Freitag, 30. Dezember

Kann uns ein größeres Glück widerfahren, als für eine Weile die Dinge mit den Augen des anderen betrachten zu können? Henry David Thoreau

Ich bin noch ganz erfüllt von dem Zauber der Kakao-Zeremonie gestern Abend. Das war der Höhepunkt des Jahres – mit einer größeren Gruppe von über 20 Leuten am Feuer in einer Erdhöhle mitten in der Natur, umgeben von Wasser und Wald, mit Liedern, die wir mit den verschiedensten Instrumenten begleitet haben, und Ritualen – Wünschen für jeden persönlich und für die Welt, die wir dem Feuer übergeben haben zur Wandlung. Beim Wunsch für mich hab ich gesagt: Vertrauen – es ist gut, so wie es ist. Dabei haben wir Schalen von Citrusfrüchten und Nüssen ins Feuer geworfen.

Die alten Mayas verehren Kakao als mächtige Gottheit. Übersetzt heisst die Pflanze „die Speise der Götter“. Wenn das nicht Liebe ist … Sie ist gesundheitsfördend und wirkt besonders heilsam. Der Kakao verbindet uns mit unserem Herzen, öffnet unser Herz. Und das geschieht sanft und liebevoll. Das ist die Kurzbeschreibung für die Zeremonie, die ich vorher online gelesen hatte. Christine hatte ich vorher auch auf ihrer Seite Amba Love gesehen. Mit Birgit, Cordula und Heidrun waren wir ein schönes Kleeblatt und die über eine Stunde Fahrt dahin und zurück war auch schon schön, mit Mond und Sternenhimmel. Um halb 1 war ich zurück und um halb 3 im Bett.

Am Anfang hat jeder ein paar Worte gesagt, wofür er dankbar ist. Im November hab ich einen Schamanenkurs angefangen – und heute sitz ich hier am Feuer … Einige hatten ihre Tassen mitgebracht, an die anderen wurden welche verteilt. Das waren meist Pötte aus Ton – meine war aus Porzellan und darauf war Das Schokoladenmädchen, auf der anderen Seite stand Dresden. Es ist das Gemälde in der Galerie Alte Meister. Die Tasse bestell ich mir gleich – ich hab sie schon gefunden beim Dresden-Onlineshop …

Donnerstag, 29. Dezember

Lieben können heißt alles können. Leo N. Tolstoi

Owliyo Mohamed guckt mich heute morgen an, mit einem Kind auf dem Arm – in einem Flüchtlingslager in Somalia.

Das Jahr 2022 hat uns mit vielen Krisen erschüttert. Auch im kommenden Jahr wird die weltweite humanitäre Not leider nicht weniger werden, schreibt IRC International Rescue Committee in seiner Mail.

Mehr als 340 Millionen Menschen weltweit benötigen humanitäre Hilfe und mehr als 100 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Jedes Jahr informieren wir über die schlimmsten Krisen für das bevorstehende Jahr. Diese drei Krisen werden 2023 besonders viel Aufmerksamkeit und humanitäre Hilfe benötigen:

3. Afghanistan – Mehr als ein Jahr nach der Machtübernahme durch die Taliban befinden sich die Afghan*innen nach wie vor im wirtschaftlichen Kollaps. Fast die gesamte Bevölkerung lebt nun in Armut und bereitet sich auf einen weiteren langen Winter vor. Bereits vor dem kalten Winter sind Millionen von Menschen nicht in der Lage gewesen, ihre Grundbedürfnisse zu decken. Dürre und Überschwemmungen verkleinern sowohl Ernten als auch den Viehbestand. Die humanitäre Not verstärkt sich weiterhin.

2. Äthiopien – Äthiopien steht vor der sechsten ausgefallenen Regenzeit in Folge. Dadurch könnte sich die Dürreperiode, von der bereits 24 Millionen Menschen betroffen sind, verlängern.

1. SomaliaSomalia belegt zum ersten Mal Platz Eins auf IRCs jährlicher Rangliste der schlimmsten globalen Krisen

Das sind über 440 Millionen Menschen, die von der WW – Westlichen Welt – nicht wahrgenommen werden. Nur von einigen, wie humanitären Hilfsorganisationen, wie IRC. Die Ukraine dringt noch ins Bewusstsein vor – das andere scheint irgendwo zu sein, nicht in unserer Welt. Die Mails erhalte ich, weil ich Dauerspender bin, seit nun 2 Jahren. Ich beteilige mich mit einem Prozent meines Einkommens an der Linderung des Elends der Welt, des Elends der Menschen der Welt. Ich würde es gern mit 10 Prozent – die gebe ich zum Beispiel für Frisör, Nageltante, Füße aus. Beim Frisör sehe ich in der Gala, weil nichts besseres da ist – womit die Millionäre und Milliardäre, Multimillionäre und Multimilliardäre gerade zu tun haben – nämlich, ihre Luxusvilla für soundsoviel Millionen zu verkaufen, eine ihrer Luxusvillen. So sehe ich meinen 1 Prozent-Beitrag nur als symbolische Spende – um zu zeigen, Ihr berührt mein Herz.

Wie im Großen so im Kleinen – wer denkt daran, wenn er sich die 24. Handtasche oder das 30. Paar Schuhe kauft? Oder verschwenden die Olympia-Sieger in Dekowahn einen Gedanken daran? Mir kommt zunehmend der kalte Kaffee hoch, wenn ich die Fotos in WhatsApp sehe. Auch von Reisen wie auf Aida-Schiffen mit Buffets, von denen nur ein Abend-Dinner ein ganzes Dorf eine Woche und länger ernähren könnte. Tut es aber nicht – es wird entsorgt: Es werden zum Beispiel rund sieben Tonnen an Obst für circa 400 Gäste verarbeitet, dazu kommen sechs Tonnen an Fleisch und zusätzlich Gemüse und andere Beilagen. Auch bei guter Planung bleiben Reste übrig – die werden als Bio-Abfall ins Meer gekippt.

Wer kann das mit gutem Gewissen oder wer überhaupt mit Gewissen kann das ignorieren?

Heute fahr ich mit Birgit, Cordula und Heidrun nach Lychen zu einer schamanischen Kakao-Zeremonie. Das ist mein Weihnachtsgeschenk von Birgit. Ich freu mich darauf – aber mit der heutigen Mail bekommt es eine andere Priorität. Während die spirituellen Leute hier mit dem inneren Kind, Seelenanteile zurückholen oder sonstwas beschäftigt sind, geht es da darum, vor der Seele erstmal den Körper am Leben zu erhalten und das Kind auf dem Arm ernähren zu können, damit es überlebt. Wie die Erfolgschancen dafür sind, ist bekannt. Wer es wissen will, kann sich informieren.

https://de.rescue.org/artikel/die-zehn-schlimmsten-humanitaeren-krisen-2023

P.S. Lars – neues Handy, 500 € mit 100 € Wechselprämie von freenet gegenüber auf dem Markt. Juckt mich doch nicht …



Mittwoch, 28. Dezember

Und dann gibt es jene, die man zufällig trifft, die man kaum kennt, die einem ein Wort sagen, einen Satz, die einem eine Minute widmen, eine halbe Stunde und damit die Richtung deines Lebens verändern. Victor Hugo

Als ich die beiden Hefte Spirit live von Schirner und be love, die auch in Tines Weihnachtstüte waren, durchgeblättert habe, hab ich darin einige Buchtipps oder Orakelkarten und andere schöne Sachen gefunden, die mir gefallen haben. Als ich am Ende angekommen war, hab ich mich gefragt: Brauchst du den ganzen Kram? Nein.

Ich mach jeden Abend unwissentlich was, was Kerzenmagie ist. Ich hab erst jetzt was da drüber gelesen, als ich ein Buch aus dem Heft gegoogelt und dabei das Kerzenbuch gefunden habe. Bei mir war es einfach nur in die Flamme schauen. Ich glaub, das brauch ich doch und werde es mir bestellen. So kommt zu einem, was zu einem kommen soll …

Garantierte Lieferung: Samstag, 31. Januar – Silvester

Doch davor nochmal zum Resümee zu Weihnachten: Dass Andrea und Paul lieber für sich sind, weiß ich ja nun schon. Als ich mich dann am späten Nachmittag am 1. Feiertag dazu durchgerungen hatte, Michael anzurufen, war er in der Küche beim Kochen und hat sich mit Frohe Weihnachten! gemeldet. Sie waren gerade aus Schwerin zurückgekommen, von Taminas Eltern. Michael war noch krank und Tamina und Jonte waren im Wohnzimmer. Er ist jetzt müde, hat er gesagt, war ganz schön viel für ihn mit der ganze Bescherung gestern … Für mich war es auch ganz schön viel, zu viel. Das nehm ich diesmal nicht so hin und sag es Michael auch noch. Ich hätte mich wenigstens über einen Videoanruf gefreut oder ihn am Telefon zu hören. Nicht mal ein Bild haben sie geschickt. Von Tamina sowieso kein Wort. Als wenn’s mich gar nicht gibt. Was Jonte wohl gedacht hat, dass seine Oma unsichtbar war zu Weihnachten, wo wir doch so viele schöne Stunden und Erlebnisse zusammen in diesem Jahr hatten. Wenn ich mich nicht gemeldet hätte, hätte ich gar nichts von ihnen gehört. So ist Michael nicht und das hat es auch noch nicht gegeben.

Dienstag, 27. Dezember

Die ganze Kunst der Liebe beruht, wie mir scheint, darauf, dass man ausspricht, was der Zauber des Augenblicks erfordert, in anderen Worten: dass man seinem Herzen folgt. Stendhal

So schlimm, wie’s vorgestern war, so schön war’s gestern. Das war irgendwie doch noch Weihnachten in Familie. Tine hatte sich noch nicht gemeldet und Birgit meinte, wir können sie ja mal anrufen und fragen, wie es ihr geht. Vielleicht freut sie sich, wenn wir nochmal sagen, dass wir uns freuen, wenn sie kommt. Das hab ich dann gemacht und sie hat gesagt: Ich hab meine ganzen Kraftreserven mobilisiert und komm. Ich mach nur noch einen Kartoffelsalat. Das Abendbrot hab ich übernommen, aber sie wollte es trotzdem. Dabei war sie, außer vom Sturz auf Glatteis lädiert, noch doll erkältet. Trotzdem hatten wir einen schönen Schwestern-2. Weihnachtsfeiertag. Birgits Tochter Sandra war schon wieder weg, zurück nach Hamburg, weil sie heute schon wieder arbeitet. Abends kam dann Katrin mit Paul und Oskar und Anna Sophia. Paul hat gleich gefragt: Machen wir auch Schrottwichteln? Ich hab einfach Ja gesagt und er hat eine Schachtel Herzkirschen von Sarotti auf den Tisch gelegt. Möchte die jemand haben? Oh, die sind ja schön, hab ich gleich gesagt, weil die rote Verpackung schon so schön aussah. Dann sind es Deine! Da hab ich mich drüber gefreut. Herz gibt wieder Herz, hab ich zu Tine gesagt …

Ihre Weihnachtstüten für uns haben auch einen schönen Inhalt. Für mich: Ein Buch – Hakan Nesser, 11 Tage in Berlin, ein Menü – Dose Rouladen, Fertigpackung Rotkohl und Knödel im Kochbeutel, was ich sehr praktisch finde, dazu ein Piccolöchen Fürst von Metternich, Rieslingsekt, die weiße Flasche. Dazu hab ich sogar die passenden Gläser aus einem Gewinn beim Edeka-Adventskalender, bei dem ich mal 2 Flaschen, schwarz und weiß, plus 6Pack Gläser am 24.12. gewonnen hatte, mit einer Teilnahmekarte auf den Namen von Maik. Diesmal hab ich am 24.12. eine Karte für Jonte ausgefüllt, da gibt’s ein Playmobil-Fahrzeug zu gewinnen. Werd ich heute sehen, ob es geklappt hat.

Dann noch zwei Badetütchen – Goldtraum und Gefühlsbad. Da sucht sie immer schöne aus. Einmal hatte sie born to chill für mich, da haben wir auch schön gelacht.

Die Karte aus meinem Magischen Raunacht-Orakel sagt heute: Sag Ja du dir selbst – dann bist du niemals allein. Das ist die Antwort auf den 1. Feiertag, wo ich mich so verlassen gefühlt habe. Das war eine Loslass-Übung – diesmal: meine Kinder

2. Weihnachtstag, 26. Dezember

So viel in dir die Liebe wächst, so viel wächst die Schönheit in dir. Denn die Liebe ist die Schönheit der Seele. Aurelius Augustinus

Das ist einfach nur Trost spenden – Weihnachten in diesem Jahr. Den reihenweise Kranken um mich rum. Alle die gleichen Symptome, hohes Fieber, Husten, Magen Darm – 3 bis 4 Wochen. Mein Tantchen mit Tochter und Schwiegersohn, Christine mit Bjarne und Franka, die haben noch Läuse dazu!, Michael ganz schlimm, ich hoff, er geht zum Arzt und nicht arbeiten morgen, Tines Tochter Anja mit Familie, die kleine Nora auch eine Woche 40 Fieber, Karl bei Heidi und ihre Schwiegertochter, Dana …

Es kann schon froh sein, wer zu Weihnachten gesund ist oder überhaupt am Leben. Wie viel ich da schon gehört hab – umgefallen und tot. Zu Christine hab ich heute gesagt: Wenn wir die Hoffnung begraben, können wir uns gleich selbst begraben. Das wollen wir nicht, lieber auf Besserung und Gesundheit setzen, auf den Glauben, dass es aufwärts gehen wird im Neuen Jahr.

Heute bin ich bei Birgit, da kommen die Kinder. Ich hoff, das wird schön und dass Tine, unsere jüngste Schwester, auch kommen kann, nach ihrem Sturz. Gestern Abend ist das Fass übergelaufen und ich hab es laufen lassen … one will take the tears, you weep – danach war immer noch keine Weihnachtsstimmung, aber Erleichterung.

1. Weihnachtstag, 25. Dezember

Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht. Christian Morgenstern

Hat einer Weihnachten schon so erlebt wie dieses Jahr? Ich glaub es nicht. Martina spiegelt mir mein Erleben immer schön und hat geschrieben, ich hab mich Weihnachten noch nie so unweihnachtlich gefühlt wie dieses Jahr. Beim Telefonieren mit meinen Kindern konnte ich noch die Fassung bewahren, danach hab ich die Tränen laufen lassen. Erst wollte ich Andrea und Michael noch was schreiben. Später hab ich in den Status gesetzt – Somewhere in a winter night, the angels begin their flight … und hatte sofort ganz viele Aufrufe, als wenn alle nur darauf gewartet haben. Am Ende ein Bild von Jonte mit Knicklicht zu Halloween in Bandelstorf – ich hätte ihn gerne wenigstens am Telefon gehört oder bei Videoanruf gesehen. Sie waren gerade aus Schwerin zurück, als ich angerufen habe. Michael war beim Essenkochen in der Küche und Tamina und Jonte im Wohnzimmer. Michael war schwer krank und hatte richtig Grippe und hat immer noch damit zu tun. Ich hab dem Impuls widerstanden, dass er Jonte ans Telefon holt. Er ist müde und gestern war ganz schön viel für ihn, hat er gesagt, mit der ganzen Bescherung.

Imagine ich hab mich zur Seite fallen lassen und mit dem Kopf auf seinem Bauch gelegen, bis es gut war. Dazu brauchte ich nur ein Bild aus früheren Tagen abzurufen. Heut dank ich mal dem Engel, der mich das tun und schreiben lässt.

Heiligabend, 24. Dezember

Als ich dich sah, verliebte ich mich, und du hast gelächelt, weil du es wusstest. William Shakespeare

Mein Sternchen hat mir gleich am Morgen eine schöne Weihnachtsfreude gemacht, ein Vido – Spaß mit ernstem Hintergrund. Dass da ein sexy Weihnachtsmann bei ist, war mir klar, Carmen 🙂

Heute bin ich bei Birgit und Montag, am 2. Feiertag, auch. Wir freuen uns auf gemeinsame, herzwärmende Stunden mit denen, die da sind.

Das Video hab ich in unsere Schwesterngruppe gestellt, und Tine meinte: Vielleicht kannst du den Weihnachtsmann noch buchen – und holt den Wodka raus!

Der Kopf sagt uns, was wir tun sollen – das Herz sagt uns, was wir tun wollen. Das war gestern Daily Smile bei Birgit. Freudvolle Weihnachten Allen!

Das darf nicht fehlen zu Weihnachten, meine himmlischen Enya Klänge – Journey of the Angels …

Somewhere
In a winter night
The angels
Begin their flight …

One is sorrow
One is peace
One will come
To give you sleep
One is comfort
One is grief
One will take
The tears you weep

Somewhere
In a winter night
The angels
Begin their flight …

Freitag, 23. Dezember

Unser Leben kann nicht immer voller Freude, aber immer voller Liebe sein. Thomas von Aquin

Er ist schon eine ganze Weile geschieden. Den Familiennamen seiner Frau hat er behalten.

Wie komm ich darauf, das zu schreiben? Muss das Motorrad bewirkt haben … Irgendwas bringt ihn immer in Erinnerung.

Neulich war meine Kollegin Anja hier, vorgestern. Das war eine schöne kleine Weihnachtsfeier, wahrscheinlich die beste vom ganzen Feste. Sie hat mir ein paar schöne bunte Birkenstock-Socken mitgebracht. Das war das Dankeschön vom Fleesensee-Zentrum für alle, die was für den Hilfstransport in die Ukraine gespendet hatten. Dann noch ein Täschchen, das sie auf dem Adventsmarkt in der Büdnerei Lehsten gesehen und dabei gleich an mich gedacht hat. Die haben immer schöne kreative Sachen da. Eier von Fritzis Glückshühnern hat sie mir auch mitgebracht und ihr selbstgemachtes Früchtebrot mit dem Anhänger – Frohe Weihnachtstage wünschen Euch Anja und Ralf!

Der Weihnachtspostbote hat noch 3 x schöne Post gebracht – von Ulla, von Kerstin, von Anita aus Bremen. Ich glaub, das war schon Weihnachten. In einem YT-Video zum Neumond im Steinbock heute heißt es: Der Begriff der Familie darf neu überdacht werden …

Den 2. Feiertag wollten wir mit uns drei Schwestern und Birgits jüngster Tochter Katrin und Family verbringen. Die wissen aber noch nicht genau, wann sie kommen. Feste Zeiten gibt’s da nicht. Außerdem ist Katrin sehr speziell. Gestern hat sie im Status gepostet, wie ungemein befriedigend es ist, Sch… zu malen. Kackhaufen daneben. Ich schreib das jetzt nicht aus. Sie geht auf die 40 zu – wenn sie keine anderen Befriedigungen neben ihrem Mann und ihren zwei Kindern hat … Will ich mit so einer Philosophie Weihnachten verleben? Nein.

Tine ist auf Glatteis ausgerutscht, als sie die Vögel draußen füttern wollte oder hat sich auf die Schnauze gelegt, wie sie sagt. Sieht schlimm aus im Gesicht. Das kommt davon, wenn man gut zu Vögeln ist, schrieb sie. Typisch Tine, in jeder Misere einen lockeren Spruch. Ihre Tochter Steffi mit Max und Hund kommen jetzt erst am 24. und fahren am 1. Weihnachtstag gleich weiter ins Sauerland zu seiner Familie. Anja, Sascha und Nora in Rostock sind alle 3 krank und kommen wahrscheinlich gar nicht. Ob Tine nun zu uns kommt, hält sie sich noch offen. Vielleicht geschieht ja noch ein Weihnachtswunder, schreibt sie in der Schwesterngruppe. Meine Antwort: I hope – Birgit: Ich hab mich damit zurückgehalten – aber ich glaube auch daran!

Andrea und Paul haben sich eine Kücheninsel bestellt und bauen sie über Weihnachten auf. Familienfreie Zone. Von Michael und Tamina hab ich noch nichts gehört und halt mich diesmal zurück, bis sie sich melden. Jonte hab ich jetzt 4 Wochen nicht gesehen, das wär schon schön – ein Weihnachtswunder …

Meine Tochter zuletzt vor 2 Jahren.

Wer findet sich jetzt ein zu Weihnachten? Hier ist der Treffpunkt. Wir haben die Familie gerufen … Nicht über Telefon und Post, eher wie bei Harry Potter.

Die Familie – und außerhalb der Familie ist mein Herz bei denen, die auch diesen Weg gehen. Ihre Kommentare les ich unter den unzähligen YouTube-Videos dazu und ich frag mich, wie viele davon gibt es und wer ist überhaupt noch mit dem Richtigen zusammen? Ich guck nur ein paar von den YT-Kanälen, wenn ich darauf stoße, doch es gibt eine unendliche Masse. Und alle kommentieren dasselbe darunter. Sie hoffen, warten, verfluchen noch, haben vergeben, aufgegeben, ihren Frieden gefunden oder resigniert, wünschen dem Gegenüber Himmel oder Hölle, je nachdem auf welchem Bewusstseinszustand sie sind – sie versuchen alle, damit klarzukommen. Die Stufen bin ich alle rauf und runter gegangen und geh sie manchmal noch rauf und runter. Eine 80jährige Frau hat geschrieben: Es wär schön, wenn es noch ein Leben für uns geben würde. Das wünsch ich ihr, mit Träne im Auge.

Klar kann man sich mit einem zusammentun, das machen viele und hab ich auch getan. Damit ist man schlecht dran. Wer es aber nach der einen lebensverändernden Begegnung immer noch macht, aus Protest, dass es mit ihm oder ihr nichts wird, der ist richtig schlecht dran. Er hat sich entschieden, das Leben nicht zu leben.

Ich kann ihn nicht rufen, weil es nicht sein Wille ist. Doch ich kann meine Stimme erheben für alle, die verzagen: Glaubt an Euch und an Euer Herz!

Mittwoch, 21. Dezember

Wähle einen Liebhaber, der dich ansieht, als wärest du vielleicht pure Magie. Frieda Kahlo

Das war ein Kurzurlaub für 2 auf Rügen, als Einzelperson. Doch er war da als zweite Person präsent – mit der roten Maschine.

So, von Guti-Gutshaus bekomm ich die Zuschläge für Sonn- und Feiertage für dieses Jahr nachgezahlt. Ich hatte gerade ein Telefonat mit der Chefin. Das Lohnbüro hat bis Anfang Januar Urlaub, danach dann.

Der kürzeste Tag, die längste Nacht. Eigentlich war es den ganzen Tag Nacht bei der gräulichen Nebelsuppe. Morgen geht es wieder aufwärts mit dem Licht …