werden sollen. Nach dem geschäftlichen Teil wollen wir noch zum Kloster Lehnin fahren, das ganz in der Nähe ist. So wird das ein schöner Tag für uns, mal über die Landesgrenzen von MV hinaus …

Genauso, nur ganz anders – hat mein von mir geschiedener Ehemann oft als Gag gesagt. Der Tag heute im Brandenburgischen war so wohltuend, wie neulich mit Carmen Sternchen und Nicole – genauso, nur ganz anders.

Manchmal stand bei mir jemand vor der Tür, von dem ich wusste, er ist schneller wieder weg, als er gekommen ist. Manchmal tauchen solche Sequenzen auf – und grad nach so schönen Momenten wie heute …

Donnerstag, 4. März

Das war so ein schöner, harmonischer Nachmittag gestern mit uns zu dritt. Silvana konnte nicht, sie hatte abgesagt. Als wir unser Essen bei Asia Lotus abgeholt haben, hat sich der Chef entschuldigt, dass es länger gedauert hat. Das Feuer-Huhn – spiecy – das hatte ich bestellt – hat länger gedauert in der Zubereitung. Er hat uns noch 3 Glückskekse mit in die Tüte gelegt. Die haben wir nachher übers Erzählen vergessen, dabei hatten wir uns schon auf die Sprüche gefreut! Wir haben über Männer geredet – allgemein, denn wir sind alle drei Single … Nur ich mit Sonderstatus – ich leb nicht mit Mann und nicht ohne.

Über die Männer haben wir die Glückskekse vergessen, hab ich Nicole und Carmen geschrieben. Die warten jetzt hier bis zum nächsten Mal.

Mittwoch, 3. März

Es dauert jetzt lange, bis nach der Datumszeile der Text folgt. Was kann ich schreiben? Und nicht nur, was kann ich schreiben, sondern, was kann ich schreiben, ohne dass es ein Klagelied ohne Ende wird. Ich kann keine schlechten Nachrichten mehr hören. Das Postfach ist voll. Zu jeder brauch ich mindestens das doppelte Quantum an Gutem und Schönem, um das auszugleichen und annähernd stabil zu bleiben.

Gestern kam noch eine. Eine Freundin hat eine bösartige Diagnose bekommen. Genaugenommen kamen zwei. Tamina hat eine Absage für ihre duale Ausbildung als Erzieherin bekommen. Es gab noch zwei Bewerber, davon wurde einer genommen. Das ist aber nichts im Vergleich zur ersten. Das ist nicht schön, hab ich ihr gesagt, aber dann findet sich was anderes und wahrscheinlich besseres. Weil das ihrem ohnehin schon geringen Selbstwert noch mehr geschadet hat, hab ich gesagt: Wir haben dich alle lieb!

Heute früh war das erste Amsellied zu hören und heute Nachmittag kommen meine Guti-Gutshaus-Frauen – Carmen, Nicole und Silvana. Dank Frühlingssonne auf Terrasse …

Dienstag, 2. März

Löwen-Apotheke und ROSSMANN sind die beiden Leuchtreklamen auf dem Nebel-Markt heute früh. Schuh-Perle und Mobilcom haben geschlossen und leuchten daher auch nicht.

Wieder frozen Müritz – aber keine spiegelglatte Fläche, sondern als wenn übernacht das Wellenplätschern erstarrt ist, mitten in der Bewegung. Der Tiefwarensee genauso. Mit meiner Morgenrunde verbunden hab ich einen kleinen Gourmet-Einkauf beim roten Netto. Dabei hab ich übersehen, dass Cremant und Cremant rosé erst ab Donnerstag im Angebot sind. Den kauf ich schon für meinen Geburtstag oder einen anderen besonderen Anlass, je nachdem, was früher eintritt …

Montag, 1. März

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters. Khalil Gibran

Lila Krokusblüten sind auf dem Foto. Endlich ist der hohe, steile, steinige Berg weg von voriger Woche. Jetzt ist Frühling …

Die Müritz bewegt sich wieder – die Wellen plätschern, das Eis ist getaut. Auf dem Tiefwarensee auch. Ich war erstmal draußen, frische Luft tanken. Beim Frisör Alanya stehen die Männer Schlange. Sonst hat sich noch nichts verändert.

Sonntag, 28. Februar

Es geht weiter. Wie geht’s Vaddern?, hab ich Lars vorhin auf der Terrasse gefragt. Er lag mit Endstadium Krebs im Krankenhaus. Seine Mutter hatte ihn gerade angerufen und nach der Nachtschicht aus dem Bett geklingelt. Er ist heute früh gestorben. Ist zwar 79 geworden, aber anonym und alleine – wegen Corona ohne Besuch und Abschied von der Familie – so will auch keiner enden. Gestern hat er noch mit ihm telefoniert.

Sabine war gestern und vorgestern hier. Sie hat sich gefreut über Beistand in ihrer brenzligen Lage. Die Mieter sind immer noch in Ausweichwohnungen untergebracht. So haben wir das Beste draus gemacht, da wir es nicht ändern können. Heute mach ich alles Liegengebliebene und dann restlichen Sonntag …

Sonnabend, 27. Februar

Warens Feuerwehrleute geben alles, Mieter stirbt aber in Klinik – Bürgermeister bedankt sich bei Rettungskräften und Helfern. Das sind die Berichte in Wir sind Müritzer. Schicksalsschläge um mich rum …

Aniko kennt alle und weiß alles. Von der Psychologin, die unten im Haus ihre Praxis hat, ist über nacht der Mann gestorben, hat sie erzählt. Dem Zahnarzt, bei dem ich auch bin, soll die Frau weggelaufen sein und ein Suizidversuch von ihm ist im Gerede. Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

Angesichts solcher Nachrichten denkt man, da bin ich gut dran. Mir lacht am Valentinstag ein Doppelgänger von Maik entgegen – damit ich nicht vergesse, wie er aussieht …

Am Wochenende ist wieder Mond-Cooking dran. Jungfrau-Vollmond heißt Erde und damit Wurzel. Kartoffelsalat vom Hexenfeld heißt das Rezept in meinem vegetarischen Hexen-Kochbuch. Je weniger Zutaten, um so lieber ist mir das Rezept. Früher hab ich ihn klassisch zubereitet – mit Zwiebeln, Gurken, Äpfeln, Eiern. Dieser hier kommt mit Kartoffeln, Gewürzgurken und Petersilie aus – dazu Majo und Joghurt im Verhältnis 2 : 1, frisch gemahlener Pfeffer, fertig – einfach und gut! Mit Joghurt ist immer der mit 3,5 oder 3,8 % Fett gemeint. Fettarm kommt mir nur Buttermilch in den Einkaufskorb.