Heute ist Mittwoch, der 30. Oktober

Draußen ist die Gefriertruhe angeschaltet – das erste mal Frost. Erkältungsbad, Erkältungsbalsam, Erkältungskapseln und heiße Limette und Taschentücher – damit hab ich mich bei Rossmann ausreichend eingedeckt und bleib den dritten Tag im Bett. Wenn ich an meine Schwester im Wohnwagen denk, krieg ich das Frösteln …

Manuel war am Wochenende in Hamburg und sagt, der ganze Kurs war erkältet. Er wollte am Wochenende wieder kommen, wird wohl nichts.

Heute ist Montag, der 28. Oktober

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Dauerhaftem schlechtem Wetter musst du mit Geduld begegnen. Mach es wie die Schoppenstädter: Wenn es regnet, lass es regnen. Wilhelm Busch

Die Woche fängt mit einer ersten, dicken Herbst-Erkältung an – Husten, Schnupfen, Heiserkeit, dabei ist so schönes Wetter. Um 10 Frühstück beim Bäcker mit Anke und Cindy. Ich bin noch am Überlegen, absagen oder hingehen?

Von Martina hab ich mir ein Buch mitgebracht, historischer Roman im Mittelalter, von dem sie nicht sehr angetan war. Ich bin gespannt. Der Titel klingt schon mal gut: Gebiete sanfte Herrin mir …

Heute ist Sonntag, der 27. Oktober

Abends waren wir noch zur langen Einkaufsnacht, aber nicht zum Shoppen, sondern zu Glühwein, Flammkuchen und – ach, ein Buch hab ich mir doch gekauft auf dem Bücher-Flohmarkt: Ayla und das Tal der großen Mutter – ein dicker Wälzer für lange Wintertage, historisch, oder besser gesagt prähistorisch. Danach an der Alten Tankstelle noch ein Schoppen Wein, wo wir sogar noch draußen sitzen konnten. Ein schöner Tag war das!

Heute war ich in Rostock, und als ich abends zurück war, kam die Erkältung durch von dem kalten Seminar gestern. Erst war ich bei Andrea und Paul in ihrem neuen Heim, dann mit Tamina, Michael und Jonte im Botanischen Garten, mit vielen Fotos. Martina hat mich abgeholt und ich war noch bei ihr, bevor ich zurückgefahren bin.

Das war sehr schön heute, mit meiner Familie, meinen Kindern, meinen Lieben … schöne Glücksmomente, mit Allen, die in meinem Herzen sind.

Heute ist Sonnabend, der 26. Oktober

Tamina ist 19 geworden – sie ist Jahrgang 2000. Da muss man nie überlegen, wie alt sie ist. Was für ein himmlisches Alter, hat Martina gesagt. Ich weiß nicht, ob sie himmlisch gesagt hat, aber ich glaube. Ja, damit hat sie einen Lebensfaktor von 5. Ich – oder wir – haben noch einen von 1,5. Je höher man auf der Lebensleiter kommt, um so mehr ändert sich die Sicht auf das Leben. Man sieht immer mehr von oben drauf. Wenn Gott es bei uns schafft, ihn zum Gespräch zu bitten, sind es meist herbe Verluste, die wir eingefahren haben. Kein Millionär, oder schlimmer noch Milliardär, wird fragen: Oh, mein Gott, warum ich, warum hast du mich dafür ausgesucht?

Wir werden geboren, wachsen auf, heiraten, bekommen Kinder, Enkelkinder und dann schließt sich der Kreis langsam wieder.  In der Regel. Wenn alles glatt läuft, machen wir gar keine Bekanntschaft mit Gott, wenn wir nicht in einen religiösen Hintergrund hineingeboren sind. Nur die Schicksalsschläge – Verlust von Gesundheit, von nahen Angehörigen, von Hab und Gut – erinnern uns daran, dass es noch eine höhere Instanz gibt oder geben muss, an die wir uns wenden können, wenn wir uns zu klein oder zu allein oder beides fühlen, um damit weiterleben zu können.

Google: Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen. Resilienz ist die Kraft, mit der man es vom Boden wieder auf die Beine schafft. Resilienz – das ist heute das Seminar der Weiterbildung von Notfallbegleitung, für das Carmen und ich uns eingetragen haben. Gott kann zur Ressource werden …

Universitätsmedizin Greifswald – da war unsere jährliche Fortbildung. Auf der Räucherbank fanden sich die Süchtigen ein, wer nicht gehen konnte, kam im Rollstuhl. Eine auffallende Frau, die neben mir saß – Haare und Make up 1 A, lange Gel-Nägel, Pelzmantel, Strassjeans, gütige Augen, reiferes Lebensalter – hat zu mir gesagt: Wir können schon zufrieden sein, wenn es nicht durchgängig regnet … Sie kann nur den Herbst gemeint haben, denn es war blauer Himmel und Sonnenschein. So kamen wir ins Gespräch. Dann kam Carmen dazu und hat gefragt: Sind Sie Patientin hier? Ja, ich bin auf Lunge hier – aber Zigarettchen schmeckt trotzdem, hab ich gedacht. Ihre Form von Resilienz.

Der Workshop – Thema verfehlt. Ich hab mich mit Bewertungen zurückgehalten und gedacht: Bloß nach Hause. Kalter Seminarraum, harte Stühle, keine Pause in 3 Stunden, erst auf Anfrage, und völlig am Thema vorbei. Es war im Grunde eine Dienstbesprechung zu Notfall-Begleitung. Zwei Dozenten, von denen der eine, der neben mir saß – von der Zollfahndung – noch meine Sympathien hatte, weil ich in seinen Augen gesehen habe, was ich auch in meinen sehe, wenn ich in den Spiegel gucke …

 

Heute ist Freitag, der 25. Oktober

„The Spirit of Woodstock – 50 Jahre Love, Peace & Music“ – das Konzert war gestern im Bürgersaal, zu dem Carmen Sternchen mir großzügig die Karte zum Geburtstag geschenkt hatte. So rechte Lust hatte ich nicht, abends nochmal loszugehen, wo ich sonst schon im Candlelight-Modus bin, und dann war es so grandios … Nach 15 Minuten sprang der Funke über auf das Publikum. Die Musiker haben sich die Seele aus dem Leib gespielt und die Sängerinnen und Sänger hatten göttliche Stimmen – besonders die kleine zarte Frau in der Besetzung von Janis Joplin war so stimmgewaltig! – dass wir gesagt haben, sie ist sogar besser als „das Original“. Ebenso Michael Holderbusch als Joe Cocker und der Jimmy Hendrix-Gitarrist.

Das war ein toller Abend – das war wirklich Spirit of Music – jeder Einzelne hat mit Passion und Leidenschaft auf der Bühne gestanden und als Ganzes haben sie ebenso überzeugt. Große Klasse! Das haben wir anschließend bei mir mit Carmens Flasche italienischen Rotweins Reale Amaranto würdig ausklingen lassen. Morgen fahren wir als C&A-Team, Carmen&Anita, nach Greifswald …

Um 11 hab ich meine Tochter angerufen und gefragt, ob sie Sonntag da sind, dann würde ich sie mal besuchen kommen. Gerne, hat sie sich gefreut. Wir haben lange telefoniert und sie hat über ihre Arbeit und ihre Veränderungswünsche gesprochen, die sich in einer Bewerbung auf eine Halbtagsstelle an der Uni äußern. Das, wo sie jetzt in Vollzeit ist, auch an der Uni, würde dann ihre zweite Halbtagsstelle werden. Jedenfalls freu ich mich, sie nach ihrem Umzug zum ersten Mal im eigenen Heim zu besuchen. Vorher war ich nur auf der Baustelle do

Dann hab ich einen schönen Herbstspaziergang am Tiefwarensee und durch die Stadt zur Müritz gemacht, mit Einkehr in einen Laden, der zum Jahresende schließt, weil die Inhaberin in Ruhestand geht, und 3 schöne kleine Teile zu 50 % gekauft und dabei den halben Laden durchstöbert. Ein gutes Gespräch gehört hier zum Einkauf immer dazu, sowohl von seiten der Kunden als auch der Inhaber. Das ist eine pragmatische lösungsorientierte Kurzzeittherapie für alle, völlig kostenfrei und sehr effizient und vor allem selten in dieser social-media-Ära. Gestern Abend saßen auf 3 Bänken am Marktbrunnen 3 Leute, jeder mit dem Handy vor sich beschäftigt – und das über längere Zeit, im Dunkeln hab ich dann die Displays leuchten sehen.

Nach Happy-Shopping hab ich mir von der Dönerstube am Hafen das mitgebracht, was sie verkauft. Das brauchte ich heute – manche Tage sind Dönertage und heute ist einer. Auch hier wieder ein nettes Gespräch und entgegengebrachte Freundlichkeit und dazu den besten Döner der Stadt! Jetzt eigentlich noch Schuheputzen und Staubwischen nach Mondkalender. Schuheputzen ja – aber nur das Paar Stiefelchen, das ich aktuell trage, und Staubwischen ja ein wenig – aber beileibe nicht die ganze Bude. Der Rest ist Relaxen …,

 

 

 

 

 

 

Heute ist Donnerstag, der 24. Oktober

Gestern Abend hab ich mir grad online Kuren in Polen angesehen und dabei das Hotel Altes Kurhaus in Bad Flinsberg entdeckt. Das wär mal was für den Winter, hab ich gedacht. Es liegt im Isergebirge und hat Mineralquellen und ist noch herrlich wie in alten Zeiten eingerichtet, mit polnischer Küche und reichlich Mineralwasser zum Trinken und Baden. Für Krebse ein Paradies vom Feinsten …

Da hat mir Michael geschrieben: Jonti hat heute zum ersten Mal ausgiebig gelacht – und mir ein Video geschickt, auf dem der Papa Pruste-Geräusche mit dem Mund macht und der Kleine sich kringlig lacht. Vorgestern hab ich gedacht, ein Video von ihm wär mal wieder schön – und noch schöner wär, ihn „live“ zu sehen. Ich  hab zurückgeschrieben: Ich hab auch ausgiebig gelacht und es mir gleich dreimal hintereinander angesehen. Dann hat Michael angerufen und gefragt, ob ich sie Sonntag besuchen kommen möchte – aber du arbeitest ja immer am Wochenende, oder? Nicht immer – diesen Sonntag hab ich frei. Und Sonntag passt auch gut – Sonnabend bin ich mit Carmen in Greifswald zur jährlichen Weiterbildung von Notfall-Begleitung. Das war umgehende Wunscherfüllung – Video plus Einladung zum Live-Event …

Hinterher ist mir eingefallen: Mensch, Tamina hatte doch Geburtstag Anfang Oktober. Total übersehen! Ich mein, so lange kennen wir uns noch nicht – erst seit ihrem 18. Geburtstag vorigen Herbst und den hab ich vergessen zu speichern. Zu spät …

Die ganze Woche, von Sonntag bis morgen, sind Portaltage. Und dann geht’s gleich nahtlos über in die nächsten, von Sonnabend bis zum 4.11. – Insgesamt sind das 16 Tage am Stück!  Das ist die Hohe Spirit Schule. Der freie Fall – das ist gerade mein Prüfungsthema. Das ist, wie sich rückwärts in den Abgrund fallen lassen, im Vertrauen darauf, dass du Flügel hast oder aufgefangen wirst. Und das mir mit meiner Höhenangst! Und so viel ich auch stöhne: Ich hab keine Kraft mehr, ich will nicht mehr – Los, rauf auf die Klippen und – spring! Vertraue! Dazu fällt mir eine Szene aus einem Film ein: Lassen Sie los, Dr Strange … damit das Unmögliche möglich werden kann!    

Heute ist Mittwoch, der 23. Oktober

Als wir am Wochenende beim Bäcker frühstücken waren, hat Manuels Handy geklingelt. Mama, hab ich spontan gesagt. Und sie war es auch, seine Mutter. Im kleinen funktioniert meine Intuition noch, hab ich gedacht …

Die letzten Wochen bis zum Jahresende kümmer ich mich um mich und mein Umfeld. Ich hab die Fensterputzer bestellt, nächste Woche kommt der Klempner und installiert ein neues Waschbecken/WC im Gäste-Klo unten wegen Unansehnlichkeit des alten, was auch mit Putzen nicht mehr wegzukriegen ist, und dann noch die langaufgeschobene Auto-Innenraum-Reinigung, wobei der größte Akt ist, alles auszuräumen. Bei mir selbst hab ich morgen schon die letzte Lymphdrainage, schade – damit mach ich im Januar weiter. Bei Kompressionsstrumpfhose und Zahnimplantat überleg ich beim ersten noch, ob das das richtige Mittel ist, und beim zweiten, ob ich in der Praxis in guten Händen bin. Die Frage beantworten eigentlich schon die Bilder seiner Kunstausstellung – diffus, chaotisch, schreckliche Farben. Damit widersprechen sie meinem Sinn für Ästhetik und Harmonie. Das einzige ist, dass ich denke, er versteht sein Handwerk.

Jetzt ist die Funktion Bearbeiten wieder da, dafür hat sich die Mouse verabschiedet und ich mach alles über das Tastfeld, was mir gar nicht liegt. Aber so lange es keine größeren technischen Pannen sind … Genauso bekomme ich meine Mails nicht mehr auf’s Smartphone, woran das nun wieder liegt? Deshalb sind mir schon einige untergegangen, weil ich im Laptop meist nicht auf E-Mails gucke. Also: Zu O 2 und nachfragen …

Heute war eine süße Überraschung im Briefkasten, von Kerstin, Christines Mutter aus Dormagen. Eine Tafel Schokolade Vanilla White und eine schöne Karte mit langem Text. Sie will sich mit mir schreiben, das hatte Christine mir schon angekündigt. Sie fragt unter anderem, ob ich Zukunftspläne habe? Ja, das hab ich. In Ruhe und Frieden leben …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute ist Dienstag, der 22. Oktober

Die Welt sieht so märchenhaft schön aus, als wenn Gott sie gerade erst erschaffen hätte. Gestern Abend der Sonnenuntergang und heute der Morgen …

Ich fahr mit Aniko und Sigi nach Neustrelitz in den Tierpark. Das ist ein kleiner, süßer Heimat-Tiergarten. Das hatten wir uns schon lange vorgenommen. Und weil Aniko Urlaub hat, hat sie gestern gefragt, ob wir heute fahren können. Ich guck mal, hab ich gesagt – wie das Wetter ist und wie mir morgen ist. Ich war nämlich erst um halb 2 im Bett nach meiner Spätschicht. Heute morgen hat sie geschrieben: Das Wetter ist prächtig, ich bin dann um 10 auf dem Hof. Damit hat sie es mir mehr oder weniger übergeholzt. Ohne Kaffee konnte ich heute früh noch gar keinen Fuß vor den anderen setzen. Mit ihrer Hartnäckigkeit hat sie es geschafft. Aber stimmt schon – man muss die Tage feiern wie sie fallen ..

Heute ist Montag, der 21. Oktober

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Geh deinen Weg und lass die Leute reden. Dante Alighieri

43. Kalenderwoche – Eben, früh um 6, kam mir beim Morgenkaffee die Idee, über Weihnachten und Silvester wegzufahren und auf alles, Familie, Enkelkind und eventuell Feier im neuen Haus von Tochter und Schwiegersohn zu verzichten. Wahrscheinlich mach ich es nicht, aber ich zieh es in Erwägung …

Heute Abend nach gut einer Woche frei mal wieder eine Guti-Gutshaus-Schicht.