Freitag, 30. Oktober

Der Makler hat sich auch gefreut, dass es so gut mit der Wohnung und den Vermietern passt. Der andere Bewerber, ein Bauleiter, der sie sich auch angucken wollte, hat sich nicht mehr gemeldet, hat er gesagt. Als ob die für Sie sein sollte …

Tamina hat gefragt, ob ich Jonti auch mal ein Wochenende nehmen würde. Ja, das würde ich, gerne. Ab 9. November bin ich 2 Wochen da. Erst hatte ich gedacht, und wenn er die Wohnung bekommt? Nein, hab ich dann intuitiv gewusst, das wird meine!

Besorgnis ist wie das Beten darum, dass deine schlimmsten Befürchtungen eintreten! – Weisheit der Hopi-Indianer

Donnerstag, 29. Oktober

Gestern bin ich um 12 losgefahren bei strahlendstem Wetter und hab um 14 Uhr meinen Mietvertrag unterschrieben, große Freude. Bei Martina bin ich heute um 6 aufgestanden und hatte dann 10 Stunden Zeit mit Jonte, war das schön – es hat so gut mit uns geklappt und als Michael und Tamina kamen, haben sie sich darüber genauso gefreut wie wir beide, das war ein Spaß! Dann haben Martina und ich noch zusammen Abendbrot gegessen und um 8 war ich wieder zurück am Kirchturm. Einigermaßen müde, doch zufrieden und glücklich.

Gute oder schlechte Nachricht? Ab Montag ruht die Gastronomie wieder für vorerst einen Monat und damit auch Guti-Gutshaus. 2. Welle – man braucht einen Heimathafen.

Mittwoch, 28. Oktober

„Du bist Blogger mit einem umfangreichen Archiv an Beiträgen? Herzlichen Glückwunsch! Es hat dich sicherlich viel Arbeit, Motivation und Einsatz gekostet, an diesen Punkt zu gelangen.

Doch über je mehr Inhalte du verfügst, desto schwieriger ist es für Besucher, schnell und einfach zu finden, wonach sie suchen. Laut dem „Search Engine Journal“ geben 40 % der Personen an, dass ein Suchfeld die wichtigste Funktion einer guten Website ist. Führe ein Upgrade auf das neue Jetpack Search durch, damit deine Leser und Besucher immer die besten Inhalte auf deiner Website finden.“

Die besten Inhalte findet man bei mir immer unter dem aktuellen Datum. Vielleicht liest auch noch einer die ganze Woche, in Ausnahmen den ganzen Monat oder zwei, dann sind 60 Aufrufe auf einmal. Doch ich glaub nicht, dass ich eine Datums-Suchmaschine brauch und dass im 4. Jahr noch von Bedeutung ist, was in den letzten 3 Jahren gewesen ist.

Heute kam diese E-Mail von WordPress.com. Gestern Abend hatte ich gerade bei meiner gedanklichen Jahresbilanz zu mir gesagt: Mit Ausdauer, Geduld, Disziplin und Fleiß hab ich alles selber geschaffen. Das bezog sich nicht nur auf den Blog – sondern auf alles, was mein Leben ausmacht.

Als wenn sich jetzt ein Knoten löst, der Berg überwunden, der Weg frei ist …

Dienstag, 27. Oktober

You raise me up … Was ich zu den beiden Kirchtürmen geschrieben habe, heißt – die richten mich auf. Zwischen den beiden Securities kann ich mich gar nicht so hängen lassen, wie ich es gerne tue.

Jetzt hab ich das Gefühl, ich bin zu Besuch in meiner Wohnung. Gestern Abend, als ich zurück war, war das so. Nur heute noch und dann fahr ich schon wieder weg … Dreiviertel 8 – Morgen um die Zeit sitz ich schon mit Jonti beim Frühstück.

Ich bin zu Besuch hier und hatte Besuch, in der Nacht. Ich will kein Bier mehr, hat Maik zu mir gesagt und mir sein halbvolles Glas gereicht. Dann hab ich gerade noch gesehen, wie zwei wunderschön grün leuchtende Schmetterlinge um sich rum geflattert sind und dann Eins wurden, bevor ich aufgewacht bin. Grün – wenn mein Hoffnungsschimmer auch blass ist, zeigt mein Traum mir was anderes. Mond in Fische mit Neptun in Fische – das Unbewusste – macht solche Träume möglich.

Montag, 26. Oktober

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Vergiss nicht: Man benötigt nur wenig, um ein glückliches Leben zu führen. Mark Aurel

Das wird eine schöne Woche. Gestern Abend hat Michael angerufen und gesagt, sie fragen mal rum, wer am Donnerstag Jonti betreuen könnte, weil die beiden Tagesmütter Weiterbildung haben. Da hab ich gleich zugesagt. Ich bin heute in Rostock beim Frisör und bei Martina. Dann fahr ich zurück, weil ich mich am Mittwoch mit Tantchen zu Mittag treffe, die wieder ihren Arzttermin hier hat, und gleich danach wieder nach Rostock, denn Donnerstag fängt mein Babysitting schon früh um 7 an. Ich schlaf bei Martina und fahr dann früh um 6:30 Uhr mit der Straßenbahn hin, das geht besser als mit dem Auto. Ab November ist es dann mit der Wohnung weniger Fahrerei.

Sonntag, 25. Oktober

Das ist ein schläfriger Sonntag heute, jetzt läuten schon die Mittagsglocken und richtig munter bin ich immer noch nicht …

Das waren zwei quirlige Tage und heute ist Ruhe in der Truhe. Wir waren gestern um 3 zurück von unserem Landausflug mit Aniko. Aus der Alten Stellmacherei in Sietow hab ich mir eine schöne Fußmatte mitgebracht – wenn’s regnet und ich von der Terrasse komme, hab ich sonst immer nur einen Lappen hingelegt. Das sieht jetzt schön wohnlich aus und passt farblich gut.

Anschließend haben wir die Drachenlaterne für Jonti zusammengebastelt und dann war noch lange Einkaufsnacht hier. Da ist Aniko um 8 noch runter gegangen, mir hat die Ansicht und Beschallung von oben gereicht.

Heute hat sie geschrieben, ihr ist schlecht. Nach einer Flasche Holunderwein hier, ist sie zu Yvonne in die Schuh-Perle gegangen, wo deren Mutter sie mit Obstgeist abgefüllt hat, dann wollte sie noch ein Bier am Stand trinken und hat da eine Freundin getroffen, die im Irish Pub Klassentreffen hatte, zu dem sie auch noch mitgegangen ist. Sowas kommt selten bei ihr vor, aber wenn, dann richtig!

Meine beiden Kirchtürme sind 2 starke Säulen links und rechts von mir, hab ich im Feuerschein auf der Terrasse gedacht, als sie abends angestrahlt waren. Die stehen da, länger als ein Mensch denken kann – rückwärts und vorwärts. Ich hatte alle meine Kerzen und Lichter draußen angezündet.

Sonnabend, 24. Oktober

Gestern war den ganzen Tag Trubel. Erst hatte Gabi früh gefragt, ob wir uns um 11 Am Yachthafen treffen wollen, wo wir 2 Stunden in der Sonne gesessen haben, sie mit Cappuccino, ich mit Tee Earl Grey. Das war wie Urlaub.

Nachmittags kam Birgit und wir haben mit der Inneren Tafelrunde weitergemacht, mit der sie sich gerade beschäftigt. Das hatten wir mal in der Hexenschule – das ist die Kunst, unsere 12 Seelenanteile an einen Tisch zu setzen – sozusagen wie Ritter Artus Tafelrunde. Das kann man sich so vorstellen wie eine Torte, die in 12 Stücke geteilt ist. Jeder hat alle Sternzeichen in sich – so ist Mars, Widder, der innere Krieger. Dann geht es weiter mit Venus im Stier, die innere Frau. Merkur, Zwillinge, der Redner. Mond, Krebs, das innere Kind. Sonne, Löwe, der innere König. Chiron, Jungfrau, die Heilerin. Venus in Waage, die Wilde Frau. Pluto, Skorpion, der Magier. Jupiter, Schütze, der Priester. Saturn, Steinbock, der Weise. Uranus, Wassermann, der Rebell. Neptun, Wassermann, der Meister. Die können alle jeweils männlich oder weiblich sein und es geht darum, die alle zu vereinen.

Zwischendurch war ich bei Christa unten, die eine Tüte mit Sachen hatte, die sie weggeben wollte und die ich mal durchgucken sollte. Sie hatte Kaffee gekocht und belegte Brötchen vom Altstadtbäcker geholt. Ich bin mit Sachen übersättigt, doch es war ein schöner hellblauer Flauschpullover für Birgit dabei. Da war ich eine Stunde.

Birgit blieb bis um halb 6 und danach hab ich noch anderthalb Stunde mit Martina telefoniert. Dann hat Aniko angefragt, ob ich heute frei habe und mit ihr nach Bollewick fahre. Da ist die größte Feldsteinscheune Deutschlands, kurz hinter Röbel. Bol-lewick gesprochen, nicht Bolle-wick. Gegenüber startet da heute ein Werksverkauf für regionale Produkte der Landwerkstätten. Mit der Marke „seenreich“ gibt es jetzt immer samstags regionale Produkte – mit Leidenschaft hergestellt und das schmeckt man auch, so die Ankündigung im Müritzportal. Na, dann fahren wir da mal hin …

Soviel Aktivität wie jetzt war den ganzen Monat nicht, auf einmal werd ich überhäuft mit Vorschlägen, Treffen und Unternehmungen.

Donnerstag, 22. Oktober

Abenteuer im Land der Drachen – heute Abend bin ich mit Carmen Sternchen zur Multivisionsshow VIETNAM. Die Reiseberichte sind immer fantastisch. Gabi kommt auch.

Am Nachmittag gibt es bei Birgit in der TAO-Schule noch eine Verabschiedung. Rita, die lange Jahre in unserem Freundeskreis war, zieht nach Bad Salzufflen, wo ihre gesamte Großfamilie lebt, die von der Wolga hierher übergesiedelt ist. Ich will ihr eine Müritz-Tasse als Andenken schenken, mit Birgit zusammen. Dazu eine Flasche Piccolo mit Waren-Motiv und ein Foto mit Kastanien und schwarzen Johannisbeeren und dem Spruch: Denk an die Vergangenheit nur insoweit, als sie dir freudige Erinnerung bietet. Jane Austen

Ja, hab ich gedacht, meistens bin ich in Liebe mit ihm vereint, nur manchmal rast ich aus, das liegt dann am Mondstand. Das ist ein herrlicher Tag mit schon 15 Grad von 18, wie im Sommer. Kastanie, Herbstsonne, ein Treffen Anfang Oktober, danach nicht mehr – Erinnerung …

Heute wirkt Drachenkraft – als ich bei Birgit war, hab ich im Schaufenster vom Papierhaus eine Drachen-Laterne gesehen – gekauft , als Bastelset. Ich seh mich schon damit mit Jonte feuerrot durch die Dunkelheit leuchten. Am besten ich mach am Montag einen Bastelnachmittag mit Martina.

Das war faszinierend und mit Carmen sehr schön. Hat uns gefallen. Nur Gabi hab ich nicht gesehen – und sie mich nicht, hat sie hinterher geschrieben. Morgen hol ich mir vietnamesisches Essen aus Asia Lotus …

Mittwoch, 21. Oktober

Das Wunderlichste an der Begegnung bei der Wohnungsbesichtigung hab ich noch gar nicht geschrieben.

Nachdem sie sie mir gezeigt hat und ich gleich begeistert war, weil sie genauso aussah, wie auf den Fotos im Exposé, hat Heidi – wir waren schnell beim Du – gesagt, ich koch uns mal einen Kaffee, den wir dann draußen auf der überdachten Veranda getrunken haben. Dabei haben wir uns unsere Kurzlebensläufe erzählt. So hat sie gesagt, sie war Krippenerzieherin und Zahnarzthelferin. Ich hatte ihr erzählt, dass ich bis vor 10 Jahren in Rostock-Kassebohm gewohnt habe, mich aber von meinem Mann getrennt habe und zuhause ausgezogen bin und er jetzt wieder verheiratet ist. Zahnarzthelferin war die neue Frau von meinem geschiedenen Mann auch, Renate, vielleicht kennst du sie? – Sag jetzt nicht, Renate Lemke! – Ich stutze, ja doch, genau die. – Na das ist ja ein Ding!, das muss ich gleich meinem Horst erzählen, hat sie in seine Richtung gerufen. Renate war nämlich nach ihrer Trennung bei ihnen, um da – in der größeren der beiden Wohnungen – ihren Ex unterzubringen. Werner – das war vielleicht ein Schwein, fuhr Heidi fort, der hat sie nur belogen und betrogen und hier hatte er auch ständig andere Frauen. Er hatte zu ihr, seiner Vermieterin, gesagt: Stellen Sie sich mal vor, meine Renate heiratet wieder, einen aus Kassebohm, der hat ein Haus. Ja – und die Exfrau von ihm – das bin ich.

Die Welt ist ein Taschentuch, sagt Sabinchen immer. Wenn es Eis gegeben hätte, dann wär es spätestens jetzt gebrochen.