Mittwoch, 16. September

So ein strahlend schöner Morgen und abends auch ein magisches Licht! Mitte September und es sind noch laue Sommernächte, sternenklar. Früh scheint mir die Sonne durchs offene Schlafzimmerfenster direkt ins Gesicht. Beim Blick aus dem Fenster liegt der Tiefwarensee im Frühdunst zu Sonnenaufgang. Das sind paradiesische Zustände. Das hab ich nur als Kind so intensiv erlebt, als noch alle Sinne offen waren – und jetzt auch wieder.

Dazu noch 3 x täglich das Läuten von meinem Kirchturm als Mittelpunkt der Kulisse, mit Glockenspiel-Liedchen als Intro. Da kann man sich vorstellen, wie gut ich es hier getroffen habe. Es sind sogar 2 Kirchen. Die Marienkirche als mein unmittelbarer Nachbar am Neuen Markt im Osten, die Georgenkirche als zweites Wahrzeichen der Stadt am Alten Markt im Westfenster. Das alles seh ich aus der Perspektive der dritten Etage, was nochmal ganz anders wirkt, als vom Erdboden aus. Unter mir der Markt ist das schönste Wimmelbilderbuch. Ein paar Schritte zum Hafen und ich bin an der Müritz. So kann man sich das vorstellen.

Und was ist mit dem Mann an meiner Seite hier? Laut Beschluss des Universums bin nur ich hier. Er ist stiller Teilhaber …

Heute hab ich erfahren, dass am Donnerstag ein Freund hier gestorben ist. Ich hab bei Tam angerufen wegen Massage-Termin und er hat mich gefragt: Weißt du, dass Bernd gestorben ist? Das wusste ich nicht. Er ist sein langjähriger ehemaliger Lebensgefährte, bis zur Scheidung im vorletzten Jahr. Sie waren verheiratet. Eine traurige Nachricht und ein trauriger Abend.

Ich lebe und mein Mann ist bei mir, auf eine Weise, die ich nicht verstehen, aber annehmen kann, und ich fühle, was für ein Glück das ist. Ich hoffe, es geht dir gut … Warum frage ich ihn das nur hier? Weil ich nicht wieder zurückgewiesen werden will? Warum sage ich ihm nicht, dass er der wichtigste Mensch für mich ist? Weil er es mir nicht gesagt hat? Wie kann er so hart sein?, hab ich gedacht. Und ich? Muss da erst der Tod ins Leben treten zu solchen Überlegungen?

Dienstag, 15. September

Seit Lars seinen neuen 4K-Router hat, mit dem er gestochen scharfes Bild hat, wie er mir gezeigt hat, haut das aber mit seinem WLAN bei mir nicht mehr hin. Dann ging es mal, und mal wieder nicht – und heute hat es eben erst geklappt, 16 Uhr. Ich nutz dann immer die Lücken, um zu schreiben …

28 Grad – Sommer-Comeback! Obwohl das Wetter viel zu schön war, hab ich mich heute an den Abwasch gemacht, weil morgen endlich die Fensterputzer kommen und Putzfreiheit brauchen in der Küche. Irgendwie hab ich schon gedacht, hoffentlich klappt das auch. Vorhin hat er eine Sprachnachricht geschickt, dass 2 Kollegen krank sind und auf Corona getestet wurden. Bis zum Testergebnis Freitag darf die Firma nicht arbeiten. Na, das seh ich ein und hoffe, dass es sich nicht bestätigt. Ich hab geantwortet, Hauptsache die Firma läuft erstmal wieder und die Kollegen werden gesund Gute Besserung!

In Rostock war es gestern schön bei Martina im Garten, bei Manja, die jetzt einen Verlobungsring trägt – mit 7 funkelnden Steinchen für 7 Jahre, wie im Märchen! – und bei Andrea und Paul zu seinem Geburtstagskaffee im Grünen mit Sigi und Angelika, seinen Eltern. Das war eine harmonische Runde. Sie haben es so herrlich da auf ihrem Grundstück und gärtnern und gestalten alles so liebevoll, gemütlich und einladend. Und ich war gut und schnell zuhause, gleich in Bentwisch auf die A 19 – 1 h 15 min.

Montag, 14. September

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. Mahatma Gandhi

Dazu ein Foto in wundervollen Farben. Ein Wald spiegelt sich im See, am Ufer liegt ein Ruderboot.

Es gibt nichts schöneres, als wenn ein Mann sagt Meine Frau und eine Frau Mein Mann. Nichts schöneres aus meiner Sicht. Ich bin der See, er ist das Ruderboot.

Das war ein schöner Tag.

Sonntag, 13. September

Sonntag auf der Sonnenterrasse! Ich hab geschlafen wie ein Stein, bis mich um 12 das Glockenläuten geweckt hat. Ich bin doch zurückgefahren und fahr morgen wieder nach Rostock, erst zum Frühstück zu Martina, dann Manja Nageltante und dann zu Pauls Geburtstag.

Was hat Jonti für einen Spaß gehabt mit meinem Ball! Wir haben ihn immer hochprallen lassen und er hat sich schlapp gelacht, mit ganzem Körpereinsatz. Da hab ich das richtige ausgesucht. Von allem anderen Spielzeug hat er schon im Überfluss. Kleine Freude – große Wirkung!

Eben hat mich Manja angerufen – oh, hab ich gedacht, Terminänderung? Nein, sie hat gestern einen Heiratsantrag bekommen, nach 7 Jahren, mit Kniefall, öffentlich und vor Publikum auf der Bühne bei der Nacht der Pferde, in der Olaf aufgetreten ist. So richtig romantisch, da hat sie nun überhaupt nicht mit gerechnet!

Entweder Liebesbekenntnisse mit Hochzeit oder Crash und endgültige Trennung – dazwischen scheint es nichts zu geben in dieser Zeit. Entweder oder, ganz oder gar nicht, gehen oder bleiben. Das sind Lebensereignisse!

Darüber hab ich mich neulich mit Martina unterhalten, wie gut es in unserem Freundes- und Bekanntenkreis läuft: Wohnung, Hausbau, Hochzeiten, Enkelkinder … Im himmlischen Glücksamt geht es bestimmt nach Buchstaben, hab ich gesagt, und die Sachbearbeiter sind erst bei F, G, H, I, J, K – so fangen die Namen der Glückspilze in unserm Umfeld an. Unsere Familiennamen beginnen mit Sch und St – da müssen wir noch warten, bis wir dran sind, aber wenn, kommst Du noch vor mir dran, als ich mit St. Aber davor kommen noch alle Lehmanns, Müllers und Meiers in allen Schreibweisen – ai, ei, ay, ey … Na toll, hat sie gesagt.

Die geschenkte Zeit mit ihm war das Wildeste – an Liebe, Sex, Begehren – was ich erlebt habe. Die Zeit der Trennung ist die längste Nacht meines Lebens. Das ist eine 5- Note auf dem Seelenweg oder gerade mal 3 Punkte. Das anzunehmen ist mehr Entwicklung, als mir weismachen zu wollen, ich kann es genauso gut alleine. Ich hör nicht mehr auf das, was gesagt wird, wie so ein „Dualseelen-Prozess“ ablaufen soll. Ich hör nur noch auf das, was in mir vorgeht. Wenn Er nicht der Mann ist, mit dem ich hier leben kann, dann geh ich nach Hause, langsam, in Ruhe und alleine.

Ich kann hier viel ausdrücken im Blog und darüber bin ich froh, doch für die Tiefe der Empfindungen fehlen mir die Worte.

Heute ist Sonnabend, der 12. September

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Michael hat Geburtstag! Vor 27 Jahren ist er auf die Welt gekommen, kurz vor Mitternacht. Damit ist er noch ein Sonntagskind geworden. Einmal zeitlich, und zum anderen ist er noch ein Sonntagskind, denn meine Tochter ist auch eins.

Ist er auf die Welt gekommen … Ich habe ihn geboren! Zwischen seiner großen Schwester und ihm liegen 13 Jahre. Sein Vater war bei der Geburt dabei, aus dem Grund, damit er im Krankenhaus nicht vertauscht werden kann. Sowas ist alles schon vorgekommen, hat er gesagt, und wollte sicher gehen, dass er seinen eigenen Sohn mit nach Hause nimmt. Michael ist sein einziges Kind. Ich hab zwei so wundervolle Wesen – Andrea und Michael. Ich finde, das sind schöne Namen.

Heute feiern wir – ich fahr nachmittags nach Rostock. Das ist sein 2. Geburtstag, an dem er schon selbst Vater ist. Jonti, heute kommt die Omi …!

Für Jonte bring ich einen kleinen Ball mit Trecker und Bauernhofbildern mit. Tamina bekommt ein Familienalbum mit 100 Tipps für schöne Freizeit-Aktivitäten. Michael schenk ich einen Familientag im Tiererlebnispark Müritz hier in der Nähe und seinen Lieblingskaffee aus unserer Rösterei am Kietz. Andrea und Paul die „Alles Liebe“-Dose mit Herz-Keks-Backmischung und Paul bekommt zum Geburtstag ein Fläschchen Alte Pomeranze Bitterorangen-Likör aus Guti-Gutshaus und ’ne Pulle Sekt für Pommern-Sommer-MixDrink, eine beliebte Bestellung auf unserer Getränkekarte! Für Martina hab ich was Süßes und was Saftiges.

Ich weiß noch nicht, ob ich dableibe und bei ihr übernachte bis Montag oder wieder zurückfahre. Sie ist erkältungsmäßig angeschlagen und ich hab gerade großes Ruhebedürfnis. Wir haben vereinbart, das spontan zu entscheiden. Ansonsten bin ich Montagabend wieder hier …

Freitag, 11. September

Internet funktioniert wieder, mein Herzschlag normalisiert sich und um halb 2 fall ich ins Bett mit Nothing compares 2 you. Ich bin kein Sinhéad O’Connor-Fan. Wo kommt da der Ohrwurm her? Wenn ich den Weg mal hinter mir habe, werd ich alles verstehen. Hoffe ich …

Allgemein spürbare Unruhe, Zerrissenheit, unterschwellige Spannungen, rasche Stimmungswechsel – und nicht besonders nervenstark. Das sagt heute die Mondkraft Alpenschau. Mond im Krebs! Viel Schlafen, viel Bewegung draußen, tief Luft holen. Ich umarm meine Arme und sag: Beruhige dich, beruhige dich, beruhige dich … wie ein Mantra.

Auf dem Hof parkt ein Schlachtschiff von Audi Quattro Q 7 – ha,ha, mit Kennzeichen MER-AM 2. Das hab ich gesehen, als ich zum Bäcker gegangen bin, weil ich mich mit Anke zum Frühstück verabredet habe. Gestern Abend hat sie geschrieben, ob ich Zeit und Lust habe. Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Stimmt, hat mir aber auch nicht gefehlt. Eine Stunde hab ich dafür eingeplant, in der ich kaum reden musste, wie immer. Die Hälfte der Zeit war Thema ihr Labor und ihre Kolleginnen – da kenn ich nicht eine von.

Jetzt fahr ich zu Toyota – die Uhrzeit- und Temperaturanzeige hat sich nun doch verabschiedet! Dann noch ’ne Runde schlafen und dann steh ich auch schon bald wieder im Brückenstau Richtung Guti-Gutshaus. Dafür ist morgen Michaels Geburtstagsfeier in Rostock – ich freu mich schon auf meine Kinder einschließlich Enkelkindchen!

Autowerkstatt … Ich komm mir vor wie Mann und Frau in einem. Als wenn ich Rock und Hosen anhabe, muss ich mich um alles selber kümmern, was man sich sonst zu zweit teilt. Mich mal fallen lassen können, was wär das schön …

Donnerstag, 10. September

Die komische kosmische Konstellation bewirkt nicht nur bei mir ein Auf und Ab, vor allem schwankt auch das Internet. Gestern kam schon dauernd, Server nicht gefunden, Seite nicht gefunden und heute erst recht. Und wenn doch, hat sie sich nicht aufgebaut. Das soll ein positiver Einfluss sein – bei mir löst der nur Herzklopfen und Unruhe aus, die Technik spinnt und die Autofahrer sind entweder aggro oder schleichende Schnecken mit 10 km/h unter Tempolimit. 17 Uhr war heute Guti-Gutshaus-Beginn, mit Fritzi und Jasmin. Mir hat’s schon gereicht, als am Ortausgangsschild Waren der Brücken-Baustellen-Ampel-Stau anfing.

Aber schön war – als ich ankam, hat Michael Fotos von Jonti geschickt. Er ist so süß, so süß, so süß! Er guckt, als ob er alle Weisheit der Welt in seinen Augen gespeichert hat. Das ist mein Enkelkind! Das hat mich die Schicht in dem Irrenhaus da überstehen lassen. Er hat unten 3 Zähne …

Mittwoch, 9. September

9.9.2020 Heute soll einer der Tage mit den besten kosmischen Einflüssen des Jahres sein, wenn nicht der beste überaupt … Um 11 treff ich mich erstmal mit Gabi. Sie hat angerufen, als ich bei Dana und Tino zum Richtfest war: Hier ist Gabi – Stichwort: M – der Weg ist das Ziel. Ja, ich weiß … Dass das für mich eine doppelte Bedeutung hat, kann sie nicht wissen. Geplant ist wieder Müritzhof – diesmal mit dem Rad. Schlimmer als vorgestern kann es nicht werden …

Ja, das war dann auch ganz entspannt. Sie hat gesagt: Ich merk schon, du bist ein paar Level höher beim Radfahren. Stimmt, aber mal geht das schon. Ich hab mir noch frisch von der Wiese 4 Parasol- oder Schirmpilze mitgebracht und gleich mit Ei in die Pfanne gehauen. Am Montag standen da noch keine, die sind nach dem letzten Regen aus dem Boden geschossen. Möchtest du auch welche?, hab ich sie gefragt. Nein, danke … sie ist sehr vorsichtig und hat gefragt, ob ich mich mit Pilzen auskenne. So weit ich es brauche, ja. Sie wollte trotzdem keine.

Um 3 bin ich grad auf den Hof gerollt, als Sabinchen, Berlin-Sabine, angerufen hat. Sie ist heute gekommen, um ein paar Tage Auszeit in ihrer ständigen FeWo hier zu genießen und war grad auf dem Markt. Das war Timing – so haben wir noch schön Käffchen bei Jannys Eis unten getrunken.

Das war Berlin-Tag heute. Gabi stammt auch aus Berlin, nur ist sie ganz hierher umgesiedelt, nachdem sie jahrelang hier Urlaub gemacht hat. Sie ist aus allen Wolken gefallen, als sie festgestellt hat, dass unsere Bibliothek ihre Bücher nicht digitalisiert hat, hat sie mir erzählt. Das ist hier Provinz!

Wenn es überhand nimmt mit ihm – wie jetzt auch wieder – sag ich: Bleib mal da, wo du bist und wofür du dich entschieden hast. Das hilft dann für kurze Zeit. Seine energetische Anwesenheit aus der Vergangenheit ist nichts, was mir den Tag verschönt. Ich stoß ihn weg – aber nicht, weil er es mit mir gemacht hat, sondern, weil ich in Frieden leben will.

Dienstag, 8. September

Nicht das Laufen war so anstrengend, sondern die Quasselstrippen …

Ob ich heute zu Schliemann gehe, weiß ich noch nicht. Das ist der nächste Dienstags-Vortrag in der Reihe Sehen und Entdecken: Einer von hier – Trojaausgräber Heinrich Schliemann. Das entscheide ich, wenn es so weit ist. Heute ist lustloses Schlafwetter, aber kann ja sein, dass die Lust noch kommt bis dahin. Wenn, spontan – angemeldet hab ich mich nicht.

Ich bin dann doch rüber gehumpelt mit meiner aufgescheuerten Blase am Fuß und das war gut, besser als zuhause Trübsal blasen. Ich war traurig heute. Ich hab wieder was dazu gelernt, das war sehr interessant, seinen bewegten Lebenslauf zu hören. Das war bis jetzt auch der Vortrag mit den meisten Besuchern. Vorher hab ich noch Christine mit Bjarne und Fränkie auf dem Markt getroffen, große Freude! Und Heidrun kam zufällig des Wegs, mit der ich gestern in Müritzhof war.

Um halb 8 haben alle Glocken der Marienkirche geläutet, als wenn sie gemerkt haben, wie ich mich fühle und mich trösten wollten …

Montag, 7. September

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das beste aller Güter, wenn es überhaupt Güter gibt, ist die Ruhe, die Zurückgezogenheit und ein Plätzchen, das man sein Eigen nennt. Jean de la Bruyère

Das könnte auch von mir sein … So hab ich gestern auch den Sonntag verbracht, in Ruhe und Zurückgezogenheit. Erst ausgeschlafen, dann hab ich mit Tantchen telefoniert, das war schön und entspannt diesmal, danach eine kleine Einkaufsrunde auf dem Markt, um Geschenke für die September-, Oktober- und November-Geburtstagskinder zu besorgen: Am 12.9. Michael, am 14.9. Paul, am 8.10. Tine, am 9.10. Tamina, am 9.11. Andrea – Kinder, Schwiegerkinder und Schwesterherz. Und Carmen Sternchen nicht zu vergessen, auch am 9. Oktober.

Einige Geschäfte haben sonntags geöffnet nach der Bäderregelung, nicht alle. So hab ich erst nur einen Teil bekommen und war bei EDK, bis Ende Oktober noch sonntagsnachmittags offen. Auf dem Hof hab ich dann Aniko getroffen, die gerade eine kleine Radtour machen wollte, und wir haben noch bisschen erzählt. Das war auch schön, wir hatten uns die ganze Woche nicht gesehen. Danach Buch mit Couch – das war der Sonntag.

Ach, Michael wollte ich noch anrufen, um zu fragen, was er an seinem Geburtstag macht, hab ihn aber nicht erreicht. Andrea hat gesagt: Mutti, ich finde er könnte ruhig ein kleines sit in zu seinem Geburtstag machen. Ja, dann schlag ihm das doch vor! Du bist die Mutter!, hat sie gesagt. Abends hat er geschrieben, sie liegen alle 3 – also auch Klein-Jonti – mit Erkältung flach und er kann kaum sprechen. Ich wünsch ihnen herzlich gute Besserung!

Nachher geht’s mit Birgit und Heidrun nach Müritzhof. Sie holen mich um 11 ab. Geht’s wortwörtlich – eine schöne Herbstwald-Wanderung. 2. Versuch – neulich hat’s geregnet.

Um 14 Uhr zurück. Heute war das Wetter gut, aber Himmel Hilfe, das mach ich nicht noch mal! Die beiden haben in einer Tour gequasselt, esoterisch noch dazu. Die Klappe stand nicht einmal still, nur zum Luftholen. Und nichts davon hat mich interessiert. Ich bin’s gewohnt, den Wald und die Ruhe auf mich wirken zu lassen. Das konnte ich vergessen. Mann, kann man nicht einfach mal nur den Weg genießen und das Grün, muss man andauernd sabbeln dabei. Außerdem haben mir die Füße gebrannt – barfuß in Turnschuhen. Ich hatte die ewig nicht an. Da war wohl noch Sand drin von der Müritz-Saga-Bühne. Jetzt erstmal einen Tee, einen schönen Milka-Cookie-Snax-Riegel – die gab’s neulich in der Gärtnerei zur Rose dazu – und dann in die Badewanne …

Daran sieht man, wie ich es gewohnt bin, alleine unterwegs zu sein.

Ich bin auch spirituell und ich hab gemerkt, wie wohltuend es ist, auch mal die Klappe zu halten und nicht nur zu plappern. Man kann auch alles zu Tode quatschen. Ich fahr durch den Wald und die Natur tut einfach ihre Wirkung – ohne Worte.

Womit ich wieder konfrontiert bin, ist seine allgegenwärtige Anwesenheit, ohne dass er was dafür tun mus. Die Zeiten sind doch lange vorbei.