Dienstag, 2. Juni

Nach dem schönen Pfingstwochenende kann ich mich schon auf Sonntag freuen. Steffi, die älteste Tochter meiner jüngsten Schwester Tine, wird 30 und kommt aus Berlin nach Hause, um da zu feiern. Als Überraschung hat Tine Paul und Andrea eingeladen und Du bist hiermit auch eingeladen, hat sie mir geschrieben. Steffi weiß davon nichts. Das wird schön, da seh ich meine Kinder und wir feiern im Garten bei Tine. Das Wetter soll die ganze Woche prächtig sein! Für Paul und Andrea hab ich aus dem Museums-Shop Wörlitzer Park ein wundervolles Buch mitgebracht – Landhaus & Bauerngärten von Mein schöner Garten. Sie legen gerade ihr Grundstück an. Das ist mir gleich ins Auge gefallen, zusammen mit meiner königlichen Schürze.

Doch vorher hab ich noch 4 Guti-Gutshaus-Tage von Mittwoch bis Sonnabend. Um so mehr genieße ich heute noch den freien Tag als verlängertes Pfingstwochenende. Ende Juni feiert Silvia ihren 60. in Feldberg. Damit ist nach dem letzten Maiwochenende auch das letzte Juniwochenende arbeitsfrei. Im Juli und August werd ich das genauso machen – immer ein freies Wochenende im Monat. Zum Glück brauch ich nicht fragen oder das beantragen. Ich brauch nur zu sagen: Ich kann oder ich kann nicht. Erst wollte ich schon anbieten, im Notfall auch mal bei der Reinigung mitzumachen, hab dann aber gedacht, im Service zu arbeiten reicht voll und ganz. Überlastung und Überanstrengung vermeide ich ab jetzt …

Montag, 1. Juni

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

DAS GLÜCK IST EIN MOSAIKBILD, DAS AUS LAUTER UNSCHEINBAREN KLEINEN FREUDEN ZUSAMMENGESETZT IST. Daniel Spitzer

Das Pfingstwochenenende waren größere Freuden, sehr schöne – Wörlitzer Park, Lutherstadt Wittenberg, 3 Nächte im Heidehotel Lubast, Grillen und gestern Kaffeetrinken bei Silvias Schwester und Familie im 3 km entfernten Nachbarort in der Dübener Heide, 50 km von Leipzig entfernt. Petrus hat mitgemacht, was auch sehr zum Gelingen beigetragen hat. Jetzt erstmal ankommen …

Aus dem Museums-Shop im Schloss des Parks hab ich mir eine schöne Schürze für Guti-Gutshaus mitgebracht – Preußisch Rot mit Kronen drauf, die ist der Clou! Motivation für die Arbeitsaufnahme nach der langen Pause. Gestern nämlich, am Pfingstsonntag, schrieb die Chefin: Wir können gut Hilfe gebrauchen, tatsächlich Mittwoch bis Samstag, jeweils ab 16:00 Uhr, oder ist dir das zuviel? Da bin ich erstmal in mich gegangen und hab dann geschrieben: So weit passt es, ich weiß nur nicht, wie es unter Maske geht, das wird sich zeigen. Damit hab ich meine Bereitschaft signalisiert und mir gleichzeitig ein Hintertürchen offen gelassen. Das ist sonst nicht meine Art, doch ehe ich Schnappatmung mit dem Teil bekomme – es soll noch dazu heiß werden – lass ich es lieber.

Heute kam SOS von Guti-Gutshaus – sie suchen dringend Leute, die Lust haben bei der Reinigung mitzumachen – das ist eine positive Formulierung für Putzjob, obwohl es bei uns human ist – und auch Servicekräfte. Ich hab geantwortet, das kann ich nur unterstützen zur Entlastung der vorhandenen … damit mein ich auch mich.

2 Tage war ich weg und die Aufrufe zeigen das. Man muss immer dran bleiben, wenn man Erfolg haben will. Doch ich schreib nur für mich und dich und Zaungäste.

 

Freitag, 29. Mai

Um 4 bin ich aufgestanden und hab damit weitergemacht, womit ich gestern Abend um 9 aufgehört habe – Krempeltempel-Entrümpelungsaktion. Ein besonders schönes Exponat, ein Holz-Huhn von Sigi im Bikini mit Sonnenbrille, steht noch auf der Treppe und wird zum krönenden Abschluss entsorgt. Bloß weg mit dem Kram …

Es ist prächtigstes Pfingstausflugswetter. Wir fahren nachher kurz nach Mittag los. Montag schreib ich wieder. Allen schöne Pfingsttage mit ganz viel Sonnenschein!

Donnerstag, 28. Mai

Die Idee ist, jung zu sterben – so spät wie möglich. Das steht unter einem Foto, das mir Christa gestern als Gute-Nacht-Bild geschickt hat. Es zeigt eine Frau, die auf der Straße tanzt, äußerlich 20, im Gesicht über 70. Der Traum von der ewigen Jugend! Über lange Strecken fehlt in Seelen-Prozessen der Tanzpartner und man steht allein auf der Tanzfläche. So lange, bis jeder für sich realisiert hat, worauf er sich eingelassen hat: Dance me to the end of love … Touch me with your naked hand, touch me with your glove … singt er mit seiner unter die Haut gehenden Stimme. Ich fass mich mit Samthandschuhen an, so verletzlich fühl ich mich, und mach es mir so schön, wie nur irgend möglich.

Ich hab mir erstmal einen schönen dunkelblauen Bahnenrock gekauft für unseren Pfingstausflug. Den hab ich im vorigen Jahr schon mal angepasst in Anziehbar, da war er zu eng. Jetzt war er auch noch zu eng, aber ich hab ihn zu bekommen und wenn ich ihn bis unter die Brust hochzieh, geht es. Der muss sogar so getragen werden, hat die Verkäuferin gemeint. Das hab ich ihr gerne geglaubt. Ich hab zwar viele Sachen im Schrank, aber viel davon alt und vieles auch schlecht kombinierbar. Das ist ein richtiges Wohlfühl-Teil – schwingend, in schöner Länge, mit Taschen … Das sind Sie!, hat sie gesagt. Ja, ich weiß.

Mittwoch, 27. Mai

22. Kalenderwoche – Dual = eine Zweiheit bildend, aus 2 bestehend. Ich denk, ich hab meine Sache gut gemacht bis jetzt. Nicht Sehr gut, auch nicht 1 +, aber GUT. Eine gute 2 ist besser als eine schlechte 1, hat meine Lehrerin immer gesagt, wenn ich eine 2 als ungerecht empfand. Hat Entwicklungspotenzial …

Entwicklungspotenzial hat auch mein Abwasch, das meiste geschafft, noch Besteck und Töpfe. Was quäl ich mich immer, mit so einem banalen Alltagsding.

Aniko hat gefragt, ob ich morgen mit ihr nach Müritzhof fahr. Ich hab abgesagt, weil ich noch zu tun habe, aber ich überleg’s mir nochmal. Eine Radtour wär ganz gut, je nachdem, wie Wetter ist.

Dienstag, 26. Mai

Manja hat gefragt, ob ich ihr mal die Karten legen kann. Dazu bin ich nicht befähigt genug, hab ich gesagt. Nächstes Mal nehm ich Sentenzia – Feuerherz und Flügelschwert mit – das Tarot mit Sprüchen, da kann sie mal eine Karte ziehen.

Das hab ich heute früh auch mal gemacht: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht – 7 der Münzen.

Das ist die Geduldskarte … Immer fleißig arbeiten. Heute hab ich erstmal ausgeschlafen, dann Wäsche gewaschen, um die Garderobe für den Pfingstausflug fein zu haben, und von EDK Blumenerde geholt. Nachmittags kommt Aniko, wir wollen Grünes und Blühendes  pflanzen und umtopfen.

Mittagessen ist eine Packung Rahmspinat mit Blubb – 800 Gramm Blattgemüse, passend zum Krebs-Mond.

Über 3 Stunden haben wir mit Aniko die Terrasse zum Terrassen-Traum umgestaltet. Ich genieß den Abendfrieden draußen und danke dem Allmächtigen für Liebe, Familie, Freunde, Glück.

Montag, 25. Mai

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Ich habe begriffen, dass es reicht, wenn man mit den Menschen zusammen ist, die man mag. Walt Whitman

Wieder mal 10 € für Falschparken in Rostock – 5 m Abstand zur Einmündung in der Blücherstraße nicht eingehalten. Nicht mal 1 Meter, aber irgendwo muss ich mich ja hinstellen. Ich hab das billigend in Kauf genommen. Alles zugeparkt in Rostock und in der KTV Kröpeliner-Tor-Vorstadt chaotische Verkehrsverhältnisse, gemessen an Waren. Ich hab nur gedacht, ich muss hier weg, zu meinem Kirchturm. Martina hat sich mehr aufgereget über’n Knöllchen als ich. Ich hab nur gesagt, ist ja richtig. Dafür war das Parkhaus neulich umsonst. Außerdem 10 € zerronnen – und 100 gewonnen. Benachrichtigung im Briefkasten von Glöckle macht glücklich, Lotterie.

Nicole Frühstücksfee, die angerufen hat, als ich wieder zuhause war, hat gesagt, sie war neulich mit 55 Eus als Parksünder dabei in Malchow.

Und noch ein Spruch heute zum Mond im emotionalen Krebs:

Suche nicht, was dein Verstand finden will, sondern das, was deiner Seele würdig ist. Der Verstand sucht das Schöne, die Seele das Wundervolle!

Ich hab einen neuen Ohrwurm. Ich weiß nicht wo er herkommt, von Oben? und von Youtube: Save The Last Dance For Me … Und dann hab ich mich weiter durchgeyoutubet – obwohl ich Martina gerade gesagt hab, mit Musik hab ich es nicht so – über Islands in the Streame, Proud Mary, Purple Rain, Rose Garden und andere. Das war ein kleines Wunder! Gelandet bin ich zuletzt bei Leonard Cohen – Dance me to the end of love. Das war nicht nur seine Stimme – das Video zeigt Paare in der Jugend und im Alter, in the end of love. Das Leben ist eine Reise …

Nichts menschliches ist mir fremd, hab ich arrogant nach meinem Psycho-Studium gedacht. Ich versteh auch  Psychopathen und auch Pädophile.

Auf der Landstraße fuhr ein Trecker vor mir mit einem komplizierten Gestänge hinten dran. Wer konstruiert das, wer produziert das und wer nutzt das?, hab ich gedacht. Alles, was Schaffen und Streben im Leben angeht, zu dem hab ich gar keinen Zugang. Ich versteh nur die Kinder, die Künstler und die Alten, weil ich selber alles war und bin.

 

Sonnabend, 23. Mai

Er ist mir so nahe im Herzen, der Kleine. Ich hab zu Tamina gesagt, die Leute bewundern ihn doch bestimmt alle, wenn sie ihn sehen. Nee, nicht alle. Manche sagen sogar: Der guckt aber böse. Versteh ich gar nicht, hat sie gesagt. Ich auch nicht. Das sind keine Menschen! Der guckt nicht böse, er lacht nur nicht über jeden Blödsinn. Er ist eben ein Dichter und Denker und ein Philosoph und das spiegelt sich in seinem Gesichtsausdruck. Wenn er lächelt, geht einem das Herz auf – wenn er was entdeckt und sich freut in der Welt, die er sonst so stirnrunzelnd und fragend betrachtet. Er kommt vom gleichen Stern wie ich. Für mich ist er das größte und süßste Wunder vom ganzen Planetarium. Nein, das nehm ich zurück, das erschlägt ihn. Die gütige Oma – hat meine Tante zu meinem WhatsApp-Profilbild geschrieben.

Bacchus meint es gut mit mir. Der Gott des Weines versorgt mich regelmäßig mit Dornfelder trocken aus dem Angebot, diesmal Samstagskracher. Nachdem der Lagerbestand aufgefüllt ist, pflanz ich noch die zweite Garnitur Terrassenblumen vom Grünen Markt und dann wird weiter nichts gemacht als ruhiges und etwas trauriges Wochenende …

Freitag, 22. Mai

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Die Zeit war viel zu schnell um mit meinen Lieben. Jonti ist so ein goldig-herziges Engelchen – himmelblaue Augen, weißblonde Feder-Härchen, rote Bäckchen und über ihm schwebt ein Heiligenschein 🙂 Sabinchen sagt immer, er ist was ganz Besonderes!

Und meinen Brei hat er gespachtelt! Zucchini-Möhre – ich sollte Rapsöl ran tun, das hab ich aber dummerweise vergessen in EDK. Was nimmt Mutter? Butter. Ist vielleicht nicht ganz okay, fand ich aber in Ordnung – und er auch. Geschmeckt hat’s ihm. Jedenfalls war Fett dran.

Ich bin nicht in der besten Stimmung, Maik, gar nicht – hab ich zu ihm gesagt, als er vor meinem geistigen Auge aufgetaucht ist.

Tamina sagt Baby zu Michael, ich würd nie auf die Idee kommen, meinen Mann so anzusprechen, es sei denn, mein Mann und mein Kind wären eins Das kann nicht gesund sein, gar nicht.